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Thema: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

  1. #11
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Und wie sieht es aus wenn die grundständige ausgebildete Intensivpflegekraft eventuell nicht mehr in der Intensivpflege arbeiten will / kann. Wie verhält es sich rechtlich, sie ist ja keine Gesundheits- und Krankenpflegekraft?
    Ich für meinen Teil hätte gerne noch eine Alternative mit der "nicht intensive" Pflege, eventuell sogar Palliativ, Psychiatrie.

    Fragen über Fragen!

    Gruß morgenmuffel

  2. #12
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Das sollte Pflege sich mal langsam abgewöhnen, immer darüber nachzudenken, was ist, wenn man z.B. nicht mehr im Intensivbereich arbeiten kann. Es ist heutzutage nicht mehr üblich eine Ausbildung zu machen und damit bis zur Rente auszukommen- in keiner Branche. Warum soll das in der Pflege anders sein.

    Btw.- glaubt wirklich jemand der Herzblutintensivler, dass er in eine periphere Station umsteigen will/kann? Auch dort steppt der Bär- nur anders als auf der Intensiv, deswegen Bär nicht weniger. Wenn du in deinem Bereich nicht mehr kannst, dann musst du wahrscheinlich überlegen, was es noch so gibt außer der Pflege am Bett.

    Elisabeth

  3. #13
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Leider kann ich nicht einfach so mal platzen. P L A T Z E N.

    Wo gibt es sonst noch so etwas? Zuerst wird die Entwicklung verschlafen, dann ködert man die Intensivpflege mit einer Fixen-Idee. Ja, der Lehrplan ist....hört sich halt halbwegs....

    Sonstwo ist ein gescheites Examen nötig, danach ein sinnvolle Weiterbildung oder ein Studium.

    Neoliberal. Die wollen Leute die funktionieren. Denken sollen die auf keinen Fall.

    Ja, ich habe (ein wenig) Verständnis für die üble Lage. Dabei hat man jahrelang zugeschaut. WB-Stätten geschlossen, Arbeitsbedingungen auf Intensiv (und den Stationen) belassen (oder verschlechtert), Weitergebildete in die Sch....oder sonstwo hat ziehen lassen. Mein Verständnis ist ungefähr so groß, wie der Dreck unter den Fingernägeln der ratlosen Lehrplan-Bauer.

    WomBat
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  4. #14
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    Ausrufezeichen AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Sorry, WomBat war leider ein wenig schneller.
    Nein, P L A T Z E N will auch ich hier nicht, ein wenig ärgern über die diese einfältige Ausbildung tue ich mich schon!
    Wer ernsthaft glaubt, dass eine "grundständige Ausbildung für den Intensivpflegebereich (I-PK)" ausreicht, hat den Schuss nicht gehört, ist mit dem Klammerbeutel gepudert, ist von allen guten Geistern verlassen!
    S T O P P T den Unsinn S O F O R T!!
    Begründung:
    um die anspruchsvolle Arbeit auf einer Intensivstation leisten zu können, bedarf es einer großen menschlichen Reife und einer (eigentlich) umfassenden humanistischen Bildung.
    Da eben diese humanistische Bildung (eine gute Erklärung findet sich hier) bereits abhanden gekommen ist, muss erst einmal eine normale GuK - Ausbildung erfolgen, danach mindestens 2 Jahre auf einer sogenannten "Normalstation" gearbeitet werden um ausreichend Erfahrungen zu sammeln und immer wieder Bildungsveranstaltungen besucht werden.
    Wenn das nicht geleistet werden kann, dann kann die Pflege in den nächsten 2 bis 5 Jahren "einpacken", es wird höchstens noch ein gewisses "Fachidiotentum" geben ohne die geforderten menschlichen Fähigkeiten.
    Viele liebe Grüße
    der sich ärgende
    fridolin


    Was die Pflege plagt, ist Dilettantismus, leider auf allen Kanälen!
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  5. #15
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Mir fallen dabei die "Jungärzte" ein, die direkt nach dem Examen auf die Intensivstation geschickt werden um von den erfahrenen Fachpflegekräften etwas zu lernen......


    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  6. #16
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    @wombat- seh mal die Fachintensivpflege als eigenständigen Beruf- dann verändert sich die Sichtweise. Eine Intensivpflegekraft ist etwas besonderes. Es macht durchaus Sinn die hohe Spezialisierung bereits von der Pieke auf an zu verfolgen.

    ´Warum verschlafen wir Entwicklungen? Sind wir vielleicht immer noch nicht in der Realität angekommen? Sinkende Sozialabgaben bei gleichzeitig steigendem Pflegebedarf in allen Bereichen- wie soll dies gelöst werden?

