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Thema: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

  1. #21
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Zitat Zitat von Elisabeth
    ... glaubt wirklich jemand der Herzblutintensivler, dass er in eine periphere Station umsteigen will/kann? Auch dort steppt der Bär- nur anders als auf der Intensiv,...
    Elisabeth
    Jawohl, ich hab's auch schon gesehen! Und nicht jeder "Intensivler" hängt mit Herzblut an der Intensiv.
    gruß morgenmuffel

  2. #22
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Es war so, es ist so, es wird immer so sein... wirklich?

    @Sören- ist dir das aktuelle Curriculum bekannt?
    http://www.bibb.de/redaktion/kranken...lege_index.htm

    Was spricht dagegen, all diese Inhalte unter dem Fokus: Intensivpflege zu unterrichten. Wie kommst du darauf, dass man die Inhalte der WB nicht in so Grundausbildung integrieren kann?
    Was ist denn wirklich negativ an der bisherigen allgemeinen Grundausbildung: sie zielt auf Dressurleistungen ab. Da sie viel zu breit aufgefächert ist, bleibt einfach keine Zeit für eine tiefergehende Wissensvermittlung. Heraus kommen zu einem hohen Prozentsatz Leuts, die wundervoll Kreuzchen in Checklisten setzen können und verstehen nach Drehbuchstandards zu handeln.
    Die I-KP- Ausbildung versucht dies zu umgehen indem sie sich konkret einem Berufsfeld zuwendet.... wie z.B. die OTAs.

    Das einzigste, was diesen Kollegen fehlen wird, ist die Berufserfahrung. Vieles kann man nicht lernen aus Büchern o.ä.. Das kann man auch nicht in der WB vermitteln. Und hier sind die derzeit vorhandenen Fachkräfte- ob mit oder ohne WB- gefragt. Sie müssen dieses "Bauchwissen" weiter vermitteln.

    Auch die I-KPs werden über die Jahre ihre Erfahrungen sammeln und diese dann weitergeben. Es ist der Lauf der Zeit, dass man älter und weiser wird. Egal, wie man mal angefangen hat.

    Auch wenn du meine Aussagen am Thema vorbei findest- es geht nunmal um Geld. Ausbildung kostet Geld- und das nicht wenig. WB kostet Geld. Geld ist mehr als knapp. Die Pflege existiert nun mal nicht in einem freien Raum, sondern ist abhängig von den gesellschaftlichen Entwicklungen.

    Auch wenns niemand so gerne hören mag: Es muss primär nicht nur um das Bekämpfen der Zersplitterung der Ausbildung gehen. Es muss im gleichen Atemzug die Akademisierung der Pflege eingefordert werden. Denn das ist aus meiner Richtung, der einzige wirklich sinnvolle Weg und vielleicht auch gar nicht soviel teurer.... wenn man bereit ist, einen Personalmix in der Pflege einzuführen.

    Meint: Ausbildung nach Bedarf. Es müssen nicht 100% der anwesenden Pflegekräfte so eine Ausbildung durchschreiten. Würde für deinen Bereich bedeuten: I-KP + Pflegeakademiker und Pflegeakademiker= der aktuelle Bildungsweg: GuK+WB... nur innerhalb von 4 Jahren. Ein Jahr Ersparnis.

    Nochmehr kannst einsparen, wenn du den Gedanken konsequent durch alle Pflegefelder ziehst. Warum muss man für Routinetätigkeiten stets eine große Ausbildung durchmachen? Auch in der Peripeherie kann man einen Personalmix einführen. Den gibts schon. Spricht bloß keiner drüber. Horch mal rum, welche Tätigkeiten an Azubis... oder nich schlimmer: FSJler und Zivis delegiert wird. Und eigenartigerweise kommt es nicht zum befürchteten Supergau. Für Checklisten und Drehbuchstandards brauchts m.E. keine 3 Jahre. Es braucht aber eine Spezies, die es bis dato noch nicht gibt: Leuts, dei entscheiden, welche Checkliste und welcher Standard für welchen Pat. sinnvoll ist. Ergo: "KPH"+ Pflegeakademiker.

    Brauchst nur noch jemanden, der das auch vertritt und durchdrückt. *grübel* Die Verbände werdens kaum tun, weil sie dann 'Butter bei de Fische geben' müssten und den (eh nicht genug vorhandenen) Mitgliedern reinen Wein einschenken müssen: es geht mit einem Personalmix. Nicht jede Tätigkeit bedingt eine hohe Qualifizierung. Jenseits der Grneze wird es bereits so gemacht.

    Elisabeth

    PS Mir ist keine Intensivabteilung bekannt, die zu 95% aus fachweitergebildetem Personal besteht. Im Gegenteil. Durch den Personalmangel hat sich die Möglichkeit für Freistellungen zur WB massiv reduziert. Willst du den Kollegen ohne WB unterstellen, dass sie eine gefährliche Pflege leisten?

