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Thema: Anästhesie-Assistent?

  1. #31
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Was ist zu tun?
    Schütt und Notz haben in Ihren Beiträgen klar zum Ausdruck gebracht, daß die rechtliche Lage in Deutschland derzeit eindeutig denArzt als Leistungserbringer vorsieht. Wenn wir mitgestalten wollen müssen wir uns organisieren! DGF?
    Wir organisieren uns schon seit Jahren. Aber was kommt dabei herum? Beiträge wie oben genannt. Habe nicht den Eindruck das sich die DGF für eine Weiterentwicklung der Anästhesiepflege in diese Richtung interessiert. In anderen Ländern geht es doch auch...


    Was können wir tun?
    Unsere Arbeit dokumentieren und darstellen : Tätigkeitskataloge/Dokumentation
    Unsere Aufgaben transparent darstellen : Tätigkeitskataloge
    Verantwortung übernehmen : Vorbehaltsaufgaben
    Immer schön dokumentieren! machen wir ja auch schon etwas länger. Ob uns das weiter bringt?

    Rundum, in den Kliniken arbeitet gut ausgebildetes Personal mit jahrelanger Erfahrung. Diese Kompetenz muß genutzt und ausgebaut werden und nicht Zweit- und Drittberufe etablieren die uns nur spalten.
    Da stimme ich voll und ganz zu. Warum wieder neue Berufsfelder schaffen wenn bereits ein altes System besteht das nur verbessert oder ausbebaut werden muss? Ist wohl der typisch deutsche Verwaltungswahnsinn.

    Gruß
    Lars

  2. #32
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?



    Hallo Lars

    Ich kann dir nur zustimmen.

    Irgendwann wird die Zeit kommen, und dann darf aufeinmal die Anästhesiepflege Narkosen durchführen.

    Dieses dokomentieren von Anästhesiearbeiten ist nur eine ABM Massnahme. Wenn es zu einer Entscheidung kommt, dann nur auf dem politischen Weg.

    Übrigens: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

    Die ablehnende Haltung des DGF, war für mich leider auch ein Grund, nicht in diesen Verband einzutreten.

    MfG
    pescolo

  3. #33
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Hallo Pescolo,

    natürlich ist es leicht von Außen (Schweiz) seinen Beitrag hierzu einzubringen, gerne würde ich mit Dir in der DGF über die Verantwortlichkeiten der Anästhesiepflege diskutieren, über neue kritische Mitglieder freuen wir uns immer. Bei uns ist man nicht nur Mitglied eines Vereins, sondern man sollte sich auch einbringen, das steht in unseren Zielen und Aufgaben.

    Zu dem Thema "ATA", "technischer Anästhesie - Assistent".
    Selbstverständlich ist die DGF an einer Mehrverantwortung für die Anästhesiepflege stark interessiert und hat schon vor einigen Jahren hierzu ihre Stellungnahme herausgeben, in der sie unmißverständlich die Ansicht vertritt, -heute um so mehr-, dass Anästhesiepflegekräfte bei ASA I -II Patienten unter Anwesenheit eines Anästhesisten Narkosen durchführen können und sollten.
    Wir brauchen auch nicht um den heißen Brei herum zu reden, Fakt ist die nun mal die rechtliche Situation in der BRD, in der der Anästhesist die Verantwortung für die Narkose trägt. Das sind leider momentan die Tatsachen, an denen sich bis heute nicht rütteln läßt, wir (die DGF) sind zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem DPR, damit sehr beschäftigt für die Anästhesiepflege mehr Rechte aber auch Verpflichtungen bei den beiden Berufsverbänden der Anästhesisten zu erreichen, sowas geschieht leider nicht über Nacht, sondern braucht Zeit und Geduld.
    Bedanken, daß sich überhaupt etwas bewegt, können wir uns bei den privaten Trägern, nicht der ärztliche Notstand hat Bewegung bei den ärztlichen Berufs- Verbänden gebracht, sondern die Tatsache das sich ein neuer nicht ärztlicher Berufsstand bilden soll.
    Hier aber haben wir, denke ich, schon in der Vergangenheit bewiesen, dass wir keine zusätzlichen Berufstände brauchen, sondern mehr praktische Ausbildung im Rahmen der Fachweiterbildung, dann wäre uns bestimmt geholfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans-Dieter Schütt

