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Thema: Leistung der Pflegenden beurteilen

  1. #1
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    Frage Leistung der Pflegenden beurteilen

    Hallo @ all ...

    Bitte um eure Meinung zu folgendem Thema:

    Denkt ihr, dass man Pflegende & ihre Leistungen objektiv beurteilen kann?

    Danke für eure Antworten

    Gruß Cicero

    PS: ich war noch im falschen Forum, kann der Moderator den Beitrag bitte in das allgemeine Forum verschieben? Daaaanke + sorry
    Geändert von Holger Beuse (07.06.2008 um 11:01 Uhr) Grund: Verschoben ins passende Forum

  2. #2
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Es gibt keine objektive Beurteilung. Siehe z.B. Johari- Fenster: http://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster .

    Wieso fragst du?

    Elisabeth

  3. #3
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Hallo Elisabeth...

    Hauptsächlich wg. Einführung der leistungsorientierten Bezahlung in der Pflege.

    Ich weiß, durch den letzten Tarifabschluss wieder hinfällig aber in unserem Unternehmen gibt es Bestrebungen diese trotzdem einzuführen.

    Also muss Leistung doch beurteilbar sein, diese sollte doch objektive Kennzahlen haben, um vergleichbar sein zu können, oder? Wie soll das in der Pflege aussehen? Wo es doch hauptsächlich Serviceleistungen sind.

    Es gibt keine objektive Beurteilung
    Nun ich denke, es ist doch abhängig wie und wer beurteilt. Denkst Du nicht, dass wenn die Beurteilung z.B. durch mehrere Personen anhand eines Leitfadens durchgeführt wird, es eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie objektiv ausfällt?

  4. #4
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Definiere Leistung in der Pflege!?!?

    Ist de Anzahl der gewaschenen Pat. als Leistungskriterium anzusehen?
    Ist die Fallzahl bzw. Verweildauer ein Ansatzpunkt?
    Ist die Anzahl der Beschwerden eine Möglichkeit zur Beurteilung?
    Ist die Anzahl der Überstunden ein Zeichen für Engagement?
    ???

    Verdi hat nicht umsonst keine Kriterien ausgegeben. Würde auch dem Prinzip der Tarifidee wiedersprechen: alle bekommen das gleiche- egal wieveil sie leisten, wie engagiert sie sind.

    In der DDR gabs so eine Art Neuererwesen. Für den Betrieb nützliche Ideen wurden belohnt. Ich sehe darin eine Möglichkeit Leistungen zu honorieren mit dem angenehmen Nebeneffekt für die Firma gleichzeitig sparen zu können.

    Elisabeth

  5. #5
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Für den Betrieb nützliche Ideen wurden belohnt. Ich sehe darin eine Möglichkeit Leistungen zu honorieren mit dem angenehmen Nebeneffekt für die Firma gleichzeitig sparen zu können.

    Elisabeth

    Das ist eine schöne Idee und dies gibt es mittlerweile in einigen Krankenhäusern, hat aber mit Leistung nur bedingt was zutun.

    Wenn ich nicht besonders kreativ bin und mir nichts einfällt, kann ich trotzdem eine hervorragende Pflegekraft sein. Subjektiv oder objektiv oder wie auch immer beurteilt. Und wenn ich Pflegefehler begehe und schlecht pflege, nicht auf die Patienten eingehe oder was auch immer und dann ab und zu eine gute, dem Krankenhaus nützliche Idee habe, dann wird meine pflegerische Leistung dadurch auch nicht besser...

    Gruß tildchen

  6. #6
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Wie definiert sich "hervorragende Pflegekraft"?

    Anzahl der gewaschenen Pat.? Anzahl der Dankesschreiben? Anzahl der Überstunden als Zeichen für Engagement? Anzahl der besuchten Fort- und Weiterbildungen?

    Was ist "schlecht Pflege"? Wie definere ich "Pflegefehler"?

    Wie kann man "auf die Patienten eingehen" messen? Was mache ich, wenn der Patient Zuwendung ablehnt?

    Lebt unser Beruf nicht von Kreativität?

