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Thema: Anästhesieassistenz in Europa

  1. #11
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Madison,

    soooooooooooooooo Laaaaaaaaaaaannnnnnnnggggggggeeeee!ä!

    Sieh's doch mal so. Was wäre das System ohne uns?

    Auch wenn wir (Du) uns (Dich) verwandel(n)st, genau! Multifunkti!

    Irgendwie geht es immer. Dadurch und dafür sind wir stark geworden.
    Das nimmt keiner mehr weg.

    WomBat, Grüßt

  2. #12
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    HAllo,
    genau das ist es, Ihr gebt hier klar wieder, was fehlt im Deutschen Anästhesiepflegealltag. Hier bei uns läufts so, jährlich BLS und SAED, alle zwei Jahre ACLS und PALS, darüber hinaus zwei mal monatliche Fortbildung und mindestens 2 Fachvorträge abhalten im Jahr sind für jeden MA obligatorisch.
    Nur schickt mal jeden MA auf diese Weiterbildungen, allein schon die Kosten die entstehen wenn man den Arbeitsausfall bedenkt, jeder MA ist pro Jahr für mind. 2 Wochen zusätzlich auf Fachweiterbildung, da ists doch billiger man stellt den AIP, falls es den noch gibt, in den Saal und ordnet der Anästhesieschwester an auf IHM/IHR aufzupassen und rechtzeitig einzuschreiten. Ich kann mich nicht mehr errinnern, wie oft ich dies von den Chef,- und Oberärtzten gehört habe......

  3. #13
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Salut WomBat,

    Auf deine Anfrage, ein ganz normaler Tag in unserer Anä.:

    • 7:00 Beginn
    • Übergabe Nachtgeschehen, Op-Besprechung (Saaleinteilung durch Bereitschaftsdienst Pflege)
    • Croissant et café au lait
    • Vorbereitung Anä-Plätze + Narkosen
    • Einleitung Regionalanä. Im AWR Assistenz AWR-Anä.-Person
    • Narkoseeinleitung Anästhesist + Pflege im Saal
    • Narkoseleitung Anästhesist oder Anä-Pflege(die Vollnarkose wird immer von einer der genannten Personen geführt, der Anästhesist ist jedoch immer im Op-Bereich)
    • Ausleitung Anästhesist + Op-Pfleger oder Anä + Op-Pfleger
    • Pager für RD mit Anä + Rearuf
    • Op-Ende gegen 14:00 – 15:00
    • Bereitschaftsdienst anwesend ab 13:30
    • Tagesdienstende 15:30

    Sonstige Tätigkeiten: Wir werden von den Stationen angefragt für das legen von Venenzugängen, bei schwierigen Venenverhältnissen. Wir bilden das REA-Team, organisieren und schulen das Personal in BLS, ALS Kursen. Schließlich sind wir in den Rettungsdienst eingebunden und rücken bei Einsätzen mit Anästhesie in Notarztkompetenz mit aus.
    Vorbereitungen und Nachbereitungen der Narkosen plus Organisation um die Narkosen werden von Anä-Pflege gesichert.
    Das mag umfangreich klingen, jedoch ist auch hier wieder alles nur eine Frage der Organisation.
    Soweit nur kurz

    A bienôt
    Géri

  4. #14
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Hallo Wombat,
    habe mich einige Tage ausgeklinkt. Du sollst Antwort bekommen.

    Müsli Blidung. Wir pflegen heute eine Erwachsenenbildung bei der wir vom erwachsenen, mündigen Bürger ausgehen.
    Jeder kann kommen und gehen tun und lassen was er will aber bitte die Stundenpläne anschauen und nicht immer stören. Ein bisschen kuschelig soll es auch sein und Prüfungenbereiten wir lange und intensiv vor. Es soll schließlich für alle schön sein und hinterher soll jeder seinen Schein bekommen, er war ja irgendwie dabei.
    Die alten Frontalunterrrichte mit Prüfungen waren ja so unmenschlich und manchmal hat es einer nicht gepackt. Das war schlimm und gar nicht schön und alle waren ganz betroffen und die Prüfer waren böse Menschen.

