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Thema: Fallbeispiel: Duschen!

  1. #11
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Hallo Arnold
    Von Needham bekommen ;-)
    Mal schauen: pubmed: "tube tolerance" ... nur ein Treffer:

    Anaesthesia. 2007 Aug;62(8):796-801.
    Remifentanil for tracheal tube tolerance: a case control study.

    Machata AM, Illievich UM, Gustorff B, Gonano C, Fässler K, Spiss CK.

    We assessed the minimal remifentanil dosage required for tracheal tube tolerance in awake and spontaneously breathing patients after major abdominal surgery. Forty postoperative patients received remifentanil 0.1 microg.kg(-1).min(-1), which was reduced in steps of 0.025 microg.kg(-1).min(-1) every 30 min. Respiratory response subscore of comfort scale (CSRR), Ramsay sedation scale (RSS), visual analogue scale (VAS), respiratory rate, and minute ventilation were recorded. Spontaneous respiration with no or little response to ventilation (CSRR 2) in co-operative, oriented and tranquil patients (RSS 2) was defined as the main outcome and study endpoint. Thirty-one patients (77.5%) reached a CSRR 2 and RSS 2 with remifentanil 0.025 microg.kg(-1).min(-1) and nine patients (22.5%) required remifentanil 0.05 microg.kg(-1).min(-1). Analgesia was sufficient in all patients (VAS = 30). Remifentanil 0.025-0.05 microg.kg(-1).min(-1) achieves satisfactory tracheal tube tolerance in awake and spontaneously breathing patients.

    Es gibt aber sicherlich mehr. Komb. Suche mit tube, trachela tube, comfort, acceptance, self-extubation würde sicherlich was bringen ... dauert aber (und keine Lust jetzt nach dem Nachtdienst)

    Viele Grüße
    Peter

  2. #12
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Rivotril . . . Funktioniert auch über eine zentrale Dämpfung.
    Nachteil: Macht Delir, da ein Benzo.

    Vielleicht keine schlechte Idee mit der Arbeit ....

    Xylo blockt die Nervenleitung und hemmt weder den Atemantrieb noch beeinflusst es die Vigilanz. Geht auch super wenn über einen COOK Katheter Extubiert wird (habe dazu -Extubation- ein paar Folien für nen Vortrag .-)

  3. #13
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!


    Lieber Peter,
    vielen herzlichen Dank für den Klasse Beitrag.

    Auch wir haben gelegentlich wache, kooperative beatmete Patienten, die theoretisch mehr könnten als ihnen zugestanden wird.
    Sie dürfen in der Regel festgenagelt an der Überwachung den Bereich um das Bett nicht verlassen.
    Und ein großes Problem würde das Duschen schon bereiten. Neu gebaute (2 Jahre) ITS ohne Patientendusche!
    Und wenn dann doch einmal ein Pfleger (Ja, in der Regel sind das die Männer bei uns) so nett ist, mit einem Patienten die Personaldusche auf zu suchen, stößt er auf massiv incopliantes Personal.
    Das geht so weit, dass die betroffenen Pflegeperson offen beschimft und hinterrücks gemoppt wird!
    Grrrrrrrr

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  4. #14
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Das Problem dürfte wohl darin bedingt sein, dass sowohl Architekten bzw. Verwaltungspersonal als auch beratendes Pflegemanagement eher eine sehr einfache Vorstellung von Pflege haben: füttern, waschen, trocken legen. Ersteren kannst keine Vorwürfe machen, letztere zeigen oft ungewollt ihre tatsächlich vorhandene sehr eingeschränkte Fachkompetenz.

    Ich denke, die Verweigerung der Personaldusche hat auch was damit zu tun, dass Pflegekräfte sich abgrenzen wollen. Sie wünschen einen patientenfreien Raum. Dieser sollte ihnen auch zustehen und net streitig gemacht werden. Alternativen sind dann dei angrenzenden Stationen... oder eben der Verzicht auf diesen "Luxus".

