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Thema: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

  1. #51
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    @ Dave,
    ich würde mir wünschen, das Wort "Trottel" würde durch Dich durch das Wort "Billigarbeitskraft" ersetzt - denn das trifft den Sinn eher.

    @all,
    leider leben wir auch im Jahre 2009 - frohes, neues Jahr im Übrigen - in einer Zeit, wo das höchste Gut des Menschen nichts mehr kosten darf.
    Jeder Mensch darf und muss heute angemessen verdienen - aber bitte schön, nur vom Geld der Anderen.
    Geiz ist eben doch geil - und wir erleben im Gesundheitswesen gerade die Auswirkungen diese Lebenseinstellung hautnah.
    Es geht hier nicht um die Tätigkeit des Waschens - es geht hier einfach um die Frage, wie bekomme ich ein Krankenhaus ohne Insolvenzantrag geführt?
    Weiterhin wage ich die Frage zu stellen:
    Was würde wohl passieren, wenn jeder Bundesbürger nur ein Stück weit von der "Geiz ist Geil" Mentalität abrücken würde und die Qualität mehr im Vordergrund stünde?
    Dann würde die Blutentnahme wahrscheinlich deutlich weniger wichtig sein als die gute Körperpflege (= "Waschen").
    Und N E I N, es weiß eben nicht jeder Trottel, was auf einer ITS so abgeht und geleistet wird - es wissen selbst ja noch nicht einmal die Ärzte und auch manche Pflegekräfte nicht.
    Viele liebe Grüße
    der lieber selbst waschende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #52
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    OK, Trottel sollte halt ein wenig plakative Wirkung haben, hatte sie ja auch ^^

    Und ich meine klar auf einer ITS haben wir ja Gott sei dank noch einen anderen Personalschlüssel als auf peripheren Stationen, aber bei uns im haus isnd letztes Jahr ein paar Kollegen aus Bereichen in denen sie nichtmehr einsetzbar waren (Steri, etc.) in nem 3 Monate Krashkurs zu Pflegeassistenten "ausgebildet" worden... Und ich bin mir sehr sicher was die im frühdienst auf so einigen Stationen ohne Ende machen werden....

  3. #53
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    "Trottel"- ich vergaß es in Gänsefüßchen zu setzen- ist nicht gleich zu setzen mit Billigarbeitskraft. Ich würde das derzeitige unreflektierte handeln bei der GKW eher der Laienkompetenz zuordnen. Eine Fachkraft sollte sich ja ducrh Fahcwissen auszeichnen- gelle? Und das gilt net nur für die medizinischen Aspekte.

    Elisabeth

  4. #54
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Wir sollten erstmal "unsere" Aufgaben korrekt durchführen, wie oben schon beschrieben Körperpflege und Hautpflege usw.
    Wenn man sieht in wie wenig Häusern die DNQP Standards angwendet werden,
    bzw. Stürze in Altenheimen, ich als Rettungsdienstzivi fahre sicherlich 2-3 die Woche in ein Altenheim meiner Gemeinde, weil wieder ein Bewohner gestürzt ist.
    Man sieht wieder das Grundproblem, was ist pflegerische Aufgabe und was nicht.
    ZVK legen warum nicht, wenn ich dazu Ausgebildet werde und dementsprechend bezahlt werde gern.

    LG Martin

  5. #55
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Ja Martin was denn nu ?

    Aber ich finde Martins beitrag zeigt halt auch mal wieder deutlich, das wir keine genaue Aufgabenbeschreibung haben... was ist denn genau pflegerische Tätigkeit? Was sind die viel beschworenen WIRKLICHEN Aufgaben? Und wie sieht die Realität aus?

  6. #56
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Hi,

    also ich denke wir können unsere Aufgaben erst klarstellen, wenn eine Pflegekammer bzw. ihre Mitglieder die Pflegenden, die Aufgaben festlegen.
    Was machen Pflegekräfte in der EU?
    Die Realität sieht so aus, das wir z.B. Katecholamine und Beatmung selbst machen, gff. auch mal selbst intubieren...

    LG Martin

  7. #57
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Richtig, aber solange wir UNSER Aufgabenfeld ja nicht einmal einheitlich selbst definieren können... Ich meine wer sagt den DAS ist Pflegerische Aufgabe und DAS nicht?

    Ich denke z.B. intubieren KANN ein pflegerische Aufgabe sein... muss es aber nicht. Aber solange wir nichtmal sagen können WAS wir machen, wird es schwer zu argumentieren was wir nicht machen und warum...!

