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Thema: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

  1. #1
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    Beitrag FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Hey Leute,

    mir wurde vor kurzem von unserer Gruppenleitung angeboten eine kleine FB für meine Kollegen zu halten in einem relevanten Thema meiner Wahl.
    Da ich mich in den letzten Jahren vor allem mit dem EKG bzw. Herzrhythmusstörungen beschäftigt habe, hab ich mir dieses Thema ausgewählt.

    Die FB soll ca. 30 - 45 Minuten in Anspruch nehmen.

    Gibt es bei diesem Thema bestimmte Aspekte die euch besonders interessieren?
    Oder Fragen die ihr euch öfter stellt wenn ihr auf den Monitor schaut, wie zB:
    - Sinusrhythmus oder nicht?
    - Warum hat mein QRS Hasenohren?
    - Hat der wirklich ne Frequenz von 240?
    - Artefakt oder VT?
    - Warum hat das EKG 4 Kabel bei 6 Ableitungen?

    An die erfahrenen Intensivler:
    Könnt ihr sicher (zumindest so sicher wie man sich bei einem EKG Monitor sein kann) einen Sinusrhythmus erkennen? Hat das für eure Arbeit überhaupt Relevanz?
    Interessiert es euch ob es eine Torsade de pointes oder einfache VT war?
    AV Block °2 oder °3?

    Wäre super wenn ich da von euch ein bisschen was zu dem Thema erfahren könnte um den ein oder anderen Aspekt mit einfließen zu lassen
    VG Luke

  2. #2
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    1. frag doch mal deine kollegen was sie hören wollen..
    2. ja, ich erkenne alle genannten HRST
    3. erwarte ich dass auch von allen kollegen die im ips/anä bereich arbeiten
    4. zeit ist recht eng bemessen
    5. wie gesagt, ich würde die interpretation eines EKG voraussetzen und mich eher auf therapeutische aspekte beschränken. bsp. tachy/brady algorithmus, da hört es bei den meisten ja schon recht schnell auf (leider).. und dass sollte nun einfach jeder beherrschen...

    viel spass

  3. #3
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Hey,
    Das wäre natürlich super wenn ich die Interpretation voraussetzen und mich nur aufs therapeutische konzentrieren könnte.
    Das ist zZt allerdings komplett unrealistisch. Die Mehrzahl der Kollegen (unser Team ist sehr jung) haben große Defizite in diesem Bereich. Als ich neulich die hausinterne EKG Fortbildung besucht habe, hab ich festgestellt dass dort auch sehr viel Halbwissen vermittelt wird. Ich war sehr enttäuscht und teilweise auch sehr erschrocken wie man so eine FB gestalten kann. Bestes Beispiel: interpretieren sie folgendes EKG: 2x3 cm große Abbildung eines kompletten 12 kanal EKGs "Für alle die nichts erkennen können: die RR Abstände sind unregelmäßig." Nach der FB hatten die meisten Kollegen ein noch viel größeres Fragezeichen über dem Kopf.
    Meine FB soll sich eigentlich an die unerfahrenen richten und auch dem erfahrenen vielleicht doch noch das ein oder andere mitgeben.

  4. #4
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    ups, dass ist natürlich bitter...
    da geht es uns zum glück besser, bei uns ist die Fachweiterbildung Pflicht um im Anä/IPS Bereich zu arbeiten und wir haben dadurch ne Fachpflegequote von 100% (Ausnahme natürlich diejenigen die momentan in der FWB sind..)
    Bei uns im Haus nimmt die EKG Interpretation auch nen recht hohen Stellenwert ein und dass Interpretieren eines EKG`s ist im mdl. Teil fester Bestandteil...
    Deswegen funkt dass auch alles recht gut was mit EKG zu tun hat

    trotzdem gutes gelingen

  5. #5
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Hallo LuckyLuke,

    ich finde es immer sehr schwierig, ein Thema für eine sehr inhomogenen Gruppe zu gestalten ohne das es langweilig für die einen und eine Überforderung für die anderen wird.
    Die Frage ist: Was sollen deine TN von deiner FB mit nach Hause nehmen? Was möchtest du, dass sie sich merken sollen?
    Ich habe das Thema für meine damalige Station aus der Sicht der Pflegenden gemacht. Ich habe eine FB für unsere frischen Einsteiger gemacht und eine als "Fresh up" FB für unsere Profis.
    Bei den Einsteigern bin ich hauptsächlich auf die Grundlagen eingegangen. So was wie: Tachycardie und Bradycardie, QRS Vorhanden, rhythmisch und arrhythmisch, P-Wellen vorhanden ect.. Wichtig für mich war z.B. dass die jungen Kollegen die Monitoralarme einschätzen können und die wichtigsten Herzalarme unterscheiden können. Vernünftigen Grenzen einstellen und die Wertigkeit von Alarmen einschätzen können.

