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Thema: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

  1. #81
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Fridolin, Yes! diese Übersetzungsprogramme machen auch Dumfug, keine Frage!

    Elisabeth, Sicher kann Goo nicht ganze Artikel übersetzen. Abstracts sind da schon interessanter, z.B. die Ergebnisse (dann weis man wenigsten, ob es sich lohnt, weiter zu schuften)....die heißen dann z.B. results oder conclusions, unter anderem.

    Man kann auch Kommunikationskurse besuchen, hier wird geholfen, "Wie stellt man höflich Fragen", Elisabeth.

    Noch was zur Vergangenheit: mir ging es immer so, (nach meiner Erinnerung jedenfalls), dass es mich immer gedrängt hat, eine neue Stelle (oder einen neuen Stil) zu finden, wenn mir auffiel, das ich hauptamtlich nörgele. Oder nebenamtlich stänkere. Ich dachte, es ist gut für meine Gesundheit. Und für andere.

    WomBat, ab und zu Motzen ist gut, macht Luft und schaftt Klarheit der Meinung. Nörgeln ist nervig. Denn es ändert nichts. Selbst wenn es die autonom gewählte Vorgehensweise ist.

  2. #82
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Zitat Zitat von fridolin
    Lieber Tempo,
    nichts - dies zu Deiner Frage.
    Und zur Gründung einer eigenen Vertretung:
    die Vertretung muß als Gewerkschaft anerkannt und Mitglied der Tarifparteien sein, da sich sonst nichts erreichen lässt und auf die Arbeitgeber kein Druck ausgeübt werden kann.
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    Moin Fridolin!
    Das sehe ich ausnahmsweise mal ganz anders als Du! Ein gut organisierter und aufgestellter Verband kann sehr wohl einiges bewirken; ich glaube sogar, daß ein solcher Verband mehr erreichen kann, da er nicht unter einer gewerkschaftlichen Verblendung an zu lösende Probleme herangeht. Der Marburger Bund ist doch ein ganz gutes Beispiel dafür.
    Bei uns in Niedersachsen sind gerade die Tarifabschlüsse für die Beschäftigten in der Diakonie unter Dach und Fach gebracht worden. Es waren sehr, sehr schwierige Verhandlungen innerhalb der Arbeitsrechtlichen Komission. Es gab Demos, aktive Mittagspausen usw. Verdi hat - dankenswerterweise - ein wenig finanziell und logistisch ausgeholfen. Jetzt erwartet Verdi, daß viele von uns aus lauter Dankbarkeit Mitglied werden. Das geht für mein Empfinden ein wenig zu weit.
    Ich habe mich von Verdi - wie schon an anderer Stelle erwähnt - noch nie vertreten gefühlt und jetzt kann ich mich des Eindrucks nicht erwähren, daß Verdi bei den nächsten Tarifverhandlungen gerne die Geschicke leiten möchte. Die MAVen würden sich in eine bestimmte Abhängigkeit begeben. Das fände ich nicht in Ordnung. Es gibt in unserem Hause sehr viele die ganz große Bedenken gegenüber Verdi hegen.
    Ich habe unserer MAV vorgeschlagen eine Art Fond, oder Verband zu gründen in dem jeder einen bestimmten Betrag pro Monat einzahlt ( z.B. E1=1€, E14=14€ ). Auf die Dauer käme ( wenn fast alle 30000 Mitarbeiter der Diakonie mitmachen würden ) ein ganz stattlicher Betrag zustande aus dem dann für die nächsten Tarifverhandlungen Aktionen finanziert werden könnten und Geld das uns Verdi zur Verfügung gestellt hat zurückgezahlt werden kann. Einen solchen Weg würden viele Mitarbeiter wesentlich eher mitgehen, als Mitglied in einer Gewerkschaft zu werden.
    Ich bin mir natürlich vollends darüber im klaren, daß dies ein absolut naiver Vorschlag ist der natürlich niemals Realität wird. Er wäre viel zu einfach und das geht in good old Germany ja gar nicht, aber es wäre eine Alternative zur Gewerkschaft!

  3. #83
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Bevor wir an Tarifverhandlungen denken können, müssen wir erst mal festlegen: was muss zwingend von welcher Pflegekraft mit welcher Weiterbildung gemacht werden? Das war nämlich der Vorteil des Marburger Bundes: Vorbehaltsaufgaben machen eine Verlagerung der Tätigkeiten auf weniger ausgebildetes Personal unmöglich.

    Also nicht zuerst nach dem Geld schielen, sondern erst mal Hausaufgaben machen: was ist Professionelle Pflege?

    Elisabeth

  4. #84
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Mehr Verantwortung für Pflegepersonal
    Gesundheitswesen. Sachverständigenrat: Pflegende sollen ärztl. Aufgaben übernehmen. Experten begrüßen den Vorschlag.
    Essen. Pflegekräfte sollen in Zukunft mehr Kompetenzen bekommen und einige ärztl. Aufgaben übernehmen.
    ...Ulla Schmidt ( SPD ) unterstützt diesen Vorschlag...
    ... wir sehen das sehr positiv, derzeit wahnsinnige Verschwendung von Ressourcen, Dr. Angelika Zegelin ( Institut für Pflegewissenschaften, Uni Witten/Herdecke )...
    ... Change durch die Neudefinition der Gesundheitsberufe die Patientenversorgung qualitativ zu verbessern ( Sabine Girts, Sprecherin des deutschen Pflegerates )...
    Heute, Titelseite der NRZ j.jessen@nrz.de

    immerhin, es ist Bewegung vorhanden.

