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Thema: Qualifizierung von Pflege

  1. #1
    fampev ist offline registrierter Benutzer
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    Daumen hoch Qualifizierung von Pflege

    Hallo;

    so wie es aussieht, wird sich die Qualifizierung von Pflege in Deutschland grundlegend verändern.

    Es wird immer mehr wert auf Fortbildungen auf Hochschulniveau bzw. akkreditierten Qualifizierungen gelegt. Die Kostenträger fordern für selektivvertragliche Regelungen "leitlinienbasierte" Qualifizierungen.

    Das Vereine, wie die ICW selbst akkreditieren wird zukünftig mehr als nur eine Irreführung von Pflegepersonal bedeuten. Europa harmonisiert sich in diesem Bereich und akkreditieren darf dann nur noch der Akkreditierungsrat oder eine ähnlich geartete Behörde.

    Ich hoffe, dass Pflege diese Entwicklung nicht verschläft und sich endlich auf den Weg macht. Die wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften haben der Pflege die Hände gereicht (siehe DGfW, DGEM, etc.)

  2. #2
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    Standard AW: Qualifizierung von Pflege

    Lieber Geschäftsführer,
    was willst Du uns damit eigentlich sagen?
    Bist Du dafür, die Aus- Fort- und Weiterbildung nur noch an den Hochschulen bzw. Universitäten anzusiedeln? (Wird aber teuer...)
    Ober möchtest Du einen qualitativen Schub in der täglichen Arbeit sehen?
    Und was bitte meinst Du genau mit Deiner Aussage:
    "Die wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften haben der Pflege die Hände gereicht (siehe DGfW, DGEM, etc.)"???

    Ich bitte hier um nähere Erklärung und äußere die Vermutung, dass das Wissen über die Strukturen in der Pflege nicht umfassend ist.

    Viele liebe Grüße an die komplette zwaimeinde
    der langsam in das neue Jahr rutschende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  3. #3
    fampev ist offline registrierter Benutzer
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    Standard AW: Qualifizierung von Pflege

    Zitat Zitat von fridolin
    Lieber Geschäftsführer,
    was willst Du uns damit eigentlich sagen?
    Bist Du dafür, die Aus- Fort- und Weiterbildung nur noch an den Hochschulen bzw. Universitäten anzusiedeln? (Wird aber teuer...)
    Ober möchtest Du einen qualitativen Schub in der täglichen Arbeit sehen?
    Und was bitte meinst Du genau mit Deiner Aussage:
    "Die wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften haben der Pflege die Hände gereicht (siehe DGfW, DGEM, etc.)"???

    Ich bitte hier um nähere Erklärung und äußere die Vermutung, dass das Wissen über die Strukturen in der Pflege nicht umfassend ist.

    n
    Hallo fridolin!

    Ausbildung nur noch an Hochschulen - auf keinen Fall. Aber auf einem höheren Niveau wie bisher, auf jeden Fall. Dazu können akkreditierte Qualifikationen gehören.

    Das Beispiel hatte ich ja gebracht. 42 Wundqualifizierungen in Hamburg. Von 45 Minuten bis zu 3 Monaten. Wer hinterfragt die Nachhaltigkeit von Qualifizierungsmaßnahmen und welche bringen tatsächlichen Mehrwert (für den Patienten, den Mitarbeiter und für "den Geschäftsführer")?

    Europaweit geht man dazu über Qualifizierungen auf ihre Eignung überprüfen zu lassen (Akkreditierung) und das nicht nur an Hochschulen, sondern auch im Fort- und Weiterbildungsbereich. Beispiele findest du in England, Tschechien, Irland, den USA usw.

    Eine der vielen Studien zum Thema "Bringt eine bessere Qualifikation auch eine bessere Pflegequalität" findest du hier: PFLEGEQUALITÄT

    Mehrere Fachgesellschaften sind dabei oder haben schon für ihren Fachbereich und mit Fokus auf die Pflege akkreditierte, leitlinienbasierte Qualifizierungen auf europäischen Niveau etabliert. DGfW - Wundtherapeut, Wundassistent; DGEM - ernährungstherapeutischer Assistent (beginnt im Mai), etc.

    Zu diesen Qualifizierungen gab es Konsensuskonferenzen zu denen alle Pflegeverbände, Interessengruppen, Verbraucherschützer und Ärzteverbände eingeladen waren. Und jetzt rate mal, wer kaum oder gar nicht reagiert hat, so dass diese Qualifizierungen zum Teil unter geringer Einflußnahme der Pflege verabschiedet wurden?

    Zu meiner Person: Ich bin exam. Krankenpfleger, Weiterbildung PDL, Studium Sozialökonomie. 10 Jahre im Krankenhaus tätig und 12 Jahre ambulant, jeweils lange Zeit als PDL. Zur zeit bin ich auch noch als PDL und "Geschäftsführer" tätig und bin dabei eine Pflegekammer in unserem Bundesland mit zu etablieren.

    Gruss fampev

  4. #4
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    Standard AW: Qualifizierung von Pflege

    Hallo, fampev.
    Deinem Werdegan nach als "exam. Krankenpfleger, Weiterbildung PDL," bist Du einer der wenigen GF, die eine gute Grundqualifikation für diesen "Job" haben und nicht nur rein kaufmännisch vorgebildet sind.
    Damit wir uns richtig verstehen - ich stehe dazu, das (Pflege-) Forschung an die (Fach-) Hochschulen gehört. Problematisch ist aber die "andere Sprache" an den Hochschulen und der "Theorie-Praxis Transfer". Ist aber ein anderes Thema.
    Recht hast Du, wenn Du die gleiche Ausbildung mit unterschiedlichen Inhalten, Ausbildungsdauern und Qualifikationen kritisch siehst. Sinnvoll ist es natürlich, eine gleichwertige Ausbildung mit einem Abschluss bundesweit einzuführen.
    Dem entgegen steht meines Erachtens nach a.) die Orgasisation unseres Staates, der Bildung als Ländersache deklariert und b.) die Kosten. Denn würde ein gleichwertiger Abschluss an verschieden Instituten erwerbbar sein, so müsste sich die Zusatzqualifikation für die zusätzlich qualifizierten Pflegekräfte in Euro und Cent auch bemerkbar machen. Im Augenblick sind die GF`s in der Lange, z.B. Fachweitergebildete Wundmanager für das selbe Gehalt wie nicht fachweitergebildte Krankenschwestern- und Pflege einzustellen. (Trifft im Übrigen auch viele andere QF`s wie z. B. Dialyse, Praxisanleitung, Endoskopie u.s.w.).
    Ein weiterer Grund, warum in der BRD im Gegesatz zu anderen Ländern in absehbarer Zeit kaum ein einheitliches Qualifikationssystem entstehen wird, ist die "Zersplitterung" der Pflege selbst - ich glaube, es gibt um die 50 verschiedene Verbände, die den Anspruch haben Pflege in irgendeiner Form vertreten zu wollen.
    Hier ist nicht nur die Politik gefordert, neine auch wir Pflegenden müssen klar und eindeutig formulieren, was wir den so wollen...ob das wohl klappt???
    Nebenbei: an anderen Stellen in diesem Forum findest Du Vorschläge, wie sich die Pflegequalität auch in Deinem Krankenhaus verbessern ließe...
    Viele liebe Grüße
    der heut zwailitätsbeauftragte
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
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