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Thema: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

  1. #11
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber Sören,
    auch ich sehe, dass unser System der Aus- und Weiterbildung* von Pflegekräften sanierungsbedüftig ist.
    Die von Dir genannten Bedenken in meinen kritischen Anmerkungen beziehen sich auf die Äußerungen von Klaus Notz a.) das die Rechtsprechung bzw. der Gesetzgeber regelt, wer was macht und b.) auf die Abwanderung der Besten vom Pflegebett. Da hilft sicherlich ein Studium nicht weiter, hier helfen nur andere Maßnahmen.

    *Die Weiterbildungen sind unter den systembedingten Gegebenheiten sicherlich gut.

    Zur Finanzierung des Studiums muss ich leider sagen - ich kann es mir nicht leisten, obwohl - ich würde schon gern. So wird es sicherlich vielen KollegInnen gehen.

    Ich frage mich, ob hier nicht wieder wie schon sooft im Pflegebereich, versucht wird, das Kind mitt dem Bade auszuschütten?

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #12
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Ja, ich freue mich über die Diskussion.

    1. Ohne einen ersten Schritt kommt man nicht voran.
    2. Neue Wege sind immer schwierig
    2. Veränderung macht Angst
    4. ...

    Ich könnte noch weitere Aussagen in dieser Form bringen. Liebe Kollegen, es ist einfach Zeit, dass die Fachkrankenpflege die Möglichkeit zu einen akademischen Abschluss bekommt (Dieser ist durch das Hochschulgesetz staatlich anerkannt!) Untersützten Sie mich. Ich bin Stolz darauf, dass wir den Studiengang auf den Weg gebracht haben. Weitere werden folgen. Angriffe, Bedenken... aus der nichtpflegerischen Bereichen werden genügend kommen. Da bin ich mir absolut Sicher. Aber es ist der richtige Weg.

    Dass die Kosten am Anfang noch hoch sind ist richtig, aber der Partner ist eine private Universität, da gibt es zu den Studiengebühren klare Vorgaben. Die Studenten bekommen dafür aber auch einen erstklassigen Unterricht und werden in das Netzwerk der Universität integriert.

    Wir müssen uns positionieren, damit wir bei der Neuverteilung von Aufgaben und Tätigkeiten auch die entsprechend aktzeptierte Kompetenzen vorweisen können.

    Ich hoffe und wünsche mir Unterstützung aus der Fachkrankenpflege für dieses innvoative Projekt. Wer soll den sonst unsere berufliche Zukunft in die Hand nehmen, wenn wir es nicht selbt tun.
    Klaus Notz
    1. Vorsitzender der DGF

  3. #13
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber Klaus,
    ich für meine Person finde den Weg der Akademisierung der Fachpflege auch als einzig gangbaren Weg. Die Grundausbildung wird dann sicherlich irgendwann folgen.
    Aber ich muß mich wiederholen:

    Erst die gesetzlichen Grundlagen für die späteren Tätigkeitsprofile und Kompetenzen und dann ein darauf ausgerichteter Studiengang.

    Ich wäre über die Maßen an einen solchen Studiengang interessiert, allein schon des Wissens wegen. Aber ohne die Rechtsicherheit und bei den Gebühren werd ich einen Teufel tun. Und ich denke, damit steh ich nicht allein.
    Man wird´s sehen, wieviele sich für diesen Studiengang einschreiben.

    Die meisten Nutzer dieses Forum haben, denke ich, keine Angst vor Veränderungen. Der Wille zur Öffentlichkeit und Diskussion über unseren Beruf spricht hier schon Bände.

    Einfach einen Studiengang zaubern und hoffen, daß daraus schon was wird, bezüglich Anerkennung, Vergütung, Regelkompetenzen,... zeugt von Mut. Oder von Versuch und Irrtum. Und der ist für die Studierenden in dem Fall sehr teuer.

    Mit kritischen Blick nach vorne, aber nie ohne Hoffnung und Vorstellungen,
    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

  4. #14
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Lieber Monty,

    Aber ich muß mich wiederholen:

    Erst die gesetzlichen Grundlagen für die späteren Tätigkeitsprofile und Kompetenzen und dann ein darauf ausgerichteter Studiengang.

    --> die ewige Diskussion um Ei oder Huhn, wer war zuerst?

    Ich denke es ist sehr schwer gesetzliche Grundlagen zu schaffen. Es wird uns die Selbstverwaltung verweigert, es wird uns die Kompetenz zur Ausübung der Heilkunde abgesprochen...
    Also: Zuerst die Kompetenzen schaffe dann über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten reden. Es wurde ja auch nicht zuerst die TÜV-Prüfung für Autos festgeschrieben und dann Autos entwickelt.

    Ich wäre über die Maßen an einen solchen Studiengang interessiert, allein schon des Wissens wegen. Aber ohne die Rechtsicherheit und bei den Gebühren werd ich einen Teufel tun. Und ich denke, damit steh ich nicht allein.--> schade

    Man wird´s sehen, wieviele sich für diesen Studiengang einschreiben. --> aktuell wird mit ca. 60 Interessenten kommuniziert.

    Einfach einen Studiengang zaubern und hoffen, daß daraus schon was wird, bezüglich Anerkennung, Vergütung, Regelkompetenzen,... zeugt von Mut. Oder von Versuch und Irrtum. Und der ist für die Studierenden in dem Fall sehr teuer.--> Mit einfach mal ist das nicht gegeben. Einen Studiengang von einem Wissenschaftsministerium anerkannt zu bekommen ist nicht einfach und dauert mehr als ein Jahr. Nachhaltigkeit des Bildungsangebots und Bedarf werden genauso beachtet wie die Qualität eines Curriculums. Aber dies sieht man nicht - sichtbar ist das Ergebnis das nun vorliegt - und das ist innovativ und gut und auch seinen Preis wert.

    Mit kritischen Blick nach vorne, aber nie ohne Hoffnung und Vorstellungen,
    Monty[/QUOTE]
    - positiv, das ist gut.
    Klaus Notz
    1. Vorsitzender der DGF

  5. #15
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Zitat Zitat von Klaus Notz
    Also: Zuerst die Kompetenzen schaffe dann über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten reden. Es wurde ja auch nicht zuerst die TÜV-Prüfung für Autos festgeschrieben und dann Autos entwickelt.
    Tja, aber warum wurde den der TÜV bei schon so viel herum fahrenden Autos gegründet? Weil vielleicht aus zu vielen technischen Gründen zu viele Unfälle passierten?

    Wenn uns das analog nach/mit diesem Studiengang passiert, dann gibt´s auch keine TÜV-Abnahme!

    Ich hab da schon so meine Bedenken. Jeder Fehler, der einem ICP nach dem Studium passiert und nicht durch die Rechtssprechung gedeckt ist, bringt das Ganze ins wanken. Da stellen wir uns der BÄK vor die geladene Flinte, und die wir bald schon geladen werden.
    Wenn die Ärzte Fehler machen, dann wird daraus ein Einzelschicksal gemacht, die dürfen ja auch Fehler machen, trotz oder genau wegen der auszuübenden Heilkunst. Unterläuft der neuen "Generation" der Fachpflege ein Fehler, könnte das dem Suizid gleichkommen. Dürfen wir Fehler in der momentanen Grauzone machen? Da hab ich immer Angst davor! Deckung gibt´s da nämlich keine.

    Aber ich hoffe und wünsche uns allen das dieser Vorstoß gelingt, auch wenn ich mir das selbst noch nicht leisten kann.

    Gruß,
    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

  6. #16
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    find dass ne super sache !! aber 18000 euro das hab ich leider nicht, sonst würde ich das sofort machen echt schade...

  7. #17
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Ich halte den Studiengang für einen Weg in die richtige Richtung! Der Zeitpunkt Oktober 2009 ist für mich allerdings sehr kurzfristig, das werde ich nicht hin bekommen. Ist denn für 2010 auch schon etwas vorgesehen? ich würde es mir wirklich überlegen....

    18000 Euro ist sehr viel Geld, das stimmt! Aber vielleicht lohnt sich diese Investition schon bald!
    Ich denke der Mutige gewinnt mehr im Leben als er verliert! Wer heutzutage mitreden und -wirken möchte braucht nun mal einen akademischen Hintergrund! Unsere jetzige Weiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege reicht dazu leider nicht aus....

    Viele Grüße,
    curare

  8. #18
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Hallo!
    Also ich denke auch das das der richtige Weg ist.
    Ich bis sehr interesiert und denke schon eine Weile darüber nach...
    Ich würde gerne mitmachen bei diesem "ersten Schritt", aber der Preis ist ein Hammer. Ich könnte mir vorstellen das ich mit einem erfolgreichen Abschluss ein etwas besseres Gehalt raushandeln könnte, aber um die Gebühren wieder reinzubekommen müsste ich wohl sehr sehr lange arbeiten.

    Ich danke dem DGF für diesen Vorstoß, auch wenn ich ihn warscheinlich nicht aktiv mitmachen werde.

    Cu Simon
    Alles wird gut !!!

  9. #19
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Ja, FireBIPAP.
    Der Arbeitgeber müsste Dir dann 36 Monate 500,00 Euro netto mehr bezahlen.
    Viel Spaß beim verhandeln...
    Solltest Du Erfolg haben, so würde ich mir überlegen, zu Euch zu wechseln.
    Im Übrigen gilt auch hier mein Kommentar
    Schon einmal daran gedacht?
    Was nützt die beste Aus- Weiter und Fortbildung, wenn es in den Krankenhäusern nur noch um Masse statt um Klasse geht?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  10. #20
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    Standard AW: Neuer Bachelor-Studiengang 'Intensive Care Practitioner'

    Bei allem Respekt:
    WER braucht akademisch ausgebildete Praktiker?
    WIR nicht! Sondern die Kliniken und die Patienten-der Staat!
    Ich sehe nicht, dass ich als AN ein Interesse daran habe.
    Gute Fachpflegekräfte sind Mangelware oder?
    Wenn Kliniken die Kosten übernähmen um nachher von der geringeren Komplikationsrate und der besseren Pflegequalität wirtschaftlich profitieren zu können-dann ist das eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Investition in das Stammpersonal.
    Aber den Selbstzahlerweg zu gehen, wie es die KG´s machen, davon halte ich nichts!
    Diese zusätzlichen Qualifikationen werden potentiellen AG auf dem Markt zur Verfügung gestellt ohne dass es in der Bezahlung einen Unterschied zwischen gut und schlecht ausgebildetem Personal gäbe. In der freien Wirtschaft ein Ding der Unmöglichkeit...
    Was die Studien-Inhalte angeht: WAS haben Fachpflegekräfte die ihre Ausbildung an einem universitären Lehrkrankenhaus gemacht haben davon? Ich kann nichts erkennen was diese Kollegen nicht bereits könnten...
    Wenn der Abschluss uns auf ein (vorher festgelegtes) höheres Lohnniveau, verbunden mit verantwortungsvollerer Tätigkeit als bisher heben sollte, dann wäre ich dafür-allerdings müssten die wohl ihr Curriculum deutl. verändern!
    Ein möglicher Weg wäre dann: Pflegegrundausbildung/Fachausbildung Intensiv/Studium. DANN wären wir höher qualifiziert. Die rechtliche Situation lasse ich mal aussen vor-das hat soo viele Implikationen...
    Viele sehr gute Fachkollegen sind im übrigen bereits seit Jahren auf akademischem Niveau unterwegs...und? Bringts was? Außer Stress mit den Bremserkollegen die sich schlecht fühlen weil die "hervorragende" Fachkrankenpflegekraft höhere Ansprüche an die Qualität der Arbeit fordert?
    DIESES Dilemma ist es doch das die meisten der hervorragenden Kollegen verzweifeln und abwandern lässt und das durch die Akademisierung in dieser Form doch nur weiter verschärft wird.

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