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Thema: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

  1. #21
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Arnold und Wertes Forum,

    Im Sinne von „Umfuddler“ des Konzeptes schon, im Sinne der Erfinderin eher nicht.

    Zu der Primary Nurse gehören noch 1-2 associate nurses für die Übernahme der Verantwortung innerhalb 24 h sowie ein Team bestehend aus weiteren nurses und nurse assistants. Dabei pflegt ein solches Team 6-8 Patienten pro Schicht. Zahlen (habe vergessen woher) sind ca. 1.5 nurses pro Patient in den USA, bei uns ca. 0.8 Pflegende pro Patient (war das der Dielmann?). Ergibt bei meiner Rechnung die Hälfte Weniger bei uns.


    Wenn eine Pflegedirektion „Primary Nursing“ einführt mit einer Nurse und eine Schülerin für 20 (oder mehr Patienten), dann ist das „umgefuddelt“ und am Konzept vorbei. Was hat die Pflegedirektion vergessen? Das irgendwer die ARBEIT machen muss, Verantwortung alleine reicht dazu nicht aus.

    WomBat, mag keine Fuddler

  2. #22
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Heey Leute,
    es gibt viele Modelle, national noch weniger ausgeprägt als international bereits etabliert.

    ich gebe zu bedenken das international keine wirklich vergleichanwendbaren Modelle exixtieren, das liegt aber daran das unser System noch sehr national geprägt und auch solidarisiert ist.

    wir sollten eigene Modelle denken bevor diese von den Klinikbetreibern ohne pflegekompetenzen konzipiert werden.

    hierbei denke ich schon an die grundsätzliche Versorgungsform und deren Auswirkungen.

    Betrachten wir die Entwicklung:
    Wir haben immer höher spezialisierte Pflegeexperten:
    Wundmanager, resp. Therapist, Intensivfachkrankenpflege, pain nurses, usw.

    entweder zurück zur Funktionspflege,
    also du wäschst den Patient aber das Bein nicht, denn da kommt nachher der Wundmanager und die Beatmung bearbeitet der Weaningmanager...

    hierbei steht die Verantwortung der oben zitierten Spezialisten einerseits in der Individualkompetenz und anderderseits in der Steuerung der Prozesse als Casemanager.

    oder zur so genannten ganzheitlichen Pflege, ein ehrlich gesagt erstrebenswerter Ansatz, aber unter dem zunehmenden Kompetenz- und Evidenzdruck kaum mehr realisierbarer Ansatz.
    Mit welcher Kompetenz wollen wir Patienten noch sicher durch die Intensivstation schleusen, ohne das diese Schaden erleiden?
    Es schaue sich ein jeder in seinem Kollegenkreis um und beantworte diese Frage ehrlich.

    Die Realität ist doch:
    Ärzte müssen ob ihrer Anordnungkompetenz überwacht werden, Pflegekräfte müssen ob ihrer Durchführungskompetenz und Prioritätensetzungen überwacht werden, Patienten und Angehörige müssen zur raschen Gesundung einbezogen und beraten werden.

    komisch, alles Tätigkeiten die keiner der Pflege wirklich zuordnet.

    Also, neue Modelle sind gefragt.

    immer noch nachdenklich, Tilmann

  3. #23
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Zitat Zitat von Tilmann Müller-Wolff
    ...oder zur so genannten ganzheitlichen Pflege, ein ehrlich gesagt erstrebenswerter Ansatz, aber unter dem zunehmenden Kompetenz- und Evidenzdruck kaum mehr realisierbarer Ansatz.
    Sehen wir es doch einmal anders.
    Vor Jahrhunderten ging man zum Arzt und konnte gewiss sein, dass er den damaligen Stand der Medizin beherrschte. Das Wissen war überschaubar.

    Heutzutage erwarten wir vom Hausarzt eigentlich nur noch, dass er weiß an wen er uns überweisen muss. Das Wissen in der Medizin ist unüberschaubar geworden. Einer allein kann es nicht mehr beherrschen.

    Ich sehe da Parallelen zur Pflege. Füttern, waschen, Trocken legen- das bedarf eines geringen Hintergrundwissens. Mit dem Anwachsen des pflegerischen Wissens ist eigentlich eine Spezialisierung die logische Folge.

    Wenn ich einen Pat. optimal versorgen will, dann geht es nur über das umfassende Angebot allen verfügbaren Wissens- und das ist nur mit Spezialisten möglich. Und es braucht einen "Überweiser", Koordinator- nennen wir ihn casemanager in Ermangelung eines besseren Begriffes.

