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Thema: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

  1. #11
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Schwieriges Thema! Dennoch mit einem Wort zu beantworten. "Professionalisierung".

    Wo steht da unser Beruf(sstand)? ca.1993 wurde (einmal wieder) ein schwerwiegender Fehler gemacht. Das Buch hieß "Pflege braucht Eliten". Das ist auch so weit OK, nur hat man nicht an die grundständige Ausbildung gedacht, nur an die Leitenden, Lehrenden und Forschenden.

    Jede andere Profession bildet diejenigen, die mit dem "Klienten" (in meinem Fall sind das Patienten) zu tun haben, professionell aus. Nicht nur die oberen. Die Besten gehören direkt (in unserem Fall) ans Bett.

    Die Fachpflege hat sich sicher selbst von innen heraus und mit Hilfe verschiedener Anderer gut gemausert. Es ist nur so ähnlich wie Abi auf dem 2. Bildungsweg. Man rümpft die Nase so ein bisschen.

    Ich habe jetzt schnell getipppt und mich nur knapp erklärt, vielleicht einiges ausgelassen, es soll nur die Quintessenz sein.

    Die, die direkt am Bett arbeiten, sollten die beste Bildung haben (und nicht in 2. Reihe hinter irgendwelchen stehen.)

    Unser Startpunkt ist leider ein anderer. Das macht es so verdammt schwer.

    WomBat,
    hätten die mich damals nur professionell "ausgebildet"!

    ...könnte ich heute nicht über all meine Erfahrungen berichten und das ganze mit Herz und Schmerz ansehen. Macht nichts, wir können auch so.

  2. #12
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Klar Wombat,
    die die am Bette stehen und im Patientenkontakt arbeiten sind schliesslich diejenigen die im direten Maß zur Gesundung der Patienten beitragen. Deshalb fordere auch ich seit Jahren das Fort- und Weiterbildungen (auch Kongressbesuche, eigene Fortbildungsideen, usw.) der Pflegenden von der "Elite-Etage" aus gefördert werden müssen.
    Wird dies eher blockiert haben wir demotivierte Pflegekräfte am Patienten stehen . Das das die Patienten und letzendlich auch die Krankenhäuser mehr kostet als gleich in vernünftige Weiterbildung zu investieren ist doch eine einfache Rechnung.

    Die Frage bleibt eben wie der "Elite Etage" diese Argumente haben entfallen können und wie sie ihnen wieder beizubringen sind.

    Gruß, T.

  3. #13
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    Schreiben AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Liebe KollegInnen,
    die Abschaffung der Fachweiterbildung ist ein Thema, daß leider immer wieder diskutiert wird.
    Richtig ist, daß Ausbildung Kosten verursacht.
    Richtig ist allerdings auch, allerdings meines Wissens nach noch nicht durch Studien eindeutig belegt, daß gut ausgebildetes Personal Kosten einspart.
    Die Geschäftsführungen der meisten Krankenhäuser wissen heute um die Wichtigkeit der guten Aus- Weiter- und Fachweiterbildungen und werden Diese auch weiterhin betreiben (Ausnahme: kleine, bzw. zu kleine Kliniken). Letzendlich ist Aus- und Weiterbildung auch im Rahmen der Qualitätssicherung zu sehen - und darauf werden die Krankenhäuser sich einlassen (müssen).
    Allerdings: nichts bleibt, wie es ist.
    Somit wird sich auch die Fachweiterbildung ändern, wahrscheinlich zu einem "Modulsystem" (hat sehr viele Vorteile), verflochten mit anderen Fachweiterbildungen.
    Obwohl: die Fachweiterbildungsteilnehmer haben es natürlich aus selber in der Hand, ob an ihrem Krankenhaus in Zukunft noch weiterhin diese Weiterbildung angeboten wird.
    Wenn, wie häufig von Fachweiterbildungsteilnehmern zu hören, die Weiterbildung
    "schlecht geredet" wird, so wird sich ein Arbeitgeber (= Klinikleitung) dies auf Dauer nicht anhören und die Ausbildung einstellen.
    Wer in der Fachweiterbildung ist, sollte die positiven Seiten sehen und auch verbalisieren, um nicht den nachfolgenden KollegInnen die Möglichkeit der Fachweiterbildung zu verbauen.
    Ich gehe hier von einer allgemein sehr guten Fachweiterbildung bundesweit aus - woanders als gerade wo ich bin, ist die Ausbildung nicht besser - nur: anders!
    Vielen Dank für das Lesen
    fridolin
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  4. #14
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Hey Fridolin,

    ist doch belegt, z.B. ist Frau Söhle darauf eingegangen in Ihrem Artikel im Plexus letztes Jahr!


