Umfrageergebnis anzeigen: Was haltet ihr von der Einführung eines Intensivtagebuches

Teilnehmer
14. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, unbedingt, weil

    6 42,86%
  • Nein, davon halte ich nichts, weil

    1 7,14%
  • Oh ne, noch mehr Schreibkrams

    7 50,00%
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Ergebnis 51 bis 60 von 125

Thema: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

  1. #51
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    *ggggg* hast nicht schlechte Argumente pro Tagebuch.

    Elisabeth

  2. #52
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    Ausrufezeichen AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Huhu Ihrse,

    noch 26 Tage und bis jetzt ist es noch so dass 50 % das Intensivtagebuch interessant finden. hehe. Ich erzähl euch mal wie s bei mir so läuft....

    Ich bin immer noch in der Infosammlungsphase für meine Facharbeit...

    Meine nächsten Schritte werden nun sein mir von meiner PDL absegnen zu lassen dass ich das ITS-Tagebuch einführen darf.... Hoffe dass klappt... Danach starte ich meine Umfrage.... (die ich schon erarbeitet habe)...

    Ich werde unsere 3 ICUs einbeziehen (Pflegende und Ärzte), sowie die Physiotherapeuten und die Seelsorge... Alles in allem so 150 - 200 Fragebögen.... Ich bin mal gespannt wie die Rücklaufqoute ist....

    Aber erstmal nen Termin kriegen bei meiner PDL 8-). Wünscht mir Glück....

    Euer Cengiz
    der immer noch sehr an dem Thema hängt 8-)))
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  3. #53
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    Frage AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Hallo ihr Zwai´ler,

    mal noch ne andere Frage:

    Wo bekommt Ihr denn die ganzen Studien her.... Ich komm immer nur auf Seiten die kostenpflichtig sind.... Wenn ich mir die ganzen Studienlinks von Dirk anschaue da wirds mir ja ganz schlecht... geht ja in die 100 Euro Richtung...

    Wäre supercool, wenn ihr mir evtl. links schicken könntet wo ich diese Studien runterziehen könnte....


    Euer Cengiz aus Aschaffenburg
    PFLESCHER AUS LEIDESCHAFT

  4. #54
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    Ausrufezeichen AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Alohar,

    ich hab mein erstes inoffizielles Tagebuch geschrieben bei einem Patienten mit Z.n. CPR bei Kammerflimmern. Nachdem ich ihm zugehört habe hat er sich geöffnet und von sehr verstörenden Erfahrungen nach einer Sedierung und Beatmung 2004 berichtet.

    Nach einem langen Gespräch zwischen uns (06./07.09.2009) löst sich bei Herrn B. die Distanz und er weint, wenn er von diesen Träumen berichtet. Ausschlaggebend war ein Evita Notfallhupen auf Station. Begleitet mit Panikattacken und nicht mehr schlafen wollen (Diese hat er schon seit 2004 immer wiederkehrend).

    1. Traum
    Er ist in einem Cafe in Würzburg wo der Main ne Schleife macht. Dort sitzt er in einem Cafe und trinkt etwas. Nebenan sitzt eine türkische Familie. Die Frau ist hochschwanger. Er fragt sie was es wird, ein Bub oder ein Mädchen. Daraufhin ertönt ein enervierendes Hupen (Evita 4 Alarmsignal???) und der Traum verschwimmt. Er sagt: „Jetzt fängt das schon wieder an!!!“

    2. Traum
    Er fährt eine Strasse lang... Dort kommt er an ne Abzweigung. Er fragt links oder rechts... Erst fährt er links... Dann das Hupen... In einem zweiten Traum fährt er rechts....auch da das Hupen.... Und wieder seine Aussage : „Jetzt fängt das schon wieder an!!!“

    3. Traum
    Er sitzt in einem riesigen Konzertsaal und da er ja weiss Sprechen ist schlecht für ihn setzt er sich in die hintersten Reihen um nicht angesprochen zu werden. Doch irgendwann dreht sich eine Person um und fragt ihn: „Gefällts Ihnen?“ und so nett wie er ist antwortet er ja.... Daraufhin wieder das Hupen....