    Elisabeth

  4. #24
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Zitat Zitat von WomBat
    Arnold und Wertes Forum,
    ...WomBat, mag keine Fuddler
    hallo Wombat,
    im zwischen den Zeilen lesen, warst du schon wacher ich schrieb nicht das ist sondern, das nennt man...
    so long arnold

  5. #25
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Hallo Lieber Arnold,

    Sorry! Du warst auf keinen Fall gemeint! Und warst noch nie auf meiner „Fuddler“ Liste!

    Der Sarkasmus kam schon ‚rüber…Ich musste meinen Ärger über „Umfuddler in Bezug auf Primary Nursing“ loswerden, und dachte, Du verstehst schon, was ich gemeint habe (falsch gedacht, excuse moi) mit „wenn eine Pflegedirektion…“Primary Nursing“ einführt….“

    Nix für Ungut! Ich hoffe es ist wieder „Alles Gut“

    Grüße, Wombat

    Fridolin, bin Deiner Meinung, das mit der "extrem gut ausgebildeten...usw."

    Tillmann, ich finde es schwierig mit den "neuen Modellen", denn irgendwo sollte mal eine Entscheidung für Akademisierung der Pflege (von der Basis her) oder weitere Spezialisierungen getroffen werden - oder alles lebt nebeneinander für die nächsten 100 Jahre? Ich bin nicht sicher, ob alle klein-klein Spezialisering (Deku - Pain - Stoma - usw) den Beruf wirklich nach vorne bringt...Was meinst Du?

    Elisabeth, Du hast auch recht, denn Checklisten-Pflege geht mit weniger Qualifikation, dann brächten wir aber - für richtiges Primary Nursing, nicht nur was Fridolin sagt (die extrem gut ausgebildete), sondern Hilfspersonal dazu. Damit wir auch endlich mal delegieren können

    Noch mehr Grüße, WomBat

  6. #26
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Lieber WomBat,
    das Delegieren wäre die Aufgabe der "extrem gut ausgebildete"n (Fach-)Pflegekraft! Und dafür wird natürlich "Hilfspersonal" benötigt!

    Hilfspersonal mit andere Qualifikation könnten zum Beispiel sein: Medizinische Fachangestellte (Arzthelferin), Krankenpflegehilfe, angelernte Personen, PraktikantInnen u.s.w.

    Und eigentlich nur in diesem Zusammenhang werden dann auch die Spezialisierungen wie zum Beispiel "Wundmanager", "Stomatherapheuten", "Pain-Nurses" und was immer sonst noch denkbar ist, wieder rund.
    Wir als Pflege haben das alles einmal als "Universalisten" gemacht (wobei sich über die Qualität sicherlich streiten lässt...)

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  7. #27
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    PC AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Hi Elisabeth, Wombat, Fridolin

    derzeit habe wir ein ganz gutes System,
    sprich: Grundqualifikation Krankenpflege und darauf aufbauende Zusatzquallies gleich welcher art.
    Das führt dazu das wir Experten für gewisse Bereiche haben die sich teils begründet, teils weniger begründet, über Fortschritt und Informationsverdichtung immer komplexer gestaltet haben.

    Ich gehe davon aus das wir in 15 jahren eine Grundqualifikation von Pflegenden auf Bachelor Niveau haben, europaweit.
    Daneben wird es aber auch immer mehr Personal in den Kliniken geben die keinerlei pflegerische Grundqualifikation mehr haben werden. Die halten ja jetzt schon Einzug.

    Die Frage ist doch: wie gehen wir mit der aktuellen Situation um.
    Dabei würde ich mir einfach ein wenig mehr Bedacht bei der Beurteilung der Aufgabenverteilungen wünschen.
    Klare Aufgabenverteilungen sind gefragt. Krankenpflege soll definieren was Krankenpflege ausmacht und damit klarstellen wo die Grenzen sind. Dabei ist uns im Übrigen der ambulante Bereich, wenn auch auf niedrigem Niveau, voraus.

    Solange in Kliniken immer wieder das Argument von Pflegenden formuliert wird: das sei nicht ihre Aufgabe oder das ist ärztliche Aufgabe oder oder oder kommen wir nicht weiter im Verständigungsprozess.

