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Thema: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

  1. #1
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    Ausrufezeichen Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    hallo zusammen.

    bei uns im haus sind die bereitschaftsdienste in der anästhesiepflege (stufe d) sehr gut ausgelastet, 45 - 60 % - also schon zu gut, sodass jetzt nach möglichkeiten gesucht wird, die dienste zu entlasten.
    nur wie das funktionieren soll, ist noch nicht ganz klar.
    vorgschlagen wurden die einführung eines rufdienstes, verlagerung der arbeitszeiten des spätdienstes und einführung eines zusätzlichen bereitschaftsdienstes. den rufdienst halten wir für die schlechteste möglichkeit, alle anderen optionen sind aber auch nicht wirklich super.

    hat jemand hier noch ne gute idee, auf die wir noch nicht gekommen sind?
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  2. #2
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Bei regelmäßiger Auslastung von über 50% ist Regeldienst vorgesehen. Man kann auch kombinieren. Wir machen bis 00.00Uhr Regeldienst, dann Bereitschaftsdienst. Dann sinkt die Auslastung im Bereitschaftsdienst.
    Sören
    wat mut dat mut

  3. #3
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Lieber Tobi Bo,
    hier seit Ihr sicherlich auf den besten Weg, den OP mit Schichten zu besetzen.
    Dies würde bedeuten, das bis spät in den Abend respektive die Nacht operiert werden muss.
    Ist dann gewährleistet, dass 1. der ärztliche Dienst mitspielt und 2. die Nachsorge auf den Stationen gesichert ist?
    Der Vorschlag, mehr KollegInnen im Bereitschaftsdienst vorzuhalten bedeutet auch eine zusätzliche Belasten - weniger Freizeit.
    Ohne weiter Informationen habe ich auch keine weiteren Ideen.
    Wie sehen denn die Eurigen aus?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  4. #4
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    alles, nur keine schichtarbeit!
    das ist im team konsens. es ist ja eh nicht immer soviel zu operieren, die ganze nacht. was soll man dann arbeiten, wenn keine op ansteht? etwa auf station aushelfen? ich glaube nicht, dass das meinen kollegen gefällt.
    auch rufdienst is ne unfaire sache. mancher ist in drei minuten im op, andere erst in 1,5 stunden. da ist doch klar, dass man eher gerufen wird, wenn man nah dran wohnt und die anderen können dann schon wieder zurückfahren, wenn sie angekommen sind.
    dann doch lieber einen weiteren bereitschaftsdienst, dann haben alle weniger zu tun und ruhigere dienste.

    oder übersehe ich da was in meiner logik?

    die regelarbeitszeit geht bis 2100, die überausgelastete zeit ist die von 2100 bis 2400.
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  5. #5
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    auch rufdienst is ne unfaire sache. mancher ist in drei minuten im op, andere erst in 1,5 stunden. da ist doch klar, dass man eher gerufen wird, wenn man nah dran wohnt
    Lieber Tobi Bo,
    kann es sein, dass Du hier den Charakter des Rufdienstes nicht richtig verstanden hast?
    Rufdienst ist von vorn herein im Dienstplan eingeplant und der RD-Mitarbeiter (RD = Rufdienst) muss kommen, wenn er gerufen wird. Die Anreiseentfernung resp. Anreisezeit zum Arbeitsplatz spielt hier keine Rolle.
    Rufdienste sind ferne auf alle Mitarbeiter gleichmäßig zu verteilen.

    Wenn Ihr keinen Schichtdienst wollt, wie wollt Ihr dann die Arbeitsbelastung senken?
    Wie gesagt, wenn ihr regelmäßig eine Arbeitsbelastung von 50% oder mehr habt, muss der Arbeitgeber reagieren und für Entlastung sorgen. In aller Regel wird der Arbeitgeber versuchen, einen Schichtdienst einzuführen, dies ist für ihn in der Regel die kostengünstigste Variante.
    Wenn Ihr das nicht wollt, so müsst Ihr Konzepte vorlegen, die dies schlüssig verhindern.
    Ein Vorschlag: immer zwei Mitarbeiter haben gleichzeitig Rufdienst (die Belastung durch zwei Rufdienste steigt hier allerdings für die Mitarbeiter insgesamt an).

