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Thema: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

  1. #1
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    Standard Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    @all,
    kennt jemand Literatur zu dem doch deutschen Phänonem, dass wir es nicht "mögen", dass Angörige bei pflegerischen Tätigkeiten im "Zimmer" bleiben und wir sie "gerne" herausschicken?
    Danke im voraus
    Arnold

  2. #2
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Wow
    lieber Arnold, Super Thema für eine Facharbeit!
    War in meinem Hinterkopf, habe ich aber dann doch "vergessen" bei der Antwort auf die Anfrage von nianca
    Außer der bekannten Literatur "Angehörige bei der CPR" sowie dem Artikel von Angelika Abt-Zegelin ist mir nichts Näheres zu dem Phänomen "Angehörige `raus, ich will pflegen!" bekannt.
    In Diskussionsforen wird das Thema manchmal angeschnitten.
    Interessantes Thema, denn auch meine Einstellung zu diesem Thema hat sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  3. #3
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Probier mal Kuhlmann B. oder Metzing S.

    WomBat, da könnte doch....

  4. #4
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Ich denke man sollte das immer abhängig von den anstehenden Maßnahmen machen, setze ich einen Patienten auf das Steckbecken/Schieber sind die Angehörigen draußen, mach ich beim intubierten Patienten Mundpflege dürfen die natürlich im Zimmer bleiben. Was mir auffällt ist die Tendenz einiger während der Besuchzeit keine Pflegemaßnahmen durchzuführen... ich weiss nicht genau was wohl besser ist

  5. #5
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    279

    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Hi
    Ich denke es kommt nicht nur auf die Art der Pflegemaßnahme an sonder man muss ein fingerspitzengefühl dafür entwickeln welche Art von Angehöriger vor einem steht. Wie wollen gar nicht diesen engen Kontakt,aber manche wünschen sich oft irgend was tun zu können, anstatt nur daneben zu stehen
    Gruß Tobbi

  6. #6
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Kann zwar auch keine Literatur bieten aber dieses Thema ist auf unserer Station sehr aktuell. Wir haben (noch) offene Besuchszeiten. Im Grunde eine tolle Sache aber oftmals eine wirkliche Belastung für uns Pflegende. "Die Störungen", die dadurch für den normalen Stationsablauf entstehen, haben dermaßen zugenommen (auch wegen chronischem Pflegekräftemangel), dass wir uns überlegen wieder Besuchszeiten einzuführen. Ich selber würde auch gerne bei dem Konzept der "offenen Intensivstation" bleiben, muß aber auch sehen, dass es für die MA extrem anstrengend ist immer wieder ihre Pflegemaßnahmen zu unterbrechen und auf die Angehörigen einzugehen. Idealerweise kann man als Pflegekraft natürlich die Angehörigen in sämtliche Maßnahmen einbeziehen aber wir wissen auch alle, das oftmals leider nur noch im Vorbeigehen schnell die Maßnahmen "abgearbeitet" werden und gut ist. Für unsere Angehörigen ein Zeichen, dass wir im Grunde kaum noch Zeit für unsere ureigenen Tätigkeiten haben. Nicht alle können damit umgehen und wir haben nicht immer die Zeit, jedem alles zu erklären. Wenn schon kaum noch Zeit für die Patienten ist.....traurige Zeiten!

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  7. #7
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Ich zitiere hier aus meiner Fachbereichsarbeit: "Die Anwesenheit von Angehörigen ist sehr wichtig und deshalb fördern und fordern wir sie auch.
    An unserer Station werden den Angehörigen fixe Besuchszeiten vorgegeben
    (14:30 – 16:00, 20:00 – 21:00), die wir jedoch im Einzelfall individuell anpassen (Kinder, weite Anreise, terminales Stadium usw.). Das hat vor allem zwei beachtliche Gründe:
    1. Am Vormittag findet neben den meisten Pflegehandlungen, wie vor allem das Waschen des Patienten, die Visite statt. Hier wird gemeinsam mit dem Pflegepersonal der Zustand des Patienten sowie die weitere Therapie etc. abgesprochen. Da die traumatologische ICU in ihrer Bauweise sehr offen ist ist es aus Datenschutzgründen nicht möglich Angehörige zu dieser Zeit einzulassen: Sie würden unweigerlich auch den Verlauf anderer Patienten mithören.
    Auch durch die zu beachtenden hygienischen Richtlinien, welche speziell bei Pflege- und Therapiehandlungen Anwendung finden müssen, hat sich eine geplante Besucherstromführung in unserem operativen Intensivbereich als günstig erwiesen.“

