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Thema: Arterielle Druckmessung

  1. #21
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    Schreiben AW: Arterielle Druckmessung

    Lieber Hanno,
    vielen Dank für den Link zu dem Abstract des Vortrags von Martin Brinkmann.
    Es bleibt hier jedoch außer Acht, dass der geübte Anwender durch Beurteilung der Messkurve bereits wesentliche Aussagen über die Qualität des Messsignales machen kann.
    Richtig und sehr wichtig ist der Hinweis auf die Luftblasen, die häufig im Messsystem zu finden sind - diese aber verursachen eine in der Regel deutlich sichtbare Veränderung der am Monitor dargestellten Kurve.
    Hier führt es meines Erachtens nur zu einem guten Erfolg, wenn das (Pflege-) Personal vor Ort ständig geschult wird und die Unterschiede sichtbar dargestellt werden.
    Ich möchte noch anmerken, dass eine Verlängerung der kochsalzgefüllten Leitungen, häufig mittels ungeeigneten Material, zu Messergebnisverfälschungen führen kann und dies oft nicht bedacht wird.
    Viele liebe Grüße
    der messende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #22
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    Standard AW: Arterielle Druckmessung

    Hallo,

    wir verlassen uns hauptsächlich auf die invasive Druckmessung und wenn die arterielle Druckkurve gedämpft oder geschleudert ausschaut, dann messen wir automatisch per NIBP nach.
    Dies ist jedoch meiner Meinung nach völlig ausreichend.
    Ich erlebte es jedoch während der Weiterbildung auf einer Interdisziplinären ITS auch anders und zwar wurde da stündlich noninvasiv und invasive Drücke dokumentiert.
    Dies fand ich jedoch völlig übertrieben und nicht mehr zeitgemäß.
    Durchaus erscheint es sinnvoll und logisch, wenn der noninvasive Druck zwischenzeitlich mal gemessen wird, um die Messung der invasiven Drücke damit zu vergleichen (Abweichungen).

    lg

  3. #23
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    Standard AW: Arterielle Druckmessung

    Ich messe bei Schichtübernahme einmal mit NIBP nach und sonst nur noch bei den oben auch schon genannten Verdachtsmomenten auf eine fehlerhafte Messung.
    Hoch die Internationale und pflegerische Grüße aus München

  4. #24
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    Standard AW: Arterielle Druckmessung

    Zitat Zitat von Pericardinchen
    Hallo,
    Durchaus erscheint es sinnvoll und logisch, wenn der noninvasive Druck zwischenzeitlich mal gemessen wird, um die Messung der invasiven Drücke damit zu vergleichen (Abweichungen).
    Ich bin immernoch der Überzeugung, dass man nicht direkt vergleichen kann.

    Man hat ja zwei verschiedene Messverfahren (invasiv vs. nichtinvasiv) mit unterschiedlichen Fehlerquellen und unterschiedlicher Genauigkeit sowie an unterschiedlichen Messorten (A. brachialis vs. radialis oder femoralis - jeweils unterschiedliche Druckamplituden).

    Also müsste man jeweils unterschiedliche Idealbedingungen herstellen, um die Werte überhaupt annähernd vergleichen zu können. Schafft man das in der Praxis?

    Um nur ein Beispiel versus indirekter Messung:

    - Oberarmumfang < 33 cm: Manschettengröße 12-13 cm mal 24 cm (Breite mal Länge)
    - Oberarmumfang > 33 cm: Manschettengröße 15 cm mal 35 cm
    - Oder: Spezielle Maßbänder benutzen, die Korrekturen bei abweichenden Oberarmumfängen angeben ggf. bei Verwendung von Standardmanschette Umrechnungshilfe benutzen (Maßband, Tabelle).

    Quelle
    Ach ja: Ist bekannt, wie die Geräte messen? In der Regel oszillatorisch...

    Aber ok, wir messen mit zwei verschiedenen Meßmethoden an zwei verschiedenen Orten und haben - oh Wunder - zwei unterschiedliche Werte. Und auf welche verlasse ich mich jetzt?

    Praxistipp: Auf die besseren

    In meinen Augen ist die direkte Messung wegweisend. Wenn ich dort alle Fehlerquellen beseitige (verstopfte Kanüle, zu lange Kanüle, Luftblasen, Druckaufnehmerhöhe, zu lange Leitungen...) reicht die direkte Messung völlig aus. Wenn ich aus technischen Gründen keine vernünftige direkte Messung hinkriege, vergesse ich die direkte Messung und messe indirekt.

