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Thema: "Krankenhaussterben"

  1. #71
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Ein (1) Blick über den Teich im Zeitraum von ca. 1988 bis 199x zeigt uns, was passiert wenn nur noch Money zahlt, äh, zählt!

    Siehe Pflegeliteratur aus dieser Zeit dazu, z.B. namhafte sog. "Theoretiker" (Benner, Aiken, verschiedene Fachgesellschaften usw.). Was passiert (nach DRG) wird recht eindringlich beschrieben. Oder siehe UK und ihr NHS.

    Positive dabei, anscheinend die sog. Magnet Hospitals.

    Ansonsten finde ich es (ganz besonders) schlimm, wenn wir erst warten müssen, bis wir "eigene" Daten haben (die will ich eigentlich gar nicht, denn, sie sprechen von Leid). Viel zu Viel.

    WomBat

    PS Fridolin: Ich will Dich nicht vom Lernen ablenken
    PSS UK = United Kingdom, NHS National Health (System?)

  2. #72
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Zitat Zitat von fridolin
    Hi, @all,
    Frage: Was können private Klinikbetreiber besser?
    Antwort: Personal verschieben
    Personal entlassen
    Personal schlechter bezahlen
    Personal "einnorden"
    Das liest sich auf den Seiten von der RHÖN-KLINIKUM AG etwas anders:

    -> http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/k0/privatisierung

    [...]
    Oberste Priorität für den Regelungsbedarf bei der Privatisierung eines zuvor unter öffentlich-rechtlicher Trägerschaft geführten Krankenhauses haben meist folgenden Punkte:

    Gewährleistung der Versorgung auf hohem Qualitätsniveau

    Zukunftssicherung des Krankenhauses bei Übernahme / Investitionen

    Mitarbeiterübernahme, Haustarifverträge, Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter

    Kaufpreisverwendung / rechtlicher Eigentumsübergang
    Bzw. -> http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka...hendevertraege

    Unser Übernahmekonzept geht wie das RHÖN-KLINIKUM -Betriebskonzept von dezentralen Ansätzen aus, die Freiraum für regionale Mitwirkung erlauben, im Gegenzug aber die Bereitschaft, sich einzubringen, fordern. Als problematisch haben wir immer empfunden, wenn Personalvertretungen bis zum letzten Tag gegen eine Privatisierung kämpfen, um dann, wenn sie beschlossen ist, den neuen Herausforderungen unvorbereitet gegenüber zu stehen. Wir empfehlen deshalb eine frühzeitige und offene Diskussion – vielleicht sogar auf unverbindlicher Ebene –, um die unzweifelhafte Zukunftsträchtigkeit unserer Tarifsysteme kennen zu lernen.
    ,

    hhe

  3. #73
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Ergänzung zu Fridolins Liste

    - Personal, dass sich dem Wohl des Hauses verpflichtet fühlt und nicht nur dem Wohlergehen der eigenen Station. Personal, das auch bereit ist kompromislos auf anderen Stationen zu arbeiten, wenn dort Not am Mann ist.

    - Personal, dass nicht nur trauert über die guten alten Zeiten, sondern das bereit ist, selbst aktiv zu werden in der aktiven Umgestaltung des Gesundheitswesens. Personal, dass sich auch mal mit öÖkonomie auseinandersetzt- und sei es nur ansatzweise.

    Elisabeth

  4. #74
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Ergänzung zu Fridolins Liste

    - Personal, dass sich dem Wohl des Hauses verpflichtet fühlt und nicht nur dem Wohlergehen der eigenen Station. Personal, das auch bereit ist kompromislos auf anderen Stationen zu arbeiten, wenn dort Not am Mann ist.
    wobei der punkt allerdings nix mit privatisierung zu tun hat. ist bei uns schon jetzt so - in nicht privater trägerschaft
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

  5. #75
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    AUUUAAAAA! Auf keinen Fall wollte ich den Eindruck erwecken, dass nichts (aber auch gar nichts!) verändert werden darf oder soll. Dafür bin ich zu
    l-a-n-g-e in der Pflege. Es gab und gibt immer noch Eniges, was ich nicht befürworten kann. Die Liste würde zu l-a-n-g-e werden, sollte ich meine gesamte Kritik hier loswerden wollen.

    Es gibt Systemfehler (Management), es gibt Prozedurale Fehler (Personal), es gibt Ergebnis Fehler (hmmm, was oder wer wohl dahinter steckt?)

    Wenn Pflege nirgends abgebildet, erklärt, erläutert, begründet usw. wird (oder werden kann), dann sehe ich große Probleme für diese gesellschaftlich notwendig "Dienstleistung".
    Was wir nicht gebrauchen können sind z .B. Finanzierungsprobleme der Ausbildung (incl. Fort und Weiterbildung), Stellenabbau, z.T. niedrige Bezahlung (manche nennen das auch schlicht "Anerkennung"), ach so, habe vergessen zu erklären wer "wir" ist. Damit meine ich Alle in dieser Gesellschaft, die heute oder morgen Pflege brauchen. Weiter: schlecht besetzte Schichten, schlecht qualifiziertes Hilfspersonal und das noch ohne Plan, was die von den qualifizierten unterscheiden soll....
    Pflegende mit Job-Mentalität, Pflegende ohne Fach-Sach-Sozial oder sonstige notwendige Kompetenzen (manche nennen dieses auch "Schlüsselqualifikation", nun ja, ich streite mich nicht über dieses oder jenes Wort). Für heute reicht diese Liste.

