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Thema: Sterbehilfe

  1. #51
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    Standard AW: Sterbehilfe

    @all,
    ich denke ab heute nachm. wird es spez. zu dem Fall von Sören eine Pressemitteilung geben...

    http://www.bundesgerichtshof.de/cln_...ngen_node.html

    bin selbst gespannt!
    so long arnold

  2. #52
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    Standard AW: Sterbehilfe

    @all,
    und das Urteil ist hier jetzt bereits zu finden...
    http://www.bundesgerichtshof.de/cln_...ngen_node.html
    so long arnold

  3. #53
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    Standard AW: Sterbehilfe

    PS
    http://juris.bundesgerichtshof.de/cg...&pos=0&anz=129
    so long und schönes WE
    Arnold

  4. #54
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    Standard AW: Sterbehilfe

    und natülich gibt es schon auch erste Pressestimmen:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...702790,00.html
    so long arnold

  5. #55
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    Standard AW: Sterbehilfe

    Gibt es noch Gerechtigkeit auf Gottes Erdboden? RA Putz wurde wenigstens die gelbe Karte gezeigt. ... Bis er das nächste Opfer gefunden hat, dürfte es nicht lange dauern.

    @Sören- es ist Mord. Du enthälst einer hilflosen Person die Nahrung vor. Es gibt hier keinen Wunsch: tötet mich. Die Kinder selber sprechen davon, dass sie das Leid nicht mehr ertragen konnten. Ehedem war das leid für sie offensichtlich nicht so stark wahrnehmbar. Es wurde der PEG-Anlage zugestimmt.

    Was mich an dem ganzen so erschreckt- dass man davor zurückschreckt aktiv zu werden indem man entsprechende Mittel spritzt... aber Verhungern lassen ist human. Wirklich?

    Und haben wir es verlernt, Nächstenliebe aktiv zu leben.

    Elisabeth

  6. #56
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    Standard AW: Sterbehilfe

    Hallo Elisabeth,
    ich glaube es sinnvoll das Urteil nochmal in Ruhe zu lesen...
    Und ich denke du wirst deine ANTWORT dann überdenken...
    Arnold

  7. #57
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    Standard AW: Sterbehilfe

    Moin,
    @ Elisabeth, ist dieser Umgang mit der Patientin im Heim ethisch und human???
    ... Sie wurde über eine sogenannte PEG-Sonde, also einen durch die Bauchdecke in den Magen geführten Schlauch, künstlich ernährt. Dann spielten sich unbegreifliche Vorfälle ab: Ihre Zähne wurden gezogen, da sie die ja nicht mehr brauchte. Ein Luftröhrenschnitt sollte den Schleim absaugen, an dem sie hätte ersticken können. Ein mehrfach gebrochener, ausgekugelter Arm – die Ursache blieb unklar – wurde amputiert; nicht Pflegekräfte, sondern die Angehörigen hatten nämlich entdeckt, dass dieser schon schwarz war und stank. ...
    Zum vollständigen Artikel: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeit...chtshof-urteil

    Gruß

  8. #58
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    Standard AW: Sterbehilfe

    Nochmal ein Hinweis auf einen Artikel auf "Der Spiegel online":

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...702945,00.html

    Nach meiner Einschätzung ein großer Schritt in die richtige Richtung zur klinischen Praktikabilität. Der Begriff Behandlungsabbruch ist sinnvoller als falsch verstandene Definitionen von aktiver oder passiver Sterbehilfe. Hier war es bisher entsetzlich, mit der Unkenntnis von Ärzten, Pflegepersonal und auch Juristen leben zu müssen.

    liebe Grüße aus'm Pott

    Uli

  9. #59
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    Standard AW: Sterbehilfe

    @ ostfriesland- die desolaten Pflegezustände sind ja auch einem eklatanten Personalmangel in den Heimen geschuldet. Hinzu kommt, dass nicht jeder diesen Beruf ausüben sollte.

