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Thema: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

  1. #71
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Elisabeth:
    Ich mag Westerfellhaus net.
    Ich habe Herrn Westerfellhaus auf einer FB persönlich kennen gelernt. Und ich muss sagen, ein wohlsortierter Mann, der seine Gedanken und Ideen versucht, zu vermitteln.
    Ich persönlich habe aber verbal und non verbal den Eindruck gewonnen, dass hinter seinem Engagement für die Pflegekammer auch persönliche Interessen stehen.
    Insofern weiß ich nicht, ob er wirklich die Entwicklung von Pflegekammer nach Vorne bringen wird.
    Pflege agiert im "Verborgenen".
    Das wollen Pflegekräfte doch so, oder?
    Wir sind doch so sozialisiert.

    Sören:
    du hast schon Recht. Ich absolut für Zwang und prozentualen Beitrag vom Gehalt. Ich prognostiziere sonst deutlich unter 50% freiw. Mitgliedschaft. Die freiw. Registrierung zeit uns den Weg. Dieses Verfahren ist ungeeignet.
    Welches Verfahren ist ungeeignet? Das Verfahren der freiwilligen Registrierung?
    Da muss ich Dir recht geben.
    Das mit dem Zwang mag zwar eine Notwendigkeit sein - aus meiner Erfahrung heraus ist es aber genau das, was Pflegekräfte nicht wollen - Zwang in jeglicher Form.
    Und genau das wird den Aufbau und die Einrichtung einer Pflegekammer behindern.

    Wer diesen Beitrag aufmerksam ließt, der möge vielleicht bemerken, dass ich einer Pflegekammer nicht mehr ganz so negativ gegenüber stehen wie ehedem.
    Ich würde mittlerweile hier vor Ort sogar beim Aufbau der Pflegekammer mit helfen.
    Warum ich meine Meinung geändert habe? Naja, ich sehe zur Zeit keine andere (besserer) Alternative.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  2. #72
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Widerspruch- wenn der Zwang von einer übergeordneten Autorität kommt, wird der Zwang net selten als beruhigender Schutz empfunden: Stichwort: Verwantwortungsübernahme für die eigene Handlung, wenn es da keine Ansetzung und auch keine geübte Routine für gibt.

    Elisabeth

    PS Beachten- meine Aussagen beziehen sich net konkret auf die Intensivpflege. Dort hab ich es all die Jahre anders erlebt und habe wohl deswegen meinen Kulturschock bekommen nach dem Wechsel von der Intensiv in die Perpherie.

  3. #73
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Ihr Lieben,
    gerade gestern frisch aus dem Mund unseres lokalen Komba-Vertreters:
    Die Komba will sich verstärkt um die Belange des Pflegepersonals kümmern!!

    Der ungefähr gefühlte 151. Verein, der sich um Pflege kümmern will....

    Nur die Kammer kann uns davor retten!

    Her damit!

    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  4. #74
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    Streik AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Aufbau einer Pflegekammer...
    ...das wird schwer.

    Ich möchte die Hoffnung nicht nehmen, sehe aber extrem große (politische) Hürden.
    Ein Aufbau analog der Ärztekammern würde eine Änderung des Heiberufsgesetzes (als Beispiel hier NRW) bedingen. Dies wird meiner Einschätzung nach in der Politik nicht durchsetzbar sein. (Die Ärzte-Lobby hat zu viel Einfluss und ist dagegen!)

    Ein Aufbau analog der Handwerkskammern würde ebenfalls eine Gesetzesänderung mit sich bringen.

    Auch das wird kaum durchsetzbar.

    Alternativen?

    Resignation: NEIN!

    Politiker ansprechen: Ja, aber wenig Aussicht auf Erfolg.

    Mein Vorschlag:
    Aufbau eines Netzwerkes "Pflegekammer"*, zunächst nur per Internet und mit freiwilligen KollegInnen, die aber auch bereit sein müssen, lokal Aufgaben zu übernehmen.
    *Vielleicht lässt sich hier noch ein andere Name finden, der das Wortteil "-kammer" anders be- bzw. umschreibt. (Hier eine erste Idee: "Pflegekoordinationsstelle" - welch ein Wortungetüm!)
    Später wäre dann mit eben diesen Freiwilligen eine erste "Kammer" aufbaubar - vielleicht noch Nebenberuflich.
    Wenn die Strukturen stehen und Einsatzbereit sind kann auch die Politik irgendwann nicht mehr daran vorbei.
    Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist Pflicht.