    Wenn du als Kunde einen Smart bezahlst, kannst nun mal keinen Porsche erwarten. Hier fängt die Diskussion: Was will Pflege? an. In diesem Falle musst drauf aufmerksam machen, dass das Produkt Pflege eigentlich viel mehr bedeutet. Kunde muss die Leistung einfordern. Hier der Angehörige.

    Hast genug Beschwerden dann ändert sich was.


    Elisabeth

  5. #15
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Ja, Fridolin
    Ist schon ein interessantes soziologisches Phänomen, wie wir alles als "unser" und "meins" betrachten. Meine Station, meine Dusche, meine Kleidung, meine Medikamente. Alles Blödsinn, wissen wir, trotzdem wird man schief angesehen, wenn man etwas von "unserem" weggibt oder fremdbenutzen lässt. Beliebte Fettnäpchen sind da auch: Patienten Personalkleidung anziehen lassen, weil sie selbst nichts dabei haben ... oder Patienten einen Kaffeebecher vom Personal geben...
    Ich bin Angestellter und mir gehört da gar nichts. Du hast mein volles Verständnis.
    Sei tapfer und mach weiter so ...
    Peter

  6. #16
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Ich hoffe mal net, dass die angestellte Pflegekraft beim Betreten sich in die Sklavenposition begibt. Ein gespräch mit dem BR dürfte hier erhellend sein. Der AG ist verpflichtet dem MA Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, die er net mit dem Patienten teilen muss. Und dieses Recht kann PK auch verteidigen. Sie muss deshalb noch keine schlechte Fachkraft sein.

    Elisabeth (die ihren Pat. ehedem auch einfach die Personalkleidung angezogen hat *fg*)

  7. #17
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Deja-vu?
    Siehe Aussage von Dr. T. Petty im Artikel „Frühe Mobilität auf der Intensivstation – wieder ein Deja-vu…“ (Deutsch)
    http://asp-gb.secure-zone.net/v2/ind...99&startPage=7

    Zum Original von T. Petty (Englisch)
    http://chestjournal.chestpubs.org/co...2/360.full.pdf
    Chest 1998, Thomas Petty

    In den 70igern haben wir beatmete Patienten, wenn es keine KI gab, sehr oft mobilisiert. Aufstehen, Sitzen, auch Laufen.
    Auch wurde mit Tubus, T-Stück, Schlauch mit aufgestecktem PEEP-Ventil und O2 Flow mobilisiert.
    Manche Patienten konnten so eine „normale Toilette“ besuchen. Im Einzelfall sind wir mit Patienten – wenn der Zustand und Wunden/Verbände usw. erlaubten – unter die Dusche.

    WomBat, Deja-vu!
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  8. #18
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Das Problem dürfte wohl darin bedingt sein, dass sowohl Architekten bzw. Verwaltungspersonal als auch beratendes Pflegemanagement eher eine sehr einfache Vorstellung von Pflege haben:
    Elisabeth
    oder einfach gegen geltendes Recht verstossen:

    https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_...nung#det214075

    siehe §28

    (1) Jede Pflegeeinheit muß mindestens einen besonderen Waschraum mit Badewanne und Dusche haben; seine Türen müssen § 16 Abs. 3 entsprechen.

  9. #19
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Die Verordnung tritt mit Ablauf des 31. 12. 2009 außer Kraft.
    http://beck-online.beck.de/default.a...00-G-NwKhBauVO
    Bei http://www.gesetze-im-internet.de/index.html finde ich dazu auch nix mehr.

    Wäre mal interessant zu erfahren, wieviel der sich selbst als modernste KH bezeichnenden Einrichtungen hier gespart haben beim Bauen... trotz der gesetzlichen Vorgabe.
    Mir ist zumindest eines bekannt.

    Elisabeth

  10. #20
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    Standard AW: Fallbeispiel: Duschen!

    Tritt außer Kraft, aber das heißt doch nur das alle Häuser die ab 2009 gebaut wurden sich nicht mehr dran halten müssen.

    Alle anderen pochen auf Bestandschutz (z.B. beim Thema Brandschutz) das heißt aber auch das alle Vorgaben aus der Baugenehmigung usw. Bestand haben.

    Bauten vor 2009 müssen sich an diesem Gesetz messen lassen

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