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Thema: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

  1. #31
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    Frage AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Zitat Zitat von Sören Lösche
    Hallo,
    ich bin nicht bereit zu warten, ob der Schüler Lust bekommt. Ich will mit einem Ausbildungsplan etwas sicherstellen. Mir geht es dabei nicht darum, dass Pflegekräfte reanimieren sollen. Das soll generell für mich nur das Rea Team. Wenn ich die permanent schule, habe ich genug zu tun. Dann habe ich aber auch die Qualität, dass die Beteiligten wissen, soll ich schon einen Tubus mit subglottischer Absaugmöglichkeit nehmen oder nicht (als Beispiel). Mir geht es für den Schüler um das Erleben solcher Situationen, zu wissen, wann ich das Rea Team brauche und was ich mit dem Alarm auslöse, auch für den Patienten. Welche Rolle spielt dann eine Patientenverfügung und so weiter.
    Heike: Ich bin deiner sonst deiner Meinung. Unter Schwerstkranken verstehe ich in erster Linie Patienten mit Organersatzverfahern oder kurz davor.

    Sören


    Die Antinomie hierbei ist durchaus die Definition und ebenso auch wie unterschiedlich die Häuser, Abteilungen organisiert und aufgestellt sind. An einer Uniklinik und auch in jedem anderen Haus der Maximalversorgung in einem Ballungszentrum / einem Versorgungsauftrag gebe ich Dir absolut Recht, dass dies nötig ist. Allerdings in Hintertuxingen hinter den 7 Bergen, wo es in 10 Jahren niemals solche Situationen gibt, da sehe ich das etwas anders. Auch kommt es auf das Fachgebiet an. Klar jetzt könnte man sagen - gerade in Hintertuxingen ist es nötig, aber hier ist der Setting-Ansatz durchaus ein Anderer.

    Nachtrag:
    Da fällt mir gerade ein- ich hatte in den letzten Jahren zwei Begegnungen mit Intensivstationen (Häusern der Grund- und Regelversorgung) mit jeweils 6 Betten. Die Pflegekräfte die dort arbeiteten verfügten über ein unterschiedliches Niveau in Sachen Erfahrung und auch FWB- Anteil.


    Beide Kliniken haben einen Versorgungsauftrag für die Region. Wie reagierten Sie auf Notfallsituationen/ Notaufnahmen ?

    Klinik A: Personal kam weitesgehend gut damit klar. Sahen aber auch die Problematik des Notfallmanagement im gesamten Haus.

    Klinik B: Personal waren von der ersten Sekunde an im Stress und fühlten sich überfordert.

    Klinik A nahm sich der Problematik an und gründete eine Notfallmanagementprojektgruppe

    Klinik B sah dahingehend keinen Handlungsbedarf.

    Hierbei wäre es sinnvoll gewesen, dass auch die Klinik B sich der Problematik annimmt und dies nicht nur auf die Ärzte abwälzt, sondern gemeinsam nach einer Lösung sucht z.B. in Form eines Notfallmanagementprojekts.

    Die Ärzte in Klinik B sahen im Gegensatz zur Pflege das Problem in jedem Falle und würden sich soetwas, wie in Klinik A wünschen.

    In beiden Kliniken gibt es keinen fixen Arzt auf Intensivstation, was durchaus die Sache erschwert. Allerdings ist der Arzt immer im Haus.
    Geändert von Pericardinchen (19.04.2013 um 11:22 Uhr)

  2. #32
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Worum geht es denn bei der Vermittlung der "Intenisvpflege"? Um das Erlernen/Andressieren von Handlungsabläufen?

    Zitat von a.s.
    ....Ich habe ...schlußendlich bemerkt, daß sie sich mit der eigenen Gesundheit,möglichen Krankheiten und dem Sterben noch nie richtig auseinander gesetzt hatte.Davon war ich eigentlich ausgegangen, da sie schon im dritten und letzten Lehrjahr war....

    Sollte nicht gerade diese Aussage zu denken geben?

    Es gibt zwei Möglichkeiten mich einem Problem zu stellen: ich kann fliehen oder es angehen.
    Wenn ich jetzt dem bisher vertretetenen Ansatz folge, dann sollte man fliehen/vermeiden. Wie kann man das, wenn man ganz allein im Dienst ist? Auch auf normalen Stationen wird man u.U.- und zukünftig mit zunehmender Häufigkeit- mit Krankheit, Leiden und Sterben konfrontiert werden. Und auch dort ist ein Leiden nicht immer leicht zu ertragen. Im Gegenteil.

    Vielleicht können wir uns vom Dressieren lösen und überlegen, wie eine entsprechende Hilfe für diese Azubine hätte aussehen können. Schocktherapie und mit dem Erlebnis alleine lassen passt nicht. Das war schon geäußert worden. Aber was dann?

    Elisabeth

  3. #33
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    @elisabeth: Les nochmal aufmerksam meine vorherigen postings durch. Dort machte ich schon Vorschläge zum Thema Ethik, skill labs u.s.w.

    1. Priorität: Lernziele formulieren

    Es ist doch wie in der Seefahrt, wer sein Ziel nicht kennt, der kann dieses auch nicht erreichen.
    Eine Nachricht hat vier Seiten.... (vgl. Schulz von Thun)

    Lernziele könnten hierbei sein:

    Die Schülerin erkennt, dass der Umgang mit den eigenen Gefühlen, Emotionen wichtig ist, um mit Schwerstkranken umgehen zu können.

    oder

    Die Schülerin erkennt den Nutzen des Umgangs mit Schwerstkranken PatientenInnen.