    Siehe: * Söhle C, Die Beeinflussung des Patientenoutcome durch Intensivpflegequalifikation und deren Stellenbesetzung, Plexus 2004;1

    Dort hat sie die Zusammenhänge sehr deutlich dargelegt!

    Siehe auch deren Literatur.

    Gruß, T.

  5. #15
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    Lächeln AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Zitat Zitat von Ambu das Beuteltier
    Hey Fridolin,

    ist doch belegt, z.B. ist Frau Söhle darauf eingegangen in Ihrem Artikel im Plexus letztes Jahr!


    Siehe: * Söhle C, Die Beeinflussung des Patientenoutcome durch Intensivpflegequalifikation und deren Stellenbesetzung, Plexus 2004;1

    Dort hat sie die Zusammenhänge sehr deutlich dargelegt!

    Siehe auch deren Literatur.

    Gruß, T.
    Danke, Ambu.
    Der obige Artikel ist mir nicht bekannt, werde ihn gerne lesen.
    Viele liebe Grüße
    fridolin sagt
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  6. #16
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    In unserem Klinikum wird die Notwendigkeit der Fachweiterbildung seid diesem Jahr von der Pflegedienstleitung hinterfragt. Das Motiv ist klar- das Geld ist knapp.
    Fachweiterbildung notwendig ? Ehrlicherweise muß man sich fragen ? Was ändert sich , wenn ich den Abschluß in der Tasche habe ? Nicht viel - ich arbeite genau so wie vorher, mir wird kaum ein Mehr an rechtlicher Kompetenz eingeräumt.
    Diese wirklich gute und fundierte Ausbildung ist nur eine Art "Sahnehäubchen". Das Sahnehäubchen fällt auch ganz schnell bei dem einem oder anderen Kollegen zusammen, wenn das Wissen nicht gefordert wird. Dafür einen Euro auszugeben fällt dem Klinikdirektor sehr schwer.

    Was soll sich ändern, damit die Fachausbildung sich rechnet. Meiner Meinung nach muß ich das vermittelte Wissen, was das unserer ärztlichen Kollegen oft übersteigt auch anwenden dürfen.
    Das Weaning gehört in die Hände des Pflegepersonals- wir sind näher am Patienten. Medikamente die an Stellgrößen gebunden sind, wie Blutdruck, Blutzucker, Sedierungszustand etc. können wir selbst dosieren. Wir sollten die Patienten ganzheitlich pflegen. Wo hört auf der Intensivstation das Pflegerische auf und fängt das Medizinische an?

    Das Ganze soll nicht autark ablaufen gehen, sondern im Teamwork mit den Ärzten.
    Im Augenblick funktioniert das nur in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone. Die eine oder andere Station erweitert die Kompetenzen der Pflegenden in dieser Hinsicht. Auch bei uns ist der eine oder andere Schritt in diese Richtung getan.

    Vielleicht bringt uns die Globalisierung mehr rechtliche Kompetenz. Mir persönlich ist kein zivilisiertes Land bekannt, wo das Schwesterchen und das Pflegerchen so viel den Onkel Doktor fragen muß, um den kranken Menschen Gutes zu tun.
    Und wenn der Onkel Krankenhausdirektor und die Tante Pflegedienstdirektorin und der Papa Chefarzt merken, dass die Intensivstation dadurch effektiver arbeitet, sind Sie bereit die Euros wieder in die gute alte Fachweiterbildung zu investieren.

    Mehr rechtliche Kompetenz für die Fachschwestern/- pfleger!