    Vergleiche? Vernünftige werde ich wohl nicht hinbekommen.

    Deshalb für eine Messmethode entscheiden. Ist die invasive zu störanfällig oder nicht mehr möglich, Wechsel zur nichtinvasiven.

    Und noch eine Idee für eine Facharbeit im Rahmen der Fachweiterbildung:

    Vergleich zwischen der direkten und indirekten Messung. Jeweils zeitgleich möglichst fehlerfrei messen und dann mal schauen, wie die Werte sind und ob vergleichbar oder nicht. Und wie sieht das mit den Mitteldrücken aus.

    Wäre gespannt, was dabei rauskommt...

    Besten Gruß,

    André

    Wer viel misst, misst viel Mist

  5. #25
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    Ausrufezeichen AW: Arterielle Druckmessung

    Zitat Zitat von Andre
    ...Wer viel misst, misst viel Mist
    Eh, Andre!
    Klaue mir doch bitte nicht meine Sprüche!

    Aber: Recht hast Du. Habe ja Ähnliches zu diesem Thema bereits beschrieben.
    Viele nicht gehklauten Grüße
    der fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  6. #26
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    Standard AW: Arterielle Druckmessung

    Hallo Fridolin.

    Ups, sorry. Wollte Dir Deinen Spruch nicht klauen und auf meine Fahnen schreiben. Ich habe den Spruch jedoch aus einer anderen Richtung empfangen - von einem habilitierten Anästhesisten, mit dem Du Dich dann ja quasi ideologisch auf eine Stufe stellen kannst

    Mir gefällt diese Aussage und es ist auch irgendwie was dran, oder?

    Freue mich über Deine Zustimmung und denke, so falsch liegen wir mit unserer unpopulären These garnicht

    Besten Gruß aus Hannover,

    André

  7. #27
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    Pfeil AW: Arterielle Druckmessung

    Lieber Andre,
    ich vergleiche mich nicht mit den Damen und Herren, die 12 Sylvester an Unität stukkadiert haben, um dann die Menschen schlafenlegen zu dürfen - und ich möchte mich mit diesen Herrschaften nicht auf eine Stufe gestellt wissen - ich bin immer noch für meine Patienten da, die Ärzte aber??
    Natürlich darfst Du meine Sprüche auch weiter verwenden, denn bei diesem Thema trifft immer noch der Spruch zu:
    "Wer nicht weis, was er misst, misst mist!"
    Ist übrigens ein Technikerspruch und stammt aus dem Bereich Elektrotechnik/Elektronik.
    Aber hier trifft dieser Spruch (leider) auch häufig zu. Als besonders ärgerlich und verwerflich empfinde ich, dass selbst studierte Leute (Ärzte) zu häufig meinen, die invasiv gemessenen Drücke wären falsch und sie fordern (hier wider besseren Wissens?) das Nachmessen mittels manueller oder halbmanueller Technik!
    Wie geht IHR mit solchen Forderungen von Ärzten um?
    Ich möchte solchen Ärzten am Liebsten ihr Studium aberkennen - haben sie hier etwa außer Anatomie und teilweise Physiologie nichts gelernt?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  8. #28
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    Standard AW: Arterielle Druckmessung

    Hi Fridolin.

    Bin vielleicht für solche Sachen der falsche Ansprechpartner (inzwischen 11. Semester Arztschule...)

    Besten Gruß,

    André

  9. #29
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    PC AW: Arterielle Druckmessung

    Lieber Andre,
    ich wünsche Dir, dass Du ein besserer Doc mit mehr Verständnis für die Probleme der Pflege wirst, als die ehemaligen Krankenpfleger und -Schwestern, die ich so kennen gelernt habe.
    (Hatte auch so etwas in Erinnerung, Du hast Dein Studium schon einmal erwähnt.)
    Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass die ehemaligen KollegInnen schnell den sozialen Druck ihrer neuen KollegInnen nicht mehr stand halten können, sich anpassen und über die Pflege (wider besseren Wissens) herziehen.
    Hoffentlich wirst Du nicht so.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  10. #30
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    Frage AW: Arterielle Druckmessung

    Zitat Zitat von fridolin
    Klaue mir doch bitte nicht meine Sprüche!
    keine ahnung, warum du dich so aufregst. so fridolin-exklusiv ist der spruch nun wirklich nicht.

    dafür andre hat das sprichwort wenigstens nicht sinnentstellend wiedergegeben...
    danke - bitte
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

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