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Thema: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

  1. #41
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    WomBat, ich werde die wb-leitung meines vertrauens fragen, ob sie es vllt... evtl.... rein zufällig in ihrer bibliothek hat...

    und hiermit oute ich mich als langjährige ignorantin in sachen pflegetheoretisches gedingens.

    aber wie heisst es so treffend: mann/frau wird alt wie eine kuh.....

    n8, madi
    Die Absicht bestimmt die Sicht.

  2. #42
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Zitat Zitat von fredokus
    Und nochmals zum Thema:
    Warum FWB machen?
    so ganz klar ist mir das immer noch nicht - und wenn man dann beispiele liest wie dieses hier (etwas lapidar zusammengefasst: gerade fwb fertig und schon keinen bock mehr auf intensiv) frag ich mich doch, ob die aktuelle form der wb den sinn und zweck tatsächlich erfüllt, den sie erfüllen soll.
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

  3. #43
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Zitat Zitat von WomBat vom 24.04.2006
    Rätselhaft ist mir, warum Fr. Müller "ergebnisorientiertes Pflegeassessment" mitsamt copyrightt nennt, den nichts anderes will der Pflegeprozess und die Pflegediagnostik. Jedes Pflegeassessment sollte ergebnis-orientiert sein!! ? Weisser Schimmel, so ähnlich der "ganzheitlich-fördernde Prozesspflege" oder auch der Titel "Gesundheits- und Krankenpflegerin". Für mich ist das ein Wortkrieg. Die Verewigung der Worthülsen.
    [...]
    Pflegebedarf, siehe Orem. Unsere zwei Begriffe müssten ausgewechselt werden. Wir tun uns so schwer, im Bereich Gesundheit und Krankheit unser Berufsbild aufzustellen (weil so viele dafür zuständig sind und wir uns nur schwer abgrenzen können). Orem löst dieses superb. Sie unterscheidet zwischen Pflegekompetenten Patienten und Patienten mit Pflegebedarf. Dazu braucht es aber den Pflegeprozess und Pflegediagnostik um das festzustellen.
    Hallo, Wombat,
    kann es sein, dass da etwas durcheinander geht? Ich habe neulich einen Vortrag zum ergebnisorientierten PflegeAssessments ePA gehört. Dabei wurde mir klar, dass eine (Pflege-)Diagnose nur mit einem dafür geeigneten Assessmentinstrument gestellt werden kann (der Mediziner macht es nicht anders: Er nutzt ein EKG-Gerät, um z.B. einen Infarkt zu diagnostizieren). Und das ist das, was mit dem ePA erreicht werden soll.
    Wenn ich den Vortrag richtig verstanden habe, haben die Leute von ePA versucht, ein möglichst einfaches und für die Bedürfnisse des Akutkrankenhauses angepasstes Assessment zu entwickeln - etwas, das wohl in dieser Form bis heute nicht existiert. Und das "ergebnisorientiert" im Titel soll darauf hinweisen, dass man mit dem ePA direkt messen (und nachweisen!) kann, welche Erfolge die Pflege bei einem Patienten erreicht hat. Es gibt eine Webseite, auf der man einige Informationen abrufen kann (http://www.epa-online.info).
    Nichts für ungut, aber ich finde diese Idee sinnvoll: Erst eine saubere Diagnostik auf Basis von getesteten Instrumenten und hinterher eine Auswertung, ob man mit dem, was man gemacht hat, auch erfolgreich war. Und zu beweisen, wie wichtig und erfolgreich Pflege ist, brauchen wir in diesen schwierigen Zeiten dringender als je zuvor - das ist zumindest meine Meinung.
    Gruß
    Fred

  4. #44
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Erstens: müssen wir dieses woanders hin verschieben?

    Hallo Fred,

    Grundregel seit es den Pflegeprozess, aber besonders seit es "Pflegediagnosen" gibt: Ohne Daten aus der Einschätzung, keine PD - oder mit was will man überhaupt zu einer PD kommen?

    Das Assessment Instrument NR 1 ist zunächst die fähige Pflegekraft.

    Diese sammelt Infos unentwegt, bei Verdacht auf xy, setzt sie Scores, Skalen, weitere sinnvolle Fragen und Kommunikationstechniken ein oder gar Untersuchungen ein (alles was "mißt" - im Sinne von messbare Ergebnisse erzielen). Subjektive Daten sind ebenfalls erwünscht (z.B. Schmerz Assessment). Dafür braucht diese Fachkompetenz.

