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Thema: "Krankenhaussterben"

  1. #11
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Was passiert in dieser Zeit mit den KollegInnen? Kündigung? Zwangsfrei?

  2. #12
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Zitat Zitat von Tempo
    Was passiert in dieser Zeit mit den KollegInnen? Kündigung? Zwangsfrei?
    Wahrscheinlich sowas in der Richtung (etwa die letzten 10 Sekunden)

    ...,

    hhe

  3. #13
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    Beitrag Und noch was spannendes ...

    Hamburger Abendblatt vom 22.11.2004

    Klinik-Streit: Juristischer Teilerfolg für den Landrat


    Uetersen - Im juristischen Tauziehen um die Zukunft des Uetersener Krankenhauses hat gestern der Kreis Pinneberg einen Teilerfolg errungen. Nach mehrwöchiger Prüfung erklärte sich der Richter am Landgericht Itzehoe für "nicht zuständig", um über eine einstweilige Verfügung der Stadt zu entscheiden. Uetersen will den Kreis zwingen, das Krankenhaus nicht wie geplant am 3. Dezember zu schließen. Jetzt muß das Verwaltungsgericht Schleswig darüber urteilen.

    [...]


    Unverändert von der Entscheidung über die Zuständigkeit des Gerichts behält der Hinweis des Itzehoer Richters Gültigkeit, daß die Situation im Uetersener Krankenhaus nicht mehr verändert werden darf. Darauf pochen jedenfalls Bürgermeister Wiech und Rechtsanwalt Jochen Glaubach. Gleichzeitig beklagte der Uetersener Verwaltungschef, daß der Kreis sich nicht an diese Auflage halte. Nach Angaben von Wiech sind aus der Anästhesie und der Orthopädie in Uetersen Geräte abtransportiert worden. mra

    erschienen am 20. November 2004 in Pinneberg
    Quelle & weiter: http://www.abendblatt.de/daten/2004/11/20/366387.html

  4. #14
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    Standard Privatisierung der Uni-Kliniken Marburg und Giessen geplant

    Die Hessische Landesregierung hat sich entschieden, die Zukunft der Universitätskliniken Gießen und Marburg durch eine vollständige Privatisierung zu sichern und wird damit eine bundesweite Vorreiterrolle übernehmen.

    „Es entstehen zwei Großkliniken ohne Betriebsdefizite zu Lasten des Landeshaushaltes“, betonte Koch und fügte hinzu, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, Ausbildungs- und Studienplätze würden gesichert. Quelle: Fuldainfo.de

  5. #15
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    Standard AW: Privatisierung der Uni-Kliniken Marburg und Giessen geplant

    Journal Med schreibt zu diesem Thema heute: «Mutiger Schritt» oder «Ausverkauf»

  6. #16
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Hallo Forumsdiskutanten,

    Vielen Dank das Ihr hier das Thema aufgreift das uns in Mittelhessen derzeit sehr stark beschäftigt. Dadurch das unser hessischer Ministerpräsident uns über Nacht zu Betroffenen gemacht hat wird hier in den Kliniken viel diskutiert. Wir haben aber auch schon vor der Meldung der letzten Woche (R. Koch verkauft die beiden Universitätsklinika Marburg und Giessen gemeinsam an einen Gewinnabschöpfer seiner Wahl) diskutiert und Aktionen geplant.

    Wir fanden es schon eine Zumutung unsere Verträge durch die Hintertür ändern zu wollen und uns dadurch schon einen Haufen unserer Kollegen nehmen zu wollen (R. Koch kündigte für Hessen einfach einseitig den BAT indem er aus dem Verband öffentlichen Arbeitgeber ausstieg).