    Auch für Angehörige ist es wichtig Pausen zu haben. Es würde viele geben, die am liebsten Tag und Nacht neben dem Bett sitzen wollen. Man erlebt jedoch, dass da. Das würde sie aber auf Dauer „ausbrennen“ lassen und könnte sie mit der Zeit nicht mehr dem alltäglichen Leben außerhalb der Intensivstation nachkommen lassen.

    Es trifft es vielleicht nicht direkt, aber vielleicht hilft es weiter...
    glg
    wieder hier....

  8. #8
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Beides haben wir ausprobiert.
    Nach einer strengen Besuchszeitregelung wurde bei uns eine offene Regelung getroffen.
    Nun aber heisst es Marsch, Marsch zurück zu festen Besuchszeiten!
    Warum?
    Zu jeder Zeit rennen uns die Angehörigen die Bude ein - egal ob feste Zeiten oder flexibel, wobei es Ausnahmen in beiden Fällen gab und gibt.
    Unsere ITS ist auch Riesengroß - 22 Betten!
    Die Unruhe ist enorm, das Personal vielköpfig, die PraktikantInnen zahlreich und somit die diversen Wissens- und Ausbildungsstände des Personals sehr unterschiedlich.
    Und dann stellen die Besucher auch noch Ansprüche...
    ...und wollen auch noch bei Pflegemaßnahmen dabei bleiben!?!
    Datenschutz? Fehlanzeige. Ist, glaube ich, in der geforderten Form auf den meisten Intensivstationen nicht mehr machbar - und wenn die Gesundheitskarte kommt, ist der Datenschutz eh Schnee von Gestern!
    Ich möchte nicht falsch verstanden werden: im Prinzip bin aich für offenen Besuchszeiten und für die Einbeziehung der Angehörigen in die Pflege, sehe aber auch die Probleme und kenne die Bedenken des Pflegepersonals & der Ärzte.
    Diese Problematiken sind mit Besuchszeiten nicht zu regeln.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  9. #9
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Wann ist ein Angehöriger lästig und warum reagiert er so?

    These: Unsicherheit in der Umgebung und in der Situation. Jeder verarebeitet das unterschiedlich.
    D schließt in Statistiken über die Patientenaufklärung nicht unbedingt gut ab. Dieses Problem scheint nicht nur die Aufklärung zu betreffen sondern auch die allgemeine Kommunikation.

    Es werden Klischeees gepflegt, selbsterfüllende Prophezeiungen gemacht usw..
    Was man wenig findet: wie geht man mit Angehörigen um? wie kann man Angehörige sinnvoll miteinbeziehen? wie signalisiert man verständlich Grenzen? wie kommuniziert man effizient mit Angehörigen? wer ist für welche Bedürfnisse des Angehörigen zuständig (muss Pflege wirklich alles abdecken?)?

    Welceh Erwartungen haben eigentlich beide- Pflege und Angehörige- in der Situation? Eine Veränderung der Besuchszeiten per Dienstanweisung (der beliebtesten Managementart in D) wird immer zum scheitern verurteilt sein- egal in welche Richtung: star oder offen.

    Elisabeth

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard AW: Angehörige und pflegerische Maßnahmen

    Liebe Elisabeth,
    Deine Eingangsfrage ist aus meiner Sicht falsch gestellt.
    Es müsste eigentlich lauten:
    warum sind uns Angehörige lästig und warum reagieren wir so?

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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