  3. #23
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Was mich an dieser ganzen Sache stört ist die Tatsache sich so frühzeitig festlegen zu müssen. Wir konnten uns noch sämtliche Bereiche innerhalb der Ausbildung ansehen und "rein schnüffeln". Wenn ich mich aber schon zu Anfang meiner Ausbildungszeit (jetzt ja schon mit 16 Jahren ) festlegen muß oder evtl. dann noch mal (nach der Ausbildungszeit) wechseln möchte wird es nicht wirklich "billiger". Wer weiß denn mit 16 Jahren schon wie eine Intensivstation funktioniert und ob das etwas für mich ist? Ebenso im OP bereich. Ich finde, dies kann auch nicht verlangt werden. Völlig falsche Entwicklung!

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  4. #24
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    PC AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    hallo Elisabeth,
    vielleicht drücke ich mich schlecht aus.
    1. Ich halte die Grundausbildung eher für zu kurz und generell nicht für schlecht.
    2. Also sind 4 Jahre insgesamt zu wenig, von der persönlichen Reife ganz zu schweigen.
    3. Deine Gleichung I+KP+ Akad+Akad=GUK+WB kann ich trotz guter Allgemeinbildung nicht nachvollziehen
    4. Ich meine immer noch, dass man nichts mit OTA verleichen kann, sie brauchen als einzige keine Krankenpflegeausbildung
    5. Was willst du auf der allgem. Station noch für ein Personalmix? Wir haben im Früh /Spät /Nachtdienst ca 2/1/1 dreijährig Ausgebildete. Alle anderen haben schon eine niedrigere Qualifikation. Willst du da kürzen?
    6. Warum soll jemand ohne WB gefährliche Pflege leisten. Im Prinzip der ärztl. Delegation kann jeder Dinge an den Arzt zurückgeben. Wo sind die Vorbehaltsaufgaben für Fachkrankenpflege? Haben wir nicht. Also kann es jeder!

    Sören
    wat mut dat mut

  5. #25
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    ich seh das genau so wie die mehrheit hier. jemanden in 3 jahren einen pflege-job lernen zu lassen, mit dem man nur auf intensiv und sonst nirgends arbeiten kann, klingt nicht nach zukunftsfähig und mitarbeiterfreundlich. nach 10, 15 jahren intensiv gehts irgendwann einfach nicht mehr, wenn man nicht ein komplett abgestumpfter ober-zombie werden will.
    es wundert mich, dass der lehrgang ausgerechnet von jemandem von der dgf entwickelt oder durchgeführt wird. schade, dass rolf dubb sich der diskussion irgendwie nicht stellen möchte, sonst hätte er ja sicher nochmal was geantwortet. anlässe gäbe es hier im thread genug!
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  6. #26
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Elisabeth, der demographische Wandel ist uns schon wie lange bekannt? Wie lange ist uns schon bekannt dass er zum absoluten Gau wird, wenn nicht genügend Pflegepersonal da ist? Hat jemand aufgerüstet, die Pflege attraktiver gemacht, die Ausbildung verbessert oder gar die Professionalisierung ernsthaft gefördert? Nein, es würden erstmal 50 000 Stellen geopfert. Das ist klasse Zukunftsplanung. Ich verzichte darauf weitere Beispiele zu nennen (doch, der Hauptschulabschluss als Eingangsvoraussetzung nenne ich noch).

    Zum skill-mix: das wird in den anglo-sprachigen Länder schon viele, viele Jahre nicht nur propagiert, sondern auch durchgeführt. Siehe USA, es gibt verschiedenen Hilfs-Ausbildungen in der Pflege (z.B. ½ Jahr für „care assistants“, die examinierte Pflegende unterstützen, oder 2 J. LPN, die ebenfalls unter der Aufsicht der professionellen Pflege arbeiten). Es hat aber trotz dieses „mixes“ nicht dazu geführt, dass man Intensivpflegepersonal schlechter ausbildet, eher noch besser. Niemand hat die grundständige Bildung der Pflege in Frage gestellt. Man hat nur festgestellt, dass viele Hilfsjobs das ganze billiger machen. Ohne Verzicht auf eine gute Ausbildung bzw. Studium usw. für alle, die den Titel „RN“ tragen.

    Dazu kann man stehen wie man will, letztendlich sind die examinierten Pflegenden dort trotzdem unter enormen Druck durch die neoliberale Verbilligung. Bisher hast Du nie den Eindruck hinterlassen, dem kapitalistischem Gier auf dem Leim gegangen zu sein. Viele können Die erzählen, dass wir dringend (wegen Sparmaßnahmen) einen skill-mix brauchen – da habe ich nicht wirklich etwas dagegen, wenn diese der Pflege zuarbeiten. Aber nicht auf Kosten der Pflege. Überleg’ Dir noch mal, wo es hin gehen soll.