    Irgendwie sind wir da von einem Extrem in das andere verfallen. Aber bitte, so kann es nicht gehen. Wenn ich höre, daß sich Teilnehmer eines A+I Kurses im Unterricht benehmen wie eine Grundschulklasse dann sollen sie zuhause bleiben. Diese Leute brauchen wir nicht in den Krankenhäusern.

    Es gibt Weiterbildungsstätten die den Ruf haben da fällt keiner durch, die kriegen das schon hin. Überflüssig. Falscher Ansatz.

    Ich habe meine Fachausbildung an der Uni Klinik in Giessen gemacht. Die Schule hatte gar keinen Ruf, oder doch, nämlich den, daß dort ständige Konzeptionlosigkeit herrscht. Wir hatten sehr guten klinischen Frontaluntericht, Gruppenarbeiten zu speziellen Themen, viele Testate, Siege und Niederlagen und zum Schluss alle die, die zwei Jahre durchhielten, und das waren nicht alle, die staatliche Anerkennung in der Tasche.

    Und dann die in der Hülle eines Krankenpflegers gefangenen Ärzte. Kommentar eigentlich überflüssig.

    Wir haben gutes und qualifiziertes Personal und so soll es auch bleiben. Wir haben Berufseinsteiger in die motiviert sind und auf einen Platz in der Weiterbildung hinarbeiten. Die machen das auch.
    Wir haben alte und ältere Kollegen die sind einfach Topfit.
    Wir haben heute Fortbildungsmöglichkeiten von denen haben wir vor 20 Jahren nur geträumt. Und die nehmen wir auch wahr.
    Wir haben einen guten Qualitätsstandard und den gilt es zu halten und daran zu arbeiten. Wir müssen nicht immer noch schneller und besser werden.

    Das mit der Solidarität und den Berufsverbänden ist so eine Geschichte für sich. Wir lassen uns ja schnell instrumentalisieren, wie wir in den Tarifverhandlungen sehen konnten, und freuen uns wenn der Kelch an uns vorbei geht und die "Anderen" den schlechteren Tarifvertrag bekommen.
    Der Organisationsgrad der Pflegenden in den Gewerkschaften und Berufsverbänden ist denkbar schlecht. Warum soll ein Müllmann für Krankenhauspersonal streiken wenn die doch nicht organisiert sind.
    Was erreicht ein Berufsverband wenn er 1000 Mitglieder hat.
    Wieviel Kolleginnen und Kollegen arbeiten im Anästhesiebereich?
    4000, 7000, 10 000 ??? Wer vertritt unserer Interessen?

    Wir dürfen uns jetzt nicht aufreiben und spalten lassen. Die Ärztefunktionäre betreiben Politik zu unseren Lasten. In den Kliniken sieht es anders aus und wir sollten uns nicht unter Niveau darstellen. Nur Stewardessen müssen kuschen Herr van Aken.Ach ja und immer dieser Vergleich mit der Luftfahrt.Schon krankhaft.Krankenhäuser sind wie Flughäfen, Narkosen wie Flüge. Wenn der Autopilot fliegt kann jeder am Steuer sitzen aber eine Narkose sollte schon qualifiziert betreut werden. Das Pflegepersonal auf die Stufe von hauswirtschaftlichen Mitarbeitern zu stellen ist schon frech.

    Lasst uns weitermachen. Es lohnt sich. Anästhesiepflege in Deutschland ist eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe.

    Weiterhin zuversichtlich

  5. #15
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    @Wombat:
    Multifunkti auch, wenn dies bedeutet, Lücken zu stopfen, wenn der operative Springer im Saal fehlt? Solange das unter dem Motto 'kollegiale Zusammenarbeit' steht, herzlich gerne.
    Wenn es aber nur dem Ziel des Arbeitgebers dient, Personal einzusparen, und nicht einmal ordnungsgemässe Geräteeinweisungen für erforderlich gehalten werden, - tja, dann fühle ich mich wirklich wie eine von van Akens Saftschubsen.

