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Thema: pECLA / iLA => Bauchlage / 135° Seitenlage

  1. #1
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    PC pECLA / iLA => Bauchlage / 135° Seitenlage

    moin!

    wer hat erfahrungen mit bauchlage/135° seitenlage bei patienten, die mit einer pECLA/iLA therapiert werden?! laut hersteller soll es möglich sein - wir haben es aber noch nie getestet, da zum einen die schläuche von den kanülen zur membran ziemlich kurz sind, die membran in der halterung senkrecht stehen soll und die schläuche natürlich weder geknickt noch druckstellen am patienten verursachen sollen...

    abgesehen davon sind die patienten durch hohe beatmungsdrücke und die schwere ihrer akut- bzw. grunderkrankung oft in einer instabilen gesamtsituation, sodass ein 'manöver' wie der transfer auf den bauch gar nicht erst gewagt wird.

    so - any experiences?
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    "Ha Ha Ha ... "

  2. #2
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Hallo Flipper!

    Ich bin zwar ein Freund von Lagerungstherapien und hier besonders 135°- bzw 180°-Bauchlage. Aber das sieht ganz so aus, als ob man hier über ein Therapiebett nachdenken sollte. Eventuell mit steiler Lagerung, vielleicht auch kinetisch (z.B. Rotorest) oder ein Therapiesystem mit maximaler Weichlagerung von HillRom, KCI oder einem anderen Anbieter, mit Möglichkeiten den Patienten rotieren zu lassen, wenn auch nur bis <=45°. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Würde mich schon reizen.

    Gruß der Randbayer
    At a cardiac arrest, the first procedure is to take your own pulse

  3. #3
    jonso ist offline registrierter Benutzer
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Bei uns auf Station wurde neulich eine Patientin mit pumpenbetriebener ILA ins RotoRest-Bett gelegt. Näheres habe ich aber nicht mitbekommen.

    Gruß
    jonso

  4. #4
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Zitat Zitat von Randbayer
    Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Würde mich schon reizen.

    hey randbayer!

    danke für deinen beitrag.
    genau das ist es - würde mich auch reizen, den versuch mal zu wagen. der punkt ist eben, dass es "theoretisch" als machbar gilt - wird auch vom hersteller in der bedienungsanweisung angegeben. da man die membran jedoch nicht umdrehen kann, müssen ja die zu-/abführenden schläuche irgendwo überkreuzen. und dabei soll nix abknicken oder drücken, die annaht nicht abreissen etcpp ....

    greets von flipper
    "Ha Ha Ha ... "

  5. #5
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Zitat Zitat von jonso
    Bei uns auf Station wurde neulich eine Patientin mit pumpenbetriebener ILA ins RotoRest-Bett gelegt.
    die umlagerung in ein spezialbett wird bei uns nur selten praktiziert. momentan können wir bis ca. 45° zu beiden seiten lagern und die patientin liegt auf einer wechseldruckmatratze. ist eben die frage, was man mit kinetischer therapie ODER mit (in-)kompletter bauchlage noch erreichen könnte ....
    "Ha Ha Ha ... "

  6. #6
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    Ausrufezeichen AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Zitat Zitat von Flipper
    wer hat erfahrungen mit bauchlage/135° seitenlage bei patienten, die mit einer pECLA/iLA therapiert werden?! laut hersteller soll es möglich sein - wir haben es aber noch nie getestet
    Bei Patienten mit solchem Geschläuch ist uns die Gefahr viel zu hoch, dass beim Drehen eine der Strippen herausrutscht oder disloziert. Ausserdem kann es auch schnell an den Einstichstellen bluten - nach außen und in das Gewebe, also Kompartment-Gefahr.

    Daher bleiben alle solange auf dem Rücken liegen (vielleicht mal etwas angelagert), bis die pECLA wieder raus ist.

    Kollegiale Grüße,

    Tobi
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  7. #7
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Zitat Zitat von Tobi Bo
    Bei Patienten mit solchem Geschläuch ist uns die Gefahr viel zu hoch, dass beim Drehen eine der Strippen herausrutscht oder disloziert.