    Gerade die Argumente, wie z.B. ihr ändert doch auch Katecholaminraten ist ja von ärztlicher Seite mal schnell zur Hand, aber wenn ich mir das jedes Mal anordnen lassen wollte gäb es wohl regelmäßig Unglücke auf Station. Ich suche ja auch das Ersatzpräparat aus der Roten Liste/Medikamenten pocket, weil die Herren sich nicht merken können was unsere Hausapotheke liefert.. theoretisch darf ich DAS ja auch nicht...(!), ob sowas Sinnvoll ist, ist die andere Frage...

  8. #58
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Zitat Zitat von Dave
    Gerade die Argumente, wie z.B. ihr ändert doch auch Katecholaminraten ist ja von ärztlicher Seite mal schnell zur Hand, aber wenn ich mir das jedes Mal anordnen lassen wollte gäb es wohl regelmäßig Unglücke auf Station. Ich suche ja auch das Ersatzpräparat aus der Roten Liste/Medikamenten pocket, weil die Herren sich nicht merken können was unsere Hausapotheke liefert.. theoretisch darf ich DAS ja auch nicht...(!), ob sowas Sinnvoll ist, ist die andere Frage...
    Ist natürlich keinesfalls sinnvoll!
    Sorry, aber das scheint eher ein Problem der Erwachsenenstationen zusein. Ich habe noch auf keiner neonatologischen oder pädiatrischen Intensivstation erlebt, dass Medikamentenraten geändert wurden. Zumindest war ein Arzt persönlich anwesend und hat mir dies mündlich mitgeteilt oder gar selbst die Infusionspumpe bedient. Ersatzpräparate raussuchen tun wir auch nicht. Sind Kinderkrankenschwestern ängstlicher als die Kollegen der Erwachsenenepflege, bestimmt nicht! Vielleicht konsequenter in bzgl der Abgrenzungen gegenüber dem ärztlichen Berufsstand. Für mich und meine Kolleginnen/en sind die Aufgaben unserer Berufsgruppe klar abgesteckt und wir diskutieren das nicht tagtäglich.

    Wir graben unserer Berufsgruppe selbst das Wasser ab, wenn wir uns in die alltäglichen kleinen Diskussionen ziehen lassen und dann kommt das Totschlagargument.... der Patient kommt zu Schaden und das können wir nicht verantworten! Es ist nicht meine Verantwortung, was für ein Medikament der Arzt anordnet, sondern allein die, dass ich das angeordnete Medikament korrekt verabreiche. Wenn der Arzt die Informationen bezgl der Kreislaufsituation vom Patienten hat, muss er die Veränderung entsprechender Medikamente anordnen. Ich tue das auch dann nicht, wenn ich weiß wie es geht. Wir machen uns mitschuldig an mangelden ärztlichen Organisationsstrukturen und warten so noch lange darauf, dass die Herren und Damen der ärztlichen Zunft für ihre eigene Verantwortlichkeiten tätig werden und entsprechende Strukturen einfordern.

  9. #59
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    @Dave, deshalb habe ich von einer kommenenden Kammer gesprochen.
    Sonst ist es nicht möglich, eine Abgrenzung zu stecken.

    LG Martin

  10. #60
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    Standard AW: ZVK-Anlage durch Pflegepersonal

    Wann gibt man einem Kind mehr Verantwortung? Ich denke, wenn es bereits gezeigt hat, dass es kleine Aufgaben sicher beherscht.

    Haben wir bis jetzt gezeigt, dass wir unsere ureigensten Aufgaben gut beherrschen?

    § 3 Ausbildungsziel
    (1) Die Ausbildung für Personen nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln.
    Die Pflege im Sinne von Satz 1 ist dabei unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen
    Gesundheit der zu pflegenden Menschen auszurichten. Dabei sind die unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen zu berücksichtigen (Ausbildungsziel).

    (2) Die Ausbildung für die Pflege nach Absatz 1 soll insbesondere dazu befähigen,
    1.die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen:
    a)Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege,
    b)Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege,
    c)Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit,
    d)Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes,
    2.die folgenden Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung auszuführen:
    a)eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen,
    b)Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation,
    c)Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen,
    3.interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei
    multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln.
    http://www.gesetze-im-internet.de/bu...004/gesamt.pdf
    Pflegediagnostik finden wir Überflüssig. Wir übernehmen sehr gerne ärztl veranlasste Maßnahmen. Eigentlich kopieren wir sie- denn das dahinter stehende umfangreiche Fachwissen können wir nur teilweise erkennen. Und viele glauben mit diesem kleinen Wissen bereist einen Arzt ersetzen zu können.

    Würde ich einem Kind, dass trotzig verlangt, etwas machen zu wollen wo es die Erfahrung eines Erwachsenen braucht, diese Aufgabe übergeben? Und würde ich dem Kind nicht erst mitteilen, dass es seine Kenntnisse erst mal umsetzen soll um dann weiter zu lernen und damit mehr Verantwortung übernehmen zu können?

    Elisabeth

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