    Elisabeth

  7. #7
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Wenn ich als Stationsleitung Ideen einbringe die dem Haus Geld sparen (z.B. Personalpolitik besser strukturiere, Materialkosten senke, Wäschebedarf reduziere ect.) bekomme ich einen "Bonus" und somit mehr Geld.
    Als Leitungskraft ist dies also möglich und man wird von der PDL schnell als "gute" Leitung angesehen. Aber als eine am Patienten arbeitende Pflegekraft auf einer Intensivstation (natürlich auch auf allen anderen Stationen, ich kenne halt nur die Möglichkeiten auf einer ITS) hat man doch kaum wirklich eine faire Chance beurteilt zu werden und somit mehr Geld zu verdienen.
    Schwierige Sache.
    Ich denke, dass es den PDLlern bzw. der Krankenhausführung nur ums Geld geht. Sprich: Jeder, der Ideen zum Sparen einbringt, wird evtl. Profit daraus ziehen können. Aber ist das gleich zu setzen mit "guter" Pflege???
    Und wer beurteilt dies?? Die Ärzte? Der Verwaltungsdirektor? Die PDL? Die Patienten?

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  8. #8
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    rettungsmaus: ... beurteilt zu werden und somit mehr Geld zu verdienen. ...
    nun ich denke, dass es nicht immer um mehr Geld gehen muss. Leistungsorientierte Bezahlung kann ja auch Berufsentwicklung beinhalten. Sprich Fortbildungen, Kongresse etc. bzw. kann herangezogen werden, um eine Karriereplanung zu entwickeln. Denn auf die freie Stelle sollte doch die richtige Frau/Mann gesetzt werden und nicht wie noch häufig im öffentl. Dienst üblich, der/diejenige die am längsten durchgehalten hat.

    Trotzdem führt mich das wieder zu meiner eigentl. Frage:
    ¿kann Pflege objektiv anhand bestimmter Kriterien (Arbeitsqualität, Motivation, Engagement etc.) beurteilt werden?

    was denkt ihr?
    Hat jemand damit Erfahrung gemacht?

    Undiskutiert soll dabei der Aspekt bleiben, ob es Sinn macht. Die die es sich nicht vorstellen können werden keinen Sinn daran finden. Die motivierten Kollegen, die sich im Bereich der Weiterbildung und Einarbeitung bzw. der Entwicklung neuer Pflegetechniken etc. engagieren werden dem schon einen Sinn abgewinnen können.

    Jeder von uns kennt die unterschiedl. Charaktere, mit denen man es so tun bekommt in der Pflege. Es gibt Kollegen, die sich um ihre Pat. „kümmern" und es gibt Kollegen die nutzen zusätzl. freie Zeit um sich in der Küche od. sonst wo herumzudrücken. Pflegende die gern ihr Wissen weiter vermitteln und andere die einen Mitarbeiter zur Einarbeitung als Hilfskraft und Entlastung verstehen ... Es gibt so viele Beispiele ... ich denke, dass es Zeit wird, auch Unterschiede zu benennen und zu kommunizieren.
    Nicht getreu dem Motto die Faulen und Schlechten akzeptieren und durchschleppen, die Motivierten verbrauchen.
    Warum sollte das Unternehmen Krankenhaus nicht als Ziel haben sich die BESTEN rauszusuchen, wenn es bereit ist, sie auch dementsprechend (egal nach welchem Modell) zu bezahlen?

  9. #9
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Wie definiert sich "hervorragende Pflegekraft"?

    Anzahl der gewaschenen Pat.? Anzahl der Dankesschreiben? Anzahl der Überstunden als Zeichen für Engagement? Anzahl der besuchten Fort- und Weiterbildungen?

    Was ist "schlecht Pflege"? Wie definere ich "Pflegefehler"?

    Wie kann man "auf die Patienten eingehen" messen? Was mache ich, wenn der Patient Zuwendung ablehnt?

    Lebt unser Beruf nicht von Kreativität?

