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Thema: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

  1. #1
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    Frage Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Hi,

    ich mache jetzt im 4. Semester die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Bonn. Nach der Ausbildung möchte ich mich weiterbilden und das am besten als Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin. (ist die Bezeichnung richtig)
    Habe hierzu ein paar Fragen :
    1. Wo bekomme ich Informationen über die Ausbildung her?
    2. Wie ist die Ausbildung Gegliedert?
    3. Wie sieht das Curriculum aus?
    4. Muss man diese Ausbildung machen, wenn man später auf einer Intensivstation arbeiten will? (habe gehört es wäre nicht notwendig)
    5. Wir die Ausbildung vom KH wo ich arbeite finanziert?
    6. Wenn nicht welche andere Möglichkeiten der Finanzierung gibt es?
    7. Wo wird die Ausbildung angeboten? An wen kann ich mich da wenden?

    Nun genug der Fragen. Warte jetzt voller Spannung auf die Antworten

    Schönen Gruß
    adorno

  2. #2
    Avatar von PICCOlina
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Hallo,
    Ich gehe jetzt mal davon aus, das Du deine Fragen ernst gemeint hast (obwohl ich das kaum glauben kann)

    Da Du am Ende des Mittelkurses bist, hast Du ja noch ein Jahr Ausbildung vor Dir. Ich schlage vor, Du bemühst Dich zuerst um einen wirklich guten Prüfungsabschluß (Es gibt nicht mehr viele offene Stellen) und wenn Du gut genug bist und viel Glück hast bekommst Du einen befristeten Vertrag in einem Krankenhaus. Und dann arbeite erstmal ein bischen und versuche eine Stelle auf der Intensiv oder in der Anästhesie zu ergattern. Wenn Du das bis hierher tatsächlich geschafft hast, wird sich der Rest (Fachweiterbildung in welcher Form auch immer es sie dann geben wird) ganz von selbst ergeben.

    Mit kollegialen Grüßen
    PICCOlina,
    die sich doch ein bischen veräppelt vorkommt, aber den Mund mal wieder nicht halten kann
    -- Anja`s Kids on Ice --
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  3. #3
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Hallo Adorno.

    Es gibt kein richtiges Leben im Falschen, wie dein Namenspatron Theodor Wiesengrund es formuliert hat. Aber wenn man sich bei der Wahl zwischen Beruf und Karriere schon für die Krankenpflege, äh..., Gesundheits- und Krankenpflege entschieden hat, kann die Arbeit auf einer Intensivstation schon das Richtige sein. Sofern man dafür geeignet ist.

    Auch wenn die werte Kollegin PICCOlina etwas harsch formuliert hat, prinzipiell hat sie Recht.

    Infos zum Weiterbildungslehrgang Intensivpflege und Anästhesie findest du >>>hier<<<. Der Text ist zwar auf das Universitätsklinikum Münster bezogen, beantwortet aber viele deiner grundsätzlichen Fragen.
    Die Fachweiterbildung ist auf Länderebene geregelt. Fast alle Bundesländer haben wie NRW eine entsprechende Weiterbildungsordnung. Wo es so etwas nicht gibt, orientieren sich die Weiterbildungsstätten an der vergleichbaren Richtlinie der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Inhaltlich gibt es da nur marginale Unterschiede. Allerdings sind Fachexamina nach den DKG-Richtlinien nicht staatlich anerkannt.

    In der Regel wird die Fachweiterbildung vom Arbeitgeber bezahlt.
    So etwas privat durchzuziehen ist praktisch nicht möglich, da ja nicht nur Lehrgangskosten anfallen, man darüber hinaus zwei Jahre lang auch für den Unterrricht freigestellt werden muss und verschiedene Klinikbereiche durchlaufen muss.

    Das läuft dann auf einen Faustischen Pakt hinaus. Um zu lernen, was des Pudels Kern ist, verspricht man die Herausgabe seiner Seele. Oder weniger dramatisch ausgedrückt: Dafür, dass der Arbeitgeber die Weiterbildung zahlt, verpflichtet man sich, in der Regel für drei Jahre. Bei vorzeitiger Kündigung muss man dann die Kosten (um die 20.000€) anteilig dem Arbeitgeber zurückzahlen.