    @Andreas:
    donnernder Beifall, auch wenn aus deinen Beiträgen viel Bitterkeit klingt.
    Leider bin ich nicht mehr so zuversichtlich, es sei denn wir alle wachen endlich richtig auf, nicht nur die Pflege, in dem sie sich organisiert, sondern eben auch die Entscheider in den Krankenhäusern und wo sie noch so sitzen und sich die Taschen füllen.

    Habe fertig.

    Madi
    Die Absicht bestimmt die Sicht.

  6. #16
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Hallo madison

    so verbittert wie es scheint bin ich nicht. Wir müssen nur Ross und Reiter nennen und das dürfen wir uns auch nicht nehmen lassen.
    Ich mache diesen Beruf aus Überzeugung, wollte nichts anderes machen und habe auch nichts anderes gemacht. Ich bin jetzt seit 1982 in der dritten Anästhesieabteilung und gehe immer noch jeden Morgen gut gelaunt zur Arbeit und meist genauso gut gelaunt nachhause.
    Wenn es mal nicht rund läuft muß das eben kommuniziert werden.
    Das gelingt uns meist. Ich weiß wie schwierig die Auseinandersetzung ist und möchte manchmal auch lieber die Kohl Nummer machen. Da muß jeder seinen weg finden.

    Diese Multifunktionsarbeitskraft die sich, und das ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit, PDLer mit Unterstützung von ehemaligen Kollegen aus den Funktionsbereichen ausgedacht haben, sind einfach die billige Alternative.
    Da wollen irgendwelche Pflegeflüchtlinge, Studierte und auf wackenlnden Stühlen sitzende PDLer ihren Stellen retten indem sie auf unsere Kosten Stellen einsparen wollen.
    Das wir uns im OP interdisziplinär und kollegial helfen steht doch nicht in Frage. Das ist so und bleibt sicher auch so ( ausser in Bayern, habe ich gehört, da wird strikt getrennt).

    Es ist schon ernüchternd zu sehen wie es diesen Leuten gelingt einen Keil zwischen die Berufsgruppen und in die Berufsgruppen zu treiben. Erschreckend, daß sie damit teilweise sogar Erfolg haben.
    Ich beobachte bei OP-Perosnal, daß die aus einer vermeintlich guten Position heraus, Fachkräftemangel etc., immer mehr Arbeiten abgeben und dabei nicht bemerken, daß sie sich selbst wegrationalisieren. Wenn das so weitergeht dann stehen irgendwann tatsächlich nur noch eine OTA im Saal, den Rest macht das Pflegepersonal der Anästhesie.

    Als ich 1982 anfing war das teilweise so, daß in den OP's der verschiedenen Fachabteilungen zum Teil die OP-Schwestern(Springer) die Anästhesieassistenz durchführten. Unser erscheinen war damals gar nicht wirklich gewünscht, die Kollegen gewöhnten sich aber dann doch sehr schnell an uns. Das ist noch gar nicht solange her.

    Weitermachen !

  7. #17
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Madison, ich habe mich missverständlich ausgedrückt! Mit der Multifunktionalität ging ich davon aus...dass Du das zweite Standbein gemeint heißt! Daher meine Reaktion - wenn Du Dich entscheiden hast - noch eine (sinnvolle) - Weiterbildung, Studium, was auch immer....dann ist das gut!
    Bei aller Liebe, Saftschubsen brauchen wir alle nicht wirklich um berufliche ausgefüllt zu sein. Aber wie Du sagst, die neuen Moden (Andreas hat gesagt, Ross und Reiter nennen ist nötig) sind höchst Zweifelhaft und bringen mich nur so ins Staunen. Schlimmer noch, in Wut. Der Kapitalismus pur hat uns bzw. das Krankenhaus erreicht.