    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  6. #6
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Zitat Zitat von fridolin
    Lieber Tobi Bo,
    kann es sein, dass Du hier den Charakter des Rufdienstes nicht richtig verstanden hast?
    Rufdienst ist von vorn herein im Dienstplan eingeplant und der RD-Mitarbeiter (RD = Rufdienst) muss kommen, wenn er gerufen wird. Die Anreiseentfernung resp. Anreisezeit zum Arbeitsplatz spielt hier keine Rolle.
    Rufdienste sind ferne auf alle Mitarbeiter gleichmäßig zu verteilen.
    Ich kann den Einwand von Tobi Bo gut verstehen, da es bei uns ähnlich praktiziert wird. Die Kollegen, die nah an der Klinik wohnen werden schon mal schneller ins Haus gerufen. Bei denen mit 40 min Anfahrtsweg und mehr finden sich halt irgendwie "Lösungen". Dies betrifft vor allem kurze Geschichten wie PDAs, etc.

    Um aber auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Bei uns stand gerade eine Veränderung der Arbeitszeiten an und im Nachhinein wären viele froh gewesen, wenn es auf einen Schichtdienst hinausgelaufen wäre, da es jetzt etliche lange Säle gibt, die jetzt abgedeckt werden müssen. Mit einem Schichtdienst wäre die Freizeit deutlich besser planbar.

    Statt eines Rufdienstes zusätzlich zum Bereitschaftsdienst (unsere momentane Lösung) würde ich zwei Bereitschaftsdienste deutlich favorisieren, da man nicht nur eine bessere Abdeckung von Notfällen hat, sondern neue Kollegen auch schneller in den Diensten einarbeiten kann.

    Gruß
    Sebastian

  7. #7
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Um vielleicht einen Vorschlag machen zu können benötige ich ein paar mehr Informationen:

    Wie groß ist das Haus?
    Wieviel OP- Säle gibt es?
    Betreut Ihr auch einen Aufwachraum mit? Wie ist dort die Besetzung vorgesehen bzw. die Zeiten?
    Gibt es einen Schockraum oder Mehrere die Ihr mitversorgen u.a. auch mitüberprüfen müsst (BTM- Fach, Geräte o.ä.) ?

    Wie weit entfernt ist der Aufwachraum?

    Wieviele Mitarbeiter/innen gibt es? Wie seit Ihr grundsätzlich in der Regeldienstzeit besetzt ?

    Wer übernimmt die Zeit nach dem Stabstdienst und wann endet der ?

    Wie schaut es am WE bei Euch aus und wieviele OP`s pro Tag sind eingeplant und werden verschoben in den Bereitschaftsdienst?

    Was für Aufgaben müsst Ihr im Bereitschaftsdienst erledigen?

    Wie oft werdet Ihr in Eurem Bereitschaftsdienst aus dem Bett geklingelt?

    Ein Rufdienst bedeutet u.a. auch innerhalb von 30 min. in der Klinik zu sein!

  8. #8
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Der Arbeitgeber kann nicht dem Mitarbeiter vorschreiben, in 30 min am Arbeitsplatz zu sein. Wenn der medizinische Bedarf besteht muss er Bereitschaftsdienst oder Regeldienst anordnen. Ansonsten nennt man das Organisationsverschulden.
    Sören
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  9. #9
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    @Pericardienchen,
    Ein Rufdienst bedeutet u.a. auch innerhalb von 30 min. in der Klinik zu sein!
    Wo bitte steht dies geschrieben?

    Meines Erachtens nach gilt die "Residenzpflicht" nur für Beamte (Bundesbeamtengesetz) und die von Dir erwähnten 30 Minuten generieren sich aus einem Urteil des Bundessozialgerichtes, in dem einem Arzt das Recht zu gestanden wurde, in einer 30 Minütigen Entfernung zum Arbeitsplatz (Krankenhaus) zu wohnen.
    Auch der TVöD gibt keine "Residenzpflicht" vor.

    Anmerkung:
    Heute ist mit dem Wort "Residenzpflicht" eine räumliche Aufenthaltsbeschränkung für Flüchtlinge bzw. Asylbewerber gemeint.


    Viele liebe Grüße
    der königlich resignierende
    fridolin
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  10. #10
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    Standard AW: Bereitschaftsdienste in der Anästhesiepflege entlasten - aber wie?

    Bei uns im Hause gibt es 2 Bereitschaftsdienste. Einen Anä - OP und einen Rea - Dienst. Der Rea - Dienst hat ganz andere Aufgaben zu erfüllen ( Überwachung kritischer Patienten und deren Begleitung ins CT oder MRT, kleinere "OP's" mit Anästhesie, wie z.B. Repositionen und natürlich jegliche Reanimationen im Haus). Diese Dinge finden natürlich nicht permanent statt und somit ist der Rea - Dienst in der Regel auch eher ruhiger. Wenn der Anä - OP not hat, dann greift dieser natürlich auch auf den Rea - Dienst zurück ( wenn parallel ein Saal aufgemacht werden muss ). Das funktioniert hervorragend.

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