Seite 3 von 15 ErsteErste 123456713 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 144

Thema: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

  1. #21
    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    672

    Schreiben AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    FKP-Watcher,

    sollen wir dann immer so weiter machen? Es sind hier schon viele Argumente genannt worden, die für den neuen Weg sprechen. Ich z.B. habe auch mein Studum selbst bezahlt. Es hat mich weiter gebracht. Es hat mir keine finanziellen Vorteile verschafft. Es ist ein Anfang, in eine neue Richtung zu schwenken. Wir können uns auch alle weiter bedauern und behaupten, wir würden zu wenig verdienen. Ich warne vor Vergleichen mit der freien Wirtschaft. Hier tragen die Arbeitnehmer oft alle Kosten bei hohem Risiko. Es ist vorbei mit dem preußischen Beamtentum.
    Sören
    wat mut dat mut

  2. #22
    Registriert seit
    08.2004
    Ort
    M/V
    Beiträge
    1.885

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Ich nehme an, du hast Entgeltgruppe 9c Stufe 5? Vergleiche doch mal deinn Netto-Beitrag mit den Einkommen der auf Station aktiven MA. Ich denke hier kann sicher jemand angeben, welche Einstufung er hat.

    Zum nachrechnen Brutto auf Netto: http://www.nettolohn.de/

    Elisabeth

  3. #23
    Registriert seit
    09.2004
    Ort
    Zu Hause
    Beiträge
    2.783

    Ausrufezeichen AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber Sören,
    Ich warne vor Vergleichen mit der freien Wirtschaft.
    Ich Ebenso. Diese vergleiche "hinken" immer. Es gibt außerdem genügend Kliniken, die privatwirtschaftlich organisiert sind - angefangen bei kommunalen GmbH´s bis hin zu den Klinikketten - und dann gibt es auch noch Kliniken, die den Arbeitnehmern jegliche Rechte verweigern. Siehe Nervenklinik Spernau. Näheres unter: http://www.verdi.de/.

    Hier tragen die Arbeitnehmer oft alle Kosten bei hohem Risiko.
    Hier muss ich Dir leider widersprechen. In der sog. "freien" Wirtschaft kommt es eben a.) auf das Vorhanden sein entsprechender Tarifverträge und b.) auf das Verhandlungsgeschick der Arbeitnehmer an. Dort tragen die Arbeitnehmer auch nicht das gesamte Risiko von Weiterbildungen. Im Krankenhausbereich ist es mittlerweile genauso. Ich kenne auch KollegInnen, die ihre (Fach-) Weiterbildungen privat finanziert haben. Und der Arbeitgeber profitiert.
    Es ist vorbei mit dem preußischen Beamtentum.
    Mein böser Kommentar: Diese Aussage ist unverschämt! Stellt sie doch die Pflegenden in ein schlechtes Licht - der Begriff "preußischen Beamtentum" ist absolut negativ belegt - Und: warst Du nicht selber einmal einer von uns?
    Hier kann der Eindruck aufkommen, dass Du weit ab von der Basis (der Pflegenden) bist und selbst nicht mehr so ganz genau weisst, wo den Pflegenden der "Schuh" drückt...
    Viele liebe Grüße
    der von dieser Antwort enttäuschte
    fridolin
    der wohl nie ICP werden wird - wobei die Abkürzung doch eigentlich für "Intra craniel pressure" steht....
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  4. #24
    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    672

    Schreiben AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hallo Fridolin,
    danke für deine ehrliche qualifizierte Antwort. So etwas in der Art wollte ich provozieren. Das Thema ist mir allerdings von der Sache her wichtig. Ich fand das preußische Beamtentum nicht begrifflich schlimm. Ich meine noch nahe der Basis zu sein. Bin jeden Tag in den Bereichen. Habe Standards entwickelt nach denen bei uns Bewerber zur Fachweiterbildung, die wir auch vollständig bezahlen, bewertet werden. Und ich staune immer noch, dass nicht wenige meinen, wenn sie sich beworben haben brauchen sie nur die Warteliste abwarten. Nun kann aber ein engagierter Mitarbeiter dem Wartenden in Maßen übertreffen. Somit wird er eher gefödert. Diese "Wartementalität" hat mich zu dem Begriff inzpiriert. Eine Beleidigung sollte es nicht sein. Schauen wir uns doch mal künftig die Studienabsolventen an, dann wissen wir um die Ergebnisse. Mich motivieren die Defizite der FWB, über neue Wege zu spekulieren. Ich finde wir brauchen neue Wege. Die Fachkrankenpflege wird ihren Status nicht wesentlich heben können. Es sollte auch eine Lösung geben, die bundesweit, besser europaweit anerkannt wird. Da sind wir nicht das Maß der Dinge. Das soll die Arbeit nicht abwerten. Sie wird aber auch nicht von alleine aufgewertet.