    Es gibt viel, was man im Vorfeld methodisch anwenden könnte (Krankenpflegeschule). Der PA hat in seiner Praxisanleiter- Weiterbildung auch Methoden erlernt und vorallem die Praktische Anleitung als Solches.

    Perfekt geht es niemals und das vorallem nicht zwischen Lehrenden und Lernenden. Wichtig ist es hierbei sich eng mit der Schule auszutauschen, um den Theorie- Praxis Transfer zu ermöglichen.

    Methodische Vorschläge für den Unterricht und/ oder auch in der Praxis:

    Rollenspiel

    Gruppenarbeiten ( z.B. auch Koffer : Was nehme ich mit , Mülleimer: Was lasse ich hier, Stimmungsthermometer u.s.w.)

    Diskussionen

    Filme

    skill labs / Praktische Anleitung (Demonstrieren, Ausprobieren, Trainieren)

    Führungen über Funktionsbereiche mit Lehrgesprächen (Frage/ Antwort)

    u.s.w.

  4. #34
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Theoretisch alles sehr schön... was macht der Praktiker vor Ort? Denn es scheint ja so, dass diese tollen Unterrichtsideen i-wie nicht so ganz den gewünschten Erfolg zeitigen. Da muss der Praktiker schlussendlich ran.

    Elisabeth

  5. #35
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Das sind durchaus Methoden, die in der Praxis angewendet werden. Ich bin Praktikerin und das noch mehr, als Theorektikerin. Pflegepädagogik zu studieren ist sehr fachpraktisch orientiert. Wer glaubt, dass es dort nur theoretisches Geschwafel gibt, der täuscht sich dahingehend gewaltig. Allerdings gehört meiner Meinung nach auch die Theorie zur Praxis und umgedreht. Ohne Praxis keine Theorie und ohne Theorie keine Praxis. Deswegen reicht die Praxis alleine nicht aus- ebensowenig die Theorie.

    Dies gehört zueinander, wie die Butter aufs Brot.

    @Elisabeth:

    Du nimmst an, dass die Krankenpflegeschule ihr Ziel nicht erreicht hat. Dann kann ich Dir sagen, dass sie diese Methoden zu wenig anwenden oder selbst etwas versäumten oder die Schülerin zu dem Zeitpunkt krank war oder nicht aufgepasst hat, weil es keine Methoden gab, um den Unterricht aufzulockern. Man kann als Lehrender davon ausgehen, dass nach 20 min. die Aufmerksamkeit abnimmt und da ist die Aufgabe des Lehrenden wieder die Aufmerksamkeit zu wecken indem er eine Pause einlegt oder die Stimme erhöht oder einen aktiven Part (wie z.B. Gruppenarbeit, u.s.w.) einbaut. z.B. hilft auch kurz Stoßlüften u.s.w. Es gibt viele Methoden, die jeder von uns kennt. Also was ist daran theoretisch ?

  6. #36
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Zitat Zitat von Pericardinchen
    ...Methodische Vorschläge für den Unterricht und/ oder auch in der Praxis:

    Rollenspiel

    Gruppenarbeiten ( z.B. auch Koffer : Was nehme ich mit , Mülleimer: Was lasse ich hier, Stimmungsthermometer u.s.w.)

    Diskussionen

    Filme

    ....
    Das stelle ich mir jetzt bildhaft vor. Vor allem das Rollenspiel hat da was.

    Da du ja Praktiker bist- hinlänglich bekannt ist der Personalmangel mit all den entsprechenden Folgen. Da würde mich interessieren, wie sollen das die PAs schaffen, die net freigestellt sind sondern die Anleitung neben dem normalen Tagesgeschäft erledigen müssen. Überstunden? Die machen sie eh schon genug wenn sie sich so nebenbei fachlich auf dem laufenden halten.

    Elisabeth

  7. #37
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Wer und /oder lesen kann ist klar im Vorteil liebe Elisabeth

  8. #38
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    @rettungsmaus:
    Wenn keine Schüler in die Funktionsabteilungen kommen wird auch kein Nachwuchs in die Funktionsabteilungen kommen!

    Stimmt, leider nur zu sehr.

    @Sören:
    ich bin nicht bereit zu warten, ob der Schüler Lust bekommt...
    Es geht hier doch gar nicht um die Lust des Schülers, nein, es geht hier um Lernen unter Zwang, wenn ich mich nicht irre...

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  9. #39
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Zitat Zitat von fridolin

    Es geht hier doch gar nicht um die Lust des Schülers, nein, es geht hier um Lernen unter Zwang, wenn ich mich nicht irre...

    Wo kommen wir denn hin, wenn es in einer Ausbildung nach Lust und Laune geht.
    In jedem Lehrberuf müssen die AzuBi`s das machen , was im Ausbildungsplan steht, da wird nicht nach Lust gefragt
    Glück Auf
    Martin
    Der ITS Opa

    Wird die Birne langsam dumm
    greife schnell zum Gingium

  10. #40
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Die Funktionsabteilungen sind sehr beliebt, wenn es um den Ausstieg aus der Tretmühle "Schichtdienst" geht. Ich denke mal, dass das Abteilungen sind, die am wenigsten Nachwuchssorgen haben dürften.

    Elisabeth

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