Umfrageergebnis anzeigen: Stellst du dich im Ernstfall als Multi-Organspender zur Verfügung?

Teilnehmer
105. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nein. Ich habe noch nie Organspender betreut.

    5 4,76%
  • Nein. Ich habe bereits gelegentlich Organspender betreut.

    23 21,90%
  • Nein. Ich betreue regelmäßig Organspender.

    4 3,81%
  • Ja. Ich habe noch nie Organspender betreut.

    11 10,48%
  • Ja. Ich habe bereits gelegentlich Organspender betreut.

    49 46,67%
  • Ja. Ich betreue regelmäßig Organspender.

    13 12,38%
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Ergebnis 1 bis 10 von 62

Thema: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

  1. #1
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    Beitrag zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Kaum ein Thema berührt und beschäftigt das therapeutische Team wie der Umgang mit dem hirntoten Patienten. Unsicherheit und Missverständnisse beherrschen häufig die Diskussion um Hirntod und Organspende.
    Mit seiner Facharbeit zu diesem komplexen Thema, die wir ab heute im zwai-Journal präsentieren dürfen, gibt Simon Lang (Essen) Antworten auf die drängendsten Fragen und gleichzeitig eine praxisnahe Hilfestellung für die Kollegen, die erstmals hirntote Patienten oder Organspender betreuen. (hhe)

    -> Simon Lang: Hirntod und Organspend - Bedeutung und Aufgaben für die Fachpflege

  2. #2
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    Standard AW: Hirntod und Organspende

    Die große Mehrheit der Deutschen befürwortet die Organspende. Doch nur wenige haben ihren Wunsch konkret schriftlich oder mündlich geäußert.

    2004 mussten in über 80 Prozent der Akutfälle die Angehörigen entscheiden - nur in rund 60 Prozent der Fälle stimmten sie für eine Spende. Dabei sind viele später froh über den Entschluss, wie eine DSO-Studie für Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz ergab (93 Prozent). Nur sechs Prozent der befragten Angehörigen waren sich nicht sicher, wie sie wieder entscheiden würden.

    Es gibt aber auch Menschen, die ihren Entschluss für eine Spende bereuen. Renate Greinert gehört dazu. Vor Jahren verlor sie ihren Sohn bei einem Unfall, gab ihn zur Organspende frei. Warum sie das nicht wieder tun würde, schildert sie - mit zwei anderen Müttern - in einem persönlichen Erfahrungsbericht.

    >>> zum Artikel bei zdf.de >>>

  3. #3
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Hat eigentlich jemand den Bericht der Mütter gelesen?
    Mich wunderts ein bischen dass sich da niemand zu äußert...scheint aber auch in anderen Foren nicht gerade verbreitet dass wir IntensivPflegenden das tun. Dabei sind wir es doch die den Patienten beim sterben begleiten und den unmittelbarsten Eindruck vom Geschehen haben.
    Wer von euch würde eigentlich im Ernstfall selbst Multi-Organspender sein wollen und wer von denen die wollen, hat wieviele Organspender selbst betreut?
    Ich selbst werde im Fall der Fälle keine Organe spenden und ich habe ca. 10 Organspender von der Einlieferung als Trauma bis hin zur Entnahme betreut.

    Hoffe auf regen Beteiligung(@webmaster> Vieleicht kann man auch einen Umfragefred draus machen sofern das Thema wen interessiert?)

    Watcher

  4. #4
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    Pfeil Umfrage

    Zitat Zitat von FKP-Watcher
    (@webmaster> Vieleicht kann man auch einen Umfragefred draus machen sofern das Thema wen interessiert?)
    Gute Idee! Ich habe jetzt eine entsprechende Umfrage eimgefügt, die Abstimmung erfolgt anonym.

    Schöne Grüße,

    hhe

  5. #5
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Selten fehlen mir die Worte. Dieser Beitrag berührt mich sehr... ich weiß nicht, was man da schreiben kann. Ist es wirklich so???