    Gruß Sören
    wat mut dat mut

  5. #25
    Registriert seit
    09.2004
    Ort
    Zu Hause
    Beiträge
    2.783

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hi, Sören,
    so ist Dein Statement schon etwas näher erklärt. Nachfragen möchte ich erst einmal, was genau Du mit Deiner Aussage
    Mich motivieren die Defizite der FWB, über neue Wege zu spekulieren.
    meinst?
    Ist doch für die Fachweiterbildung gerade erst eine neue Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung in Kraft, deren Effektivität nach einigen Jahren erst sinnvoll evaluiert werden kann.
    Damit wird, wenn auch halbherzig, die Defizite der bisherigen FWB aufzuarbeiten.
    Nun kommt sicher die Frage, was ich mit "Halbherzig" meine? Es werden da meines Erachtens nur Auflagen für die Weiterbildungsstätte gemacht, nicht jedoch für den Arbeitgeber. Eine Kombination ähnlich der Auflagen im Krankenpflegegesetz (200 Std. sind unter praktischer Anleitung von entsprechend qualifizierten KollegInnen zu erbringen) wäre sinnvoll gewesen - nun aber wird halbherzig zu Lasten kleinerer Weiterbildungsstätten "gestrickt".
    Vielleicht aber verstehst Du unter Deiner o.g. Aussage noch etwas ganz Anderes?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    P.S.: Neue Wege finde ich immer gut...
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  6. #26
    Registriert seit
    09.2004
    Beiträge
    17

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hallo Sören,
    natürlich bin ich nicht dafür einfach so weiterzumachen. Aber dieser Studiengang-so sehr er auch Sinn macht- steht doch im weitgehend leeren Raum. Wo sind die Bezugspunkte zum großen Rahmen? Elisabeth hat "Pflege neu denken" erwähnt. Ich hatte mir das Büchlein kurz nach Erscheinen geholt und wundere mich seitdem das politisch noch immer nix passiert.
    Wenn das alte Ausbildungssystem endlich gekippt und durch ein besseres (z.B. wie im o.g. Buch beschrieben) ersetzt und zeitgleich der rechtliche Rahmen unserer täglichen Arbeitsrealität angepasst würde (bei angemessener Bezahlung auf Assimed-Niveau...), dann wäre ich ganz dringend dafür! Dann würde es sich auch lohnen die Kosten selbst zu tragen weil das Geld ja irgendwann wieder reinkommt. Aber so...? wirkt das Ganze sehr wie Aktionismus...uns MIR wäre das Risiko zu groß.
    Ich habe mein Studium übrigens auch selbst bezahlt...würde es aber eben nicht wieder machen ohne das es eine finanziellen, kompetenzmäßigen oder rechtlichen Vorteil bringt.
    Wird der Studiengang denn wenigstens pflegewissenschaftlich begleitet? (im Sinne von: Sind die Absolventen wirklich besser als Fortgebildete und lässt sich ein Einfluss auf das Outcome der Patienten feststellen?
    Ich glaube ohnehin, dass sich Krankenpfege mehr darum kümmern müsste den Verantwortlichen klar zu machen was eine gute Pflegeperson durch Verhinderung von Komplikationen an Geld einspart.
    Es ist doch kein großes Geheimnis dass schlecht ausgebildete Mitarbeiter(-ja-auch-Ärzte-) durch Fehler erhebliche Kosten verursachen. Sei es durch aktives Handeln oder Unterlassen. Hat das eigentlich schon mal jemand quantifiziert? Ich habe bisher nur von einer Studie aus den Niederlanden gehört, dass die Komplikationshäufigkeit mit der Anzahl der fachweitergebildeten Pflegepersonen abnimmt...mich würde interessieren ob man diesen Zusammenhang schon mal durchgerechnet hat. Kosten der FWB+lfd.Personalkosten vs. Kosten der Komplikationen.
    DAS müsste doch ein Argument sein dem sich weder Politiker noch Krankenhausmanagement entziehen könnten. Klar-gute Ausbildung und gut ausgebildete Profis kosten...aber ich bin recht zuversichtlich das unsere Berufsgruppe dieses Geld durch eine Verringerung der Komplikationsrate locker wieder reinholt. Leider nur `ne Vermutung...oder vielleicht `ne Idee für mitlesende Pflegewissenschaftler;-)