  4. #34
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Erfreulich, daß dieses Thema eine rege Diskussion entfacht.
    Ich lese daraus, daß die meisten Beiträge sich für die bestehende Ausbildung stark machen, der Kompetenzrahmen jedoch erweitert werden muß.
    Gut. Aber wie wollen wirs anpacken?
    Heute wurschtelt jeder in seinem Haus vor sich hin und schafft seine Nieschen. Kollegen gegenüber kann dann gesagt werden, was wir so tolles machen und die Ärzte sind auch begeistert.Das bringt uns aber nicht weiter.
    Wir müssen ausformulieren was wir wollen und können, und was wir eigenverantwortlich ausführen wollen.
    -An erster Stelle sollte weiterhin die A+I Ausbildung stehen. Diese muß für jeden Mitarbeiter verpflichtend sein.
    -Wie siehts aus mit Vorbehaltsaufgaben?
    -Um einheitliche Tätigkeiten und Transparenz herzustellen brauchen wir einen Tätigkeitskatalog.
    Und ich muß dem Kollegen wiedersprechen der Dokumentation als ABM betrachtet. Wer heute nicht dokumentiert ist morgen vielleicht nicht mehr da!
    Unsere Controller, die unsere Planstellen berechnen wollen Zahlen. Können wir die nicht liefern werden wir im Folgejahr mit Planstellenkürzungen leben müssen.
    Dokumentation zeigt unsere Tätigkeiten auf und nicht zu vergessen, die Patienten haben ein Recht auf eine lückenlose Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen.

    Wenn wir Aussenwirkung erzielen wollen müssen wir uns unter einem Dach zusammenfinden damit eine kompetente Vertretung unsere Interessen vertritt.
    Es macht keinen Sinn hier immer wieder neue Vereinchen zu gründen, nur ein starker Verband, und das setzt einen hohen Organisationsgrad vorraus, kann uns vertreten.
    Was kann uns passieren wenn es uns nicht gelingt ?
    Wahrscheinlich nichts.Wir gehen weiter unserem Beruf nach, bereiten vor und nach, lösen Ärzte aus, bilden Ärzte aus, betreuen narkotisierte Patienten, schleusen ein und aus, springen im OP-Saal usw.Wer sollte uns ersetzen?

    Lasst uns dieses Forum jetzt nutzen um konkrete Vorschläge auszuformulieren.

  5. #35
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    Daumen hoch AW: Anästhesie-Assistent?

    Machen wir diese Tätigkeit den nicht schon lange, nur sollte die Rechtliche wie Finanzielle Seite geklärt sein.

  6. #36
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Das Thema Anästhesie wird ja umfassend diskutiert.

    Ich möchte hier noch einmal sagen, dass die DGF für eine Weiterentwicklung der Fachkrankenpflege steht, denn wir wissen - Stillstand ist Rückschritt.
    Dass wir für die Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenz und für mehr Eigenständigkeit sind, ergibt sich aus den satzungsgemäßen Aufgaben der DGF. Was wir nicht können, ist derzeit Anästhesiepflegekräften die Sicherheit zu geben, selbständig Narkosen zu machen als Pflegeaufgabe zu sehen. In Deutschland spricht dies klar gegen die gültige Rechtssprechung. Narkose ist mit BGH-Urteilen untermauert eine ärztliche Maßnahme. Was wir tun, ist derzeit Lobbyarbeit zu leisten, dass es zu Änderungen der Rechtsprechung und Rechtsauffassung kommt. Hierzu sind Gesetze notwendig, die aber von ärztlicher Seite sehr beschützt werden, von unserer Seite mangels Mitgliedern in Beufsverbänden eigentlich auf mangeldes öffentliches Interesse stoßen. Lediglich einige private Klinikbetreiber sind nun auf dem Weg, Pflegekräfte vermehrt mit qualifizierteren Aufgaben zu betreuen, dies aber aus rein ökonomischen Gründen, was uns ja nicht schadet sondern eher nützt. Jedoch begeben sich die Pflegekräfte in eine rechtliche grauzone, nein nicht Grauzone sondern bewegen sich in einem Bereich der nach BGH-Urteilen nur von Ärzten geleistet werden darf.

