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Thema: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

  1. #61
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    „Auf unterschiedlichen Ebenen zu erfassen“ deutet auf eine sinnvolle Pflegeanamnese hin, die dazu führt, dass nach dem „Betrachten“ der verschiedenen genannten Ebenen, Urteile / Entscheidungen über den besten Behandlungsplan (Pflegeplan) möglich sind. Ressourcen sollen dabei ebenso erfasst und in den Plan integriert werden. Der Satz von R. Dubb könnte auch als eine weitere Definition des Pflegeprozesses gelten. Nicht mehr, nicht weniger.

    „unter Berücksichtung von sozialen, ethischen, medizinischen, pflegerischen aber auch ökonomischen Aspekten“

    deutet auch darauf hin, dass die Krankenschwester, der Krankenpfleger (und GesundheitsDingens – wie kann sich eine Berufsgruppe nur so nennen wollen?) Wissen und Fähigkeiten aus sozialen, ethischen, medizinischen, pflegerischen und ökonomischen Wissenschaften haben sollte.

    Krankenpflegegesetz:
    http://www.buzer.de/gesetz/6634/a94366.htm
    㤠3 Ausbildungsziel
    (1) Die Ausbildung für Personen nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 soll entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten vermitteln. Die Pflege im Sinne von Satz 1 ist dabei unter Einbeziehung präventiver, rehabilitativer und palliativer Maßnahmen auf die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Menschen auszurichten. Dabei sind die unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen sowie Lebensphasen und die Selbständigkeit und Selbstbestimmung der Menschen zu berücksichtigen (Ausbildungsziel).“

    Siehe auch:
    „(2) Die Ausbildung für die Pflege nach Absatz 1 soll insbesondere dazu befähigen,…“

    Persönlich habe ich keine Einwände gegen das Studium, wenn es dazu führt, Pflegeleistungen für Patienten zu verbessern. Bezüglich der Erläuterung der Zielsetzung des Studiums wünsche ich mir eine knackigere Abgrenzung zu der „normalen, 3 jährig ausgebildeten Pflege“.

    Elisabeth, ich glaube ich verstehe, was Du sagst. Da geht es leider noch zu oft nach Uhrzeiten, Routinen, Standards, „in dieser Schicht machen wir immer….“
    Genau das unterscheidet nach meiner Meinung gute von weniger guten Pflegenden. Gute Pflegende sind nicht nur in den Routinen routiniert, sie kennen ihre Patienten genau und passen ihre Arbeit den Patienten an, nicht umgekehrt. Zu oft noch „stören“ sie dabei ihre Kollegen, besser gesagt, die Kollegen-nach-Drehbuch stören sich an einer „anderen Art zu pflegen“. Gleich habe ich mich selbst verwirrt. Also, Gute Pflege stört nicht. Kollegen, die sich an guter Pflege (selbst) stören, sind selbst Schuld, wenn sie sich gestört fühlen.

    WomBat, stört heute hoffentlich nicht

  2. #62
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber WomBat,
    auch ich bin nun gestört verwirrt oder verwirrt gestört?

    Ich glaube, ich habe Deine Kernaussage verstanden. Du meinst, dass sich die "Drehbuch-KollegInnen" durch Pflegende, die sich an den Bedürfnissen des Pat. orientieren, in Ihrem Tagesablaufplan gestört fühlen?

    Da magst Du durchaus recht haben. Sehe ich ähnlich. Es gibt auch bei uns Beispiele dafür.

    Ich sehe aber auch Vorteile in festen Ablaufschematas.
    Hiermit wird insbesondere neuen und/oder unsicheren KollegInnen eine Art Handlungsanweisung und auch Sicherheit sowie Orientierung gegeben. Auch "alte Hasen" (und "Häsinnen") haben hier eine gewisse Orientierung und es werden weniger Routinearbeiten vergessen. (Haben wir nicht alle ein wenig Alzheimer )

    Aber nun zurück zum eigentlichen Thema: Sinn (oder Unsinn) des neuen Studienganges "ICP".
    Was mich hieran am meisten stört, ist die private Kostentragung des gesamten Studienganges. Solange hier nicht geregelt ist, dass die Arbeitgeber die Kosten übernehmen müssen, sehe ich den Studiengang sehr skeptisch. Und - er loht sich finanziell nicht. Die ca. 18.000 € (ohne Nebenkosten) werden gar nicht durch Mehrverdienst kompensiert.
    Hier wären z. B. die Tarifparteien gefordert.
    Ein weiteres Problem sehe ich in der hierarchischen Stellung auf der Station. Wie sind die ICP eingebunden - sind sie der Fachkrankenpflege gegenüber weisungsbefugt?
    Es gibt aus meiner Sicht noch viel mehr Klärungsbedarf.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  3. #63
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Zu Eckpunkten: Medikamente haben festegesetzte Intervalle, die man nicht verscheiben kann. Die Putzfrau kommt zu einer festgelgetn Zeit. Essenszeiten sind weitestgehend festgelegt durch die Anlieferung. Untersuchungstermine müssen eingehalten werden. Der Chirurg kann nur zu einer ganz bestimmten Zeit Visite machen. Physiotherapie arbeitet nach Plan, usw. Das sind für mcih Eckpunkte. Und von einer examinierten Pflegekraft müsste man eigentlich erwarten können, dass sie ihr bedürfnisorientiertes Pflegeprogramm um diese Eckpunkte herum gestalten kann und es schafft ggf. auch mal Eckpunkt zu verschieben: Essenzeit, Physiotherapie, Visite.

