Behandlungsfehler in den Kliniken enden in den USA für geschätzt knapp 100.000 Menschen tödlich - in der Schweiz sterben knapp 3000 Patienten an den Folgen der falschen Therapie.

In Basel wurde in dieser Woche mehrere Studien vorgestellt, die die Fehler analysieren und damit künftig Wiederholungen verhindern sollen.

Die Schweizer Gesellschaft für Innere Medizin (SGIM) gründete deshalb bereits 1998 eine Datenbank, in der die Komplikationen gemeldet werden sollen. Bei insgesamt 175 000 Patienten registrierte man bis zum Jahr 2004 rund 6800 Komplikationen also eine Rate von knapp vier Prozent.

Ein weiteres Meldesystem wurde in Chur nach einem Vorbild aus der Luftfahrt ins Leben gerufen: in der internistischen Abteilung des Rätischen Kantons- und Regionalspitals wurden Ärzte und Pflegende aufgefordert, unerwünschte Ereignisse zu melden. In 45 Monaten gingen daraufhin 442 Meldungen ein (entsprechend 3,5 Vorfällen bei 100 Patienten). 40 Prozent der Fehler passierten demnach während der Medikamentenapplikation, bei jedem zweiten Fall war Unachtsamkeit die Ursache. In der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses war die gemeldete Fehlerquote ähnlich hoch.

In anderen schweizer Krankenhäusern konnte die Fehlerquote bereits durch gezielte Schulungsmaßnahmen gesenkt werden. (hhe)

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