    Die Diskussion zu ATA finden wir unangemessen. Die Fachweiterbildung hat sich in den letzten 30 Jahren bewährt und an den Bedürfnissen der Praxis weiterentwickelt. Es besteht auch ein Weiterentwicklungspotenzial, wenn man uns Pflegende nur machen läßt.

    Ich appeliere hier auch an alle Kolleginen und Kollegen, unterstützen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft in einem Berufsverband die berufspolitische Arbeit. Nur genügend Mitglieder und damit auch eine entsprechende Finanzkraft gibt uns die Möglichkeit Lobbyarbeit zu leisten - denn der bezahlt der bestimmt auch!!

    Mitglied in der DGF können Sie direkt in der Hompage der DGF werden. WWW.DGF-ONLINE.DE

    Als Mitglied erhalten Sie die Fachzeitschrift intensiv von Thieme Verlag Stuttgart, die DGF ist gemeinnützig, dier Beitrag ist voll von der Steuer absetzbar, bei vielen Veranstaltungen der DGF erhalten Sie bis zu 50% Rabatt auf den Eintritt. Sie bekommen die Möglichkeiten, im Rahmen unseres Gruppenversicherungsvertrag eine Haftpflichtversicherung bei der Inter-Versicherung abzuschließen, die auch vorstsätzliche Schäden und bei der Übernahme von ärztlichen Tätigikeiten noch Leistungen bring.

    Ich freue mich, wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft bei der DGF entscheiden und die Arbeit untertützen.
    Klaus Notz
    1. Vorsitzender der DGF

  7. #37
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Frage an Klaus Notz :
    Wieviele Kolleginnen/-en arbeiten in Anästhesiebereichen ?
    Wie hoch ist der Organisationsgrad ?
    Wer vertritt uns ? DGF ? DBfK ? .......?

  8. #38
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Wir haben ca. 60.000 Fachpflegekräfte, genaue Zahlen gibt es nicht, da derzeit die REgistrierung lediglich freiwillig ist und die Zahlen des stat. Bundesamtes sehr ungenau sind.

    Selbstverständlich vertreten wir, die DGF, die Interessen der Fachkrankenpflege und der Funktionsdienste. Derzeit hat die DGF rund 1000 Mitglieder und davon ca. 40% aus der Anästhesie. Also -es könnten schon einige mehr Mitglieder da sein.

    Ich freue mich über jedes neue Mitglied das wir vertreten.
    Klaus Notz
    1. Vorsitzender der DGF

  9. #39
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Das Anästhesie Pflege Märchen – nicht so tierisch ernst nehmen!

    Lange bevor das medizinische Fach „Anästhesie“ professionell wurde - wurden Narkosen gemacht. Von Chirurgen, Schwestern, Pflegern. Während in anderen Ländern z.B. USA, die Anästhesie längst ein anerkanntes Fach war, kämpften die deutschen Narkotiseure um Autonomie (bzw. um die „Professionalisierung). Als die ersten Unterrichte im Medizinstudium, das Aufblühen von Fachzeitschriften zum Thema, bis der ersten „Facharzt“ ausgerufen wurde, machte Menschen Narkosen „unter der Aufsicht“ anderer Menschen. Meilensteine für die sich entwickelnde Fachrichtung waren Überwachungsstandards (z.B. regelmäßige RR Messung – eine streng ärztliche Aufgabe damals) bes. aber die Einführung der Dokumentation (man wehrte sich über Jahrzehnte dagegen). Insbes. waren Angehörige der schneidenden Fächer erklärte Gegner der aufstrebenden Profession.

