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Thema: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

  1. #41
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    an Elisabeth,
    das kann doch nicht alles dein Ernst sein.
    1. Nur weil die DGF eine Weiterbildungsquote empfiehlt, versagt sie nicht den Anderen die Unterstützung. Man muß auch mal schauen wer Mitglied ist, die sollen ja erstmal vetreten werden. Wer hat denn die Weiterbildungen etabliert?
    2. Dann sind sich Ärzte selten einig im Genesungsprozess des Patienten. Hier wird auch heute bis zum letzten gekämpft. Ich erlebe es in Veröffentlichungen wie auf unserer Intensiv.
    3. Im übrigen scheinst du mit deiner Meinung noch recht allein zu sein in diesem Thread.
    Sören

  2. #42
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Die Berliner Erklärung ist gut und schön. Trotzdem stellt sich mir die Frage was kann sie bewirken? Auch wenn ich mich inhaltlich damit identifizieren kann und ich dabei bin sie auch außerhalb dieses Forums Weiterzutragen, so wird meine PDL doch nur freundlich lächeln.... Die Klinikleitung wird sie nicht einmal lesen, denke ich.

    Wie geht es jetzt weiter? In der Tagesschau wurde die Erklärung ja noch nicht erwähnt, oder? Es wird wohl auch nicht helfen wenn ich vom DBFK zur DGF wechsele, oder? Hat meine Gewerkschaft womöglich einen Rat? Vielleicht hat Elisabeth doch ein bisschen Recht, wenn sie sagt wirklich erreichen können wir Pflegenden nur etwas in der großen Gruppe?

    Das soll nicht heißen dass es nicht richtig ist die Erklärung herauszugeben. Ich möchte Wissen, wie wir jetzt einen organisierten Schritt weiter gehen können?

  3. #43
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo Zusammen!
    Ich finde die Berliner Erklärung ausgesprochen gut!

    ... und übrigens Elisabeth, Intensivstationen sind elitäre Stationen; sie sind oftmals Vorreiter für Veränderungen die dann das ganze KH betreffen. Als Mitarbeiter einer solchen Station denke und handele ich anders, als die KollegInnen auf den Normalstationen. Die arbeit dort ist anders und ich ( wie wahrscheinlich die meisten F für I und A's ) habe mich nicht einfach so irgendwann dafür entschieden weiter zu lernen und in einem Bereich zu arbeiten wo mir ein wenig mehr abverlangt wird, als bei der Visite stramm zu stehen, Essen zu verteilen, und der "satt und sauber" Mentalität zu frönen! Ich habe weitergelernt und betrachte mich als Fachkraft in diesem Bereich. Als Fachkraft gehöre ich durchaus einer gewissen Elite an und das ist auch gut so.
    Die Kolleginnen und Kollegen auf den Normalstationen haben sich eben dafür entschieden nicht weiter zu lernen und dem normalen pflegerischen Tagesgeschäft nachzugehen. Ohne sie würde ein KH nicht existieren können.
    Von daher hast Du natürlich recht, sitzen wir alle in einem Boot. Wenn man mit anderen in einem Boot sitzt ist es immer so, daß es auch darunter Ingineure, Intellektuelle und solide Handwerker gibt.

  4. #44
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Zitat Zitat von Sören Lösche
    3. Im übrigen scheinst du mit deiner Meinung noch recht allein zu sein in diesem Thread.
    Damit kann ich ganz gut leben. Ich hätte mich auch gewundert, wenns anders wäre. *ggg*

    Danke an Tempo der die Gedanken vieler (nicht aller!!!) Intensivpflegekräfte auf den Punkt gebracht hat.

    Aber vielleicht verlassen wir mal die Wahrnehmungsinsel der Intensivpflege. Wieviele Intensivler kennen sich aus mit Validation, Bobath, FOTT usw.? Warum braucht ein Intensivler Checklisten zum Erkennen und Beschreiben des Dekus? Wieviele Intensivler mögen sich auskennen mit Mobilisationstechniken nach z.B. Hüft-OP. Wer kennt sich aus mit Augentropfen- wann, in welcher Reihenfolge was gegeben wird und was sich nicht verträgt? usw., usw.

    Elite/ Spezialisten gibt es überall. Das eine Kollegin im peripheren Bereich arbeitet weil sie sich nicht weiterbilden mag würde ich mal ganz schnell ins Reich der Sagen und Mytehn verbannen. Überall gibts Leute die sich weiterbilden. Die Inhalte unterscheiden sich logischerweise. Und auch auf der Intensivstation gibt es weiterbildunsgresitente Kollegen, die ihr Wissern allein über die tägliche Routine erworben haben und vielleicht sogar trotzdem gute Arbeit leisten.