    Mit kämpferischen Grüßen
    Otto

  7. #17
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    PC AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Lieber Otto,
    das "Sahnehäubchen" bringt Dir persönlich zunächst einmal einen erheblichen Wissensvorsprung. Was die fachweiterge(oder auch -ver)bildeten KollegInnen daraus machen, ist derzeit nur ihr eigenes Bier.
    Aber: in der heutigen Situation in Bezug auf die Arbeitsmarktlage im Pflegepersonalsektor bringt Dir eine Fachweiterbildung eine relative Arbeitsplatzsicherheit.
    Deine Kernforderung: "Mehr rechtliche Kompetenz für Fachschwestern/-pfleger!" ist sicherlich nicht gänzlich von der Hand zu weisen, jedoch in der derzeitigen Krankenhauslandschaft mit sinkenden Pflegepersonalzahlen und deutlich steigender Zahl der ärztlichen Mitarbeiter (hier: Umsetzung des EuGh - Urteils) nicht durchsetzbar. Was auf Dauer noch sein muß, ist eine Verlagerung von mehr Tätigkeiten aus dem Pflegebereich in den ärztlichen Bereich, sonst findet unsere ureigenste Aufgabe, die Pflege des kranken Menschens, gar nicht mehr statt und wir werden degradiert zu arztanweisungs- umsetzenden- aufgabenabnehmern- jungartzeinweisern Technikbedienern.
    Wollen wir das?
    Überzeugt alle betroffenen Mitarbeiter, Verwaltung, PDL, Mitarbeitervertretung, Personal- Betreibsrat über die Unverzichtbarkeit der Fachweiterbildungen in Bezug auf eine weiterentwicklung der Krankenpflege.
    Gruß
    fridolin
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  8. #18
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    Beitrag AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Hier noch ein paar Literaturhinweise:

    http://www.mcn-nuernberg.de/dac2004-...ault_00729.pdf

    http://www.thieme-connect.com/ejourn...5C0C522DE.jvm2

    und natürlich auch
    http://www.dgf-online.de/reutlingen/...t_stolecki.htm

    mit freundlichen Grüßen aus Reutlingen
    Arnold Kaltwasser

  9. #19
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Ohne Arnold's Empfehlungen zu lesen, habe ich mir folgendes gebastelt. Nach dem Klick (Mein's ist dann Weg, beim Forum - danch werde ich den Empf. nachgehen und lesen).

    Liebes Forum, holt' Euch 'nen Kaffee, es dauert halt (oder ein Bier, falls es spät ist)

    So viele Widersprüche, die Welt wird täglich verkomplifizierter. Auf inoffizieller Seite (nicht der rechtlich-offentlichen) scheint sich viel zu bewegen. Leider in so ziemlich alle Himmelsrichtungen. Siehe z.B. Postings zu Pflegende als chir. Assistenten, MAFA, mein Posting zu der Broschüre der VPU / Aufgabenkatalog.
    Einerseits wird Bildung bzw. Weiterbildung in Frage gestellt, andererseits gibt es Bewegungen, Kompetenzen aus Kostengründen - es scheinen mir weniger die fachlichen Gründe zu sein - zu erweiteren. Anders ausgedrückt, die wirtschaftliche Realität ändert nach und nach das eh schwammige Berufsbild, ohne Das Recht so richtig zu befragen. Die neue Situation bedeutet, unser Berufsbild ändert sich, weil die Verwaltung vor der ärztlichen Autonomie kein halt macht. Stimmt auch nicht ganz, unsere Realität ist schon lange so, nur wird jetzt verlangt, das wir das tun, was wir eh schon tun. Komisch, oder? Gute Lachnummer für Insider. (Sagt mal der Verwaltung das Pflegende wahrscheinlich 8 von 10 Patienten weanen.....oder das wir ca. 90% der Arbeit bzgl. Transfusionen erledigen - OK, wir drehen halt das Rädchen nicht auf, nur um ein Paar Beispiele zu nennen). Der obserste Arzt wird dem VD schon sagen, wer das tut.

    In unserem System "jeder macht was er will", keiner fragt den anderen was den sinnvoll sein könnte, kein Blick in die Zukunft - Auswirkungen von Entscheidungen betreffend; und so wird hin und wieder das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Die Diskussion, ob eine FWB überhaupt nötig ist, wird bei uns auch immer wieder geführt, zumal die PDL sagt, sie hätte keine Beweise in der Tasche, dass sie FWB Pflegende auf der Intensiv/AN einsetzen muss - und schon gar nicht, wie viele. (Wittneben hat schon 1990 den Pflegenotstand auch als Bildungsnotstand interpretiert. Vielleicht sollten wir mehr von unseren eigenen lesen, und weniger bei den anderen immer abgucken wollen.)

