Umfrageergebnis anzeigen: Was haltet ihr von der Einführung eines Intensivtagebuches

Teilnehmer
14. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, unbedingt, weil

    6 42,86%
  • Nein, davon halte ich nichts, weil

    1 7,14%
  • Oh ne, noch mehr Schreibkrams

    7 50,00%
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Ergebnis 41 bis 50 von 125

Thema: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

  1. #41
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Häää???
    @ Django & @ Elisabeth,
    wer sind den WIR?
    Die Sklaven der Ärzte - oder was geht jetzt hier ab?
    Haben wir doch mit dem Beatmungstagebuch die einmalige Chance und gegenüber dem ärztlichen Bereich zu etablieren und zu dokumentieren, dass wir auch OHNE die Ärzte gute Arbeit für den Patienten leisten können.
    Ich verstehe nicht, wieso das auf der einen Seite geforderte eigene und unabhängige Berufsverständnis auf der anderen Seite wieder überhaupt nicht wichtig ist und erst einmal die Ärzte bzw. Hausärzte gefragt werden sollen...

    Ich glaub´ es einfach nicht...
    Arme Pflege.
    Viele liebe Grüße
    der trauernde
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  2. #42
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Hallo Fridolin... es geht um die suffiziente Nachbetreuung und die kann Pflege bei allem guten Willen nicht leisten- sie kann zuarbeiten, mehr nicht.
    Und darum geht es- nicht um das Einholen einer Genehmigung.

    Was wir dokumentieren und wie, hat noch nie einen Arzt interessiert. ich kann Tagebücher schreiben so viel ich will... aber es soll ja nicht eine "Freizeit"-Beschägtigung sein, sondern soll für den Pat. sein.

    Und hier finde ich den Denkansatz von Django genau richtig- das therapeutische Team besteht nicht nur aus Pflegekräften.. oder täusche ich mich da?

    Elisabeth

  3. #43
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Hallo zusammen !

    Folgende Zitate scheinen mir hier wichtig :
    (wäre für mich die Frage ob ich die Kompetenz habe das zu erkennen als ganz normale Pflegekraft???)
    und hätte die Ärzte ausserklinisch informiert dass wir sowas anbieten im Klinikum
    Zitat Zitat von Elisabeth
    Es ist besser, den Hausarzt als primären Ansprechpartner ins Boot zu holen. Er hat den intensivsten Kontakt postoperativ und er hat das Vertrauen des Pat
    Ich möchte hier nochmal ganz klar zum Ausdruck bringen : Meine Intention ist NICHT, dass sich Pflegende als Hobby-Psychologen versuchen sollen. Auch denke ich nicht, dass ein simpler Fragebogen die kompetente Behandlung durch einen Facharzt ersetzen kann.

    Sicher ist es gut, die Hausärzte zu informieren, da sie dann auch den "Mehrwert" des Angebotes erkennen.
    Jedoch gebe ich folgendes zu Bedenken, wenn ich mich danach darauf verlasse, dass der Hausarzt ein Screening durchführt :
    Es braucht einen aktiven Akt, damit der Hausarzt ALLE betroffenen Patienten erreicht. Sprich, der Arzt muss die Patienten anrufen, einladen, anschreiben, oder besuchen. Bei der Arbeitslast der Hausärzte fehlt mir momentan die Phantasie, mir vorzustellen, dass das zuverlässig klappt.

    Fakt ist und bleibt, dass aktuell KEINERLEI Screening stattfindet. Untersuchungen zeigen, dass ein Fragebogen in der Lage ist, ein PTSD "relativ" sicher erkennen zu können. Natürlich erfasst Du nicht jedes PTSD. Jedoch erfasst Du - was sonst eben niemand macht. Somit handelst Du bereits im Patienteninteresse, und kannst die aktuelle Situation deutlich verbessern.

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Wann lernt Pflege endlich mal, dass Grabenkämpfe zwischen Pflege und Arzt kontraproduktiv für den Pat. sein kann.
    Autsch .... Wann lernt Pflege endlich, dass PFlege eine durchaus kompetente und selbstständige Berufsgruppe ist ???
    Ist es nicht ureigene Aufgabe der Pflege, Krankheit zu verhüten ? Risiken zu erkennen ??

    Ich begreife einfach nicht, wie man sich so sehr dagegen wehren kann, etwas "Eigenverantwortung" zu übernehmen (siehe diverse Diskussion um Delegation versus Übernahme).

    Wenn mir die Fähigkeit abgesprochen wird, ein Erkrankungsrisiko durch Screening mittels Fragebogen durchzuführen, wer macht dann zukünftig die Erhebung des Sturzrisikos im Krankenhaus, wer macht die Einschätzung des Dekubitusrisikos, und darf ich dann z.B. Skalen wie etwa RASS, TISS, oder CAM-ICU nicht mehr ausfüllen ???
    Soviel zur Kompetenz ....