    Bei den Profis kann man eigentlich aus dem Vollen schöpfen. Wobei man sich auch da manchmal wundert wie dankbar manche Kollegen für Wiederholungen sind. Nicht jeder ist ein EKG Diagnostiker. Auch da sind mir die Grundlagen wichtig gewesen und dann natürlich noch einige spezielle Krankheitsbilder bzw. Rhythmen. Torsaden, WPW Syndrom, Hyperkaliämie, Infarktzeichen ect. Da fällt dir bestimmt noch einiges mehr zu ein. Vielleicht habt ihr ja auch Schwerpunkte auf eurer Station die häufiger vorkommen.

    Es gibt für unser Mega-Code ein PC Programm vorauf man ziemlich viele Rhythmen einspielen kann. Die und unsere Mega-Code Puppe habe ich immer dabei. Da ich ein absoluter Fan von Fallbeispielen bin kann ich mich da immer gut austoben.....

    Für so eine FB brauchst du aber mehr als 30-45min. Ich habe immer mindestens 60min eingeplant. (mit Fallbeispielen) Wenn die Leute bereit sind 60min für eine FB zu investieren....war bei uns Arbeitszeit!

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  6. #6
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Zitat Zitat von narcotix
    ups, dass ist natürlich bitter...
    da geht es uns zum glück besser, bei uns ist die Fachweiterbildung Pflicht um im Anä/IPS Bereich zu arbeiten und wir haben dadurch ne Fachpflegequote von 100% (Ausnahme natürlich diejenigen die momentan in der FWB sind..)
    Bei uns im Haus nimmt die EKG Interpretation auch nen recht hohen Stellenwert ein und dass Interpretieren eines EKG`s ist im mdl. Teil fester Bestandteil...
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    arbeitest du
    Glück Auf
    Martin
    Der ITS Opa

    Wird die Birne langsam dumm
    greife schnell zum Gingium

  7. #7
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    @ martin..

    ja wir können in der tat nicht jammern
    merkt man auch an unserer personalkonstante. haben quasi ne fluktuation gegen null und dass seit jahren (pflege wie docs)
    und grad im anä/ips bereich in keinster weise personalprobleme.....

    arbeite in bawü/klinik mit ca. 1000 betten

  8. #8
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    @LuckyLuke,
    ich will Dir ja nicht die Arbeit abnehmen, aber hier ein paar Grundtipps zum Umgang mit Monitoringableitungen:

    Die Amplitude bzw. Höhe des QRS - Komplexes
    > immer über 1 mV (Eichzacke)
    Bedenke: sehr geringe Spannungen müssen hier verarbeitet werden. 1 mV = 0,001 V !
    > Artefakte so klein, wie möglich
    > Verwendung des „realen Input”; d.h. Ermittlung des höchsten QRS - Komplexes ggf. durch „ausprobieren” = umkleben der Elektroden
    > der Amplitudenregler, so vorhanden, wirkt nur auf den Eingangsverstärker und nicht auf das Signal an sich.
    > ein zu hohes Eingangssignal steuert den Eingangsverstärker in die „Begrenzung” bzw. der Verstärker „clipt”
    > Artefaktfreie Ableitung

    Häufige Fehlerquellen beim EKG - Monitoring
    > Amplitude zu klein Gegenmaßnahme : Elektrodenlage ändern
    > Amplitude zu groß Gegenmaßnahme : Verstärker abregeln
    > Wechselstrom(50Hz) Gegenmaßnahme : Filter einschalten, Geräte "erden", Kabel entwirren, Elektroden erneuern, Kabelkontrolle auf Bruch
    > Muskelstörungen Gegenmaßnahme : Elektroden neu platzieren
    > gelockerte Elektrode Gegenmaßnahme : Elektroden erneuern (Pat. „Annageln”)
    > doppelt gezählte Hf Gegenmaßnahme : bei PM die Schrittmachererkennung einschalten, bei zu hoher T – Welle Elektrodenlage ändern, Kabelkontrolle auf
    Bruch, an erhöhtes K+ denken
    > Bewegungsartefakte Gegenmaßnahme : Elektrodenlage wechseln, Haut entfetten, frische Elektroden nehmen, Hersteller wechseln
    > 0 - Linie Gegenmaßnahme : Kabel gelöst, Kabelkontrolle auf Bruch,
    Reanimation