    Realistisch ist also Folgendes: Nach deinem Examen erstmal eine Stelle kriegen. Natürlich kann man gleich auf einer ITS anfangen, ist aber ein Sprung in sehr kaltes Wasser (hier verkneife ich mir einen Hinweis auf den geschätzten Kollegen Arnold K. aus R.). Es ist nicht verkehrt, zunächst ein oder zwei Jahre Berufserfahrung im Regelpflegebereich zu sammeln.
    Wenn du dann auf einer ITS arbeitest, kannst du irgendwann auch in die Weiterbildung (Fristen siehe Link oben). In Zeiten, in denen das Geld so falsch verteilt ist wie im Moment, schicken die Krankenhäuser aber zusehends weniger Leute in die Kurse. Weiterbildung und Qualität kosten halt.
    Gehörst du dann zu den Auserwählten, kannst du dir faktisch die Weiterbildungsstätte aber nicht frei wählen. Entweder hat dein Haus eine eigene oder aber Verträge mit einer bestimmten Einrichtung (Also Augen auf bei der Arbeitgeberwahl ).

    It's a long way to the top if you wanna rock'n'roll!

    Gruz,
    HolBeu
    zwai - wir können auch anders!

  4. #4
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Hi,
    danke schon mal für die Antworten
    @HolBeu: danke für den Link und für die sehr ausführliche und erfrischend - humorvolle Erklärung.

    @PICCOlina: auch Dir möchte ich herzlich danken. Ich wollte niemanden auf den Arm nehmen. Die Frage war schon sehr ernst gemeint. Ich plane erben gerne und das nicht nur kurzfristig (für den nächsten Monat) sondern auch mittelfristig (für die nächsten 7 Jahre) und Langfristig. Ich bin mir bewusst, dass ich nicht immer alles vorhersehen muss. Aber ich will nicht irgendwann blauäugig irgendwo dastehen und mich zu Fragen warum, wieso habe ich nicht vorher irgendetwas gewusst usw. Das wäre wie ein Kamikazeflug. Man startet bei A und weiß nicht wo es hingeht im Leben. Das ist doch Wahrsinn! Ich weiß nicht wie Du das im Leben machst aber wenn ich mit dem Auto losfahre dann plane ich nicht nur mein Zielort, sondern auch den Weg dahin. Es gibt bei mir im Leben weniger Überraschungen. Dafür kann ich mich auf die wichtigen Sachen im Leben konzentrieren z.B. Freunde, Freizeit usw.

    adorno

  5. #5
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Zitat Zitat von adorno

    Nach der Ausbildung möchte ich mich weiterbilden und das am besten als Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin.
    nur mal so am rande nachgefragt: hast du schonmal in der anästhesie und auf einer intensivstation gearbeitet oder woher kommt der wunsch?
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

  6. #6
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Zitat Zitat von Superfantastisch
    nur mal so am rande nachgefragt: hast du schonmal in der anästhesie und auf einer intensivstation gearbeitet oder woher kommt der wunsch?
    @Superfantastisch: ja, ich habe während meiner Ausbildung als Rettungsassistent ca. 8 Wochen auf einer Intensivstation und 6 Wo. in der Anästhesie gearbeitet. Außerdem gehören Einsätze in diesen Bereichen bei uns im Ausbildungszentrum mit dazu. Einige haben schon dort welche absolviert. Ich bin erst im 6. Semester auf einer Herzintensiv eingeteilt. Also dauert es noch etwas.

    Gruß, adorno

  7. #7
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Hallo!

    @ Adorno: Finde ich gut das du vorhast nach deinem Krankenpflegeexamen den Weg in Richtung Intensiv/Anästhesiepflege einzuschlagen. Früh zu wissen welche Pflegerische Fachrichtung man nach dem Krankenpflegeexamen einschlägt ist meiner Meinung ein Beweiß von Motivation und vielleicht noch einer kleinen Portion Mut, gerade wenn es sich dabei um einen so anspruchsvollen Bereich wie Intensiv/Anästhesiepflege handelt, der in der heutigen Zeit ständigen Veränderungen (ich meine hiermit v.a. pflegerische u. medizinische Erneuerungen/Veröffentlichungen) unterworfen ist. Das heißt das man sich während der Tätigkeit auf der Intensiv nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen soll, sondern sich ständig Fort- und Weiterbilden muß um den Anschluß nicht zu verpassen. Ich persönlich finde das man nach dem Krankenpflegeexamen nicht unbedingt erst auf Normalstation arbeiten muß um dann in die Intensivpflege zu wechslen. Ich habe nach dem Examen auch direkt auf Intensiv angefangen und arbeite dort seit mittlerweile 3 Jahren, wüßte bis heute noch nicht welcher Nachteil mir dadurch entstanden sein sollte!?!

