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Thema: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

  1. #21
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    @Sören:

    Ich stimme Dir dahingehend zum Teil zu. Um Notfallkompetenz zu entwickeln bedarf es nicht unbedingt einem vier bis achtwöchigem Einsatz auf einer ITS, sondern eben vielmehr bedarf es dahingehend auch Skill labs. Aber auch Notaufnahme, Schulungen regelmäßig auch für Azubis könnte ich mir gut vorstellen. Ein Anästhesie- Einsatz hat auch sehr viel Lerneffekt, wenn der Azubi z.B. genauso wie ein Praktikant des Rettungsdienstes vom AnästhesistenIn an die grundlegenden Dinge der Einleitung herangeführt wird. Nicht nur Spritzen aufziehen und vorbereiten, sondern auch aktive Tätigkeiten, wie z.B. Larynxmaska, intubieren und Co. Der natürliche Umgang damit vermittelt einem mehr Sicherheit. Dies wäre z.B. denkbar.
    In den USA gibt es in der Pflegeausbildung sogenannte skill labs in allen möglichen Varianten, aber auch die Schweiz ist dahingehend ein gutes Vorbild. Darüber hinaus auch die Uniklinik HD und in der Pflegeausbildung z.B. Kempten.

  2. #22
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Hallo Pericardincen,

    darum geht es mir nicht nur. Ich möchte, dass jeder weiß, wie man sich Schwerstkranken nähern kann, wo pflegerische Anteilen wahrzunehmen sind, die sonst niemand übernimmt. Die Medizin und der Erhalt des Lebens ist ja noch nicht alles, erfordert auch nicht zwingend Pflege. Aber nur Pflege kann den gesamten Prozess lenken, wo z.B. auch die Angehörigen ein Teil sind. Auf einer ITS ist das Arbeitsalltag.

    Sören
    wat mut dat mut

  3. #23
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Zitat Zitat von Sören Lösche
    Hallo Pericardincen,

    darum geht es mir nicht nur. Ich möchte, dass jeder weiß, wie man sich Schwerstkranken nähern kann, wo pflegerische Anteilen wahrzunehmen sind, die sonst niemand übernimmt. Die Medizin und der Erhalt des Lebens ist ja noch nicht alles, erfordert auch nicht zwingend Pflege. Aber nur Pflege kann den gesamten Prozess lenken, wo z.B. auch die Angehörigen ein Teil sind. Auf einer ITS ist das Arbeitsalltag.

    Sören
    Wie definierst Du Schwerstkranke ?

    Was wäre für Dich das Feinlernziel und was das Groblernziel und gibt es für Dich noch ein Zwischenschritt ?

    Vorstellbar für mich wäre in diesem Bezug...

    Pflege und Überwachung von Schwerstkranken auf einer ITS. (Was muss beachtet werden ? Gibt es Berührungsängste ? Wie kann man dies gemeinsam mit dem SchülerIn angehehen ? )
    Umgang mit Angehörigen auf einer ITS

    Nachtrag: Ich finde man kann nicht von Erfahrung sprechen, wenn man 4-8 Wochen auf einer ITS tätig war. Zwang ist kein guter Ratgeber, dass sehe ich wie Fridolin. Es wäre pädagogisch sinnvoller dies mit einem Seminar für alle KursteilnehmerInnen mit skill labs vorzubereiten.
    Als ich die Krankenpflegeausbildung in den 1990er Jahren absolvierte, wurden wir in den Bereichen herumgeführt und zwar in Kleingruppen, so dass sich niemand besonders gestört fühlt, aber wir auch die Möglichkeit hatten Fragen zu stellen und mal ein Gerät oder Schläuche und Co näher zu betrachten u.s.w. Dies war super!