    Wir wissen also in unserem Lande nicht, ob wir Fachpflegende brauchen, wie viele wir davon brauchen, wie viel wir in der Zukunft brauchen, ob andere Pflegende einige unserer Fähigkeiten in Zukunft auch brauchen werden, bis in die ambulante Pflege hinein. Wir wissen nicht genau, was Pflegende überhaupt dürfen und wie weit das geht, es bleibt nach wir vor jedem Krankenhaus überlassen, wie es damit umgeht oder nicht umgeht. Wir wissen auch nicht, ob es Unterschiede gibt, wenn Patienten von Pflegenden oder von Fachpflegenden betreut werden. Wir werden irgendwie ignoriert scheint mir, oder bringen uns selbst dort hin, wo man uns übersieht. Alle wichtigen Strauße haben den Kopf im Sand und tun so, als ob in der Pflege alles in Ordnung wäre. Mit dem Kopf im Sand kann man auch keine Intensivstation besichtigen um zu sehen, was dort wirklich passiert und wer was dort macht. Selbst wenn der Kopf kurz auf dem Sand geholt wird, reicht ein 5 min. Besuch unter Führung des Oberarztes nicht aus, um irgendjemanden (Verwaltung, Aufsichtsrat, Politik) klar zu machen, was Pflegende tun oder wofür sie tatsächlich - inoffizielle - Verantwortung übernehmen. Obwohl bei uns im Land eine Regelungswut - Bürokratie - herrscht - hat irgendjemand uns offenbar übersehen, den hier ist wenig geregelt. Oder man tut das bei vollem Bewusstsein? Gründe dazu würden mir schon einfallen.

    Wir haben es bisher noch nicht geschafft mit fachlichen Begründungen autonome Bereiche auszumachen, ausser vielleicht Ganzkörperwaschungen und so.
    Sog. ärztliche Tätigkeiten, die delegierfähigen meine ich, werden uns jetzt von Seiten der Verwaltung zunehmend übergeben. Nur haben die immer noch nicht gemerkt, dass wir diese ohnehin schon lange tun. Unsere rechtliche Absicherung interessiert die nicht, behaupte ich. Die Gründe dafür, uns mehr "Kompetenzen" einzuräumen, liegen im Euro. Warum einen teuren ärztlichen Assistenten bezahlen, wenn eine OP Schwester das billiger kann? Die Ärzte werden sich wehren...

    Was interesssiert es die Verwalter ob eine FWB nötig ist, wenn eh keiner weis, was ist der Unterschied für den Patienten, ob sie/er von einer Krankenschwester/Gesundheits- und Krankenpflegerin oder einer Fachkrankenpflegeperson (Fachgesundheits- und Krankenpfleger? betreut wird? Es läuft doch auch so. (Alleine die Titel verwirren wahrscheinlich den einen oder anderen großen Vogel).

    Ich gebe es endlich zu, wir arbeiten in einem Tabu Bereich. Keiner will sich das Elend so richtig anschauen. Eine Intensivstation oder OP macht richtig Angst, macht betroffen. Es ist wie mit dem Sterben und Tod, viele möchten sich nicht damit beschäftigen, das Leben ist doch so schön. Mein Eindruck ist, dass nur Betroffene eine Ahnung von diesen Bereichen haben. Die Entscheider Jung, Gesund, Wohlhabbend oder Aufstrebend) gehen nicht in dieser Abteilungen (es läuft doch alles gut) und treffen ihre Entscheidungen weit entfernt davon.

    "Überzeugt alle betroffenen Mitarbeiter, Verwaltung, PDL, Mitarbeitervertretung, Personal- Betreibsrat über die Unverzichtbarkeit der Fachweiterbildungen in Bezug auf eine weiterentwicklung der Krankenpflege." Zitat von Fridolin. Bin einverstanden, aber: das Argument hat nicht genügend Biß. Die "Weiterentwicklung der Krankenpflege" interessiert okönomisch denkende Menschen nicht. Die interessieren sich für Zahlen, z.B. Läßt sich ein Benefit für den Patienten in Zahlen ausdrücken? Fridolin, Du kennst das schon, der Befehl lautet "Faß!