    Ich glaube, auch hier muss jeder selber wissen, wie sehr er Kompetent ist (oder nicht sein möchte). Auf keinen Fall will ich andere BErufsgruppen ausschliessen, doch frage ich mich, weshalb diese Berufsgruppen nicht schon lange selber auf den Gedanken gekommen sind, dass man ehemalige Patienten mal fragen könnte, wie es ihnen eigentlich nach zwei Monaten so geht.....

    Hier nochmal die Kurzfassung :
    Aktuell : Patient wird entlassen, und keiner kümmert sich, und fragt nach.
    Ideal : Im Rahmen einer Intensivstationsnachsorge wird der ehemalige Patient (vollkommen egal von wem) befragt (egal mit welchem Instrument) um herauszufinden, ob er durch den Aufenthalt auf der Intensivstation (oder aus welchem Grund auch immer) traumatisiert ist.

    Letztlich ist es egal, wer das macht, ich denke aber, um eine sichere Kontinuität zu erreichen, sollte es jemand aus dem Krankenhaus machen, denn schliesslich wissen diese Menschen, wer auf der INtensivstation gewesen ist, wie lange, und weshalb.

    Wenn ich es ganz böse formulieren will, könnte ich sagen, dass das sogar ein dressierter Affe könnte, er macht es aber nicht so einfühlsam, wie es zum Beispiel Pflege tun könnte. (Bitte nicht auf die Goldwaage legen, oder entsetzte Antworten schreiben - Übertreibung ist ein Stilmittel zur Veranschaulichung)

    Danke Fridolin .... You got it

    Liebe Grüsse vom Bett

    Dirk

  4. #44
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Zitat Zitat von fridolin
    Häää???
    @ Django & @ Elisabeth,
    wer sind den WIR?
    Die Sklaven der Ärzte - oder was geht jetzt hier ab?
    Haben wir doch mit dem Beatmungstagebuch die einmalige Chance und gegenüber dem ärztlichen Bereich zu etablieren und zu dokumentieren, dass wir auch OHNE die Ärzte gute Arbeit für den Patienten leisten können.
    Ich verstehe nicht, wieso das auf der einen Seite geforderte eigene und unabhängige Berufsverständnis auf der anderen Seite wieder überhaupt nicht wichtig ist und erst einmal die Ärzte bzw. Hausärzte gefragt werden sollen...

    Guuude 8-)

    Also Fridolin,

    es ging mir nicht darum dass ich denke dass die Pflege schwach ist oder die "Untergebenen" sind.... Es ging mir einzig und allein um den Patienten... Denn was wären wir alle den ohne Patienten nicht wahr???

    Klinikintern finde ich das Intensivtagebuch sehr wichtig... Damit zeigen wir (die Pflegenden) wieder einmal unseren Einsatz AM Patienten. Ich werde wie gesagt im Rahmen meiner Facharbeit eine Umfrage starten (diese beinhaltet VOR ALLEM die Pflegekräfte, die Ärzte, die Seelsorge und ich denke ich werde die Physiotherapeuten mit ins Boot nehmen)

    Aber wie gesagt..... Der Patient geht von der ITS auf Normalstation, danach Reha und danach nach Hause.... Dort fragt ihn dann keiner mehr wie es ihm geht ausser die Angehörigen.... Ich finde es wichtig selbständig Kontakte zu knüpfen und alles z.B. in ner Excel Datei zu speichern und SELBSTÄNDIG nachzufragen.... Aber ich bin mir sicher....zur Nachsorge werden die Patienten zu ihrem Hausarzt gehen der sie fragt wie es ihnen geht.... Und wenn dieser/diese dann weiss dass so etwas wie ein Intensivtagebuch existiert -> ist er für z.B. ein PTSD mehr sensibilisiert oder nicht????

    Ich muss mir nicht beweisen wer ich bin in der Gesamtsituation im Klinikum.... Ich bin Krankenpfleger aus Passion, DGF Mitglied, war auch schon Jugend- und Auszubildendenvertreter etc etc.... Mir geht es um den Patienten!!!! Also ich würde nie behaupten dass die Pflege untergeordnet ist.... sondern eher dass sich Ärzte viele Infos holen über die Pflege !!!! Ich fühle mich als gleichberechtigter Teil im Grossen und Ganzen auf ITS!!

    Wenn ich dich jetzt falsch verstanden habe dann sorry...


    Cengiz
    Geändert von zwai (21.08.2009 um 11:12 Uhr) Grund: Reihenfolge wiederhergestellt -Verwirrung behoben ;-)
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  5. #45
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Hallo Cengiz !

    Ich habe mit einigen Betroffenen gesprochen, und meine Erfahrungen aus diesen Gesprächen sind, dass

    1. Patienten nicht gerne über Ihre vollkommen unbegreiflichen Eindrücke und Wahrnehmungen nicht gerne sprechen
    2. Die Nachsorge sich sehr häufig auf die medizinischen Fakten beschränkt
    3. Auch Hausärzte unter Zeitmangel leiden (wer zahlt mir das, wenn ich da noch solche Fragen stellen muss ???)
    4. Angesprochene Probleme wie etwa Schlafstörungen sehr häufig auf die Strukturvariablen der Intensivstation geschoben werden, und der umgekehrte Tag-Nacht-Rhytmus am einfachsten durch MEdikamente angegeangen wird.