    Ergo: Für eine fachkompetente Pflege braucht es mittlerweile eine Spezialisierung analog zur Medizin. Im Akutbereich und in Spezialbereichen sollte eine Fachkraftquote von 70:30 nicht unterschritten werden.

    Zitat Zitat von curare
    Ich möchte Wissen, wie wir jetzt einen organisierten Schritt weiter gehen können?
    Das würde mich als ehemalige Intensivpflegekraft mit A/I Abschluss auch interessieren.

    Elisabeth

  5. #45
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo Elisabeth!
    Eines muß man Dir lassen, aufrütteln ist wirklich eine Gabe von Dir !

    Die Arbeit der MitarbeiterInnen auf den Normalstationen möchte ich keinesfalls schmählern, aber eine Weiterbildung mit dem Umfang an Inhalten gibt es in vergleichbarer Art und Weise kein zweites mal im Bereich der Pflege ! Das Patientenklientel auf einer ITS fordert einem alles mögliche ab und genau das macht die Arbeit - zumindest für mich - auf der ITS so interessant. Sie hat etwas allumfassendes, etwas multifunktionelles !
    Die Kolleginnen und Kollegen auf der Normalstation können immer nur bestimmte Sequenzen im Bereich der Fort - und Weiterbildungen wahrnehmen. Meistens natürlich das, was in ihrem Arbeitsbereich schwerpunktmäßig angesat ist und da hat die Kollegin auf der Wöchnerinnenstation ganz gewiß vollkommen andere Schwerpunkte als die Kollegin / Kollege in der Handchirurgie, bzw. auf der Palliativstation!! Auf der ITS habe ich aber u.U. auch mit diesen Patienten zu tun - und das, liebe Elisabeth, zeichnet die Mitarbeiter auf den ITS aus !
    Es gibt noch einen Punkt, der mich stutzig und auch wütend macht. Ich habe im letzten Beitrag geschrieben, daß Intensivstationen oftmals Vorreiter für Veränderungen sind.Das gilt auch für berufpolitische Inhalte.
    In Niedersachsen laufen gerade die sehr, sehr schwierigen Tarifverhandlungen in für die Mitarbeiter in der Diakonie. Man will uns richtig ans Leder. Nun gibt es verschiedene Aktionen und Kundgebungen und rate mal, welche Abteilungen sich in erster Linie da blicken lassen; es sind zu über 90% Kolleginnen und Kollegen aus den Funktionsbereichen ( OP, Anästhesie, Intensiv, ZNA ... )! Mitarbeiter von den Normalstationen sind immer nur vereinzelt auszumachen. Ich habe mal nachgefragt warum dem so ist, weißt Du was eine häufige Antwort war, " ihr macht das schon !"
    Als ich noch in der MAV war hat mich diese Verhaltensweise in meiner Meinung bestärkt, daß in den Funktionsbereichen eher ( nicht nur, aber eher ) die Leute zu finden sind, die sich ein bischen mehr Gedanken machen. In den anderen Krankenhäusern die ich kenne ist es haargenauso!
    Aus alldem resultiert für mich, daß in jedem Bereich eines Hauses ganz bestimmte Persönlichkeiten zu finden sind!
    Puh, das war - glaub ich - mein längster Beittrag in diesem Forum! Ich werde mich jetzt erstmal bei Rasenmähen und der Vernichtung des Schachtelhalmes abreagieren!

  6. #46
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo Tempo,
    leider glaube ich Du hast es richtig beschrieben, die Motivation zur Verbesserung, doch ist es da nicht Aufgabe möglichst VIELE Kollegen gerade auch von der sog. Peripherie mitzureißen?
    LG

  7. #47
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo Liebe Forum Mitglieder,

    Ich begrüße den Vorstoß des DGF, eine Mindestquote für examiniertes, 2jährig weitergebildetes Pflegepersonal für Intensivstationen zu fordern. Je nach Autor ist in der Fachpresse zunehmend Lit. zur Bedeutung von genügend Fachpersonal pro Intensivpatient zu lesen. Wenn ich das richtig verstehe, ist es trotzdem äußert schwierig, diese Forderung anhand von Fakten zu begründen – z.B. welchen Einfluss hat (Intensiv-)Pflege auf die Verhinderung einer Pneumonie (oder wirken so viele Faktoren mit, dass es nur schwer auch der Pflege „zugerechnet“ werden kann?) Anders gesagt, wie können einzelne Faktoren herausgesiebt werden die in direktem Zusammenhang mit Pflegeleistungen zu positiven Ergebnissen („nursing sensitive outcomes“ in Denglisch) führen? So ziemlich alle Autoren sprechen von der Notwendigkeit weiterer Forschung.