    Da Pflege in D alle Wege blockiert, wird halt die Politik selbst aktiv und wählt den preiswertesten Weg, der Erfolg garantiert- siehe OTA.

    Nach WB-Einrichtungen zu schreien ist der falsche Weg. Er orientiert sich nicht an den aktuellen Gegebenheiten und hat eher was von: es war so, es sit so, es wird immer so sein.

    Elisabeth

    Wir brauchen dringend ein sofortiges und konsequentes Umdenken im Bereich der Ausbildung: weg von der Monopolstellung der eierlegenden Wollmilchsau- hinzu einem Personalmix, der dem Bedarf entspricht.
    Entweder lauter Einzelberufe... oder 4 jähriges Studium mit mind einem Jahr Spezialisierung. Ist immer noch billiger als 3+2 Jahre.

    Braucht nur noch eine Standesvertretung die den Mut hat gegen sich ca. 80% der Pflegekräfte stark zu machen und gravierende Veränderungen angeht.

  7. #17
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Elisabeth, ich kann es nicht als eigenständigen Beruf sehen. Vielleicht bin ich zu „traditionell“. Nach 3 Jahren harter Ausbildung war die Intensivstation trotzdem eine Herausforderung. Fachlich, Menschlich, und Überhaupt.

    Warum so Bescheiden? Entwicklung? Wohin? Man hat die Pflege in Deutschlach niedergemacht (sie hat einen Anteil daran, anderes Kapitel), warum auch immer, aber sicherlich auch, weil keiner weis was die Pflege (Intensivpflege) so tut und warum sie für das Überleben Schwersterkrankter nötig ist. Beispiel: Eine Herztransplantation ist Klasse, ohne Intensivpflege hat der transplantierte Mensch keine Überlebenschance, siehe Historie.

    Hast Du eine Doc gesehen, der sich direkt spezialisiert? Fachliches Können ist sehr wichtig, wie Fridolin sagt, auch menschliche Reife.

    Hast Du gesehen, dass Docs „die Entwicklung“, wie Du sagst, verschlafen und weniger Geld für ihre Leistungen verlangen? Bitte, bitte, wir geben ab, damit wir die Entwicklung nicht verschlafen?

    Der Weg zu guter Pflege ist nicht in „Billig“ oder minderwertiger Ausbildung/Bildung zu suchen. Warum nicht nach WB Stätten schreien? Wenn Studiengänge so rar und teuer sind, dann möchte ich MINDESTENS denn vorhandenen Standard erhalten. Rückwärts NIE. Ist für Patienten nicht nur gesundheitsbeeinträchtigend, kann sogar tödlich sein. Nein, ich fühle mich nicht als Opfergabe auf dem Seziertisch der Politik, nicht so lange ich sprechen oder schreiben kann. Warum aufgeben? Wenn jeder in diesem Land vorzügliche Pflege bekommt, dann bin ich bereit meinen Mund zu halten und Ruhe zu geben. Oder wenn ich halt eines Tages Ruhe halten muss, so aus unausweichlichen Gründen…Du weist, was ich meine.

    Kannst Du Dir eine 18jährige vor einem richtigem Polytrauma mit großen Bahnhof vorstellen? Vor einer exab. COPD? Vor einem septischem Bauch? Vor einer nicht-wirklichen gelungenen Reanimation mit weiterhin vorhandenen VZ? Vor einem Menschen nach --- Whipple? Vor einer HIT, DIC, Organspender oder MOV? Wie soll das in 3 Jahren „Lehre“ gehen? Wir sind Bildungsmäßig eh schon 20 Jahre hinter anderen entwickelten Länder…Ich lasse die menschliche, soziale Kompetenz mal ganz außen vor…auch wenn sie dringender denn je in Deutschland nötig ist.

    Ja, wir brauchen dringend ein Umdenken für die Bildung in den Pflegeberufen. Der Weg ist aber nicht rückwärts. Weniger ist in diesem Fall unter Umständen tödlich. Siehe MaFa’s. Da halt die Presse die Fresse.

    WomBat, wundert sich, dass sich so wenige melden. Gefrustet? Ausgebrannt? Keine Lust etwas zu sagen? Es ändert sich eh nix? Zu Müde?

    Auf die Barrikaden - zur Pflegekammer, z.B.
    Weder die Raumpflegerin noch der Arzt spricht für uns.

    Wir haben keinen Grund, die Fresse zu halten. Wer will uns denn 'was? Wir sprechen nur die Wahrheit.