    Die Ersten dieser Art waren eher alleine auf weiter Flur. Pflegende standen zur Seite, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Eines Tages stellten sie fest, so inoffiziell mit Hilfe der guten Sr. geht nicht so viel, wie gehen könnte. Der Flirt mit Schwesternverbände verlief nicht so gut, die lehnten die Durchführung von Narkosen ab, da es eine „ärztliche Aufgabe ist“ (Gleichzeitig gab es Ärzte, die nichts dagegen hatten).

    Die Neuen Profis brauchten trotzdem eine alltagsnahe Lösung. Sie stritten, überlegten, stritten weiter, bis eine heilsame Idee kam: Unterpersonal ausbilden (nach manchem Autor ist es ein Merkmal einer Profession, wenn man wer hat, an dem nach unten delegiert werden kann) in dem es geheiratet wird.
    Die Hochzeit wurde geplant, die bisher ablehnende Ehefrau sagte Ja, gefeiert wurde die Weiterbildung A+I für die examinierte Krankenpflege. Die Flitterwochen waren Klasse und die frisch-ge-ehelichten malte sich eine professionelle Zukunft aus. In den ersten Jahren war die Ehe eine gute.

    Nach wenigen Jahren, gemessen an der Evolution, gab es die ersten Zeichen von Langeweile. Zu viele hatten in die Familie hineingeheiratet, bes. die der Fach-Dr. Art. Die von Illusion geblendeten Partnerin stellte so nach und nach fest, dass sie immer mehr mit Haushalt, Einkaufen, Putzen usw. beschäftigt war, während der Partner darauf bestand, er kann ganz alleine der Arbeit im OP Saal nachgehen. Zunächst war die bisher gestresste Ehepartnerin – – Entlastet! Sie hatte viel mehr Zeit um Einkaufspläne zu entwerfen, Einzukaufen, sich mit neuen Küchengeräte / sprich Spülmaschine und dem Lover Romulus zu beschäftigen. Zeit zum Aufatmen. OK, in aller Ehrlichkeit, es hat trotz der neuen Freiheit schon Spaß gemacht, dem Partner bes. Nachts zu zeigen dass er eigentlich immer noch auf sie angewiesen ist – auch beim Kaffeekränzchen machte sich das ganz gut.

    Während das Ehepaar sich unbemerkt auseinander lebte, war der Rest des Hauses ziemlich emsig. Die Stationen trafen sich um über Pflegestandards, neue Theorien, Pflegeprozess und sonstigen / nach Meinung der Ehefrau / theoretischen-unnötigen Kram zu unterhalten. Die Ehefrau hielt sich für die Queen unter den anderen (ähnlichen Bediensteten), den sie konnte diesen Befehlen erteilen: „bringt mir ein Patient, holt einen ab“ und sie hatte immerhin den Vorteil, mit dem abtrünnigen Gatten auf Du zu sein.

    Die Untertanen auf der Intensivstationen waren auch mit langweiligem Kram ewig beschäftigt. Sie besuchten Fort- und Weiterbildungen, entwarfen Standards, änderten Organisationsformen, interessierten sich für die schriftliche Überlieferung ihrer Alltagsarbeit an die Nachkommen und wurden von der Ehefrau der neuen Profession belächelt.

    Die AnästhesieEhefrau hatte das leise Gefühl, da stimmt was nicht und flüchtete sich in Logistik, Sulla und Dekoration, den ihr Ehemann war ja nun für die Patienten-Arbeit zuständig – OK, bis auf die Ablösung.