    Assessment Instrument Nr. 1a für die Pflegekraft ist ein sinnvoller Pflegeanamnesebogen (leeres Blatt geht auch, wenn diese weis was sie will und alles im Kopf hat ) Wie der Doc das EKG, eine Untersuchungstechnik (von Palpation über Auskultation bis zu Labor und sonstiger Diagnose Techniken) einsetzt, so setzt die Pflegekraft "ihre" Instrumente ein. Allerdings mit einem Pflegefokus - also "ihren" Fokus - der natürlich klar sein sollte (heißt, Pflegekraft weis welche Infos sie braucht um zu einer PD zu kommen - diese können sehr unterschiedlich sein, mal nötig sein, mal nicht. Das ePA tut das, was Pflegende in anderen Länder schon lange tun - vielleicht hat es bisher nicht in dieser, wie Du sagst "einfachen Form" existiert - ist halt eine Kreation für unsere Pflege in unserem Land. Das Schwierige an jeder Pflegeanamnese ist es, zu entscheiden welche Daten nötig sind. Interessant finde ich, das es "möglichst einfach" gewünscht ist/wird. Warum eigentlich? Sind wir zu doof um mit einem anderen Instrument umzugehen?

    Zitat: "direkt messen, welche Erfolge die Pflege bei einem Patient erreicht hat"
    > auch nicht neu, es hieß bisher schlicht "Evaluationsphase", oder der lezte Schritt im sog. Pflegeprozess (nichts anderes als ein Problemlösungs-Prozess). Wenn verschiedene Schritte des Pflegeprozesses auseinander gerissen werden mit verstärktem Blick auf einzelne Schritte (zum Bsp. Pflegeassessment), ist es evtl. auch ein Problem, die Dinge wieder zusammenzukriegen.

    Es freut mich, dass Du dass als Sinnvoll erkennst. Willkommen zurück alter Pflegeprozess - mit "neuen " Inhalt.
    Zitat: "Dabei wurde mir klar, dass eine (Pflege-)Diagnose nur mit einem dafür geeigneten Assessmentinstrument gestellt werden kann".
    Ohne Assessment, keine Daten zum herausfinden, analysieren, synthetisieren und damit zu einem Urteil zu kommen. MIr ist nicht klar, wie das hätte gehen sollen ohne Assessment!?! Es sei denn, wir bekommen alle Kristall-Kugeln (zu Thermometer und sonstige Messgeräte) für die Pflegediagnostik.


    WomBat, HIlfe kommt der Fred mit Zeug's vom April - Das ist schon Monate her , woher soll ich das wissen?

    PS die bisher bekannten Assessment Instrumente (2 bis ca. einige Hunderte) für verschiedene Fragestellungen (abgesehen von Deku usw.) sind mathematisch gesehen gegen Endlos. (Norton, Waterlow, Braden) FIM, Glasgow, Aldrete, Ramsey, Schmerz (von Neugeboren bis alte Menschen), CAM-ICU, Mini-Mental, Barthel, Katz, Elderly Assessment, Caregiver Strain Index, Angst, Critical Care Family Needs Inventory (CCFNI) (Bedürfnisse der Angehörige von Intensivpatienten), Schlaf (OSAI), Sturz, Suizid, Thrombose, Weaning, Ernährungs-Screening und Assessment Instrumente usw usw usw usw. Ohne das Monitoring und sonstige Hiflsmittel überhaupt zu nennen. Die Docs haben halt SAPS, APACHE, Malampati, Pancreatitis usw usw usw usw. Wir und die Docs haben noch unseren Kopf (statt Kristall-Kugel).
    Nicht zu Verschweigen sind Probleme der Validität und Reliabilität verschiedenster Instrumente, ebenso bei den Pflegediagnosen (gutes Beispiel: EnergieFeld Störung )

    Google: Nursing assessment instruments
    oder gehe zu http://www.lib.uiowa.edu/hardin/hapi.html für eine Übersicht. Hier gilt es, auszuwählen was Pflegemann oder Pflegefrau für einen bestimmten Patienten braucht (für nötig hält - gebunden an die fachliche Kompetenz). Einige Instrumente sind wirklich Ur-alt, davon wurden einige renoviert-innoviert-upgedated oder wie auch immer das bezeichnet wird. Andere sind neuer, dafür nicht gründlich erforscht. Uni Witten beschäftigt sich mit Assessment.