  4. #24
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    @Sören
    ch spreche mich ganz klar für einen zwingenden Einsatz ITS aus. Eine Ausbildung sollte nicht maßgeblich nach Vorlieben...
    Lernen unter Zwang ist immer schlechtes Lernen mit entsprechenden Ergebnissen.
    Ob das so erworbene Wissen noch sinnvoll in einem Notfall in anderen Bereichen angewendet werden kann???
    Ich habe da so meine Zweifel...
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  5. #25
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Es geht doch gar nicht um die Inetnsivstation als solches.
    Zitat Zitat von a.s.
    ....Ich habe ...schlußendlich bemerkt, daß sie sich mit der eigenen Gesundheit,möglichen Krankheiten und dem Sterben noch nie richtig auseinander gesetzt hatte.Davon war ich eigentlich ausgegangen, da sie schon im dritten und letzten Lehrjahr war....
    Da liegt doch der Hase im Pfeffer begraben. Wollen wir zukünftig diese Aspekte aussparen und Azubis nur in Bereichen einsetzen, wo man gesudn und munter die Station wieder verlässt?
    Zukünftig keinen Einsatz mehr in der Onkologie? Paliativbereich? Neurologie? Geriatrie?

    Ich würd mal sagen, die Azubine ist generell nicht geeignet für den Beruf. Besonders extrem wird das eben auf einer Intensiv sichtbar.

    Dann wäre die Frage an die Schule zu richten: wie kann es sein, dass solche essentiellen Sachen wie der Umgang mit Krankheit, Leiden und Sterben im dritten Jahr noch nicht erlernt wurden?

    *ketzerisch* Dafür war kein Platz zwischen Selbsterfahrung beim Waschen und der Vermittlung von pflegewissenschaftlichen Modellen der Pflege.

    Elisabeth
    Geändert von Elisabeth (18.04.2013 um 19:46 Uhr)

  6. #26
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Hallo zusammen...freue mich, ein paar Anregungen zu bekommen.
    Das Gesamtkonzept, mit einem Intensiveinsatz am Ende der drei Jahre, finde ich auch sinnvoll. Doch entgegen der "landläufigen " Meinung es würde die Schüler für eventuelle Krisen- Und Notfallsituationen schulen, ist es ja meistens eher so,daß sie eine Rea und deren Ablauf nur selten erleben.Das ist Murphys Gesetz.
    Ich selbst hatte in meinen vier Wochen Einarbeitung keine Rea und als der "Welpenschutz" vorbei war und ich alleiniger Verantwortungsträger war, hatte ich gleich zwei Reas an einem Tag.So ist das halt manchmal.
    Viel besser wäre es Notfallsimulationen als Mega-Code-Training immer wieder zu organisieren, um Schülern und auch schon examiniertem Personal die Angst zu nehmen.Es fehlt einfach Routine und Sicherheit.
    Zu meiner Schülerin muß ich noch sagen: ich fand es ebenfalls schade, daß sie sich mit Tod und Sterben noch so wenig auseinander gesetzt hatte.Sicherlich fehlen ihr Arbeitsjahre, Erfahrungen und möglicherweise auch persönliche Erfahrung und Trauer. Dazu kommt, daß Tod und Sterben ja immer noch ein Tabuthema ist und sich kaum jemand damit auseinandersetzen möchte. Wir machen das, weil es unsere tägliche Arbeit ist und es ist hin und wieder sehr schwer. Das wird zum Teil mit Ironie und Sarkasmus ausgeglichen und hilft für den Moment,aber einen gewissen Teil davon nimmt man ja doch mit heim.Es ist nicht so, daß es mich total belastet und doch wäre etwas mehr "Belohnung" der Gesellschaft für meinen Job sehr schön. Immer nur zu hören: "Das könnte ich nicht!" reicht auf Dauer auch nicht, oder?
    Wünsche Euch eine schöne Restwoche a.s.

  7. #27
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Viel besser wäre es Notfallsimulationen als Mega-Code-Training immer wieder zu organisieren,..,.
    Halt, stopp liebe a.s.
    Leider zeigt die Praxis, dass Training zwar gut ist aber keinesfalls die Live - Erfahrungen ersetzen kann.