    Elisabeth

  6. #6
    Avatar von PICCOlina
    PICCOlina ist offline Freifrau und Mama der Eisfee
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Ich kann Elisabeth nur zustimmen!
    Der Bericht macht mich betroffen. Ich mag mir nicht vorstellen, nach meinem Tod so ausgeweidet zu werden. Das hat rein emotionale Gründe:

    Die Vernunft sagt mir (als Fachkrankenschwester)Es wäre doch schön, wenn jemand mit meinen Augen sehen könnte, mein Herz weiterschlagen würde, sich vielleicht neu verlieben könnte......
    Ist denn meine Seele wirklich aus meinem Körper verschwunden?(bin ich dafür gläubig genug?), oder geht die Seele erst, wenn mein Herz aufhört zu schlagen?
    Wer garantiert mir, keine Schmerzen zu haben, nichts vom Ausweiden mitzubekommen? Niemand kann das!
    Ich brauche nicht anonym abzustimmen, ich trage einen Organspendeausweis, auf dem ganz klar steht, dass ich jede Organentnahme ablehne! Und ich hoffe das meine Entscheidung dann auch respektiert wird.

    Was aber ist mit meinen Lieben?
    Da werde ich dann so emotional, mehr geht schon nicht. Ich mag mir nicht vorstellen, was die Mutter in dem Artikel erleben musste.
    Meine Freundin verlor ihren Sohn, als dieser 6 Jahre alt war. Ich bewundere sie heute noch dafür, das überlebt zu haben! Ich kann meine Wut garnicht beschreiben, die ich empfunden habe, dass man ein Kind verlieren kann, einach so... Und dann kommt vielleicht noch jemand der mich rausschickt, weg von meinem Kind und dann noch fragt, ob man Organe entnehmen dürfe, undenkbar!
    Ein schlimmeres Leid gibt es wohl nicht für eine Mutter, aber wenn man schon ein Kind gehen lassen muss, dann will man auch den allerletzten Schritt zusammen gehen. Und dafür sorgen, das dann niemand mehr dem Kind ein Leid antut.
    Sicher mag die Sache anders aussehen, wenn die Mutter eines herzkranken Kindes auf ein Wunder hofft. Aber in seinem Leid noch an andere zu denken.....
    Es tut mir leid, diesen Großmut würde ich als Mutter nicht besitzen, zu groß wäre die Wut.
    -- Anja`s Kids on Ice --
    www.eistheater.de

  7. #7
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Wir haben die Umfrage nochmal überarbeitet - dadurch mussten auch alle bisherigen Abstimmungen gelöscht werden. Wer schon abgestimmt hat, kann dies nun leider aus technischen Gründen nicht mehr tun, aber dafür ist das Resultat anschliessend aussagekräftiger.

  8. #8
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Ein wahrlich schwieriges Thema, umso mehr, wenn man beide Seiten kennen gelernt hat.

    Da wir auch des öfteren Patienten haben, die als Organspender in Frage kämen, sprich hirntot sind (benutze dieses Wort eigentlich wirklich immer erst dann, wenn die Diagnostik tatsächlich positiv abgeschlossen wurde), kann ich aus meiner pflegerischen Sicht heraus sagen, dass sie nicht anders vesorgt werden, als "die anderen" auch, das lassen wir die Angehörigen auch spüren. Sie bekommen nicht den Eindruck vermittelt, ihr Angehöriger sei nur noch "Ersatzteillager" und dementsprechend funktionell versorgt.

    Ein anständiges Beerdigungsinstitut wird auch Verstorbene, denen grade Organe wie die Augen entnommen wurden, so herrichten, dass den Trauernden das nicht offensichtlich auffällt, dafür gibt es Augapfelattrappen (ich weiss, grässliches Wort!!!) und das ist schliesslich deren Job!
    Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Beerdigungsunternehmen gern von einem letzten Blick auf den Verstorbenen abraten und das aus reiner Bequemlichkeit. Schliesslich macht das Arbeit und Zeit ist Geld....