    4. Traum
    Er träumte von einem Zimmer, indem es eine Klimaanlage gibt die über seinen Kopf quer verläuft und es einen grossen rosa Farbklecks in der Ecke gibt. Dann wieder das Hupen... Diesen Traum hat er angeblich auch schon beim Autofahren gehabt (als Tagtraum) an einer Ampel. Er konnte nicht mehr weiterfahren.

    5. Traum
    Er träumte von einem langen Gebäude. Er war in einem Zimmer auf einen Haken gespannt! Wie ein geschlachtetes Schwein hängt er an einem Fleischerhaken und wartet auf die OP! Wenn es dann soweit ist und er zur OP geht... wird er am Fleischerhaken weitergezogen...... Wenn er dann noch etwas sagt oder wissen will fängt das Hupen wieder an....

    Ich finde Traum 3 und vor allem Traum 5 sehr heftig. Ich konnte leider nicht ergründen, wie er auf den Fleischerhaken und das Band an dem er gezogen wurde, kommt.

    Ich mache jetzt seit 4 Nächten Dienst und erst am 4. Tag hat er sich geöffnet und mir von diesen verstörenden Träumen berichtet.

    Django
    PFLESCHER AUS LEIDESCHAFT

  5. #55
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    Pfeil AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Lieber Django,
    ich persönlich finde es schön, dass Du so viel Zeit für ein langes Gespräch mit Deinem Patienten hast. Hoffentlich nicht in Deiner Freizeit.
    Danke außerdem für die Ergebnisveröffentlichung.
    Bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht kannst Du uns hier auf dem Laufenden halten?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  6. #56
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Und genau hier sehe ich das Problem der wohlmeinenden Idee. Man kann eine psychische Fehlentwicklung nach einem belastenden Trauma mal nicht so zwischen Tür und Angel erkennen mit Hilfe eines Fragebogens... und vor allem, was machst du jetzt mit deinem Wissen. Welche therapeutische Hilfe kannst du als Pflegekraft geben? Zuhören allein reicht hier nicht. Du weckst Hoffnungen, die du am Ende nicht einlösen kannst.

    Seien wir mal ehrlich- jeder von uns hat schon erlebt, dass ein Pat. sich während seiner stationären Zeit öffnet. Und wir haben gelernt, dass zu unserer eigenen Gesunderhaltung eine gute Abgrenzung und Distanz zu solchen Fällen gehört. Ich bin während der Liegedauer für den Pat. zuständig- danach muss dieser Part von jemand anderem übernommen werden... von ausgebildeten Fachspezialisten. Und für diese Spezialisten hat unser somatisch orientiertes Gesundheitswesen nur sehr wenig Geld übrig.

    Elisabeth

  7. #57
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Django,

    hast Du die Literatur Liste von Nydahl und Co. gesehen?
    http://www.nydahl.de/TagebuchLitliste.pdf

    Das hier ist relativ neu:
    Intensive Care Unit (ICU) Diaries as a Therapeutic Intervention for Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) Following Critical Illness (RACHEL II), Prof. R.D. Griffiths, Liverpool, Studie 2009 (siehe auch Grifffths 2002 und 2007)

    WomBat

  8. #58
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Man kann eine psychische Fehlentwicklung nach einem belastenden Trauma mal nicht so zwischen Tür und Angel erkennen mit Hilfe eines Fragebogens... und vor allem, was machst du jetzt mit deinem Wissen. Welche therapeutische Hilfe kannst du als Pflegekraft geben?
    Hallo Zusammen !
    obiges Zitat habe ich kopiert, um wieder einen Gedanken beizutragen :
    Dieser Patient hat bereits seit 2004 Symptome einer Belastungsstörung, die bislang unerkannt blieben (davon gehe ich nun einmal aus).
    Ein Kollege hat durch Aufmerksamkeit ("irgendetwas stört den Patienten") und Empathie (er verstand die Not des Patienten).
    Cenhiz hat ,meines Wissens, keinen Fragebögen ausfüllen lassen, sondern hat sich in seinem professionellen Verständnis mit dem Patienten befasst, und das berichtete erlebt.