    Viele liebe Grüße
    der gespannt auf Eure Antworten wartende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  5. #75
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Zitat Zitat von fridolin
    Aufbau einer Pflegekammer...
    ...das wird schwer.

    Ich möchte die Hoffnung nicht nehmen, sehe aber extrem große (politische) Hürden.
    Ein Aufbau analog der Ärztekammern würde eine Änderung des Heiberufsgesetzes (als Beispiel hier NRW) bedingen. Dies wird meiner Einschätzung nach in der Politik nicht durchsetzbar sein. (Die Ärzte-Lobby hat zu viel Einfluss und ist dagegen!)

    Ein Aufbau analog der Handwerkskammern würde ebenfalls eine Gesetzesänderung mit sich bringen.

    Auch das wird kaum durchsetzbar.

    Alternativen?

    Resignation: NEIN!

    Politiker ansprechen: Ja, aber wenig Aussicht auf Erfolg.

    Mein Vorschlag:
    Aufbau eines Netzwerkes "Pflegekammer"*, zunächst nur per Internet und mit freiwilligen KollegInnen, die aber auch bereit sein müssen, lokal Aufgaben zu übernehmen.
    *Vielleicht lässt sich hier noch ein andere Name finden, der das Wortteil "-kammer" anders be- bzw. umschreibt. (Hier eine erste Idee: "Pflegekoordinationsstelle" - welch ein Wortungetüm!)
    Später wäre dann mit eben diesen Freiwilligen eine erste "Kammer" aufbaubar - vielleicht noch Nebenberuflich.
    Wenn die Strukturen stehen und Einsatzbereit sind kann auch die Politik irgendwann nicht mehr daran vorbei.
    Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist Pflicht.

    Viele liebe Grüße
    der gespannt auf Eure Antworten wartende
    fridolin
    @fridolin:

    Vielleicht hast Du es nicht mitbekommen, aber :

    der Gesetzesentwurf für eine Pflegekammer Bayern liegt schon im Landtag, Herr Söder hat diesen schon vorgelegt.
    Es gibt schon seit 21 Jahren Netzwerke bezüglich Pflegekammer, wei z.B.:

    http://www.pflegekammer.de/

    oder

    http://www.pflegekammer-nrw.de/index2.htm

    oder

    http://www.pflegekammer-bayern.de/

    oder

    http://www.pflegekammer-niedersachse...ten/Haupt.HTML


    oder
    http://www.pflegekammer-hh.de/

    oder

    http://www.pflegekammer-jetzt.de/
    u.v.m.

    Besonderer Ansprechpartner ist vorallem Frau Skibicki von der Nationalen Konferenz für Pflegekammern.

    Es sind fast alle Bundesländer mittlerweile miteinander vernetzt. Ebenso die Berufsverbände einschließlich Deutscher Pflegerat ist mit im Boot.

    Problematisch ist die FDP. Sehr hilfreich sind Briefe an die FDP von jedem Einzelnen und/oder im Zusammenschluss.

    Das natürlich z.B. in Bayern die Problematik besteht, dass es hier z.B. nicht so etwas wie eine Weiterbildungsverordnung, wie in Ba-Wü gibt u.s.w. und das es durchaus eine Änderung eines Gesetzes u.a. bedarf ist nichts Neues.

    Die Pflegekammer in der Begrifflichkeit umzuändern wäre nicht besonders sinnig. Es ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes.

    Herr Fussek und die Ärzte haben in diesem Punkte nebst verdi leider garnichts verstanden bzw. ist meine Befürchtung, dass die sehr wohl verstanden haben, aber ihre eigenen persönlichen Interessen über den der Pflegenden wiedereinmal stellen.

    Eine Pflegekammer ist eine Pflegekammer und wir brauchen sie. Es ist wichtig Mundpropaganda zu machen und auch an die Bevölkerung heranzutreten. Was ich derzeit auch tue u.a. mit Flyern. Es ist wichtig, dass wir kämpfen und vielleicht auch etwas Provokativer werden.

    Herzliche Grüße aus Bayern.