    Elisabeth
    Liebe Elisabeth,

    wie immer antwortest du mit Gegenfragen. Schön dann will ich es mal mit Antworten versuchen. Die Definition für eine gute Pflegekraft wird es nicht geben. Allerdings könnte ich dir hundert Beispiele für schlechte Pflege und auch Pflegefehler aufzählen, aber das ist hier wohl nicht nötig. Natürlich gibt es keine Skalen um Leistungen zu messen, aber dennoch kann man Leistungen unterschiedlich und wenn man mehrere Leute zu Rate zieht auch einigermaßen fair beurteilen. Und mit einem Ideewettbewerb ist es nicht getan. Ob eine Idee gut ist wird meiner Erfahrung nach, wie auch rettungsmaus schon sagt, eher an der Wirtschaftlichkeit gemessen. Und beurteilt wird dies doch eher von einer Komission, die die entsprechende Pflegekraft vielleicht noch nie gesprochen hat.

    Du hast Recht, Kreativität ist sicher nicht schlecht in unserem Beruf, aber nicht der alleinige Maßstab. Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Bereitschaft neues zu lernen usw sind u.a. ebenfalls wichtig in unserer Arbeit. Und ob man auf Patienten eingehen kann mißt sich nicht an der Anzahl der Dankesschreiben wie du etwas ironisch anmerkst. Sondern daran, wie ich dem Patienten das gebe, was er braucht und das kann dann auch mal sein ihn/sie in Ruhe zu lassen. Leistung ist durchaus beurteilbar und am fairsten wird es zugehen wenn es dies nicht nur einer tut. Für Station ist "meine" Vision die, eine Gruppe zu bilden aus einem oder 2 Mitarbeiter (vielleicht ein "Alter" und ein relativ "Junger") aus dem Team mit Stationsleitungen und evtl noch Vertreter der anderen Berufsgruppen und dann eine gemeinsame Bewertung eines Mitarbeiters aus verschiedenen Perspektiven einigermaßen fair und objektiv zu schreiben. Dabei müssen natürlich alle Teilnehmer der Gruppe gleiches Stimmrecht haben. Was auch hilfreich sein kann ist, dass die "Beurteiler" gut geschult werden. Das hilft zwar nicht in allen Fällen seine persönlichen Emotionen rauszuhalten, macht aber sensibel.

    Grundsätzlich finde ich es keine schlechte Idee Leistung zu honorieren. Denn jeder von uns kennt wohl die Kollegen, die sich aus allem raushalten, sich vor unangenehmen Arbeiten oder Patienten drücken und seit ihrem Examen lediglich die Pflichtfortbildungen abgesessen haben und sich sonst für nichts interessieren.

    Tildchen

  10. #10
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    Standard AW: Leistung der Pflegenden beurteilen

    Wenn du jemanden beurteilen willst, musst du einheitliche Kriterien vorgeben.

    Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit findest du unter anderem in dem Bereich Soft Skills.
    Bereitschaft neues zu lernen dürfte zu Erhöhung der Fachkompetenz führen.

    Ergo: Beurteilung könnte den Spezialsierungsgrad abbilden und die Ausprägung der Soft Skills angeben. So eine Beurteilung lässt sich durchaus "skalieren".

    Damit wäre es möglich die Leistung einer KS auf einer Wochenstation identisch mit der Leistung einer KS auf einer Intensivstation zu beurteilen. Softskills sind identisch- egal welcher Bereich. Fachkompetenz wird vom Fachbereich bestimmt.

    Wie hoch soll die Fachkompetenz sein? Reicht das niedrigste Niveau?
    Ich denke nicht. Dieser Bereich müsste jedes Jahr neu definiert werden.

    Viel Aufwand für wenig Geld. Ich befürchte, es wird wie immer im Einheitsbrei landen: alle bekommen den gleichen Obulus.

    Elisabeth

    PS Fair und objektiv kann niemand beurteilen. Das hängt mit unserer Unfähigkeit zusammen, die Realität wahrzunehmen. Es wird immer eine persönliche Note in der Beurteilung enthalten sein- egal wie das Beurteilungsgremium zusammen gesetzt wird.

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