    Dennoch wissen die, die täglich pflegerische Leistungen auf einer Intensivstation bringen, wie bitter nötig genügend und gut ausgebildetes Pflegepersonal ist um die Sicherheit der Intensivpatienten 24h/T zu gewährleisten. Die Frage ist, wissen das auch die, die das Geld verteilen? Ich glaube, sie wissen es nicht wirklich. Wüssten Sie es, wäre die Forderung des DGF unnotig.

    Folgendes Zitat ist mir in Kangaru-Hüpf-Manier entgegen gesprungen unweit meiner Höhle (Wombats sind bekanntlich wenig geneigt, sich poetisch oder gar elegant auszudrücken )


    „Wagt ruhig einen großen Schritt, wenn es nötig ist. Über einen Abgrund kommt man nicht mit zwei kleinen Sprüngen.“ David Lloyd George

    Andere Version:

    „Das gefährlichste Unterfangen auf der Welt ist, einen Abgrund mit zwei Sprüngen zu überqueren.“ David Lloyd George

    WomBat

  8. #48
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    Pfeil AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Liebes Forum,
    ich persönlich finde die "Berliner Erklärung" gut, wenn auch der nötige Druck zur Umsetzung und das Aufzeigen von möglichen Wegen dahin fehlt.
    Aus meiner Sicht ist diese Erklärung der DGF als erstrebenswertes Idealbild anzusehen und somit muss die Diskussion eigentlich lauten:
    "Wie kommen wir dahin?"
    Wenn wir über diese Fragestellung diskutieren, so haben wir aus meiner Sicht einen Schritt in die richtige Richtung, zur Umsetzung nämlich, gemacht.
    Viele liebe Grüße
    der sitzende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  9. #49
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    so, elisabeth. hast das schon gelesen?

    http://www.dbfk.de/bay/stellungnahmen/heimgesetz.htm

    70% Fachpersonal in den Pflegeheimen

    Eine Erhöhung der Fachkraftquote in den Heimen forderte Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK , Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe in Bayern, anlässlich der Anhörung zum Heimgesetz am 26.04.07 im Bayerischen Landtag. „Nur mit einer angemessenen Zahl qualifizierter Altenpflegerinnen und Altenpfleger lassen sich die Missstände in den Heimen bekämpfen,“ so Biederbeck.

    [...]

    Der DBfK fordert eine Festschreibung der Fachkraftquote auf mindestens 70% und eine Erhöhung des Personalschlüssels um 30%.

    [...]
    Sehr schöner Alleingang eines Verbandes der Mitglied des DPR ist. Kämpft jetzt jede Sparte für sich? Arbeiten die Kollegen außerhalb des Pflegeheime nicht kompetent? Hat der Pat. nur im Pflegeheim einen Anspruch auf Fachpflege?

    Trittst Du jetzt aus dem dbfk aus?
    "Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch."

  10. #50
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Danke für die Info. Hier gilt derselbe Satz wie für den DGF. Ich frage mich, wofür es einen DPR in Deutschland gibt?

    Ich wiederhole mich zwar, aber: Einzelauftritte bringen absolut nix. Wobei man davon ausgehen könnte dass die Altenpflege bessere Karten hat als der klinische Bereich: sie ist insgesamt sichtbarer in den Medien und in der Gesellschaft. Wenns aber an den Geldbeutel des Bürgers geht wirds auch da keine Besserungen geben. Wie hat Blüm ehedem festgestellt: Pflegen kann jeder der guten Willens ist und schon mal ein Kind gepflegt hat.

    Problem bei allem ist, das Pflege nicht definiert ist. Es gibt keine Vorbehaltsaufgaben für Pflegekräfte. Es gibt keine gestezlichen Vorgaben, dass bestimmte Tätigkeiten erst nach einer speziellen Weiterbildung durchgeführt werden dürfen.
    Ergo bringt es nichts eine Fachkraftquote zu fordern, wenn man die Tätigkeit nicht genau festlegen kann.

    Welche Tätigkeit darf ein Intensivpflegekraft erst nach einer Fachweiterbildung ausführen? Achtung: die deutsche Gesetzgebung beachten!

    Elisabeth

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