    Habe selbst einen Organspendeausweis, damit meine Angehörigen im Falle eines Falles nicht diese (schwierige!) Entscheidung übernehmen müssen.
    Ebenso denke ich, dass jeder die persönliche Pflicht haben sollte, sich mit dem Thema mal auseinanderzusetzen, denn man kann schneller als einem lieb ist auf einer der beiden Seiten stehen!

    Liebe Grüsse......

  9. #9
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    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Ich muß erlich zugeben, dass mich dieser Bericht der Mutter sehr betroffen und nachdenklich mach.

    Ich arbeite auf einer Transplantationsstation in München-Großhadern. Wir transplantieren überwiegend Niere, Pankres und Niere+Pankreas. Etwa 110 Nieren und 20 Pankreaten pro Jahr.
    Über die Organentnahme hab ich mir in diesem Sinne noch nie Gedanken gemacht; was empfinden die Angehörigen des Spenders wollen sie es wirklich oder sind sie einfach in dem Moment überfordert und sagen einfach JA?? (Gute Überzeugungsarbeit der Ärzte?? )
    Wenn ich dann hier sehe wie manche Patienten mit dem Organ umgehen (Intimpflege - reicht doch in der früh oder soviele Tabletten muß ich nehmen?, Ich kann aber nicht so viel trinken, wenn ich das gewußt hätte wäre ich an der Dialyse geblieben, usw...), dann will ich garn nicht mehr Spenden.

    Ich hoffe nie in die Situation zu kommen wo ich die Entscheidung treffen muß ob eine Organentnahme durchgeführt werden soll. Persönlich hab ich einen Organspendeausweis.
    Geändert von Groha (05.02.2006 um 17:48 Uhr) Grund: Nachtrag

  10. #10
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    174

    Standard AW: zwai-Journal: Hirntod und Organspende

    Hallo zusammen!

    Ein beeindruckender Artikel der sehr nachdenklich macht!

    Ich persönlich besitze einen Organspendeausweis in dem ich mich zur Multiorganentnahme nach meinem Tod bereit erkläre. Ich habe bisher jedoch noch nie versucht, irgend jemand anderen der keinen besitzt, davon zu überzeugen das er sich einen zulegen soll. Meiner Meinung nach ist das eine Sache die jeder mit sich selbst ausmachen muß. Ich finde das man akzeptieren sollte wenn sich Menschen, aus was für Gründen auch immer, gegen eine Organspende entscheiden. Der Wink mit dem erhobenen Zeigefinger, getreu dem Motto, "...und was ist wenn ihr dann mal ein Organ benötig? Ihr wollt doch dann bestimmt auch ein`s, habt aber vorher immer Organspende abgelehnt", nein, dieses Argument scheint für mich nur auf den ersten Blick einleuchtend! Wenn ich`s jedoch genauer betrachte, z.B. vor dem Hintergrund des Interviews mit den Müttern die in einer Phase von Trauer und Verzweiflung der Organexplantation ihrer Söhne zustimmten und sich jetzt wahrscheinlich ein Leben lang Vorwürfe machen das sie ihren Kindern im Sterben nicht beistehen konnten, steht dieses Argument in einem ganz anderen Licht!

    Ich arbeite auf einer Station wo wir viele kardiochirurgische Patienten vor und nach einer Herztransplantation betreuen, die Verzweiflung mit der manche dieser Patienten zum Teil auf ein neues Organ warten ist mir bewußt, auch das einige auf der Warteliste sterben weil es zu wenig Organspender gibt!

    Mfg Obs-Pfleger, der sich wieder einmal fragt, was richtig und falsch ist, wer entscheidet was für moralische und ethische Grenzen wir haben, was normal und unnormal ist... und wer zur Hölle eigentlich entscheiden würde ob ein Mensch stirbt der vorher eine Organtransplantation abgelehnt hat und jetzt selbst ein`s braucht!
    ..."Früher haben wir Obse immer mit doppel p in der Mitte geschrieben - Oppse halt".....

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