    LIebe Grüsse

    Dirk

  6. #46
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    Ausrufezeichen AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Zitat Zitat von Dirk Knück
    Hallo Cengiz !

    Ich habe mit einigen Betroffenen gesprochen, und meine Erfahrungen aus diesen Gesprächen sind, dass

    1. Patienten nicht gerne über Ihre vollkommen unbegreiflichen Eindrücke und Wahrnehmungen nicht gerne sprechen
    2. Die Nachsorge sich sehr häufig auf die medizinischen Fakten beschränkt
    3. Auch Hausärzte unter Zeitmangel leiden (wer zahlt mir das, wenn ich da noch solche Fragen stellen muss ???)
    4. Angesprochene Probleme wie etwa Schlafstörungen sehr häufig auf die Strukturvariablen der Intensivstation geschoben werden, und der umgekehrte Tag-Nacht-Rhytmus am einfachsten durch MEdikamente angegeangen wird.

    LIebe Grüsse

    Dirk
    Hallo Dirk,

    ich versteh dich da vollkommen... Ich kann mir gut vorstellen dass sich die Leute evtl. den Pflegenden eher öffnen können, da sie sie ja kennengelernt haben und wissen dass man sich interessiert...... Und ich bin mir sicher man braucht dafür Mitstreiter... Alleine ist dass nicht zu schaffen bei 3 Intensivstationen mit insgesamt 30 Betten... Eigenverantwortung & Courage ist da angesagt...

    Zitat Zitat von Dirk Knück
    Hier nochmal die Kurzfassung :
    Aktuell : Patient wird entlassen, und keiner kümmert sich, und fragt nach.
    Ideal : Im Rahmen einer Intensivstationsnachsorge wird der ehemalige Patient (vollkommen egal von wem) befragt (egal mit welchem Instrument) um herauszufinden, ob er durch den Aufenthalt auf der Intensivstation (oder aus welchem Grund auch immer) traumatisiert ist.

    Letztlich ist es egal, wer das macht, ich denke aber, um eine sichere Kontinuität zu erreichen, sollte es jemand aus dem Krankenhaus machen, denn schliesslich wissen diese Menschen, wer auf der INtensivstation gewesen ist, wie lange, und weshalb.
    Und genau darum ging es mir.... Ich muss dafür sorgen dass durch Informationsweitergabe ein breites Spektrum an Menschen davon Kenntnis erhält.... Und du hast völlig recht dass keiner danach fragt wie es war auf Intensiv....


    Cengiz
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  7. #47
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Lieber Django,
    ich glaube Dir, dass Du engagiert und Pfleger aus Leidenschaft bist, bitte Dich aber etwas vorsichtiger mit der Aussage:
    Mir geht es um den Patienten!!!!
    umzugehen.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Pflegekräfte die diese Aussage machen, eben genau sich selber und ihre eigene Situation meinen.
    Die Aussage es gehe um den Patienten ist oft nur Transportvehikel für die eigene Person, wahrscheinlich weil Pflegende es nie gelernt haben, die eigenen Bedürfnisse zu äußern.
    Wobei - bei einem ernst gemeinten Konzept "Beatmungstagebuch" ist das sicherlich für Pflegende eine Hilfe um eigene psychische Belastungen gering zu halten. Und wie oft fragen wir denn "...was ist eigentlich aus Pat. xy geworden?..." Wäre es nicht für die Pflegenden hilfreich zu wissen, dass Pat. xy nach erfolgreicher Reha wieder voll arbeitsfähig ist?
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  8. #48
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    Ausrufezeichen AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    Hallo Fridolin,

    ich hab dir mal ne private email geschickt... Ich denke nicht dass unsere "Auseinandersetzung" in diesen Thread passt...

    Das Thema war Intensivtagebuch und nicht Burnoutsyndrom oder das "sich-selbst-nicht-helfen-wollen-oder-können-Syndrom"...

    Das würde ja, für mich jedenfalls, implizieren, dass ich mich nur auf das Thema Intensivtagebuch stürze um mich vor meinen eigenen Problemen flüchten....

    Egal.... Lass uns das privat besprechen....

    Lasst uns lieber weiterdiskutieren über das Threadthema....


    Cengiz
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  9. #49
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    @Fridolin- och menne, nun habe ich mich gerade an den Gedanken gewöhnt, dass das Tagebuch eine interessante Idee wäre und jetzt holst du eins meiner erfolgreich verdrängten Hintergedanken wieder nach vorne. *grmpf*

    Elisabeth

  10. #50
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    Standard AW: Beatmungstagebuch: Aufruf zur Studienteilnahme

    LOL Elisabeth,

    du weisst schon dass ich jetzt nicht mehr lockerlasse bis du eine Befürworterin des Intensivtagebuchs bist 8-)

    Cengiz
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