    Als der Ehemann schließlich eine Reihe junger, frischer Spielgefährten findet, beginnt er langsam, die Ehefrau nicht nur zu vernachlässigen, sondern sich nach einer Neuen umzuschauen. Eine die nicht so viel Geld verschwendet, nicht so zickig ist und ihn trotzdem ablösen kann. Obwohl die Ehefrau bei den OP Schwestern die Scheidung (Aktenzeiche OTA) gesehen hat, glaubt sie nicht daran, dass ihr das auch blühen könnte.

    Der Rest vom Pflegepersonal im Haus ist es inzwischen egal was mit der Ehefrau AN-Pflege passiert. Zumal die eh immer ziemlich x?v%c! war. Der Pflegedirektor ärgert sich schon lange über diese Fette Gans und hat nichts dagegen, die gegen billigeres Personal auszutauschen. Ist sich in diesem Punkt sogar mit dem Ehemann einig!

    Die Ehefrau wollte sich nie damit beschäftigen eine „nurse anaesthesist“ zu werden, das war ja alles so ausländisch. Spät beginnt sie sich darüber zu informieren. Obwohl das ganze Haus es wusste, merkt Sie erst jetzt, dass die Scheidung bevorsteht.

    Noch ist es nicht zu spät. Siehe Berufsverband.

    Entweder dafür kämpfen, auf höherem Niveau dabeizubleiben (Professionalisierung)
    oder Oberpfleger für die Überwachung von ATA’s werden (nach unten delegieren)

    Oder gar nichts tun – und wenn sie nicht gestorben sind, haben die ATA’s sie ersetzt.

    WomBat, In Märchen werden manche nach der Scheidung trotzdem Freunde

  10. #40
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    Standard AW: Anästhesie-Assistent?

    Hallo WomBat
    Es ist ein interessantes Märchen, inhaltlich die Entwicklung gut nachvollzogen (bin gerade dabei das Ganze "sachlicher" aufzuarbeiten, da genau 40 Jahre in der Anästhesie tätig). Aus dieser und berufspolitischer Erfahrung heraus glaube ich nicht, dass sich der ATA ähnlich der OTA entwickeln wird. Oder abwickeln wird wie in Schleswig-Holstein, wo OTAssistenten nun zu OTAngestellten abgespeckt und an die Berufsschule versetzt wurden, wohl mit der Folge, dass niemand diese Berufsausbildung(?) anbieten will. Die OTA ist bekannterweise ein Assistenzberuf. Nach dem ATA-Prospekt der Uni Halle ... überwacht der ATA Narkosen.../ also nicht nur vor/nachbeiten etc.
    Ich denke eher, dass sich aus Kostengründen folgende Wege (und Mancher Wünsche) öffnen könnten:
    - Abschaffung der 2-jährigen Wartezeit vor der FWB, oder Modularisierung der FWB (Uni Tübingen), aber mit einem Modul "Anästhesie", welches als einziges vom A-Personal besucht wird (danach dann aber keine KR VI), oder eine getrennte FWB Anästhesie, oder eine kombinierte FWB An/OP.
    Andere Wege werden schon länger beschritten: Arzthelferinnen und angeblich auch Rettungssanitäter hauptamtlich in der Anästhesie (siehe auch ambulante OP-Zentren mit sehr reduziertem OP-Team). Eine grosse Gehaltsersparnis ist allerdings nicht möglich. Kurzum, jede Klinik kann ungefragt machen was sie will - ob wir das gutheissen müssen ist eine andere Frage. Doch wer für seine Zertifizierung Punkte sammeln muss wird nicht auf Qualität verzichten können. Sonst fällt er in Konkurrenz hinten runter. Somit sind wir wieder bei der qualifizierten Fachweiterbildung - vielleicht in veränderter Form. Aber wir haben ja schon ca. 14 verschiedene Ordnungen I + A!
    Obiges ist meine persönliche Erfahrung und Meinung.

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