    Elisabeth

  4. #64
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    Ausrufezeichen AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Jetzt einmal eine ganz kurze, kleine Frage:
    ist es ab hier nicht sinnvoll, die Diskussion zu teilen?????

    Ich meine ja nur - zwei Themen ineinander verwoben - ist die Trennkost hier nicht sinniger?

    Natürlich haben sie etwas miteinander zu tun - aber doch nicht so viel wie eine Biene mit einem Elefanten!

    Hier mein Trennungsvorschlag:
    Neuer Bachelor-Studiengang "Intensive Care Practitioner" und Integration von Patientenorientierung in die Arbeitsablauforganisation einer Station (hier: ITS)

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    Geändert von fridolin (22.02.2010 um 18:29 Uhr)
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  5. #65
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Fridolin, ich denke es ist eine Pionierleistung (wie dargestellt von Oliver), daher ist es schwiergig alles im Vorfeld zu regulieren. Wenn die Abgänger sich positiv „beweisen“ ist es eine gute Sache. Im Link von Arnold
    sagt Oliver R. „Wir wissen überhaupt nicht, wo investieren wir gerade hinein?“

    Die sog. Nurse Practitioners haben auch bei Null angefangen und sind heute mehr denn je gefragt.

    Ich habe nichts gegen Ablaufpläne, diese bieten Sicherheit für alle Beteiligten. Aber die „Eckpunkte“ müssen in den Fokus gelangen:
    nach Elisabeths Beschreibung wird sehr deutlich, welch’ hohe organisatorische Fähigkeiten eine exam. Pflegeperson haben muss bzw. sich auf Intensiv aneignen muss. Das wiederum setzt Fachwissen und die Fähigkeit, den Patient einzuschätzen voraus, sonst kann die Pflegende kein „bedürfnissorientiertes Pflegeprogramm“ aufstellen.

    Die Idee mit der Trennung des Threads finde ich OK, das andere Thema (Ablauf) ist auch interessant und bietet Diskussionsstoff.

    WomBat

  6. #66
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber WomBat,
    natürlich muss man bei dem Versuch, wirklich NEUES einzuführen, irgentwie in Vorleistung treten.
    Ich aber glaube, dass es ohne einen vorher abgesteckten Rahmen nicht geht und diese durchaus positiven Ansätze (Achtung, ich bin "Berufspessimist") sonst im Sande verlaufen - resp. vor die berühmte Wanf geknallt werden.
    Beleuchten wir doche inmal ehrlich die heutige Krankenhauslandschaft der BRD: auch hier geht es doch nur um eins: "billig will ich" - und so verhalten sich auch die Arbeitgeber. Soll heissen: es wird ausgegliedert (um das böse Wort "Outsourcing" zu vermeiden) was das Zeug hergibt. Ich bin nur gespannt, wann der erste Arbeitgeber einen legalen Weg findet, auch Ärzte und Pflegepersonal durch Fremdfirmen anmieten zu können und damit sein Krankenhaus zu betreiben.
    Das ganze Verfahren steht unter der Überschrift "KOSTENEINSPARUNG"
    und menschliche Arbeitskraft ist für Krankenhäuser mit einem Personalkostenanteil von ca. 65% bis 70% nicht weiter als ein reiner KOSTENfaktor!
    Wo sind wir bloß hingekommen wo Menschen als reine Erlösbringer oder Kostenfaktoren gesehen werden?
    Ansonsten decken sich unsere Meinungen.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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  7. #67
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    hallo fridolin,
    du hast aber hohe Erwartungen. Die Gesundheitspolotik hat verordnet, dass die Anbieter von Gesundheitsleistungen sich dem Wettbewerb und den normalen Bedingungen, die für andere Unternehmen gelten angleichen und sich wettbewerbsfähig machen. Das ist geschehen. Das war gewollt. Wir können nicht jetzt die Krankenhäuser kritisieren, wenn sie das auch tun um bestehen zu können. Andere Mutige hat noch keine Partei hervorgebracht. Wir geben z.B. schon deutlich mehr Euro für Gehälter der Pflege aus, als über die DRG´s eingenommen werden. Der Pflegerat hat die Pflege nicht entsprechend abgebildet oder abblilden können.
    Sören
    wat mut dat mut

  8. #68
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Zitat Zitat von Sören Lösche
    Der Pflegerat hat die Pflege nicht entsprechend abgebildet oder abblilden können.
    Laut Statement von Frau Müller braucht es da noch mind. 10 Jahre Forschung... von denen mittlerweile seit dem Ausspruch schon wieder 4 Jahre verstrichen sind.
    Aber vielleicht hat ja der neue Vorsitzende des DPR eher eine Idee, was Pflege ist.

    Elisabeth

  9. #69
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hat Andreas sicher!

    http://www.deutscher-pflegerat.de/dp...257625004373B9

    Aber zur Erinnerung:
    Was Pflege ist und insbesondere die Intensivpflege bestimmen auch wir...und mit aus diesem Grund sind solche Studiengänge auch im Intensivbereich sinnvoll für die Zukunft!
    Das bedeutet nicht, dass die Fachweiterbildung ihren Stellenwert verliert. Ich sehe es als Ergänzung.
    so long arnold
    Geändert von arnold kaltwasser (01.03.2010 um 09:52 Uhr)

  10. #70
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hallo Arnold,

    kannst du den Link überarbeiten, bei Direkteingabe in den Browser gibts kein Ziel.

    Mercy,
    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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