    Es gründete sich ein Aktionsbündnis und einige Protest- und Aufklärungs-Aktionen erfolgten bereits.
    Zum Beispiel
    Am vergangenen Freitag wurde in Marburg demonstriert. Die Einkaufsstrasse wurde eben mal, zur besten Geschäftszeit im Weihnachtsgeschäft, mit einem großen Demozug lahmgelegt und die Bevölkerung wurde über die Lage aufgeklärt. Natürlich waren auch jede Menge Angehörige, Kinder, Trillerpfeifen, eine Trommelgruppe, usw. mit uns auf der Strasse.


    Weitere Aktionen sind geplant und werden die Aufmerksamkeit für das Problem nicht abebben lassen.

    Das schönste an der Sache:
    Das organisierende Aktionsbündnis ist interdisziplinär und hat somit Beteiligte aus allen Bereichen eines großen Klinikums hinter dem warmen Dezemberofen hervor- und auf die Strasse- gelockt!

    Dabei wollen wir doch lediglich unsere Kollegen behalten um weiterhin eine regelgerechte Versorgung der Patienten der Region zu gewährleisten.
    Keine Frage: Die Zeiten sind insgesammt nicht rosig...aber die Antwort kann nicht sein ersteinmal radikal zusammenzustreichen, den Krankenversorgungsauftrag zu privatisieren und damit die eventuellen Gewinne auch noch den Beschäftigten und Patienten zu entziehen.


    Habt ihr mal ausgerechnet wieviele Stellen freigesetzt werden könnten wenn alle jetzigen Mitarbeiter ab morgen 42 h arbeiten würden?
    Die Rechnung ist nicht sehr schwer.
    Also seid wachsam und wehret den Anfängen auch in den anderen Bundesländern!!

    Gruß,
    T.

  7. #17
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    Lächeln AW: "Krankenhaussterben"

    Liebe Kolleginnen und Kollegen - oder muss ich schon sagen "ehemalige" ...?

    Unter der URL

    http://www.kliniksterben.de/

    können die aktuellen Krankenhaus-Nachrufe betrauert werden.

    Es stellt sich jetzt die Frage ob wir Intensivpflegenden auf das Kliniksterben

    mit dem im frühen Christentum verbreiteten
    "Memento mori!" - "Bedenke, dass du sterblich bist!"

    oder eher mit einem durch den Philosophen Horaz begründeten
    "Carpe diem!" - "Lebe heute!"

    reagieren sollen.

    Zur Burnout-Prophylaxe wäre jedenfalls ein entschiedenes

    "CARPE DIEM!"



    :five:


    unseren belasteten Seelen dienlicher.

    In diesem Sinne - Frohe Weihnachten!

    Ihr/Dein
    Martin Allgeier

  8. #18
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    Standard AW: "Krankenhaussterben"

    Einzige Möglichkeit, sich zu wehren ist:
    werdet alle ver.dianer! http://portal.verdi.de/
    (Mitglieder der tarifparteien haben in Scharen möglicher Weise Einfluß auf die Gesundheitspolitik!)
    Ansonsten:
    Wer noch Jung ist, sollte sich einen Zweitberuf außerhalb des Gesundheitswesens zulegen um ggf. selbst finanziell überleben zu können.
    Prognose:
    Das derzeitge Abrechnungssystem (DRG) ist aus fremden Ländern (Australien) mit einer völlig anderen infrastruktur auf die BRD übertragen worden - das kann nicht gut gehen. Wenn das Abrechnungssystem überhaupt die Konvergenzphase überlebt, so wird spätestens 2010 bis 2015 ein radikaler Schritt in eine andere Richtung nötig sein, um überhaupt noch Kliniken in der BRD zu haben, die auch schwerkranke Patienten ohne Sicht auf die Kosten behandeln (dürfen).
    Paralell werden die Arbeitgeber zur Tarifflucht schreiten und versuchen, auch Pflegepersonal unter Tarif (oder abgespeist mit sog. Haustarifverträgen) zu bezahlen. Dies zu recht als Lohndumping bezeichnet. (Neues Thema. 1 ? Job`s in der Pflege...)
    Es reicht-
    nachweihnachtliche Grüße
    fridolin

  9. #19
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    PC AW: Verdi

    Bin ja ganz deiner Meinung in Punkto Gewerkschaftsmitgliedschaft,
    jedoch hört man relativ wenig von dieser großen Verdi in Bezug auf das Gesundheitswesen.