    Mir bleibt als Fazit nur eins, der Organisationsgrad der Pflegende muss erhöht werden.

    Bitte keine weitere Verbände mit 15 verschiedenen Meinungen (auch in alle Himmelsrichtungen). Nach innen können wir fetzen, nach außen gilt nur eine Stimme. Sonst zieht sich die Politik zurück mit der Behauptung "was sollen wir nur tun? Die wollen alle etwas anderes. Und das Andere beißt sich. Lassen wir sie weiterstreiten, es geht ja schon viele Jahre trotzdem. Wer sich nicht richtig melden kann, hat gehat."

    Ein Held, scheint mir Herr Klaus Fussek aus der Altenpflege. Der spricht aus, was Sache ist. Was Tabu ist. Öffentlich. So Einer würde mir bei uns auch gefallen.

    Widersprüche auf der ganzen Linie. Wirklich geholfen habe ich nicht mit diesem Beitrag. Aber mich selbst entfrustet

    WomBat, tanzt den Tabu gerade in der Höhle

    Tabu/Taboo:
    -Ursprung Südpazific, zeitweise oder dauernd Heilung eines mit Mana erfüllten Menschen oder Gegenstandes, mit dem Verbot, ihn/es anzurühren
    -Ausgeschlossen vom Gebrauch oder von der Nennung, z.B. verbotene Früchte, in unserem Haus darf nicht getanzt werden - ein Tabu Thema - etwas, das sich dem (sprachlichem) Zugriff aus Gründen moralischer, religiöser oder konventioneller Scheu entzieht
    -Ein Vorurteil, welches den Gebrauch oder die Nennung verbietet weil es als heilig gilt
    -Ein Verbot aufgrund sozialer Bräuche oder emotional Aversion; sittliche oder konventionelle Schranke

    z.B. "Es ist ein Tabu, öffentlich zu sagen was Pflegende alles tun. Einmal ist es nicht sittlich über die sog. "schmutzige" Arbeit zu sprechen (Augenrollen), anderseits es ist nicht erwünscht laut zu sagen, wie oft Pflegende für Ärzte einspringen (Entsetztes Augenrollen kombiniert mit den Befehlen 1) Pfiffi, Sitz! 2) Pfiffi, hör auf zu Bellen."

  10. #20
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    Standard AW: Anfrage: Abschaffung der Fachweiterbildung?

    Ich denke wir sollten pragmatisch sein, der finanzielle Druck kann zu Veränderungen führen. Wir haben in Deutschland mit die höchste Ärztedichte. Wir müssen uns einen Bereich sichern, der eigenverantwortliches Arbeiten zulässt. Eigenverantwortung jenseits vom Entscheiden, ob der Patient auf der rechten oder linken Seite liegt.
    Das Wissen der Fachweiterbildung kann nicht dazu dienen den Doktor zukontrollieren und ihm den einen oder anderen Hinweis zu geben.
    Ich muß handeln können.
    Wenn der Patient sich am Respirator zu erschöpfen droht, muß mir gestattet sein, die Einstellungen anzupassen. Der Patient kann nicht kämpfen bis ein Doktor sich einfindet und das Gleiche tut. Nun muß er leider mehr regeln, weil der Patient nun völlig dekommpensiert ist.
    Für den Patienten ist es doch am Günstigsten, wenn er ganzheitlich, pflegerisch und medizinisch/technisch, von jemanden versorgt wird der ganz nah drann ist. Ärzte werden gebraucht, keine Frage. Aber nicht in einer so großen Stückzahl.
    Wir müssen den Fuß in die Tür bekommen. Den Verantwortlichen muß klar werden, nicht mehr Ärzte werden gebraucht ,sondern mehr gut qualifiziertes Fachpersonal kann den Patienten optimaler und ökonomischer versorgen.
    Und gerate auf Grund des EuGh – Urteils wird sich mancher Verwaltungsdirektor überlegen, ob er der Ärzteinflation nicht etwas entgegen setzt.

    Lieber Fridolin, ich hätte gern gewusst, was du als „ unsere ureigenste Aufgabe „ im Intensivbereich verstehst?

    MfG Otto
    Geändert von Otto (14.05.2005 um 01:29 Uhr) Grund: Grammatik

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