    Und mache bitte allen KollegInnen klar, dass das Herz ein Dreidimensionales Objekt ist, deren elektrische Signale immer zweidimensional - d.h. über zwei Elektroden - abgenommen und dargestellt wird.
    Bitte nicht mit "Vektoren" kommen - das ist in der Regel für die KollegInnen nur schwer nach vollziehbar. Das o.g. ist praxisorientiertes Basiswissen, das auch demonstriert werden kann.

    Knappe Zeitvorgabe...
    Schönes Thema...

    Und hier geht es zu einem EKG-Simulationsprogramm das in der Online-Vorschau schon einiges zu Bieten hat...

    Viel Erfolg und bitte Rückmeldung an das Forum hier

    viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  9. #9
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Vorwissen aktivieren durch z.B. Gemeinsamkeiten aufzeigen.

    Bedeutet formuliere ein paar Fragen, wie z.B. Welche Berührungen hattet Ihr bisher mit dem Thema ?
    Wer erkennt einen Sinusrhythmus ?

    Damit kann man sich einen Blick über das Vorwissen der TN machen und kann dann individueller drauf eingehen.

    Selbstverständlich solltest Du das alles wissen, um individuell, flexibel agieren zu können.

    Alternativ dazu geht auch ein Wissenspool (unstrukturiert) oder Brainstorming (strukturiert). Darauf solltest Du im Verlauf drauf eingehen.

    Bei nur max 45 min, was sehr kurz ist, solltest Du es max. herunterbrechen auf die wichtigsten Herzrhythmusstörungen. Wichtig finde ich vor allem ein EKG überhaupt lesen zu können. Eine Aufschlüsselung und ggfs. Hinweise auf gute Literatur, EKG- Lineale kann hilfreich sein und würde ich genau so auch mit einflechten.

    Überfrachte die Leute nicht mit Deinem enormen Fachwissen, sondern unterscheide nach Muss, Soll, Kann- Inhalten, also was muss derjenige unbedingt wissen, was sollte er wissen und was kann er wissen (sprich, was wäre noch interessant, eine Besonderheit u.s.w.)

    20 min. theoretischer Input ist die max. Grenze, danach nimmt man kaum noch etwas auf. Danach lieber etwas Praktisches mit einbinden. EKG erklären, EKG- Streifen erklären, Die Wichtigkeit der unterschiedlichen Ableitungen und was diese tatsächlich bedeuten (also Abkürzungen) u.s.w.

    Auch ist es sinnvoll ggfs. Arbeitsblätter auszuteilen, Literatur zur Verfügung zu stellen. Das hat einen größeren Lerneffekt. Ebenso würde ich z.B. ein EKG- Gerät besorgen und die TN schreiben sich gegenseitig ein EKG.

    Du solltest Dir auch überlegen bzw. Ihr auf Station, ob es nicht sinnvoll ist, dann darauf aufzubauen in einer weiteren FB. Das finde ich sinnvoller und effektiver und die Erfahrung aus der Lehre zeigt das auch. Alles Andere stiftet leider für einen Anfänger nur Verwirrung. Wenn Du aber etwas vermitteln willst, was auch im LZG abgespeichert werden soll, dann würde ich es mixen und ggfs. die Zeit auf Anfrage verlängern, um den größten Lerneffekt, langfristig betrachtet, zu sichern.

    Das auf die Schnelle....hoffe Du hast Alles verstanden, wenn Du Info`s und Hilfe benötigst zu unterschiedlichen Methoden und Co sowie wie man das Ganze umsetzt, dann schreib mir ruhig ne PN. Ich bin die zukünftige Vermittlerin und Coacherin (nein keine Fernsehcoach ;-) ) sowie Begleiterin von Wissen ;-)

  10. #10
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    Standard AW: FB zum Thema: EKG und Herzrhythmusstörungen

    Frau Professor , ich bin begeistert
    Das alles praktisch auf Station umzusetzen ist nicht leicht.
    Wie`s immer so ist:Theorie ist nicht gleich Praxis
    Glück Auf
    Martin
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