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Thema: Pflegenotstand

  1. #201
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    Standard AW: Pflegenotstand

    @rettungsmaus,

    Wie sieht denn bei Euch die Dienstplangestaltung aus? Wünsche, Rücksicht auf Arbeitszeitgesetz, kurze Rhythmen, ND mit frei hinterher, rollierende Schichten oder nach gut dünken. Feiertage nach Wunsch?? Oder wer nicht spurt bekommt alle Wochenfeiertage reingedrückt. Uns wird deutlich gemacht, das wenn wir nicht freiwillig kommen, die Dienstplanwünsche einfach wegfallen. Da macht dann das pflegen doppelt Spass.

    LG Anke F.

  2. #202
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Verdi hat bundesweit nicht genug Pflegekräfte als Mitglieder. Die Begründung hat WomBat ausführlichst dargelegt. Also besteht nicht viel Hoffnung. Dir strukturellen Bedingungen müssen durch eine Kammer verbessert werden. Diese versucht Verdi zu verhindern.

    Sören
    wat mut dat mut

  3. #203
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Verdi hat bundesweit nicht genug Pflegekräfte als Mitglieder..... Die strukturellen Bedingungen müssen durch eine Kammer verbessert werden. Diese versucht Verdi zu verhindern.
    Sören hat recht. Ver.di hat vielleicht zwischen 8 % und 12 % der Pflegenden als Mitglieder. Dies reicht ver.di nicht, um eine gute Vertretungspolitik zu fahren.
    Warum ver.di gegen Pflegekammern argumentiert, liegt m.E. nach auf der Hand. Ver.di fürchtet den Verlust der letzten Mitglieder aus dem Pflegebereich, immerhin zwischen 8 und 12 %.

    Ich war schon ver.di - Mitglied, da gab es ver.di noch gar nicht. Will sagen: ÖTV-Mitglied. Und mein Eindruck ist, dass sich die ÖTV viel mehr für die Pflegenden eingesetzt hat.

    Ich jedenfalls wäre froh über Pflegekammern (wobei wir jetzt wieder bei einem anderen Thema sind), die mit ver.di gemeinsam Einsatz auch auf politischer Ebene für die Pflegenden zeigen könnten....

    Viele liebe Grüße
    der Kammer-Verdianer
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  4. #204
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Ja, ihr habt alle Recht: es gibt nicht genug organisierte Mitglieder im Pflegebereich, die sich für ihre Belange einsetzen wollen, also treten wir erst recht nicht in die Gewerkschaft ein. Sonst könnte es ja am Ende doch noch passieren, dass es mal einen Organisationsgrad gibt, mit dem man wirklich etwas bewegen könnte.

    Das sollten wir den Kollegen in der Charité ganz schnell noch mitteilen, nicht dass die am Ende für ihr Haus Bedingungen erkämpfen, die eine echte Verbesserung der Personalbesetzung bedeuten. Am Ende hätte das ja Auswirkungen auf andere Häuser und die würden dann auch mehr Personal einstellen, weil sie ansonsten auf dem engen Personalrekrutierungsmarkt für gute Pflegekräfte leer ausgehen.

    Und wenn es erst mal so weit kommt hätten wir vielleicht alle nicht mehr so viel zu meckern und zu jammern...

    Welch schreckliche Vorstellung.

    Bloß nicht bewegen...

    sich wundernd über solch resignative Beiträge
    pflegerli

  5. #205
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Zitat Zitat von Anke F.
    @rettungsmaus,

    Uns wird deutlich gemacht, das wenn wir nicht freiwillig kommen, die Dienstplanwünsche einfach wegfallen. Da macht dann das pflegen doppelt Spass.

    LG Anke F.
    Da bekommt das Wort "freiwillig" eine ganz neue Bedeutung...
    Bin ich froh einen gescheiten Arbeitsplatz zu haben incl. kompetenter Leitung.

  6. #206
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Zitat Zitat von fridolin
    Ich war schon ver.di - Mitglied, da gab es ver.di noch gar nicht. Will sagen: ÖTV-Mitglied. Und mein Eindruck ist, dass sich die ÖTV viel mehr für die Pflegenden eingesetzt hat.


    Viele liebe Grüße
    der Kammer-Verdianer
    fridolin
    Zumindest in der Stadt, wo ich 1996 gearbeitet hatte, waren die ÖTV-Vertreter gegenüber Pflegenden passiv. Ich war damals Vertrauensperson und kam mit einem Anliegen zu dem ÖTV-Vertreter. Kaum habe ich mein Anliegen vorgetragen, erwiderte er, dass er bei einem Organisationsgrad von 15% der Pflegenden keinen Finger krumm tut.

    Vor kurzem habe ich diesen ÖTV-Hansel (mittlerweile natürlich verdi) bei einer Veranstaltung zur Gründung einer Pflegekammer getroffen. Er war Diskussionsteilnehmer und als er das Wort hatte, sprach er :"Es braucht keine Kammer! Wir (verdi) sind die Interessenvertreter der Krankenpflege."

    Da musste ich dann mal intervenieren, ha ha ha.

  7. #207
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    Standard AW: Pflegenotstand

    @pflegerli,
    was bzw. wen genau meinst Du mit "resignative Beiträge"?
    Aus meiner Sicht gibt es hier eher sachliche Situationsbeschreibungen.

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  8. #208
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    Standard AW: Pflegenotstand

    Mit Solidariät kann Pflege Berge versetzen. Fakt.

    WomBat, keine Spur von Resignation , Hoffnung auf mehr Solidarität
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  9. #209
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    Standard AW: Pflegenotstand

    @Wombat:

    Danke, genau das wollte ich lesen

    @fridolin:

    Was mich an den "sachlichen Situationsbeschreibungen" gestört hat war vor allem der fehlende Blick nach vorne. Natürlich ist die Jetzt-Situation so ähnlich, wie sie beschrieben wurde. Aber was soll zB der Blick zurück auf ÖTV-Positionen aus dem Jahr 1996 bringen? Ich stimme auch nicht mit den Verdi-Äußerungen zur Pflegkammer überein, das sehe ich ähnlich, wie ihr. Aber aktuell gibt es keine Pflegekammer. Und Verdi ist die einzige Gewerkschaft, die stark genug sein könnte, um für unsere Tarife zu kämpfen. Dass die gesetzliche Regelung zu festen Personalmindestbesetzungen kein tarifliches Problem ist, ist schon klar. Aber da man auch kaum vom Gesetzgeber erwarten darf, dass dieser sich für unsere Belange stark macht und das bald in ein Gesetz umsetzt, müssen wir es eben über tarifliche Regelungen einfordern, um so letztendlich die Politik zum Handeln zu zwingen. Ob das Erfolg haben kann weiss ich nicht. Es aber deshalb gar nicht erst zu versuchen ist auch kein Weg. Denn damit wären wir dann wieder bei der "Resignation".

    Gruß vom
    pflegerli

  10. #210
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    Standard AW: Pflegenotstand

    WomBat, du hast recht.
    Für uns geht der richtige, nachhaltige Weg meiner Meinung nach über die Verkammerung. Diese kann sehr gut starke Gewerkschaften nach sich ziehen. Marburger Bund, Cockpit etc. sind Beispiele. Daher auch die Ablehnung von Verdi. Ich bin für den nachhaltigen Weg.
    Dennoch sollen wir alle so gut es geht die Kollegen aus Berlin unterstützen.

    Sören
    wat mut dat mut

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