    Eine aktuelle Pressemitteilung in Hessen war jetzt das Verdi gegen eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeiten auf 42 Stunden ist. Jedoch kam diese Meldung auch erst zustande nachdem in Hessen erste Proteste der Beschäftigten aufkeimen (die meisten davon nicht gewerkschaftlich organisiert).

    Ich zweifle also ein wenig an das die große Ver.di immer die beste unserer Vertretungen darstellt. Auch vom DbfK höre ich reichlichst wenig zu diesen aktuellen Themen.

    Ich bin auch deiner Meinung was die Sache mit dem zweiten Standbein neben dem Kliniksvertrag angeht. Aber das führt halt auch dazu das die verbleibenden Kliniker nicht mehr all ihre Energie in die primäre Patientenversorgung stecken sondern mit einem Gedanken immer im Zweitjob herumeiern! Vieleicht ist diese bedenkenswerte Situation gar nicht mehr aufzuhalten.
    Und nebenbei erwähnt:
    Alle Freiberufliche Tätigkeiten sind in aller Regel nicht im Angestelltenverhältniss ausführbar, also was hat hiermit dann noch Ver.Di zu tun???

    Hat jemend hier auch bessere Erfahrungen mit Gewerkschaften gemacht?
    Wo sind die engagierten Gewerkschafter die noch versuchen direkten Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu nehmen? Wenn sich diese vermehrt zeigen würden (und ihre Ergebnisse auch) könnte ich mir vorstellen das wieder mehr Menschen über eine Mitgliedschaft nachdenken werden.

    Gruß, T.

  10. #20
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    Standard AW: Verdi

    Hi, Ambu!
    Du schreibst:
    "Alle Freiberufliche Tätigkeiten sind in aller Regel nicht im Angestelltenverhältniss ausführbar, also was hat hiermit dann noch Ver.Di zu tun???"

    >>Freiberufler dürfen sehrwohl Mitglied in Gewerkschaften sein, sind es jedoch selten, weil die Intressenlage völlig anders ist.<<

    Wen sucht Du? Deine u. g. Frage hat sich eigentlich schon von selbst beantwortet.
    "Wo sind die engagierten Gewerkschafter die noch versuchen direkten Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu nehmen?"
    >>Hier!!<<

    Und hier ein altes Gewerkschaftsargument:
    Nur Mitglieder der Tarifparteien haben das Recht, auch die tariflich vereinbarten Löhne, Gehälter, Sozialleistungen, Urlaubstage und so weiter zu erhalten. Als Tarifpartei ist in der BRD nur der Arbeitgeberverband sowie die Gewerkschaft (in diesem Fall ver.di) zugelassen. Ergo: Nur Gewerkschaftsmitglieder haben ein Anrecht auf die o.g. Leistungen, auf alle anderen Arbeitsverträge muß der Tarifvertrag nicht zwingend angewand werden. Allerdings ist gewohnheitsmäßig das Tarifrecht immer auf alle Angestellten ausgedehnt worden. Ob dies immer so bleibt, kann niemand sagen, denn gerade in Zeiten knapper Kassen wird gespart, wo auch immer nur ein Cent zu holen ist.
    Die für den Einzelnen teure Gewerkschaft hat für Euch alle in der Vergangenheit doch vernüftige Arbeits- und Lohnbedingungen geschaffen - bei aller teilweise berechtigten Kritik sollten diese Leistungen nicht vergessen werden.
    Bis dann...
    Live in und kommt alle mit und ohne Dienst gut im neuen Jahr an.

    Und hier die Warnung des Tages:
    Ein zu hoher Alkoholspiegel kann Euch in Arme Eurer KollegInnen treiben - diesmal allerdings als Patient.

    fridolin

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