    Und so ganz nebenbei: BaWü, hat wie viele andere Deutsche Länder, eine gesetzliche Regelung der Ausbildung und Weiterbildung. Wo passt die IPK?
    Geändert von WomBat (26.05.2010 um 22:16 Uhr)
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  8. #18
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Moin,
    den Statements von fridolin und WomBat kann ich nur zustimmen.
    Eine sofortige Spezialisierung, egal für welchen Bereich (Intensiv, OP, Anästhesie, Wundmanagement ...) find ich nicht gut. Diese Vorschläge dienen nicht dazu, mehr Pflegepersonal zu finden, sondern nur Kosten zu senken.
    Gruß ostfriesland

  9. #19
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    Standard AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Gegenvorschläge, wie man in den nächsten Jahren sinkenden Sozialeinnahmen und steigendem Pflegebedarf gerecht werden kann? Dabei nicht vergessen: die sinkende Anzahl derer, die den Beruf erlernen wollen... und ihn dann auch über einige Jahre ausüben wollen.

    Wer hat die Pflege niedergemacht? Sind wir nicht täglich damit beschäftigt, dies intensiv selbst voran zu treiben? Worthülsen flattern durch den Raum: Pflegediagnostik, Pflegeplanung, evidenzbasiert... . Worthülsen, die ca. 80% der Pflegekräfte noch nicht mal buchstabieren können.
    Professionelle Pflege- was ist das? Wo fängt sie an? Brauch ich wirklich für jede Aufgabe ein Examen? Wieviel unserer Tätigkeiten sind reine Dressurleistungen? Wo ist das vielgepriesene Fachwissen... ich meine jetzt mal nicht das speziell, sondern das allgemeine.

    Wer auf eine allgemeine Ausbildung wert legt, muss sich fragen lassen- wieviel er von dem dort gelernten dann tatsächlich noch anwendet. Pflegeprozess? Anatomie/Physiologie? Psychologie? Pharmakologie? usw. usw. usw.

    Wie gesagt: es gibt bereits erfolgreiche Modelle, die beweisen, dass es auch ohne den "Ballast" gehen kann. Siehe OTA. Warum nicht in drei Jahren nur das lernen, was man dann auch wirklich braucht.

    Wo steht, dass es für die I-PK keine weiteren WBs geben wird? Gabs in eurer Branche nicht den Atemtherapeuten?

    Wo steht, dass eine I_PK mit den Jahren keine Berufserfahrung erwerben wird und damit ihr Wissen erweitern kann.

    Pflege wird sich darauf einlassen müssen, dass sie umdenken MUSS- wenn sie überleben will. Die Bedingungen können wir nicht ändern. Die demographische Entwicklung der nächsten Jahre ist unumkehrbar. Die Folgen der zunehmenden Technisierung lassen sich nicht beiseite schieben. Pflege existiert nicht außerhalb der gesellschaftlichen Entwicklungen sondern ist ein Teil der Gesellschaft.

    Also: die Türen auf. Den Muff der letzten Jahrzehnte raus. Schluss mit dem Denken bis vor die eigene Stationstür. Ideen sind gefragt, die es ermöglichen Pflege endlich zu dem werden zu lassen, was sie sein sollte: eine Profession. Und vielleicht kann man dann auch mal über eine angemessene Bezahlung reden: nicht alle denselben Lohn, sondern mal tatsächlich nach Fachkompetenz.

    Elisabeth (die auch mal Frust ablassen muss)

  10. #20
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    PC AW: Ausbildung zur Intensivpflegefachkraft (I-PK)

    Ich kann WomBat nur zustimmen. Er hat es auf den Punkt gebracht. Elisabeths Antwort geht für mich leider überwiegend am Thema vorbei.
    Dann habe ich ein ganz großes Problem. Wer OTA MAFA und ATA in einen Topf wirf weiss nach meiner Meinung nicht, wie die Anforderungen sind. Wofür brauche ich im OP die Krankenpflege? In der Anästhesie und Intensiv geht nichts ohne die Basis der Pflege. Kann diese Meinung jemand mit mir teilen? Es gibt nicht nur schwarz weiß. Wer eine 3jährige Ausbildung als Qualifikation für Intensiv ernsthaft in Erwägung zieht, ich für mich persönlich kein berufspolitischer Gesprächspartner. Die Einsparungen in Krankenhaus werden nur in der allgemeinen Pflege möglich sein. Dafür müssen außerhalb Versorgungsstrukturen geschaffen werden, die eine zeitnahe Entlassung ermöglichen. Das Prinzip erfordert aber noch mehr Qualität in der ITS. Senkung der ITS Verweildauer geht nur über qualitativ hochwertige Behandlungskonzepte oder Therapie und Pflege Reduzierung mit Anhebung der Mortalität.

    Sören
    wat mut dat mut

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