    WomBat
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  7. #27
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Drei wichtige Dinge fallen mir in dieser Diskussion auf:
    1. Wenn wir über die Anwesenheit von Angehörigen bei einer Reanimation diskutieren, dann stelle man sich vor: ein 16; 17; oder 18 - Jähriger solle die Angehörigenbetreuung übernehmen! Und die Reaktion der Angehörigen?
    2. Gegen neue Berufsstände mit klar beschriebenen Aufgaben, die der Pflege zuarbeiten, ist eigentlich nichts einzuwenden. Natürlich verändern sich dann auch die Inhalte der Pflege, Rückzugsmöglichkeiten durch "Nebenarbeiten" werden deutlich reduziert, der persönliche Stress für die Pflegenden erhöht.
    Und, was hier noch gar nicht diskutiert wurde, aber aus meiner Sicht zwingend dazu gehört:
    3. Wie passt hier gerade die ärztliche Seite in das Konzept, die gerade mal wieder eindrucksvoll demonstriert, dass sie auf Kosten der Pflege leben will mit ihren Forderungen? Das dürfen wir uns schon gar nicht gefallen lassen. Aber Wie, wenn die Verbandsvertreter solche Ausbildungen wie die I-PK auflegen?
    Ich bin auf Eure Meinungen gespannt...
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  8. #28
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Zitat Zitat von Sören Lösche
    6. Warum soll jemand ohne WB gefährliche Pflege leisten. Im Prinzip der ärztl. Delegation kann jeder Dinge an den Arzt zurückgeben. Wo sind die Vorbehaltsaufgaben für Fachkrankenpflege? Haben wir nicht. Also kann es jeder!
    Und mit diesem Eingeständnis erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion zur Zersplitterung der Pflegeausbildung.

    Übrigens: die Ausbildung muss sich nicht nur verlängern- um tatsächliches Fachpersonal hervorzubringen- es müssen sich auch dringend die Inhalte ändern. Und das so ein Abschluss nicht gleichzeitig bedeutet: nie wieder Fortbildung dürfte sich wohl von selbst verstehen. Demzufolge bleibt die Daseinsberechtigung der aktuellen Ausbildungsstätten durchaus vorhanden... nur: hier braucht es eine dann eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten.

    Und wir streiten hier um Pflege. Was ist denn eigentlich Professionelle Pflege? Wo ist da konkret die Pflegequalität, die ausschließlich durch Fachleute erbracht werden kann? Braucht es wirklich in jeder Schicht nur Examinierte?

    Und zu meiner Gesinnung. Ich kann gegen das System sein. Das nutzt mir aber nur sehr wenig. Wenns ihr dies angeht, sagt mir Bescheid, ich bin dabei. Bis dahin muss ich mich notgedrungen mit den aktuellen Bedingungen zufrieden geben- was mehr als schwer fällt. Den Sozialstaat gibst schon lange nicht mehr- es geht um Gewinnmaximierung... und diese ist mittlerweile leider auch im Gesundheitswesen angekommen.
    Und wie stands so schön nach der Wende an einer Mauer in unserer Stadt: Mündiger Bürger, du hast gewählt, jetzt halts Maul.

    Jeder bekommt, was er verdient. Und Pflege ist da nicht ausgenommen. Die Prozentzahl der organisierten Fachkräfte dürfte sich im Promillebereich befinden. Die Anzahl der Aktiven pro Pflegekammer sind vielleicht 500??? Wie willst damit eine "Revolution" anzetteln?

    Elisabeth

  9. #29
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    OTA Amputierte Teamplayer

    http://www.gesundheitswirtschaft.inf...view/4127/417/

    Passt nicht ganz. Aber in der Hinsicht, ausserhalb der Gesetzgebung zu sein, und was dann passiert, passt es doch.

    WomBat
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  10. #30
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Hier delegiert die OP Sr / der OP Pfleger

    Der Artikel ist von 1999. War im AORN (OP Pflege Berufsverband). So stelle ich mir das vor, wenn es um Skill-Mix (Quali-Mix) geht. Ich stelle mir nicht vor, eine neue Art der Intensiv-Schnell-Pflege, wie es im Süden für 2011 geplant ist. Weiterhin fällt es mir schwer, diesen Artikel in bestehende Threads einzufädeln. Er passt zur Delegations-Diskussion, zu Fachpflege insgesamt, zur Zukunft (?), hierher – zur „IPK“ - ebenso.
    Ich glaube, es poste es hier UND mach’ ne neuen Thread auf. Damit unsere OP Kollegen auch was davon haben !

    Der Artikel ist in mehrere Seiten (mit Werbung) aufgeteilt, es lohnt sich ihn zu lesen. Auch kann ich mir vorstellen, dass DGF Menschen sich dafür interessieren könnten.

    Sucessful delegation skills enhance patient care, 1999
    http://findarticles.com/p/articles/m...9/ai_54367123/

    WomBat
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