  5. #85
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Der Begriff Vorbehaltleistungen,
    eine gute Wortwahl um ein Monopol zu schützen. Doch ist es das Ziel der (Fach)pflegenden die ärztliche Tätigkeit zu übernehmen? Das Monopol zu brechen?
    Eine Definition des Berufsbildes und der Tätigkeitsbeschreibung der jetzigen Situation angemessen, würde ausreichen um aufzuzeigen welche Leistungen wir Pflegende erbringen.
    LG
    Kania

  6. #86
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Zitat Zitat von Kania
    Der Begriff Vorbehaltleistungen,
    eine gute Wortwahl um ein Monopol zu schützen. Doch ist es das Ziel der (Fach)pflegenden die ärztliche Tätigkeit zu übernehmen?
    Wer spricht hier von ärztlicher Tätigkeit? Ich sehe zuerst pflegerische Tätigkeiten... und dann kommen für mich ärztliche Tätigkeiten.

    Eine Definition des Berufsbildes ist nicht ausreichend- die gibt es übrigens schon: nachzulesen im Krankenpflegegesetz.

    Wir sollten in diesem Falle uns einmal an den Ärzten orientieren: gesetzliche Vorgaben für die Tätigkeiten- wer darf was.

    Elisabeth

  7. #87
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Geschätzte Elisabeth,

    Eine Definition des Berufsbildes ist nicht ausreichend- die gibt es übrigens schon: nachzulesen im Krankenpflegegesetz.

    Wir sollten in diesem Falle uns einmal an den Ärzten orientieren: gesetzliche Vorgaben für die Tätigkeiten- wer darf was.

    Das ist gut geschrieben! Eine klare Antwort, mal richtig was feines.

    Da bekomme ich nun ein ganz schlechtes Gewissen, denn
    ... die Überwachung während der Narkose ist eine nicht deligierbare Tätigkeit ... , und ich habe jahrelang regelmäßig ( Pausenvertretung, Arzt musste i.d. Ambulanz, etc. ) alleine da gessen! Was habe ich nur getan?
    Das einmal als Beispiel. Ich möchte mit den Ärzten zusammenarbeiten, keine Tätigkeiten nach einem Katalog abarbeiten, sondern gezielt meine Fähigkeiten zum WOHL ( und nicht zur Abrechnung d. Krankenkassenkassen ) der Patienten einsetzen.
    In der Funktions- und Akutpflege sind dies oftmals Vorbehaltsleistungen und diese durch Fachpflegende ausgeübten Tätigkeiten müssen als Tätigkeiten entsprechend des Berufsbildes ausgeübt werden können, nicht "machen Sie mal". Im Forum "Anästhesieassitent" ist darüber diskutiert worden, - was dabei herausgekommen ist sich an den "Ärzten" zu orientieren" ...
    na ja,
    schönen Tag noch
    Kania

  8. #88
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Da bekomme ich nun ein ganz schlechtes Gewissen, denn
    ... die Überwachung während der Narkose ist eine nicht deligierbare Tätigkeit ... , und ich habe jahrelang regelmäßig ( Pausenvertretung, Arzt musste i.d. Ambulanz, etc. ) alleine da gessen! Was habe ich nur getan?
    Wenn man bösartig wäre könnte man sagen, du hast die Organisationsunfähigkeit der Docs und der Verwaltung unterstützt.

    Aber im Ernst: diese Tätigkeit übernimmst du freiwillig. Sie ist nicht an iregdnwelche Forderungen gebunden- du musst sie nicht machen (jetzt bitte mal das: aber sonst machts doch keiner ausblenden- denn: siehe oben). Demzufolge kann man den Wert deiner Arbeit frei bestimmen. Du hast kein Druckmittel. Und wenn es mal wieder eine Ärzteschwemme geben sollte, der OA oder Chef wechselt kann sich dein Aufgabengebiet schnell ändern.

    Die Festlegung von Vorbehaltsaufgaben schließt ein Miteinander mit den Ärzten ja nicht aus. Es hat aber einen Vorteil: du stehst auf gleicher Stufe mit ihm... nicht nur gefühlt, sondern auch rechtlich.

    Elisabeth

  9. #89
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Die Festlegung von Vorbehaltsaufgaben schließt ein Miteinander mit den Ärzten ja nicht aus. Es hat aber einen Vorteil: du stehst auf gleicher Stufe mit ihm... nicht nur gefühlt, sondern auch rechtlich.

    Genau!
    darauf sollte es hinauslaufen.
    LG Kania

  10. #90
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Liebe zwaimeinde,
    lieber Tempo,
    zunächst muss für Tempo und seine Mitstreiter hier Einiges klargestellt werde:
    1. Die Diakonie ist nicht Mitglied einer Tarifpartei. (Hier weigern sich die Kirchen als Träger standhaft...)
    2. Nur Mitglieder einer Tarifpartei sind berechtigt, Tariflöhne zu erhalten.
    3. Ver.di ist Mitglied der Tarifparteien.
    4. Der Marburger Bund ist ein schlechtes Beispiel, er hat seinen Mitgliedern, die den Streik getragen haben, einen Bärendienst erwiesen. Sie verdienen nun genau so viel bzw. z. T. sogar etwas weniger wie beim TVöD. Profitiert haben nur Ober- (ca. 500,00 € mehr) und Chefärzte.
    Natürlich kann man Ver.di viel vorwerfen, aber selbst aktiv werden ist auch nicht leicht. Zunächst sollte erst einmal überlegt werden, welche Ziele soll so eine Organisation haben? Und wenn ich die Ziele habe, wie viele Menschen lassen sich als Mitglieder anwerben? Und wer trägt wie die Arbeit? Und und und.... (siehe Elisabeth)
    Viele liebe Grüße
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

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