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Thema: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

  1. #91
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Moin Fridolin!
    Ich finde nach wie vor, daß wir vom Marburger Bund eine ganze Menge lernen können.
    Das die Diakonie nicht Mitglied einer Tarifpartei ist, ist mir klar. Die Verhandlungen zeigen aber auch, daß Tarifabschlüsse auch ohne Verdi ausgehandelt und erzielt werden können!
    Mir geht es darum, daß ein starker Verband auch ein großes politisches Gewicht darstellt und damit auch in Verhandlungen gegenüber den Arbeitgebern auftreten kann.
    Die Mitgliedschaft müsste natürlich verpflichtend sein. Ich weiß, jetzt schreien einige hier wieder auf, aber anders geht es meiner Meinung nach nicht.
    Ich wette, wenn wir in 150 Jahren wieder auf dieser Welt sein sollten, dann können wir in diesem und in anderen Foren noch dieselben Diskussionen erleben und es gibt immer noch keinen starken Verband und / oder eine Gewerkschaft Pflege

  2. #92
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Zitat Zitat von Tempo
    Die Mitgliedschaft müsste natürlich verpflichtend sein. Ich weiß, jetzt schreien einige hier wieder auf, aber anders geht es meiner Meinung nach nicht.
    Ein Aufschrei wär schon mal ein Anfang, im positiven Sinn. Wenn schon ca. ~700.000 Pflegende in diesem Land arbeiten und eigentlich einen (auch) therapeutischen Beruf ausüben, sollte es auch endlich eine gewisse Ordnung geben. Hierzu ist der Thread "Sachverständigenrat Gesundheitswesen" auch zu empfehlen, bzw. der Link zum Gutachten (S. 71 ff !): Berufsbezeichungen, Aus- und Weiterbildung, Zusammenarbeit, Delegation, Aufgabenverteilung, Kompetenzen, ...
    War insgesamt sehr überrascht über die Ausführungen in diesem Gutachten .

    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

  3. #93
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Müller (DPR) attackierte auch Montgomery, dem sie einseitige materielle Interessenpolitik zu Lasten der Pflegekräfte vorhielt. Montgomery konterte: „Ich bitte Sie, sich nicht in den Arbeitsalltag der Ärzte einzumischen.“ Im Gegenzug konstatierte der MB-Vorsitzende, dass der Abbau von Pflegekräften im Krankenhaus angesichts starker Leistungsverdichtung und verkürzter Verweildauer logisch sei: „Wir brauchen mehr Ärzte und weniger Pflegekräftestunden.“
    http://www.neuro-online.de/live/navi...3887&_psmand=8


    ...Konsens dürfte darüber bestehen, dass professionelle Pflege u.a. die medizinische Behandlungspflege beinhaltet. Insofern ist die Behandlungspflege durchaus medizindominiert, gründet diese doch auf einer entsprechende Diagnose und dem sich daran anschließenden medizinischen Therapiekonzept, dass selbstverständlich der Arzt zu verantworten hat.

    Zu fragen ist also, welcher Pflegebegriff den Forderungen nach mehr Eigenständigkeit der Pflege zugrunde zu legen ist? Weiter dürfte Einvernehmen dürfte darüber bestehen, dass die Wertigkeit des Pflegeberufes nicht darin zu erblicken ist, ein Rezept auszustellen und zu unterfertigen!

    Nehmen wir also die Qualitätsberichte (des MDK) als Maßstab für die Beurteilung der Qualität der medizinischen Behandlungspflege, so muss die Frage nach den Ursachen der Defizite nicht nur erlaubt sein, sondern vielmehr in den Fokus der Betrachtungen auch über die Frage nach der Eigenständigkeit der Pflege gerückt werden. Wenn also – was wohl regelmäßig der Fall sein wird – das Pflegepersonal die vom Arzt angeordneten Maßnahmen der medizinischen Behandlungspflege durchführt und gleichwohl Qualitätsdefizite zu beklagen sind, fragt sich, ob sich eine qualitative Verbesserung der Ergebnisse einstellen wird, wenn das Pflegepersonal allein im Rahmen der berufspolitisch gewünschten Übertragung von sog. Vorbehaltsaufgaben die behandlungspflegerische Versorgung sicherstellt. Bestehende Zweifel hieran werden jedenfalls nicht dadurch ausgeräumt, in dem stereotyp der Ruf nach den Vorbehaltsaufgaben für die Pflege erschallt und alljährlich die Qualitätsberichte ein beredtes Zeugnis auch über die pflegerische Leistungen ablegt.
    http://www.dailynet.de/News-file-article-sid-3796.html
    Es geht um die Neuverteilung des Kuchens. Aktuelle Meldung aus der Tagespresse: "15,8 %- AOK MV teuerste Krankenkasse im Lande"
    Dazu gestern bei KMA gefunden:

    Haus- und Fachärzte würden sich zur Zeit überbieten mit unrealistischen Honorarforderungen, kritisierten die gesetzlichen Krankenkassen. So wollten die Hausärzte eine Versichertenpauschale (je Quartal) von 85 Euro durchsetzen; das liegt 70 % über dem geltenden Fallwert.
    ... und wolle damit letztendlich die Beitragszahler mit über 18 Milliarden Euro Mehrausgaben für die ambulante ärztliche Vergütung belasten.
    ... Sie würden bedeuten, dass die große Koalition ab 2009 den bundesweit einheitlichen Beitragssatz um nahezu zwei Beitragssatzpunkte höher festsetzen müsste.
    http://www.kma-online.de/index.php?m...abb5df5b26fd80
    1,2 Mill. Pflegekräfte... 250.000 organsisiert in verschiedensten Verbänden und jeder Verband macht seine eigene Verbandspolitik. Wer wird wohl als Sieger aus dieser Sache hervorgehen? Schon der alte Römer wußte: "Teile und Herrsche." Hier teilt die Ärzteschaft und herrscht. Und die Pflege ist dankbar für jede angebotene Übernahme von ärztl. Tätigkeiten. "Brot und Spiele" ebenfalls eine Weisheit aus dem alten Rom- aktueller als "Zuckerbrot und Peitsche" bekannt. Man braucht Pflegenden nur erklären: du bist doch viel besser als dein Kollege der die Arbeiten nicht übernimmt und schon ist der "Hilfssheriff des Arztes" stolz und dankbar für soviel Vertrauen. *grmpf*

    Elisabeth

  4. #94
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    @Elisabeth
    Das kann nicht dein Ernst sein.
    Wir haben den Deutschen Pflegerat, der das Dach der Pflegenden und der Hebammen bildet. Genau dieser Pflegerat hat mit sehr viel Engagement gerade erreicht, dass die GMK in Deutschland am 5.7.07 beschlossen hat, ein elektronisches Gesundheitsberuferegister einzurichten. Das ist sicher als überaus großer pflegepolitischer Erfolg zu werten. Ferner wurde gerade ein Gutachten des Sachverständigenrates zur Koopreation und Verantwortung als Voraussetzung einer zielorientierten Gesundheitsversorgung an das Bundesministerium für Gesundheit übergeben. Solche entscheidenden Dinge vollbringt der DPR, die einheitliche Vertretung der Pflege. Wie du jetzt noch behaupten kannst, jeder Verband denkt nur an sich, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht solltest du deine Informationen aktualisieren und deine Ansichten der Aktualisierung anpassen. Die sind nur zwei entscheidende Bespiele aus diesem Monat:
    Sören

  5. #95
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Für dein Beruferegister wird es zunehmend weniger Mitglieder geben, wenn es nach den Ärzten geht.

    Zum DPR
    Der DPR dreht seine Fahen nach dem Wind. Noch beim Hauptstadtkongress 2006 konnte es Fr. Müller gar nicht schnell genug gehen mit der Übernahme ärztl. Tätigkeiten. Offensichtlich sah sie es ähnlich wie H. Montgommery: Erhöhung Fallzahl + Verringerung Liegedauer = Reduzierung der Pflegestunden. Irgendwer hat sie dann wohl eines anderen belehrt und seit Ende des Jahres tönt es nun andersrum. AGNes- ehemals begrüßt vom DPR als innovative Entwicklung wird nun verteufelt.
    Die Verbände haben es nach wie vor nicht geschafft sich eindeutig zu positionieren. Aufrufe starten kann jeder. Sinnvolle, zukunftsträchtige Inhalte schaffen scheint da schon eher ein Problem.

    Wo ist die Aktivität der Verbände endlich eine Professionelle Pflege zu etablieren? Das Beruferegister ist es jedefalls nicht. Hier geht es lediglich um die Erfassung der Pflegekräfte um eine Nutzung der Elektronischen Kassenkarte möglich zu machen. Das Beruferegister ist an keine Forderung gekoppelt.

    Die Freiwillige Registrierung zeigt ebenfalls, dass nur halbherzig entschieden wird. Welche Weiterbildungen sind für welche Berufsausübung nötig? Dazu gibt es keine Aussagen. Wie denn auch, wenn die Festlegung der Vorbehaltsaufgaben für Pflegekräfte nach wie vor fehlt.
    Pflege soll studieren- was denn? Pflegemanagement, Pflegewissenschaften usw.- ich habe bis dato keinen Zweig gefunden in dem es um die patientnnahe Pflege geht. Auch hier müßte erst mal eindeutig formuliert werden, was denn Professionelle Pflege beinhaltet. Laut der Vorsitzenden des DPR brauchen die Pflegewissenschaftler noch mind. 10 Jahre bis man dies festlegen kann. Bis dahin sollten wir dann doch bitte die ärztl. Tätigkeiten übernehmen.

    @ Sören- Erzähl mir nicht, ich soll mich umschauen. Ich schaue mich um... nicht nur auf den Verbandsseiten.