    Zitat: "Bedürfnisse des Akutkrankenhauses angepasstes Assessment zu entwickeln - etwas, das wohl in dieser Form bis heute nicht existiert". Wenn es sowas nicht gibt, wieso kommen Pflegende in Österreich, der Schweiz oder in Frankreich überhaupt dazu?

    Google: Nursing Assessment formulars oder nursing history forms, oder noch spezifischer: nursing adult assessment, nursing pediatric assessment, nursing pyschiatry assessment, nursing assessment in the operating room, usw usw usw usw

    Damit können wir uns viele Jahre beschäftigen......Zitat: "zu beweisen, wie wichtig und erfolgreich Pflege ist, brauchen wir in diesen schwierigen Zeiten dringender als je zuvor ",

    da bin ich voll Deiner Meinung, Fred.

    Zweitens: oder passts es doch zur Diskussion über Warum Weiterbildung...?

  5. #45
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Hallo, Wombat,
    du hast bestimmt Recht damit, dass es viele Instrumente gibt. Aber auf die (Zitat) "fähige Pflegekraft" als Assessmentinstrument Nr. 1 würde ich mich als Patient nicht verlassen wollen. Dann wäre es ja ein Glücksspiel, ob ich gerade an eine Pflegekraft gerate, die zufälligerweise eine Fortbildung zu einem bestimmten Thema (z.B. Dekubitusdiagnostik) mitgemacht hat und daher weiß, welches Assessmentinsturment sie jetzt anwenden muss oder ob sie eine FWB hat oder nicht. Das wollte ich mir nicht antun. Da wäre es mir schon ganz recht, wenn man erst ein Screening durchführt, das ganz klar sagt, wo die Risikobereiche liegen und welche der vielen tausend Skalen, Assessmentinstrumente usw. ich an dieser Stelle anwenden muss (und: welche ich bei diesem Patienten in dieser Situation gerade NICHT benötige!). Das gibt Sicherheit, spart Zeit und Ressourcen und ist obendrein "objektiv" (naja, sofern sowas überhaupt möglich ist) - zumindest ist es dann nicht mehr vom Zufall abhängig, wie ich gepflegt werde. (Alles andere wäre sicher eine Utopie, wenn man erwarten wollte, dass alle Pflegenden immer auf dem neuesten Stand des Wissens sind. Ich könnte das von mir jedenfalls nicht behaupten...).
    Und genau DAS soll anscheindend mit dem ePA ermöglicht werden: Eine Strukturierungshilfe, das einen ersten Überblick verschafft und dann anschließend in die Differenzialdiagnostik geht. So verstehe ich jedenfall Fr. Prof. Bartholomeyczik, die gerade einen Artikel veröffentlicht hat zum Sinn und Unsinn von Assessment. Und das ePA scheint sie auch ganz gut zu finden, zumindest benennt sie es in ihrem Text. Downloadbar ist der Text unter http://www.epa-online.info/Downloads...smentinstr.pdf
    So long
    Fred

  6. #46
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Noch ein Skalengläubiger *seufz*

    Ich stelle mal mein Beispiel aus krankenschwester. de hier ein:
    Beislpiel: Pat. Z.n. KnieOp ; Nebenerkrankung: Rheuma

    Nortonskala: 28 Pkt. = Risiko sehr niedrig
    Pat. ist knapp 60 = 2Pkt.
    Hautzustand ist ohne Befund = 4Pkt.
    keine Abwehrschwäche, Diabetes, Anämie, MS, Adipositas, Karzinom, erhöhter Hämatokrit, Arterielle Verschlusskrankheit, kurzzeitig Fieber = 3Pkt.
    Körperlicher Zustand: gut = 4Pkt.
    Geistiger Zustand: Voll orientiert = 4Pkt.
    Aktivität: zum Zeitpunkt des Geschehens bereist mobil mit Hilfe = 3Pkt.
    Beweglichkeit kaum eingeschränkt = 3Pkt.
    Pat. ist nicht inkontinent = 4Pkt.

    Bradenskala: 21 Pkt. = sehr geringes Risiko
    Sensorisches Empfindungsvermögen: nicht eingeschränkt = 4Pkt.
    Feuchtigkeit: nein = 4Pkt.
    Aktivität: geht eher wenig = 3Pkt.
    Mobilität: gering eingeschränkt, kann selbständig die Position wechseln= 3Pkt.
    Ernährung: ohne Probleme = 4 Pkt.
    Reibungs- Scherkräfte: keine Probleme ersichtlich = 3Pkt.