  6. #76
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    PC AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Hallo fridolin,

    ich verstehe deine Gedanken. Ich glaube jedoch, nur die brachiale politische Tour geht. Der Rest erinnert mich an Berufsverbände. Es gibt nicht genügend ehrenamtliches Engagement. Da auch Verdi gegen die Pflegekammer ist, erwäge ich kurz nach 30 Jahre Mitgliedschaft den Austritt. Bis jetzt habe ich trotz Tätigkeit im Bereich AVR Solidarität zeigen wollen.
    Politisch muss wie bei der Kernenergie der leidensdruck steigen, dann wird gehen. Das Jahr der Pflege wird dafür wohl nicht reichen.

    Lg Sören
    wat mut dat mut

  7. #77
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Die Gesetzesänderungen sidn die tatsächlichen Hürden. Deswegen liegt das momentane Augenmerk (fast) aller Aktivitäten der Förderverbände bei den Politikern.

    Aber warum soll man ein Gesetz ändern weil es einige Mitglieder einer Berufsgruppe wollen? Warum sollte man ein Gesetz ändern, wenn es 1,2 Mill. Pflegekräfte wollen?

    Veränderungen werden offensichtlich auf anderen Ebenen erreicht. Siehe aktuell BaWü. Dort hat das Volk eine Änderung der politischen Ausrichtung erreicht, deren Auswirkungen bis nach Berlin zu verspüren sind.

    Elisabeth

    PS http://www.bundeswahlleiter.de/de/bu...e_Laender.html

  8. #78
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    @pericardienchen,
    sorry, für mich aus NRW ist Bayern halt Ausland.
    Und in NRW nennt es sich "Förderverein Pflegekammer" und ist eigentlich ziemlich bedeutungslos.
    Er wird leider weder von Pflegenden noch von Politikern wahrgenommen.

    Ja, auch wenn wir in einer Informationsgesellschaft leben, so kann es mir auch passieren, dass ggf. wichtige Informationen an mit vorbei gehen.
    Wir leben aus meiner Sicht auch in einem Zeitalter des informativen Overkills.

    @Sören,
    auch ich bin seit 32 Jahren Verdi - Mitglied - und habe mir schon mehrfach den Austritt überlegt. (Dies insbesondere nach der Verdi-Gründung und deren aus meiner Sicht nicht zielführenden Gewerkschaftspolitik)
    Warum ich noch nicht ausgetreten bin? Ja, aus meiner Sicht benötigen wir eine starke Arbeitnehmerseite und dies ist für unseren Beruf eben nur Verdi.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  9. #79
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Zitat Zitat von fridolin
    ...Und in NRW nennt es sich "Förderverein Pflegekammer" und ist eigentlich ziemlich bedeutungslos.
    ...
    War Bayern auch... bis ein Herr Söder ihn ins Rampenlicht brachte. Niedersachsen ist es ähnlich gegangen.

    Wenn du auf den Rückenwind durch die Pflege wartest, wirst bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten. Eher hackt Pflege sich ein Bein ab, als dass sie sich entsprechend stark macht.

    Elisabeth

    PS Und jetzt bitte net wieder das Argument: Resignation. Gegenteiliges hab ich noch net gefunden zu dem Thema.

  10. #80
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    Standard AW: Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

    Ich bin seit 12 Jahren ver.di Mitglied und bleibe trotz diesem seltsamen Menschen, der das Interview gab, dabei.
    Es gibt noch andere Vorteile, die ich nutzen kann von ver.di. Allerdings mache ich mich auch stark für die Pflegekammern in Deutschland.
    Herr Fussek ist für mich ein ebenso rotes Tuch. Davon distanziere ich mich ganz klar. Es ist so wie mit dem lieben Herr Trittin, dem wir bezüglich Atomenergie, Endlagerproblematik sehr viel im negativen Sinne zu verdanken haben.
    Auf facebook gibt es sehr interessante Gruppen zu unterschiedlichen Themen, wie Pflegekammer und Atompolitik.

    Die Pflegekräfte sind mit 1,2 Millionen die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen und tuen selbt (bis auf die Ausnahmen) so gut wir garnix. Sie bleiben lieber auf ihrem bequemen Hintern hocken. Als mit zu diskutieren und sich die Anerkennung wirklich zu erkämpfen. Anstelle lassen wir Pflegenden Alles mit uns machen. Keine Gewerkschaft und auch kein Berufsverband wird jemals die Rechtsform einer Pflegekammer erreichen und zudem werden Gewerkschaft und auch die Berufsverbände nichts ohne eine Pflegekammer bewirken. Die Berufsverbände haben dies glücklicherweise begriffen und ver.di ist da noch etwas hinter dem Mond auf dem Bürohopsersessel hocken geblieben.



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