Umfrageergebnis anzeigen: Gibt es bei Euch ein geregeltes Verfahren zum Umgang mit traumatisierten KollegInnen?

Teilnehmer
21. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja.

    2 9,52%
  • Nein.

    10 47,62%
  • Ist in Arbeit...

    1 4,76%
  • Ist mir nicht bekannt.

    8 38,10%
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 16

Thema: Traumatisierte KollegInnen

  1. #1
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    Standard Traumatisierte KollegInnen

    Kennt Ihr das auch?
    Da wird eine KollegIn von einem Patienten tätlich angegriffen (sogar einmal aus dem Fester gehalten... vor ca. 15 Jahren so passiert), erleidet ein Schock für Leben und ist psychisch nicht mehr in der Lage, vorläufig die Arbeit und / oder das Leben zu meistern.

    Gibt es bei Euch im KH ein geregeltes Vorgehen oder ist es dem Zufall überlassen, wie der Kollege die Situation bewältigt?

    Hintergrund der Frage:
    Unser Arbeitgeber möchte das Verfahren dazu regeln.
    Hier sind insbesondere folgende "Extremereignisse" zur Regelung genannt:
    Tät,liche Angriffe auf KollegInnen, Auffinden eines Pat. nach einem Suizid, Situationen nach NAW-Einsattz und Situationen nach Reanimationen.

    Damit sollen posttraumatische Belastungsstörungen verhindert werden.

    Wie findet Ihr diese Idee?

    Ich persönlich finde, es ist ein Fortschritt in der deutschen Krankenhauslandschaft.

    Viele liebe Grüße
    der hoffentlich nie traumatisierte
    fridolin
    Geändert von fridolin (21.07.2014 um 20:08 Uhr)
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #2
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Hallo Fridolin,
    soweit ich weiß, hat diese Klinik hierzu eine Regelung:

    http://www.pprt.de/

    und da am besten an Herr Armbruster (PD) wenden

    so long arnold

  3. #3
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Vielen Dank für den Tipp, lieber Arnold.

    Auch wenn das Forum nach WomBat`s virtuellen Abgang recht still geworden ist (trägt das Forum hier Trauer?), so interessieren mich noch auf folgende Fragen in dem obigen Zusammenhang:

    1. Gibt oder gab es Vorfälle in Eurem Krankenhaus, bei der KollegInnen traumatisiert wurden?
    2. Wenn ja, wie war der Umgang mit Ihnen?
    3. Wenn ja, gab es Hilfsangebote?
    4. Wie häufig kommen solche Vorfälle wie unter 1 bei Euch geschätzt vor?
    5. Gab oder gibt es ein geregeltes Verfahren zum Umgang mit diesen KollegInnen bzw. ist so eine Vorgehensweise in Arbeit?

    Ich bin auf Eure Antworten sehr gespannt...

    der ungeträumte
    fridolin
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  4. #4
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Guten Morgen,

    vor ein paar Jahren habe ich die Weiterbildung zum "Deeskalationstrainer" (http://www.prodema-online.de) gemacht. Dabei habe ich zum einen eine Umfrage in der Klinik gemacht und auch eine Vorgehensweise für die unmittelbare Zeit nach einem Übergriff erstellt. Meines Wissens musste diese bisher nicht angewendet werden - oder die Mitarbeiter haben sich nicht getraut den Übergriff zu melden. Die Unfallkassen und die Berufsgenossenschaft sind gerade nach Übergriffen sehr flexibel und sagen die Kostenübernahme für Probatorische Sitzungen beim Psychotherapeut unkompliziert zu. Dann muss nur noch jemand gefunden werden...

  5. #5
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Ops, das Thema scheint ja "kalt" zu sein.

    Umso besser, wenn Niemand traumatisiert ist und auch solche Aktionen bei KolleInnen NIE erlebt hat...

    Viele liebe Grüße
    fridolin,
    der sich gerade sehr wundert....
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  6. #6
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Na, das Thema scheint trotz Sommerhitze für 83 % der UmfrageteilnehmerInnen eisekalt zu sein...

    Aber: ist es auch uninteressant

    Viele liebe Grüße
    der sich noch mehr wundernde
    fridolin
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    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  7. #7
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Es gibt und gab bisher leider keine Klinik (die mir persönlich über den Weg gelaufen ist- ob nun Arbeitnehmer oder Auftragnehmer) , wo darauf geachtet wurde...es wurde eher verdrängt, vergessen oder garnicht erst registriert.

  8. #8
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Zitat Zitat von Pericardinchen
    Es gibt und gab bisher leider keine Klinik (die mir persönlich über den Weg gelaufen ist- ob nun Arbeitnehmer oder Auftragnehmer) , wo darauf geachtet wurde...es wurde eher verdrängt, vergessen oder garnicht erst registriert.
    Wenn sich in Deutschland noch nicht einmal um traumatisierte Soldaten gekümmert wird,brauchen wir uns nicht zu wundern das so etwas im Pflegebereich ignoriert wird.
    Wir haben zu funktionieren,wir dürfen keine eigene Psyche haben,oder wir müssen sie vor Dienstbeginn in den Spind hängen.
    Ein Postraumatisches Belastungssyndrom haben doch nur Weicheier.
    So wird in den Führungsetagen gedacht
    Glück Auf
    Martin
    Der ITS Opa

    Wird die Birne langsam dumm
    greife schnell zum Gingium

  9. #9
    mary-l ist offline registrierter Benutzer
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    Idee AW: Traumatisierte KollegInnen

    Hallo,
    natürlich gab es in der Vergangenheit immer wieder Übergriffe von Patienten.
    Situationen und Handlings wurden im Kollegenkreis besprochen. Getan hat sich aber erst was nach einem besonders krassen Fall von Freiheitsberaubung + Körperverletzung, die Kolleginnen waren massiv traumatisiert. Es wurde viel mit ihnen gesprochen - auch der Betriebsarzt wurde eingeschaltet. Wir forderten ein Selbstverteidigungs -und Deeskalationstraining (zu der Zeit war auch ein entspr. Artikel in einer Pflegezeitschrift). Und tatsächlich wurde das genehmigt. Jetzt werden gruppenweise Kolleginnen geschult - kann nur noch Jahre dauern bis alle durch sind, aber immerhin ein Anfang ist gemacht.
    LG Mary

  10. #10
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    Standard AW: Traumatisierte KollegInnen

    Es gibt und gab bisher leider keine Klinik (die mir persönlich über den Weg gelaufen ist- ob nun Arbeitnehmer oder Auftragnehmer) , wo darauf geachtet wurde...es wurde eher verdrängt, vergessen oder garnicht erst registriert.
    Sehr geschätzte Pericardinchen,
    Dein Statement ist inkorrekt. Unsere Klinik begibt sich da auf einen guten, wenn auch langwierigen Weg.
    Wen Ihr möchtet, kann ich ein paar kurze Auszüge beispielhaft hier zitieren.
    Auch bei mary-l scheint ein Weg in die richtige Richtung eingeschlagen worden zu sein.

    Ich hätte gerne gewusst, wie weit Ihr in Euren Kliniken seit, um ggf. Vergleichen und Erfahrungen austauschen zu können.

    Viele liebe Grüße
    der nicht traumatisierte
    fridolin
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