    Ich stimme Sören schon zu, dass jeder Schüler/in die Möglichkeit gehabt haben sollte, eine ITS "von Innen" gesehen zu haben, aber bitte nicht unter "Zwang"!

    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  8. #28
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    Zitat Zitat von fridolin
    Halt, stopp liebe a.s.
    Leider zeigt die Praxis, dass Training zwar gut ist aber keinesfalls die Live - Erfahrungen ersetzen kann.

    Ich stimme Sören schon zu, dass jeder Schüler/in die Möglichkeit gehabt haben sollte, eine ITS "von Innen" gesehen zu haben, aber bitte nicht unter "Zwang"!

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    Das ich nach wie vor genauso wie Fridolin. Viel wichtiger in diesem Zusammenhang wäre auch sich ethisch mit dem Thema zu befassen. Dies sollte eigendlich schon Bestandteil einer Krankenpflegeausbildung sein. Ansonsten frage ich mich, wie der Auszubildende und vorallem der junge Mensch sich an dieses Thema nähern soll ohne Unterstützung.

  9. #29
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    Standard AW: Praxisanleitungen hier: Qualität GuK-SchülerInnen

    Mir ist es immer wichtig, dass unsere Schüler (wenn sie überhaupt noch zu kommen!! Es geht bei uns leider nur nach "Leistung". Die Schule "belohnt" Schüler bei guten Leistungen mit einem Einsatz bei uns) einfach mal einen Einblick in die Intensivpflege bekommen und vieleicht die ein oder anderen Ängste abbauen können. Die "Intensivstation" ist für viele Kollegen ein Ort, mit dem sie nicht viel zu tun haben wollen. Wenn ich aber noch nicht mal als Schüler die Möglichkeit bekomme, diesen kurzen (4-6 Wochen) Einblick machen zu können kann ich mir auch als Examinierte kein richtiges Bild machen und baue evtl. ein Bild auf, was überhaupt nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt ("die" sind immer arogant ect. Ihr kennt das!! )
    Was die Notfallsituationen angeht wird es wohl bei einem Zuschauen evtl. HDM bleiben. Wenn unsere Schüler den Eindruck mitnehmen können, dass es ein standartisiertes Ablaufen von klaren Leitlinien gibt und das dies in Ruhe und möglichst professionell abzulaufen hat, ist das schon ein gutes Ausbildungsziel.
    Bei den Rückmeldungen der Schüler bekommen wir immer sehr gute "Noten". Viele finden es sehr ungewohnt wieviel Zeit wir für die einzelnen Patienten haben bzw. das wir in Ruhe pflegen können. Auch wenn wir das natürlich anders sehen scheint es für Schüler eine sehr gute Erfahrung zu sein, dass Pflege auch mal Zeit hat um sich intensiv um Patienten zu kümmern.
    Zeigt mir allerdings auch immer, was auf den "Normalstationen" so los ist....

    Am Rande
    Wenn keine Schüler in die Funktionsabteilungen kommen wird auch kein Nachwuchs in die Funktionsabteilungen kommen!


    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  10. #30
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    Hallo,
    ich bin nicht bereit zu warten, ob der Schüler Lust bekommt. Ich will mit einem Ausbildungsplan etwas sicherstellen. Mir geht es dabei nicht darum, dass Pflegekräfte reanimieren sollen. Das soll generell für mich nur das Rea Team. Wenn ich die permanent schule, habe ich genug zu tun. Dann habe ich aber auch die Qualität, dass die Beteiligten wissen, soll ich schon einen Tubus mit subglottischer Absaugmöglichkeit nehmen oder nicht (als Beispiel). Mir geht es für den Schüler um das Erleben solcher Situationen, zu wissen, wann ich das Rea Team brauche und was ich mit dem Alarm auslöse, auch für den Patienten. Welche Rolle spielt dann eine Patientenverfügung und so weiter.
    Heike: Ich bin deiner sonst deiner Meinung. Unter Schwerstkranken verstehe ich in erster Linie Patienten mit Organersatzverfahern oder kurz davor.

    Sören
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