    Elisabeth

  6. #96
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Geschätzter Sören,
    das ist wirklich aus der Spur, ich stimme im groben mit Elisabeth überein, allein die personelle Zusammensetzung des DPR zeigt mir, das dort eher abstrakte Ergebnisse erwartbar sind. Die Registrierung? Als Leistung für uns?
    Eine Vertretung der Pflege, das sollten keine sich selbst gewählten Vertreter sein. Ich bleibe bei meiner Wasserkopftheorie.
    LG

  7. #97
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo,
    für wen ist die Einrichtung des elektronische Gesundheitsberuferegister denn von Vorteil? Ist für mich irgendwann bestimmt zwingend vorgeschrieben und mit Kosten verbunden für nichts. Sowie bei z.B. bei den Ärztekammern, die kaum Leistungen für die Ärzte erbringen oder alles extra bezahlt haben möchten, und ich glaube kaum, das es bei Pflegekammern oder ähnlichen Einrichtungen um etwas anderes geht als die Mitglieder "abzuzocken".
    Gruß

  8. #98
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Kammern tun nichts für ihre Mitglieder... . Ist nur reine Geldabzockerei.

    Ist das wirklich so? Kammern garantieren ihren Mitgliedern das Recht für bestimmte Tätigkeiten das Monopol zu haben. Wer garantiert diesen Anspruch für die Pflege?

    *ops* Wir wissen ja gar nicht auf was wir Anspruch erheben wollen.

    Und so bleibt alles beim Alten: die Unzufriedenheit, die Möglichkeit zu jammern und damit Aufmerksamkeit zu bekommen usw..

    Woran liegt es, dass Pflege sich gegen jedewede Veränderung sträubt?


    Elisabeth

  9. #99
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Ich denke, dass ist nur die halbe Wahrheit.

    Wieso ist die Pflege so resistent gegen jegliche Veränderungen ihres Status?

    Meine Thesen:
    Helfersyndrom- meint sich über das Helfen zu definieren ist der Berufsinhalt der Pflege. Da passt keine Professionalität. Selbstaufgabe im Beruf (Beruf als Berufung) wird immer noch als Ideal angesehen. Selbstaufgabe bedarf keiner Fachkompetenz- die ist da eher hinderlich.

    Eine Mutter-/ Vaterfigur wird gebraucht die die Richtung vorgibt- die Stationsfamilie folgt. Mutter/ Vater übernimmt die Verantwortung. Eigenverantwortung kann nicht übernommen werden weil die Kompetenz fehlt kausale Zusammenhänge zu erkennen.

    Die Gruppendynamik achtet darauf das oben beschriebene Tatsachen erhalten bleiben. Querdenker werden ganz schnell an den Rand gedrückt bzw. ausgeschlossen. Sie werden als Bedrohung des Systems emfunden.

    http://www.krankenschwester.de/forum...html#post90184
    Es ist egal wie teuer die Weiterbildungsangebote sind. Den Sinn dieser Angebote verstehen nur wenige und noch weniger setzen die Inhalte um.

    Warum soll man etwas ändern, wenn es doch (gut) läuft? Der Ablauf in den Einrichtungen ist stets garantiert. Erschöpfte, ausgebrannte Kollegen werden ersetzt durch neue frische Kollegen.

    Elisabeth (die mittlerweise etwas ratlos ist)

  10. #100
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    Standard AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Hallo,
    ich denke wir sollten schon kontrovers diskutieren. Ich schätze die Möglichkeiten eiene e-Beruferegisters für hoch. Nur ganz kurz : Eine Planung, wieviel Pflegekräfte wann und wo nötig sind, um den gemorafischen Entwicklungen zu folgen, ist anders nicht machbar. Man kann zentral an einer Stelle die Führung der Berufserlaubnis verwalten, was in der Pflege zur Zeit ca. 4oo Stellen machen. Da blickt keiner durch. Endlich können Kriterien eingearbeitet werden, für wielange eine Pflegekraft eine Zulassung bekommt, wann sie ausläuft und wann sie eingezogen werden muß. Zur Zeit werden Sie nicht eingezogen. Fortbildungen können zur Pflicht werden. Alle Aufgammen einer Kammer können übernommen werden. Wir brauchen das dringend. Wir werden von anderen verwaltet. Freiwillig geht das nicht. Es muß ein Zwang werden. Das ließe sich verwirlichen und noch viel mehr. Andere Länder machen es lange. Auch wenn es nur aussieht wie eine Formalie, es öffnet den Weg für vieles.
    Wenn man die Geschichte der Pflege betrachtet, sind mit dem DPR erstmalig solche Entwicklungen in Gang gesetzt. Ich finde es wichtig sich so zu professionalisieren. Dann können auch erst Vorbehaltsaufgaben oder ähnliches einfließen. Für die Ärzte leistet die Ärztekammer viel. Natürlich kostet das. Aber wir können das mit den anderen Berufen teilen.
    Sören

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