    Und trotzdem hat der Pat. einen Dekubitus an der Ferse erworben. Mögliche Ursachen sind im Rheuma zu suchen:
    Primäres Risiko- chronische Erkrankung mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung- die Pat. entwickeln ein eigenes Bewegungsmuster um die Schmerzen erträglich zu halten
    Laut Anamnese bewegte sich der Pat. adäquat in der Häuslichkeit. Alle Bewegunsgangebote im KKH wurden genutzt.
    ABER: der Patient nahm regelmäßig Schmerzmedikamente- diese wirken nicht nur in den Gelenken oder dem OP Gebiet sondern systhemisch. Hinzu kam, dass er unter Schlaflosigkeit litt und Schlaftabletten brauchte.
    Sekundäre Risikofaktoren: Faktoren, die den intravaskulären Druck mindern. Der Pat. war eher ein Hypotoniker mit der üblichen morgendlichen Anlaufschwäche.
    Faktoren, die den Sauerstoffverbrauch in der Zelle erhöhen: Er hatte postoperativ einige Tage erhöhte Temperaturen. Postop. kommt es in der Regel zu Veränderungen im Stoffwechsel: einer katabolen Phase folgt eine anabole Phase.
    Faktoren die den Hautwiderstand schwächen: Steroide (Prednisolon) ein Medikament das zur Rheumatherapie genutzt wurde wirkt auch systhemisch- Hautveränderungen sind die Folge.

    Eigentlich war der Pat. hochgradig gefährdet. Die Skalen haben dies nicht ergeben. In keiner wurde nach schmerzlindernden nichtopioiden Medikamenten gefragt. Fieber wurde zwar gefragt- die Bewertung brachte aber nicht den entscheidenden Hinweis.

    Das nächste ist die Frage nach den Maßnahmen. Auf der Station wird routinemäßig eine Freilagerung beider Fersen angeboten. ABER: Das Bewegungsmuster des Pat. im Bett tat sein übriges: ein Galgen der einlädt zu Bewegung mit genutzt zu werden- der Pat. hat sich wahrscheinlich mit der Ferse abgestoßen und ist dabei wahrscheinlich auch mehrfach abgerutscht. Für jeden anderen Pat. kein Problem- für diesen wahrscheinlich der entscheidende Auslöser.

    Jede Skala taugt nix, wenn man ihre Grenzen nicht erkennen kann. Deshalb: Wombat hat recht:
    Das Assessment Instrument NR 1 ist zunächst die fähige Pflegekraft.
    *grübel* Vielleicht sollte in der Fachweiterbildung erst mal Grundlagenwissen vermittelt werden? Ich freue mich immer über die "Staunemannaugen" der Kollegen (auch der aus der Intensiv) wenns um Theorie zum Thema Dekubitus, Thromboseprophylaxestrümpfe u.ä. geht.

    Elisabeth (die sich mal wieder ärgert, dass sie kein englisch kann *seufz*)

  7. #47
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Hallo,
    mache auch gerade die FWB. Leider gibt es dann keine höhere Gruppierung. Nch meinem Wissen ist das mit dem TÖVD abgeschafft. Ich mach es, weil ich damit glaube, später auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben. Denke, in Zukunft wird mehr Hilfsperonal eingestellt werden. Ist billiger!
    Außerdem- man sieht mal über seinen Tellerrand hinaus!
    Grüsse aus der Hitze Schnatter

  8. #48
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Zitat Zitat von adorno
    Liebe User,

    nimmt es bitte, bitte nicht persönlich. Ich habe großen Respekt vor den I.- u A.-pfleger(n)(innen). Ich möchte später ja selbst in diesem Bereich arbeiten und bin wirklich motiviert mich weiterzubilden. Aber ich frage mich, warum man überhaupt die Weiterbildung als I.- u A.-pfleger(in) machen muss, wenn es anscheinend auch ohne diese möglich ist, auf einer Intensivstation zu arbeiten!? (dies habe ich hier im Forum so erfahren)
    Gibt es keine Gesetze oder Vorschriften die das KH (Krankenhaus) dazu verpflichten auf einer Intensivstation ausschließlich Fachkrankenpfleger(innen) einzustellen? Und wenn nicht, warum nicht?!
    Wenn ich Autofahrer mit Klasse BE bin und Bus fahren will, dann gehe ich doch auch nicht zum Busunternehmen und fahre erst einmal 2 Jahre Bus und wenn es mir liegt mache ich den Führerschein Klasse DE!!! Sogar im Rettungsdienst ist es geregelt, dass auf einem RTW mind. ein Rettungsassistent arbeiten muss. Sonst würden ja alle Rettungsorganisationen auch nur Laien oder Sanitäter anstellen. Ist doch klar oder?