    Persönlich finde ich es immer schlecht für die "Pflege" wenn Pflegende Bereiche verlassen, in denen sie die eigentliche "Arbeit" mit den Patienten mögen. Nach meiner Erfahrung sind es die ArbeitsBedingungen (RAHMEHBEDINGUNGEN), die uns dann dazu bringen über ein zweites (oder drittes) Standbein nachzudenken. Danach folgen häufig Entscheidungen. Die Entscheidungen bedeuten für die "Zurückgelassenen" wiederum ein Verlust für die Pflege (siehe Benner "brain drain"). Das, was Du durch durchhalten gelernt hast, nimmt Dir keiner mehr weg. Was auch immer Du tust, behalte es, nimm es mit. Es gehört Dir. Mulitfunkti als Lückenbüßer war nicht in meinem Sinne. Manchmal (eigentlich schon vor ca. 30 Jahren) denke (dachte) ich, das ganze System müsste mal zusammenstürzen, damit wir wieder sauber anfangen können. Problem dabei ist z.B. Ethik, denn wenn es stürzt, sind Patienten am leidtragenden Ende. Und schon wieder "leider", denn damit rechnen (und rechneten schon immer) die Vorstände, Aufsichtsräte, Verwalter und sonstige Verbandelte Lobbyisten, dass wir Pflegende zu viel Herz haben, um nicht Multifunkti zu sein. Wobei es nicht verständlich ist, wieso dieselben bereit sind Fachkräfte für Geld putzen, bringen, holen zu lassen. Halt durch, für Dich selbst, notfalls mit Veränderung. Saftschubsen, eigentlich dümmlich, das von Fachkräften zu erwarten.

    Gege
    , danke für Deine Nachricht. Ich muss die noch verdauen.

    Andreas
    , Du hast sicher Recht. Ich hoffe, es ist nicht überall so Kindergartenmäßig. Einerseits liegt es vielleicht wirklich am Kuschelbedarf (Friede, Freude, Eierkuchen). Aber wie Du sagst "Extreme"! Wir stürzen in Extreme. Die 3/4'se Gesellschaft empfinde ich so. Schwarz - Weis. Wenig Zwischentöne. Vielleicht müssen wir Schwarz auskosten, dann Weis, bis wir endlich auf die Idee kommen, Grau ist auch nicht sooooo schlecht. Da gibt es viele Zwischentöne.

    Man kann Demokratie oder sog. Mündigkeit übertreiben. Man kann Professionalisierung so Ideologisieren, dass...keiner mehr Handlungsfähig ist (oder wird).
    Passt irgendwie nicht zusammen. Professionaliserung bedeutet auch Selbstkontrolle einer Berufsgruppe. Wie kontrollieren wir uns bzw. unserere Berufsgruppe? In der Zwischenzeit, wurden und werden wir von den Docs gegeneinander ausgespielt. Leider spielen wir als Berufsgruppe zu oft mit. Die, die nicht mitspielen, werden in eine Schwarze oder Weise Ecke geschoben.

    Andreas, Stolz und Kritisch, finde ich völlig OK.

    Ende, WomBat, Gute Nacht

    PS im Zeitalter des Internets und email: Könnten nicht die Weiterbildungsstätten ihre jährliche Statistik an eine zentrale Stelle schicken? z.B. Wie viele im gestarten Kurs? Wie viele abgesprungen? Wie viele Examen bestanden? (das "wie viele Durchgefallen" kann dann errechnet werden)
    Ach ja, das ist die Arbeit einer Nörsing Board. Von mir aus Pflegekammer. Damit man über sich selbst Bescheid weis

  8. #18
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Hi WomBat.

    Zitat Zitat von WomBat
    Könnten nicht die Weiterbildungsstätten ihre jährliche Statistik an eine zentrale Stelle schicken? z.B. Wie viele im gestarten Kurs? Wie viele abgesprungen? Wie viele Examen bestanden?
    Die einzigen Daten, die ich dazu gefunden habe, sind diese hier:

    -> http://www.aundio.de/fwbstatfr.htm

    Wie aundio.de an die Zahlen vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen herangekommen ist, steht leider nicht dabei .

    Schöne Grüße,

    hhe

  9. #19
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    Standard AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Danke Hanno!

    Gibt es diese Zahlen für andere Länder nicht? (Habe nicht gesucht, es ist so so spät )

    Wirklich Gute Nacht, Wombat

  10. #20
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    Frage AW: Anästhesieassistenz in Europa

    Moin WomBat.

    Zitat Zitat von WomBat
    Gibt es diese Zahlen für andere Länder nicht?
    Gute Frage. Ich erkundige mich mal beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW.

    Schöne Grüße,

    hhe

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