    1. Hat Cengiz nun die Möglichkeit, professionelle Hilfe im Sinne einer psychologischen Betreuung einzuleiten
    2. Hat Cengiz die Möglichkeit, dem Patienten das "quälende" Geräusch der Evita nahezubringen, und "sinngebend" zu erklären.
    3. Hat Cengiz diesem Patienten vielleicht sogar schon damit geholfen, dass er da war, zugehört hat, den Patienten ernst genommen hat.

    Dieser Patient hat seit 5 Jahren Alpträume - wer hätte ihm jeh helfen können, wenn Cengiz nicht die Initiative ergriffen hätte.

    Niemand hat hier jeh behauptet, dass ein Tagebuch heilen kann - aber es kann helfen !

  9. #59
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Was nicht erkannt wird, wird auch nicht therapiert / oder zumindest Verständnissvoller Umgang damit wird u.U. verweigert. "Es" wird auch nicht weitergeleitet an jemanden, der evtl. etwas positives bewirken kann.

    Weiterhin führt Nicht-Erkennen zu Missverständnissen, im schlimmsten Falle wird die Not des Pat. nicht erkannt und sie/er kommt in eine Schublade (wie auch immer die genannt wird - von Durcheinander - das Forum kennt alle Begriffe, die ich hier nicht nennen will - bis Non-Compliant...usw.)

    Ich kenne das Thema "Intensivtageguch" leider nur "theoretisch", das Konzept leuchtet mir aber ein, letztendlich geht es doch um eine Hilfe für den Betroffenen zur Bewältigung. Über eine Zeit, wo bei ihm in der Erinnerung entweder ein großes "Loch" ist oder das Loch ist mit Entsetzlichkeiten gefüllt. Bewältigungshilfe ist doch schon ein guter Schritt.

    WomBat

  10. #60
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    [QUOTE=Dirk Knück]
    Cenhiz hat ,meines Wissens, keinen Fragebögen ausfüllen lassen, sondern hat sich in seinem professionellen Verständnis mit dem Patienten befasst, und das berichtete erlebt.[QUOTE]
    Ebend- er ist in der Situation aktiv und versucht nicht per "Follow-up" am Telefeon eine Diagnose zu stellen. man beachte auch die Zeit, die der Pat. zum öffnen brauchte.
    1. Hat Cengiz nun die Möglichkeit, professionelle Hilfe im Sinne einer psychologischen Betreuung einzuleiten
    Ohne Zusammenarbeit mit den Ärzten- sozusagen als pflegersicher Alleingang- dürfte dies schwierig werden. Warum hat z.B. der Hausarzt dieses Problem nicht erkannt? Weil er um die mögliche Problematik nicht wußte?
    2. Hat Cengiz die Möglichkeit, dem Patienten das "quälende" Geräusch der Evita nahezubringen, und "sinngebend" zu erklären.
    Warum nur auf "Nachfrage" ein Geräusch, die Umgebung erklären? Warum nicht in der Situation bzw. unmittelbar danach?
    3. Hat Cengiz diesem Patienten vielleicht sogar schon damit geholfen, dass er da war, zugehört hat, den Patienten ernst genommen hat.
    Das dürfte eine ureigenste pflegerische Aufgabe sein und bedarf keines Intensivtagebuchs. Alle Zeit wird für den Pat. genutzt und nicht in Schreiben- aktuelle Doku und Nachbefragung- ver(sch)wendet.

    Niemand hat hier jeh behauptet, dass ein Tagebuch heilen kann - aber es kann helfen !
    So kommt es aber rüber. Mit einem Intensivtagebuch kann man garantiert das PTBS erkennen und stets einer entsprechenden Therapie zuführen. Und das können eigentlich nur Pflegekräfte leisten weil sie alleine über die Empathie verfügen.

    Elisabeth

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