    Denken wir deinen Gedankengang weiter, würde es bedeuten, dass man zukünftig mehr darauf drängen muss, dass wenn eine dauerhafte Bewusstlosigkeit vorliegt, das Ableben zu forcieren per Verhungern.

    Ich denke, dass du dies nicht meinst.

    Die Beschreibung der Zustände in dem Heim zeigen einmal mehr, dass die Gesellschaft mit den zu erwartenden Problemen im Rahmen der demographischen Veränderungen nicht wird umgehen können. Der kurze Weg ist das "sozialverträgliche Ableben". In meinen Augen ist dies ein Armutszeugnis.

    Behandlungsabbruch- was bedeutet dieses Wort? Nur weil ich dem Kind einen anderen Namen gebe, ändert sich nichts an dem Fakt. Schnelle Methode per Pharmakologie- nein. Verhungern lassen (denn nichts anders ist es schlussendlich) ist aber korrekt. Warum?

    Sind wir nicht eine verlogene Gesellschaft? Wir schützen das Leben, solange es nur irgend geht, um dann, wenn es uns nicht mehr lebenswert erscheint, wenn wir glauben dass das Leiden für den Betroffen unerträglich ist, das Leben human beenden. Wobei- was heißt human?

    Behandlungsabbruch bedeutet für mich: Einstellung der Katecholamingabe, Abstellen der Beatmung unter Opiatschutz, u.ä.

    5 Jahre haben die Kinder zugeschaut und jetzt fällt ihnen ein: nein, dass wollte sie so nicht. Wieso kommt diese Erkenntnis erst nach 5 Jahren?

    Ich bleib dabei: viele Entscheidungen in diese Richtung- bei nicht vorliegender Patientenverfügung- haben nur einen Hintergrund: die Angehörigen sind schlicht und einfach überfordert.

    30 Jahre Berufserfahrung haben mich gelehrt, dass ein Mensch auch bei er besten Ernährung stirbt. Ein fünfjähriges Überleben bei den beschriebenen "Komplikationen" ist mir nicht bekannt... es sei denn derjenige hat einen großen Überlebenswillen.

    Vielleicht liegt meine Einstellung darin begründet, dass ich aus der basalen Ecke komme. Aber ich habe zuviel Pat. erlebt, die angeblich keinerlei Reaktionen zeigten, und es war dann ganz anders. Man musste nur hinschauen... und aushalten, dass man ev. nicht richtig versteht.

    Elisabeth

    PS Bei den Sondenernährungen frage ich mich immer: wir da überhaupt adäquat ernährt? 1000 ml Fresubin gabs bei dem aktuellen Beispiel pro Tag. Ich gehe mal von der optimalen Variante aus, dass es 1500 kcal waren. Nur um den Grundumsatz abzudecken dürfte die Frau nicht schwerer als 65 Kilo gewesen sein. Sie darf kein Fieber bekommen, Sie darf keine Entzündungen haben. usw. denn sonst hätte man bereist vorher versucht, sie verhungern zu lassen... nur nicht so auffällig.

  10. #60
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    Standard AW: Sterbehilfe

    Moin,

    inbezug nehmend auf den Artikel in der Zeit wollte ich damit nicht ausdrücken, dass jemand "verhungern" sollte, aufgrund der Pflegeumstände.
    Ich bin über die Entscheidung des BGH froh - allerdings glaube ich nicht, dass sich auf der Station, wo ich zur zeit arbeite, irgendetwas ändert, da ein Großteil der Ärzte glaubt, hat der Patient einmal in eine OP eingewilligt, willigt er auch in jedliche weitere Maßnahme ein und der Wille des Patienten, auch wenn er adäquat ist herzlich wenig zählt. ("Halbgott in Weiß")

    Sollte jemals einer meiner Angehörigen in solch einer Lage sein und mit den Ärzten über den weiteren Verlauf nicht zu einer Lösung gekommen werden, bin ich froh, das es Rechtsanwälte wie Herrn Putz gibt.

    Gruß

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