    Privatisierung ist per se nicht zu verdammen, lediglich das Problem "Geld" (wer was von Pflege wieviel kriegt in "schlechten Systemen") bei denen, die einspurig (Geld) denken. Fatal wird das wenn die Pflege sprachlos (stumm-averbal- apahsisch) bleibt, d.h. eine Pflege, die nicht sagen kann, und sich bisher noch selten traut zu sagen, für was Pflege eigentlich gut ist.

    Gute Bedingungen für Patienten können in privaten, staatlichen, kirchlichen usw. Krankenhäuser herrschen. Genauso gilt dieses für schlechte Bedingungen. Ach, noch eine Erweiterung: überhaupt "gesundheitliche" Versorgung, damit meine ich alle notwendigen Berufsgruppen in Takt, damit das auch alles Klappt. Mit der Gesundung und so.

    Stell Dir vor, Du bist krank, und alle denken nur an Dein Geldbeutel.

    WomBat, wieso verdient eigentlich ein Flugbegleiter so gut? (Natürlich sind Flugbegleiterinnen auch gemeint)

  6. #76
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    Pfeil AW: "Krankenhaussterben"

    Lieber HHE, liebes Forum,
    hier spiele ich einmal den Dolmetscher für die Rhön - AG:
    ".... Zukunftssicherung des Krankenhauses bei Übernahme / Investitionen
    Mitarbeiterübernahme, Haustarifverträge, Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter..."
    Übersetzung:
    Nicht das KH schließen, aber nicht profitable Abteilungen entfernen, Mitarbeiterübernahme, um eine Auswahl zu haben, Haustarifvertrag = Bezahlung unter dem TVöD und Wegfall sozialer Komponenten, Erfolgsbeteiligunmg der Mitarbeiter heißt: einige wenige verdienen mehr(s. u.; die Bemerkung gegen die Personal- und Betriebsräte deren Pflicht es ist, gegen die Privatisierung zu kämpfen) - die Mehrheit der Mitarbeiter verdient weniger.
    Weine Ironie sind die netten Worte bei genauer Beobachtung doch....
    Wenn schon ein privates KH, dann sollte die GmbH einem kommunalen Träger haben, ansonsten - ohweh oweh ohwei.........
    fridolin
    mit traurigen Grüßen
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  7. #77
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Hey all,

    der nette Herr Rhön-Klinikum gibt klar vor das in den von ihm geführten Kliniken die Personalquote bei 50% zu liegen hat.

    Durchschnitt ist in deutschen Kliniken derzeit 70-80%.

    Noch Fragen?

    PS: Wir sprechen hier von den Ausgaben für Personal!

    Gruß, T.


  8. #78
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Immerhin, die Kurse der Rhön Kliniken sind in den letzten Tagen nicht gerade nach oben geschnellt.
    Die Analysten raten dennoch die Aktie zu halten,
    ich frage mich was wir als Fachanalysten raten sollten...

    Gruß, T.
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  9. #79
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    Breites Grinsen AW: "Krankenhaussterben"

    Wenn die Pflege Geld hätte, dann würde ich jetzt vorschlagen:
    Kaufen, Kaufen, Kaufen, Kaufen, Kaufen, Kaufen bis es uns gehört



    mit kollegialien und freundliche Grüßen aus Reutlingen

    der ex Gießener arnold

  10. #80
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Zitat Zitat von Ambu das Beuteltier
    der nette Herr Rhön-Klinikum gibt klar vor das in den von ihm geführten Kliniken die Personalquote bei 50% zu liegen hat.

    Durchschnitt ist in deutschen Kliniken derzeit 70-80%.
    Quelle?

    Anyway:

    Zitat Zitat von http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/k0/presse/aktuell
    Aktuell gehören zum RHÖN-KLINIKUM Konzern 41 Kliniken mit 12.222 Betten/Plätzen an 33 Standorten. In den ersten neun Monaten 2005 wurden insgesamt 729.522 Patienten in den Konzerneinrichtungen behandelt. Die Finanzstrukturen des Konzerns gelten als stabil und gesund. Am 30. September 2005 waren im Konzern 21.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
    Macht etwa 517 Mitarbeiter / Klinik bzw. 1,7 Mitarbeiter / Bett.

    Wenn ich das mit den offiziellen Zahlen an meiner Klinik vergleiche, komme ich auf 5 Mitarbeiter / Bett (7.500 / 1.500).

    OK, da ist sicher noch der ein oder andere Forscher dabei, aber selbst wenn ich alle 1.300 beschäftigten Ärzte abziehe, komme ich immer noch auf einen Schnitt von 4.

    Vielleicht ist der Personalschlüssel gerade das wirtschaftliche Erfolgsrezept der Rhön Klinikum AG?!

    ...,

    hhe

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