    Wenn ich ein KH Direktor wäre, würde ich dann nur noch KPH einstellen, oder wie im ambulanten Pflegedienst schon jetzt üblich, nur in 3-monatigen Kursen, angelernte Pflegekräfte.

    Es wäre doch nur gut, wenn die KH dazu verpflichtet wären nur Fachpersonal auf den Intensivstationen einzusetzen?! Dann wäre Euer Status in Bezug auf Verdienst u.a. doch erheblich verbessert. Oder irre ich mich?

    Grüße,
    adorno
    Dein Beitrag ist schon ein bisschen älter und ich stosse erst jetzt drauf. Unsere Nichtfachkräfte die bereits sehr lange in der Anaesthesie arbeiten, würden Deine Ausführungen sicher nicht folgen wollen. Warum auch? Sie machen ihren Job so gut wie jede Fachkraft. Das Gleich gilt für die Intensivstation. Folgt man Deinen Ausführungen über die RA`s so müssten nicht alle Mitarbeiter Fachpersonal sein. Vielleicht reicht da schon einer pro Schicht? Vielleicht gibt es auch unterschiedlich Anforderungen je nach Klinik.
    Was Deine Meinung über den Verdienst betrifft, so ist die bereits jetzt überholt. Mehr Geld geht in Zukunft an eine andere Berufsgruppe im Krankenhaus. und ob man sich da noch das viele Fachpersonal leisten kann?

    Grüße
    Johannes

  9. #49
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Hallo Schnatter,

    als weitergebildete Fachkraft für A u. I wirst lt. TVöD in die Entgeldgruppe 9 eingruppiert, alle anderen in EG 8. Wie vorher machen sich aber auch Betriebszugehörigkeit beim Gehalt bemerkbar, leider aber nur wenn Du beim gleichen Arbeitgeber bleibst. ;)

    Aber das über den Tellerrand blicken und mal in anderen Abteilungen zu arbeiten ist als Argument pro Weiterbildung nicht zu vernachlässigen.....!

    Gruß aus dem Rheinland

  10. #50
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    Standard AW: Warum Weiterbildung als Fachkrankenschwester /-pfleger?

    Liebes Forum, hallo Kollegen/innen,

    schöne Diskussion und dabei sehr viele gute Argumente!

    danke dafür,
    nur:
    Wenn wir uns in der Pflege schon in einer historisch betrachtet eher schwierigen Situation zur Anerkennung unserer fachlich und menschlich hoch kompetenten Arbeit befinden,
    warum reden wir dann auch noch eine unserer einzigen Chancen dies zu ändern in Grund und Boden.
    Fakt ist: es gibt derzeit in Deutschland keine ernstzunehmende Alternative zur herkömmlichen Weiterbildung für A&I Pflegekräfte.

    Die Weiterbildungsstätten anzuspornen sich der Zukunft und den aktuellen Anforderungen nicht zu verschließen, den Kollegen klar zu machen das es Sinn macht Fortbildungen zu besuchen( und entsprechend dafür auch mal die Arbeit für einen auf Fortbildung befindlichen Kollegen mitzutun), das sind die Herausforderungen meiner Meinung nach.

    Klar kann berufspolitisch noch viel bewegt werden, und ebenso klar ist: das hängt auch am Organisationsgrad und Aktivität der Fachkrankenpflege in Berufsorganisationen!

    Mein Motto also: Entwickelt eure Fähigkeiten, engagiert euch in einer Pflegeorganisation, dann kann man auch konkreter zu politischen Forderungen übergehen (siehe aktuelle Marburger Bund Strategie).

    Solange die Pflege noch nicht einmal die Selbstverwaltung durchgesetzt hat (unter anderem auch deswegen, weil nicht wenige beruflich Pflegende dies aus Ignoranz und Unverständnis nicht unterstützen) können politisch nur kleine Brötchen gebacken werden!

    Gruß, T.

    wer dem Hasen beim Laufen nicht zusieht, wird nie verstehen warum der so läuft...

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