    Daher bleiben alle solange auf dem Rücken liegen (vielleicht mal etwas angelagert), bis die pECLA wieder raus ist.

    hey tobi!

    danke für deinen beitrag. NUR auf dem rücken liegen?? wie ist denn bei euch die durchschnittliche liegedauer von solchen oder ähnlichen "geschläuchen" und wie sieht es dann bei den patienten mit dekubiti aus? und was sagt die röntgen-thorax-aufnahme zur dauerlage rücken?? wie ist es mit der verwendung von spezialbetten??

    die katheter werden bei uns doppelt angenäht und die schläuche mit zusätzlichen pflasterzügeln fixiert. daher ist es bisher nicht vorgekommen, dass die kanülen oder schläuche durch einen lagerungswechsel oder auch die manipulation beim wäschewechsel o.ä. disloziert sind. wir achten darauf, dass die beine in der hüfte nur minimal angewinkelt werden, um das lumen der kanüle nicht einzuengen. und wenn es aus der einstichstelle blutet - warum auch immer - blutet das meist sowohl in rücken- als auch in seitenlage, wird daher nicht als kontraindikation für den lagerungswechsel betrachtet. und probleme mit blutungen (und deren folgen) ins körperinnere gab es bei uns bisher nicht.

    bei der (im eröffnungsbeitrag beschriebenen) seitenlagerung drehen wir "en bloc" und vermeiden zug, druck und abknicken der schläuche. es spricht ja bei einer kanüleriung der femoralgefässe nichts gegen eine mobilisierung der gelenke ab knie abwärts bzw. der oberen extremitäten - wir wollen ja auch kontrakturenprophylaxe (...) betreiben. der physiotherapie erklären wir das auch immer wieder ...

    jetzt habe ich fast das bedürfnis, mich für meinen redeschwall zu entschuldigen - die aussage, dass ein patient stur auf dem rücken liegenbleibt hat mich schon etwas erschreckt ....

    greets von flipper
    "Ha Ha Ha ... "

  8. #8
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Hallo "Freund aller Kinder"

    Zitat Zitat von Flipper
    jetzt habe ich fast das bedürfnis, mich für meinen redeschwall zu entschuldigen - die aussage, dass ein patient stur auf dem rücken liegenbleibt hat mich schon etwas erschreckt ....
    Nunja, aber Vorsicht ist die Mutter der Maximaltherapie. Natürlich wird da gelegentlich der Rücken etwas rot, aber dagegen kann man noch 30°-anlagern. Und so lange bleibt das System meistens ja auch nicht implantiert.

    Alles in allem wird das wird nicht mehr Druckstellen geben als die Lagerung auf den Schläuchen in Bauchlage.

    Liegt auch immer dran, wie stabil der Pat. ist. Schwieriger wird es, wenn noch hochdosiert Katecholamine im Spiel sind.

    Kollegiale Grüße,

    Tobi
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  9. #9
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Hallo aus Göttingen,

    durch den aktuellen Post gebe ich einmal meine Kenntnis in Kurzform:

    - Mit der ILA ist ene Bauchlagerung und 135° Lagerung möglich.
    - Die "Schläuche" der ILA (im Sprachgebrauch Novalung [R] sind so angelegt, dass das Device ohne weiteres gedreht werden kann. Ein überkreuzen wird also vermieden.
    - und: solange das Device Luftleer ist, kann die Membran auch "umkippen" oder bei einer Lagerungsmaßnahme kurzfristig "gedreht" werden, ohne dass es eine Komplikation gibt.

    Grüße
    Axel Hillebrandt

  10. #10
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    Standard AW: pECLA/iLA => Bauchlage/135° Seitenlage

    Zitat Zitat von Tobi Bo
    Nunja, aber Vorsicht ist die Mutter der Maximaltherapie. Natürlich wird da gelegentlich der Rücken etwas rot, aber dagegen kann man noch 30°-anlagern. Und so lange bleibt das System meistens ja auch nicht implantiert.
    statt "übertriebener vorsicht und abwarten" ist mir überlegtes handeln meist lieber .... und etwas rot?? unter katecholamintherapie entwicklen sich bei unseren patienten meist recht flux dekubiti .... wie lange ist denn bei euch die durchschnittliche liegedauer einer pECLA/iLA?! geht's um tage, wochen oder auch mal mehr als vier wochen?


    Zitat Zitat von Tobi Bo
    Alles in allem wird das wird nicht mehr Druckstellen geben als die Lagerung auf den Schläuchen in Bauchlage.
    das war ja eine meiner fragen .... wie's mit sowas in der praxis aussieht. aber da hüpfe ich mal zum nächsten beitrag.


    grüsse zurück!
    "Ha Ha Ha ... "

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