    Ich bin eher auf der Schiene unterwegs alle Aufgaben an die Pflege zu reissen.
    Ganz ketzerisch: Nur wer sich unentbehrlich macht wird in Zukunft weiterhin im Krankenhaus arbeiten.
    Solange Pflege denkt das ihre Position irgendwie von höherer Macht bestimmt und gegeben und dadurch gefestigt ist wird hier weiter gebraben werden können.

    Bisher haben die ärztlichen Spezialisierungen zumindest nicht dazu geführt das diese Berufsgruppe geschwächt worden wäre, im Gegenteil, die Einzelverbände nehmen zu, werden alle irgendwie finanziert und haben starke Stimmen.

    Pflege- und Versorgungsdienste sind für mich die "Bewohner" der Abteilungen und Stationen,
    Patienten, Ärzte und andere Therapeuten sind die Gäste und Kunden.

    Wenn wir das so zu gestalten schaffen, dann fragen wir nicht mehr viel, dann werden wir gefragt was, wann und wie geht und was nicht.

    träum, träum,
    tilmann

  8. #28
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    Zitat Zitat von Tilmann Müller-Wolff
    derzeit habe wir ein ganz gutes System,
    sprich: Grundqualifikation Krankenpflege und darauf aufbauende Zusatzquallies gleich welcher art.
    Dem widerspreche ich. Grundqualifikation begnügt sich mit dem Ergebnis: schnell funktionierende Pflegekräfte, die wenig Widerworte geben. Diesen Erfolg kann man bei ca. 85% der Azubis vermuten.
    Zusatzqualifikationen bringen kein pflegerisches Wissen, sondern gehen in die Regel in den medizinischen Bereich. Auch hier ist wieder das Ziel Hilfskräfte zu spezialisieren, die gut funktionieren. Den Erfolg würde ich ebenfalls bei 85% ansiedeln.

    Und wenn ich dann überlege, dass von 100 Azubis nur 15 interessiert sind an Pflegefachwissen und diese 15 dann irgendwann eine Zusatzquali besuchen... dann haben wir am Ende 1-2 Leuts von 100 die das Wort Pflegefachwissen verstehen und mit Inhalten füllen können. Die scheinen sich übrigens hier als User eingetragen zu haben.

    Elisabeth

  9. #29
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    PC AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    NEE Elisabeth,
    jetzt geht mir hier einiges durcheinenader.

    woher hast du die Zahlen?

    Ich bin der Meinung das Zusatzqualifikationen Hilfswissen erzeugen aber nicht zwangsläufig Hilfskräfte.

    Bisher ist es in der Pflege weitestgehend freiwillig sich überhaupt ein Zusatzwissen anzueignen. Damit hätten wir dann schonmal einen erkennbaren Wert, nämlich den der Motivation sich mit aktuellen Themengebieten vertiefend zu beschäftigen.

    Übrigens erlebe ich die Azubis garnicht als gedrillte Puppen die diskussionslos draufloswerkeln. Im Gegenteil finde ich wir erleben immer häufiger eine "ja aber" Generation mit der so manche gestandene Pflegekraft ihren Schaff hat, indem Dinge erläutert werden müssen.
    Ein erfischender Wind wie ich finde.


    im übrigen schreibe ich immer ganze Beiträge und finde das herauskopieren von kontext-befreiten Einzelzitaten nicht zwangsläufig immer hilfreich für den Diskussionsverlauf.

    times are changing,
    yes we can oder so ähnlich gelle...

    tilmann

  10. #30
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    Standard AW: Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance

    Danke für die vielen Antworten. Ich gehe auch davon aus, dass wir im Pflegedienst immer mehr Menschen haben werden, deren Qualifikationen unter der 3-jährigen Ausbildung liegen werden. Es muss nicht unbedingt "schlecht" sein, die Aufgaben werden sich etwas verschieben (wie Fridolin schon gesagt hat), wichtig ist nach meiner Ansicht das PFLEGE sage kann, wofür PFLEGE da ist .

    Tillmann, Ketzerisch finde ich "alles an uns reißen" auf keinen Fall, ganz im Gegenteil, ich bin dafür (tue es ja auch schon lange ). Es sind ja keine "unnötige Aufgaben" und wir backen auch keine Kinderkekse wenn wir mal gerade etwas "nicht-pflegerisches" tun. Dabei stellt sich mir oft die Frage, warum so manches "nicht-pflegerisch" ist . Siehe die ewigen Diskussionen um Blutentnahme. Ich kannte schon Pflegende, da ist der Stationsfrieden in den Keller gerauscht deswegen .

    WomBat, ich reiße jetzt noch mehr an mich

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