  7. #27
    Registriert seit
    08.2004
    Ort
    M/V
    Beiträge
    1.885

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Haben alle Interessenten denn mal nachgefragt, ob dieses Studium denn ev. gesponsert wird- z.B. von der B.Braun-Stiftung u.ä. Institutionen? Nur jammern ob der Kosten wirkt doch sehr- sagen wir mal- eingeschränkt in der Handlungskompetenz.

    Elisabeth

  8. #28
    Registriert seit
    09.2004
    Beiträge
    17

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Bitte nicht falsch verstehen. Der monetäre Aspekt steht halt für die Zielgruppe im Vordergrund. Mein Anliegen ist eher die Klärung der Frage ob das Ganze eine konzertierte Aktion ist, in deren Rahmen das System angepasst werden soll* oder ob sich um eine (vermutl. wirkungslose...) Einzelaktion handelt, ob das Studium Pilotprojektcharakter hat und ob -und wenn ja -wie es Wissenschaftlich begleitet wird.
    *Die aktuellen politischen Entscheidungen (Zugangsvoraussetzungen...) könnte man ja in diese Richtung interpretieren...

  9. #29
    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    672

    Schreiben AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hallo,

    mit neuen Wegen meine ich eben die Ausbildung an Hochschulen, die meiner Ansicht nach für uns der beste Weg ist, obwohl wie oben beschrieben politisch wie auch bei den Pysiotherapeuten nicht gewollt. Ich meine generell soll keine Ausbildung wie jetzt über DRG´s finanziert werden. Alle Schüler werden potentiell als günstige Kraft eingesetzt und die Ausbildung kommt zu kurz. So auch bei der Fachweiterbildung. Es gibt sie schon bald 40 Jahre und sie ist immer noch nicht in allen Bundesländern staatlich anerkannt. Ich gebe allen Recht, die sagen der gesammte Rahmen fehlt. Nur wo soll man anfangen. Auf Kammern kann man so auch ewig warten. Wollen wir eine Profession werden? Dazu sei der Artikel in der aktuellen Intensiv empfohlen. Das bedeutet auch, dass wir auf der allgemeinen Station noch zusätzlich Pflegekräfte brauchen, die nicht studiert haben. Aber mindestens Leitungen und Pflegeexperten sollten studieren.

    Sören
    wat mut dat mut

  10. #30
    Registriert seit
    09.2004
    Ort
    Zu Hause
    Beiträge
    2.783

    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber Sören,
    Leitungen sind klar, aber welche Berufs(unter)gruppen zählst Du zu den Pflegeexperten?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. 50J Nurse Practitioner
    Von WomBat im Forum Anästhesiepflege / Intensivpflege
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 20.05.2015, 22:56
  2. Neuer Ventilator Alarm
    Von WomBat im Forum Aktuelles & Diverses
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 08.03.2014, 13:04
  3. Neuer Studiengang zum Bachelor of Science in Physician Assistance
    Von zwai im Forum Weiterbildung & Praxisanleitung
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 13.12.2008, 19:18
  4. 51 German intensive care units
    Von WomBat im Forum Aktuelles & Diverses
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 26.03.2008, 21:45
  5. SEE Study (Patient Saftey in intensive care)
    Von WomBat im Forum Aktuelles & Diverses
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 25.09.2006, 23:39

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •