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Thema: DGF-Fachkrankenpflegestandard

  1. #21
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    Ausrufezeichen AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    @ Monty,
    kann es sein, dass Du meine Äußerungen anders verstanden hast, als ich sie gemeint habe?
    Ich habe Deine Punkte aufgeführt, wiederholt und kommentiert. So ist meine Antwort zu verstehen.
    Als Bespiel mag der von Dir zitierte Satz gelten:
    "Die Konsequenz wäre, dass ausschließlich professionell Pflegende Pflege ausüben dürfen - mit der Folge von immensen Kosten."
    bezieht sich auf alle Pflegenden und nicht nur die Fachleute auf der ITS!
    Denk` bitte daran, dass wir zu einer großen Gruppe von Arbeitnehmern gehören, die sich als ITS`ler nur weiter (anders) qualifiziert haben!

    Außerdem wird die Berufsgruppe der jetzigen, weitergebildeten Fachpflege mit Deiner Lösung alles Andere als glücklich. Eine Beschreibung warum das so sein wir, habe ich bereits geliefert.

    Übergangslösungen sind eine gute Möglichkeit einen sanften Übergang zu ermöglichen, ohne die schon genannten Folgen zu erzeugen.

    Viele liebe Grüße
    der nicht böse
    fridolin
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    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #22
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    Standard AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Zitat Zitat von fridolin
    Übergangslösungen sind eine gute Möglichkeit einen sanften Übergang zu ermöglichen, ohne die schon genannten Folgen zu erzeugen.
    Ich kann das ja prinzipiell schon verstehen, aber wie soll das Ganze verantwortlich funktionieren? Erweitertes Tätigkeitsfeld und Verantwortung ohne entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten? Ich mag meine Kollegen auch, aber ich möchte von kaum jemanden eine erweiterte Intensivtherapeutische Maßnahme erhalten, wenn ich genau weiß, daß er/sie das nicht hinreichend beherrscht und sich der Konsequenzen bewußt ist.
    Wenn es eine Übergangslösung gibt, dann muß es auch eine Prüfung des Wissens und der Fähigkeiten geben. Nur weil die Pflege schon immer einen Kuschelkurs mit unfähigen, unwilligen oder unbrauchbaren Kollegen fährt, die man über Jahre mitschleppt, kann man die nicht einfach mit mehr Kompetenzen ausstatten und auf die Patienten loslassen. Wir können es uns nicht leisten!

    Beim Thema ob die jetzige weitergebildete Pflege damit glücklich ist:
    Hier gehts doch nicht um Glücklich sein! Das ist genau der o.g. Kuschelkurs!
    Harte Schnitte und definitive Schritte! Mir ist schon klar, das mich das auch selber trifft. Wenn ich aber mehr Kompetenzen will, muß ich halt wieder die Schulbank drücken. Es bekommt ja auch keine "alte" PDL einen B.sc. im Gereich Pflegemanagent gutgeschrieben, nur weil er schon so lange im Geschäft ist.

    Es würde halt über mindestens 20 Jahre eine neue Aufgabenverteilung in der Fachpflege geben. Warum nicht? In anderen Ländern gehts doch auch! Es muß ja nicht jeder studieren.
    Ein Fachpflegestandard heißt ja nicht, daß auf einmal alle so arbeiten können müssen. Es sollte lieber heißen, daß mit entsprechender Ausbildung die nächste Generation der Fachpflege diese Kompetenzen ausüben muß.

    Ganz oder gar nicht! Dann muß halt jeder der will, nochmals mind. 3 Jahre (B.sc.) die Schulbank drücken.

    Darf ich Fridolin (und mich) nochmals zitieren:
    "prinzipiell stimme ich der Kernaussage von Monty zu, dass die "monemtane Qualifikation und Ausbildung der Fachpflege" nicht ausreichend für einen derartigen Fachpflegestandard ist."

    Ergo kann die aktuelle Fachpflege nach einen entsprechenden höheren Standard nicht arbeiten.

    Wir wollen alle mehr, aber keiner will alte Zöpfe abschneiden. Dann wird uns wieder (oder immer noch) keiner im Gesundheitswesen ernst nehmen.

    Stellt euch immer die gleiche Frage:
    Möchte ich selbst von mir behandelt werden? Können wir wirklich schon die Entscheidungen treffen, die wir uns vorstellen? Und wollen wir, daß das wirklich alle durch eine Übergangslösung dürfen?

    Vor meiner eigenen FWB hätte ich vielleicht noch ja gesagt, aber danach und nach weiteren Fortbildungen muß ich jetzt sagen nein!

    Was meinst du, Fridolin? Wie gehts dir, wenn du dir die o.g. Fragen stellst?
    Bin gespannt und freue mich schon auf deine Antwort.

    Gruß,
    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

  3. #23
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    Standard AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Oh, Monty!
    Bist Du gerade frustriert?

    Nein??

    Na, dann
    frustriere ich Dich jetzt einmal.

    Wenn Du von "unwilligen oder unbrauchbaren Kollegen" sprichst und das ändern möchtest, musst Du 80 %der derzeitigen Pflegekräfte entlassen!

    Rechnung:
    80% von den ca. 350.000 Pflegekräften in der BRD = 280.000!
    Rest: 70.000 Pflegekräfte.
    Na, das ergibt aber einen Pflegekräftemangel.

    In stimme Dir ja zu, dass das Niveau viele Pflegekräfte mangelhaft ist, aber ich sehe unter den derzeitigen Möglichkeiten auch wenig Chancen, eben dies zu ändern!
    Allenfalls lässt sich hier langfristig etwas über Dinge wie Motivation, Coaching oder Ähnlichem erreichen denn es spielen hier auch Dinge wie Frustration, innerlicher Kündigung und Burn - Out eine Rolle.

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    der Rechenkünstler...
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  4. #24
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    Standard AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Hallo,

    so nun die Frage wie weiter.
    Ich habe am 1.6. auf Intensiv angefangen, wollte mir erstmal 2 Jahre geben und weiter sehen. Des weiteren laufen viele Dinge bei uns sowieso wie es da steht und die Pflegekräfte mit viel Erfahrung dürfen mehr..
    So jetzt kommt mein Berufsverband mit dem Criticale Care Bachelor, hört sich alles ganz toll an. Nur wie bezahlen, das Studium kostet laut Bibliomed newsticker 36.000 €? Wo gibt es Stellen?
    Wie sind die Stellen bezahlt, den wer macht ein Studium für eine solchen Preis und bekommt dann nicht mehr als ein Fachpfleger??

    LG Martin

  5. #25
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    Schreiben AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Ich muss Monty zustimmen. Eine Anerkennung/Nachqualifikation von bereits Weitergebildeten kann und darf nicht funktionieren, sollte ein erweitertes Kompetenzspektrum über ein Studium kommen.
    Die Folge wäre vermutlich, das bei den ersten Zwischenfällen, in die diese Nachqualifizierten verwickelt werden, durchaus zu einem Scheitern des Modells führen könnten.
    Ich persönlich finde es ja schon äusserst fragwürdig, das die deutsche Fachweiterbildung in anderen Ländern als Qualifikation zur Ausübung dienst, wo dort ein spezieller Studiengang von Nöten ist (z.B. für die selbstständige und selbstverantwortliche(!) Narkoseführung.
    Ich bi wirklich gespannt, welche notwendigen und für uns durchaus positive Veränderungen in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

    Wochenende galore

    Sebastian

  6. #26
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    Standard AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Hallo!

    Frustriert? Manchmal. An gewissen Tagen öfters! Die letzten Tage besonders!

    Und bezüglich der Zahlen der Pflegenden: Hier gehts doch erstmal über einen Fachpflegestandard. Wieviele Fachpflegekräfte gibts eigentlich? Wieviele Pflegende arbeiten insgesamt in den Fachbereichen Intensiv/Anästhesie/OP/Nephrologie/... in denen man einen solchen Standard einsetzen will?

    Gruß,
    Monty
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  7. #27
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    Cool AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    hallo martin

    Zitat Zitat von martin.jentzsch
    Des weiteren laufen viele Dinge bei uns sowieso wie es da steht und die Pflegekräfte mit viel Erfahrung dürfen mehr..
    dürfen mehr oder machen mehr?
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

  8. #28
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    PC AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Hi Leute,

    danke der nunmehr fruchtbaren Diskussion. Viele der aufgeführten Argumente werden uns sicher in den kommenden Gesprächen hilfreich sein, das zwai-Forum ist halt immer noch eine der Spitzenquellen wie ich finde.

    Man kann sicherlich viele Teilaspekte der publizierten Version des DGF-Fachkrankenpflegestandards kritisch diskutieren. Soll man ja auch. Eine Publikation ohne folgende Diskussion wäre ja frustrierend.

    Dennoch sollte das vorgelegte Papier immer auch in seiner Gesamtheit und Gesamtaussage betrachtet werden. Wir haben in unserer täglicen Arbeit nunmal sehr eng mit einer Berufsgruppe zu tun, die traditionell schon immer gewisse Struktur- und Qualitätsstandards für Ihre Berufsausübung festgelegt hat - und zwar selbst (Eid, Heilkunst, Abrechnungsfähigkeit, usw.)
    Wenn wir als in Teilbereichen eng angelehnte Berufsgruppe hier nicht nachziehen und endlich Stellung bezogen hätten, würden wir in zukünftigen Diskussionen, auf welcher Ebene auch immer weiterhin über die Klinge hinweg stolpern.

    Natürlich gehört dazu auch die Festlegung auf eine gewünschte Mindeststruktur und -qualität. Damit einhergehend müssen natürlich auch Tätigkeiten genannt werden, sonst kranken wir weiterhin daran das uns jeder fragt: was macht den die Pflege eigentlich den ganzen Tag so und was hat das mit dem Patientenoutcome zu tun.
    Das wir das schon besser wissen steht ausser Frage, nur muss es eben artikuliert werden.
    Sprich: Artikulation der Relevanz der fachkrankenpflegerischen Versorgung für die Bevölkerung.

    Alle weiteren Diskussionen über Bildungsniveau, Zugangsvorraussetzungen, Ist-Zustand und Ziel schliessen sich fruchtbar an, richtig so!

    Um es salopp zu formulieren:
    Ich möchte gerne von einem Intensivmediziner und den kompetenten Fachkrankenpflegekräften behandelt werden, die sich gegenseitig verstehen, sich helfen und jede ihren Anteil ebenso kompetenzbasiert vertreten wie der hoffentlich bestens ausgebildete Medici.


    herzlichen Gruß,T.

  9. #29
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    PC AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    bevor ich das vergesse,
    hier eine kleine Ergänzung, wenn auch schon sehr alt, aber informativ was die DIVI dazu auf der website stehen hat:

    http://www.divi-org.de/fileadmin/pdf...gepersonal.pdf

    t.

  10. #30
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    Schreiben AW: DGF-Fachkrankenpflegestandard

    Lieber Tilmann Müller-Wolff,
    auf der einen Seite ehrt es die Forumteilenehmer, dass Du die Argumente der Diskussionsteilnehmer nutzen möchtest, auf der anderne Seite frage ich mich, ob dies im Sinne der Diskussionsteilnehmer ist und ob Du, wenn Du denn die Beiträge verwenden darfst, nicht noch einige Erkärungen bzw. Hintergundinformationen benötigst, da unsere Diskussionen sich häufig kurzer Statements bedienen - deren Erklärung und Hintergründe (also - wie kamen wir zu dem Gedanken?) wir schuldig bleiben.
    Ich hoffe, es entsteht dadurch kein "schiefes Bild".

    Dann möchte ich gerne noch folgenden Satz von Dir kommentieren:
    Eine Publikation ohne folgende Diskussion wäre ja frustrierend.
    Oder die Qualität der Publikation ist eben extrem hoch.

    Viele liebe Grüße
    der auf die auf die in der Praxis übrig gebliebenen Reste gespannte
    fridolin
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