    Also, wenn du das weiterhin vorhast,mach es auch! Du hast ja außerdem noch deinen Einsatz auf der Intensiv vor dir, da hast du bestimmt genügend Zeit um Pro und Kontra bzgl. Arbeiten auf der Intensiv kennen zu lernen!

    Der Aussage von Kollegen Holger Beuse kann ich jedoch nur zustimmen:"Der Anfang wird auf jeden Fall ein Sprung ins kalte Wasser sein!" Mit der vorhanden Motivation neues zu lernen und einem netten Team ist dies jedoch auch zu bewältigen!

    Mfg Obs-Pfleger

  8. #8
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Moin,

    also ich möchte dich auch dazu motivieren deinen Wunschweg zu gehen.

    Bei mir ist es folgendermaßen abgelaufen:

    Examen 10/2000 (in Ahlen, gell Hanno ;-) )
    danach direkt auf einer ITS angefangen
    10/2003 mit der Fachweiterbildung angefangen
    9/2005 Fachweiterbildung erfolgreich beendet.

    Also es geht und ich bereue es überhaupt nicht.

    Und es gibt auch noch unbefristete Verträge! Selten aber wahr.
    Bei uns war das Argument das das Einarbeiten eines frisch Examinierten auf einer ITS sich auch lohnen soll und der unbefristete Vertrag Motivation sein soll auch dort zu bleiben.
    Selbst jetzt kommt es noch häufig vor das unsere ehemaligen Schüler direkt nach dem Examen bei uns anfangen. Der Vorteil ist natürlich schon das man sich kennt und das beide Seiten wissen WER und WAS da auf einen zu kommt.

    Deswegen schau dir die ITS erstmal an. Vielleicht gefällt es dir ja gar nicht.
    Die Kosten der Weiterbildung hat das Haus übernommen, wobei diese Kostenübernahme an gewisse Kriterien verknüpft sind (Verpflichtung ...)

    So, und weil es so schön ist fahr ich jetzt gleich zum Nachtdienst.

    Knuewe

  9. #9
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Liebe Kollegen!

    Hat beides Vor- und Nachteile (das mit der Intensiv- bzw. Anästhesie direkt nach dem Examen). Ich denke, es kommt ganz auf den jeweiligen Menschen an.

    Ich habe nach dem Examen erst mal 3 1/2 Jahre auf Normalstation gearbeitet und fand das auch gut so, um mich selbst erst mal zu festigen, bevor ich wieder so viel Neues dazulernen mußte.Ich war auch immer dagegen, daß jemand ohne Erfahrung in den Funktionsbereich kommt.
    Andererseits habe ich in den letzten beiden Jahren 2 Frischexaminierte -ursprünglich nur aus Bewerbermangel- in die Abteilung bekommen und die machen sich prächtig!!

    Manchmal geht man (denke ich) direkt nach dem Examen unbekümmerter und weniger belastet durch Routineschablonen (die in unserem Tätigkeitsfeld ja stark durch Spontaneität [richtig geschrieben?] ergänzt werden muß) an die Sache ran. -scheiß Schachtelsätze-

    Andererseits muß der "Kandidat" wirklich jemand sein, den nichts so leicht umhaut in so jungen Arbeitsjahren.

    Kommt eben auf die Jeweilige Person an....

    Gruß aus dem sonnigen Schwaben von Rainer.
    ...not sleeping...but relaxed...

  10. #10
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    Standard AW: Anästhesie- und Intensivpfleger Ausbildung

    Da muß ich dir absolut zustimmen.
    Ist sicher eine Typfrage.
    Allerdings ist es sicher auch eine Altersfrage.
    Ich gestehe das ich nicht mehr 18 war als ich das Pflegeexamen gemacht habe.

    Knuewe

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